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Neues Testament

Hebräer Kapitel 1

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Nachdem Gott vielfältig und auf viele Weisen ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten,
2redete er in diesen Tagen, den letzten, ‹eig.: in der Letzt[zeit] dieser Tage›1 zu uns in [dem] Sohn, den er zum Erben von allem [ein]­setzte, durch den er auch die Äonen ‹o.: die Weltzeiten; die Welt mit ihren Zeiten›2 machte,
3welcher, Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und Abdruck ‹o.: Prägebild›3 seines Wesens seiend und alle [Dinge] mit dem [gesprochenen] Wort seiner Kraft tragend, sich, nachdem er durch sich selbst4 [die] Reinigung von unseren5 Sünden6 vollzogen hat, zu[r] Rechten der Majestät in den Höhen setzte
4[als einer, der] um so viel besser geworden [ist] als die [himmlischen] Boten, wie er einen vorzüglicheren Namen, der sie überragt, geerbt hat.
5Denn zu welchem der Boten hat er jemals gesagt: „Du bist mein Sohn. Ich habe dich heute ‹gezeugt und› geboren7.“ (Ps 2,7)? Und wieder: „Ich werde ihm Vater sein, und er wird mir Sohn sein.“ (2Sam 7,14; 1Chr 17,13)?
6Wenn nun – andererseits ‹o.: wiederum› – er den Erstgeborenen in das Weltreich8 einführt, sagt er: Und huldigen sollen ihm alle [Himmels]­boten Gottes. (vgl. Ps 97,7 LXX und 5Mo 32,43 LXX)
7Und einerseits sagt er in Bezug auf die Boten: „Der seine Boten [zu] Winden macht und seine Dienstleistenden [zu] einer Feuerflamme“ (Ps 104,4),
8in Bezug auf den Sohn aber: „Dein Thron, Gott, [ist] in den Äon des Äons ‹o.: in Ewigkeit›. Ein Zepter [der] Geradheit ‹o.: Rechtschaffenheit; Gerechtigkeit› [ist] das Zepter deiner Königschaft ‹bzw. deines Königreiches›.
9Du liebtest Gerechtigkeit und hasstest Gesetzwidrigkeit. Deswegen salbte dich, Gott, dein Gott, ‹o.: Deswegen salbte dich Gott, dein Gott,› mit Öl der Jubelfreude im Vorzug vor deinen Gefährten ‹o.: Teilhabenden›(Ps 45,7.8);
10 und: „Du, Herr, gründetest ‹und befestigtest› in den Anfängen das Land9, und die Himmel sind Werke deiner Hände.
11 Sie werden umkommen, aber du bleibst. Und sie werden alle alt werden wie ein Gewand,
12 und wie einen Umwurf ‹o.: Umhang›10 wirst du sie aufrollen ‹o.: zusammenwickeln›, und sie werden11 verwandelt ‹o.: ausgetauscht; gewechselt› werden, aber du bist derselbe, und deine Jahre werden nicht enden.“ (Ps 102,26–28)
13 In Bezug auf welchen der [Himmels]­boten hat er jemals gesagt: „Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde lege [zum] Schemel deiner Füße.“ (Ps 110,1)?
14 Sind sie nicht alle Dienst leistende Geister, ausgesandt zu[m] Dienst derer wegen, die im Begriff stehen, [die] Rettung ‹o.: [das] Heil› zu erben?

Fußnoten

  1. 1 1,2 epeschatou toon heemeroon toutoon
  2. 2 1,2 Das griech. Wort aioon (Äon) kann – sowohl in der Mehrzahl wie in der Einzahl – auch „Welt“ bed.; s. a. Hebr 11,3
  3. 3 1,3 charakteer (davon das deutsche „Charakter“)
  4. 4 1,3 NA: ohne durch sich selbst
  5. 5 1,3 NA: ohne unseren
  6. 6 1,3 wörtl.: die Reinigung unserer Sünden; unsere Sündenreinigung; Genitiv des Objekts o. der Beziehung (genitivus obiectivus o. relationis)
  7. 7 1,5 gezeugt und geboren: Das heb. wie das griech. Wort bed. „zeugen“ und „gebären“; hier trifft beides zu; Ps 2,7 bezieht sich n. Apg 13,33 auf die Auferstehung des Gesalbten.
  8. 8 1,6 oikoumenee bed. „die bewohnte Welt“ oder Teile davon; das Wort wird im globalen wie lokalen Sinne verwendet; z. B. Jes 10,23 LXX (heb. thebel: Jes 13,11; 14,17; 24,4; Ps 77,19). Der Umfang von oikoumenee wird vom Kontext bestimmt.
  9. 9 1,10 gee (heb. äräz); „Erde, Erdboden, Land, [umliegende] Länderregion“
  10. 10 1,12 peribolaion ist etwas, das man sich umwirft; peri bed. „rund herum“
  11. 11 1,12 NA: plus wie ein Mantel