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Neues Testament

Judas Kapitel 1

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Judas, Sklavendiener Jesu, [des] Gesalbten, aber Bruder des Jakobus – Den in Gott, [dem] Vater, geheiligten1 und [in] [dem] Gesalbten Jesus bewahrten Gerufenen:
2Barmherzigkeit und Friede und Liebe möge euch gemehrt werden.
3Geliebte, als ich mich mit allem Fleiß ‹und Eifer› daranmachte, euch über das2 gemeinsame Heil zu schreiben, überkam mich eine Nötigung, euch zu schreiben und zu ermutigen, [weiterhin] mit Ernst zu ringen für den den Heiligen einmal überlieferten Glauben.
4Es haben sich nämlich einige Menschen nebeneingeschlichen3, die [schon] seit langem aufgeschrieben wurden für dieses Gericht: Ehrfurchtslose ‹o.: Gottesverächter; Frevler; so a. im Folg.›, die die Gnade unseres Gottes in Zügellosigkeit verkehren und den alleinigen Herrscher, Gott,4 und unseren Herrn, Jesus, [den] Gesalbten, verleugnen.
5Ich will euch aber in Erinnerung rufen, obwohl ihr dieses5 einmal wisst, dass der Herr6, nachdem er [das] Volk aus [dem] Land Ägypten gerettet hatte, das zweite Mal die, die nicht glaubten, umkommen ließ,
6und dass er Boten7, die ihre Erstrangigkeit ‹o.: ihren Herrschaftsbereich; o.: ihre Herrscherwürde› nicht bewahrten, sondern die eigene Behausung zurückließen, für [das] Gericht [des] großen Tages mit immerwährenden Fesseln unter Finsternis verwahrt hat,
7wie Sodom und Gomorra und die Städte um sie herum, da sie auf gleiche Weise [wie] diese8 [üble] Unzucht trieben und weggingen, andersartigem Fleisch nach, als Beispiel vorliegen, [die] gerechte [Strafe] eines ewigen ‹o.: äonischen›9 Feuers erleidend.
8Jedoch [handeln] in gleicher Weise auch diese Träumer: Zum einen beflecken sie Fleisch, zum andern weisen sie Herrschaft ab, und Herrlichkeiten lästern sie.
9Aber der erstrangige Bote ‹, der Engelfürst,› Michael, als er, mit dem Teufel ‹, dem Verleumder,› streitend, um den Leib Moses eine Unterredung hatte, wagte nicht, ein lästerndes Urteil10 anzubringen, sondern sagte: „Der Herr ‹schelte und› strafe dich!“
10 Diese nun lästern, was sie nicht kennen, was sie aber von Natur wie die vernunftlosen Tiere verstehen, darin werden sie verderbt.
11 Wehe ihnen!, da sie den Weg Kains gingen, und für Lohn ergossen sie sich ‹o.: gaben sie sich her› dem Abirren Bileams, und mit der Widerrede Koras kamen sie um!
12 Diese sind es, die als [Schand]­flecken11 bei euren Liebesmahlen sich zusammen mit euch gütlich tun ‹o.: mit euch mitschmausen›, ohne Furcht ‹, ohne Respekt›, sich selbst weidend, Wolken ohne Wasser, von Winden weggetragen, spätherbstliche, fruchtlose Bäume, zweimal erstorben, entwurzelt,
13 wilde Meereswogen, die ihre eigenen Schändlichkeiten ausschäumen, irrende Sterne, denen das Dunkel der Finsternis aufbehalten ist [bis] in [den] Äon12.
14 Es hat aber auch prophezeit, in Bezug auf diese, Henoch, siebter von Adam an, als er sagte: „Siehe!, es kommt13 [der] Herr in[mitten] seiner Myriaden ‹o.: vielen Tausenden› von Heiligen,
15 um über alle Gericht zu halten, und alle ihre Ehrfurchtslosen ‹zu überführen und› zurechtzuweisen14 wegen aller ihrer ehrfurchtslosen ‹o.: gottverachtenden; so a. im Folg.› Taten15 ‹und Werke›, mit denen sie sich in ehrfurchtsloser Weise vergingen, und wegen all der harten [Dinge], die [die] ehrfurchtslosen Sünder gegen ihn geredet haben.“
16 Diese sind Murrköpfe, mit ihrem Los Hadernde, nach ihren Lüsten wandelnd, und ihr Mund redet hochtrabende [Dinge], wobei sie, [des] Vorteils wegen, [ins] Angesicht schmeicheln.
17 Ihr aber, Geliebte, gedenkt der von den Aposteln unseres Herrn, Jesu, [des] Gesalbten, zuvor gesprochenen Aussprüche,
18 dass sie euch [mehrmals] sagten16, dass im letzten Zeit[abschnitt] Spötter sein werden, die nach ihren eigenen ehrfurchtslosen Lüsten17 wandeln.
19 Diese sind die Abgrenzenden ‹, die Trennung verursachen›, Seelische ‹, Natürliche›18, [den] Geist nicht Habende.
20 Ihr aber, Geliebte, indem ihr euch [beständig] aufbaut auf eurem hochheiligen Glauben, [stetig] betend19 im Heiligen Geist,
21 bewahrt euch selbst in [der] Liebe Gottes, während ihr wartet auf die Barmherzigkeit unseres Herrn, Jesu Christi, zu ewigem20 Leben.
22 Und der einen erbarmt euch21: Weist [sie] zurecht ‹o.: überführt [sie]; o.: macht einen Unterschied›!
23 Die anderen aber rettet mit Furcht22!: Reißt [sie] aus dem Feuer, dabei sogar das vom Fleisch befleckte Untergewand hassend!
24 Dem aber, der Kraft hat, sie23 ohne Straucheln zu bewahren und ohne Tadel mit Jubelfreude vor seine Herrlichkeit24 zu stellen,
25 dem allein weisen Gott25, unserem Retter26: Herrlichkeit und Majestät, Macht und Autorität27, sowohl jetzt als auch [bis] in all die Äonen! Amen!

Fußnoten

  1. 1 1,1 NA: geliebten
  2. 2 1,3 NA: unser
  3. 3 1,4 eig.: sind … nebeneingetaucht
  4. 4 1,4 NA: ohne Gott
  5. 5 1,5 NA: obwohl ihr alles
  6. 6 1,5 NA: dass Jesus; wenige Hss: dass Gott
  7. 7 1,6 o.: Engel
  8. 8 1,7 NA: auf diese gleiche Weise
  9. 9 1,7 d. h.: undenkbar lange andauernden
  10. 10 1,9 wörtl.: ein Urteil [der] Lästerung; genitivus qualitatis
  11. 11 1,12 Das gr. Wort kann auch „[gefährliche] Klippen“ bedeuten; spilas, nur hier; vgl. spilos, 2Pet 2,13
  12. 12 1,13 im Griech. hier und 2Petr 2,17 kein Artikel vor „Äon“; ebenso zweimal in Offb 14,11
  13. 13 1,14 wörtl.: ist gekommen; gnomischer Aorist
  14. 14 1,15 NA: jede Seele zurechtzuweisen
  15. 15 1,15 wörtl.: Taten [der] Ehrfurchtslosigkeit; genitivus qualitatis
  16. 16 1,18 Imperfekt mit iterativer Bed.: wiederholt; immer wieder
  17. 17 1,18 wörtl.: Lüsten der Ehrfurchtslosigkeiten; genitivus qualitatis
  18. 18 1,19 psychikoi; wie in 1Kor 2,14; 15,44.46
  19. 19 1,20 Partizip Präsens durativ
  20. 20 1,21 aioonios; äonischem
  21. 21 1,22 NA: Und der einen, der Zweifelnden, erbarmt euch.
  22. 22 1,23 NA: rettet aus dem Feuer
  23. 23 1,24 d. h.: die eben Genannten – NA: euch; and. Hss (A; syr. u. lat. Üsgn.): uns
  24. 24 1,24 o.: vor das Angesicht seiner Herrlichkeit; o.: in die Gegenwart seiner Herrlichkeit
  25. 25 1,25 NA: dem alleinigen Gott
  26. 26 1,25 NA: plus unserem Retter durch Jesus Christus, unserem Herrn
  27. 27 1,25 NA: plus vor jedem Äon und