Neues Testament
Markus Kapitel 1
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Anfang des Evangeliums Jesu, [des] Gesalbten, [des] Sohnes Gottes.
2Wie geschrieben ist in den Propheten1: „Siehe!, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten wird.“ (Mal 3,1)
3„Stimme eines Rufenden in der Wüste: ‘Bereitet den Weg [des] Herrn! Macht seine Pfade gerade.’“ (Jes 40,3)
4Johannes trat auf2 in der Wüste: Er taufte und verkündete eine Taufe [der] Buße zu[r] Vergebung [der] Sünden ‹o.: eine Bußtaufe im Blick auf Erlassung [der] Sünden›.
5Und es ging zu ihm hinaus das ganze jüdische Landgebiet, auch die Jerusalemer. Und sie alle wurden von ihm im Jordanfluss getauft, ihre Sünden bekennend.
6Und Johannes war bekleidet mit Kamelhaar und mit einem ledernen Gürtel um seine Lenden. Und er aß Heuschrecken und wilden Honig.
7Und er verkündete: „Es kommt hinter mir der, der stärker [ist] als ich, dessen Schuhriemen gebückt zu lösen ich nicht wert ‹eig.: genug› bin.
8Ich taufte euch in Wasser, aber er wird euch in ‹und mit› Heiligem Geist taufen.“
9Und es geschah in jenen Tagen: Es kam Jesus von Nazaret in Galiläa, und er wurde von Johannes in den Jordan getauft3.
10 Und sogleich, als er aus dem Wasser heraufstieg, sah er die Himmel sich teilen und den Geist wie eine Taube auf ihn niedersteigen.
11 Und es geschah eine Stimme aus den Himmeln: „Du bist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe4.“
12 Und sogleich treibt ihn der Geist hinaus in die Wüste.
13 Und er war dort in der Wüste vierzig Tage, wurde von dem Widersacher ‹, dem Satan,› versucht ‹und geprüft›, und er war unter den wilden Tieren. Und die Boten ‹, die Engel,› dienten ihm.
14 Nachdem Johannes ausgeliefert worden war, kam Jesus nach Galiläa, verkündete das Evangelium ‹, die gute Botschaft,› von der Königsherrschaft ‹, vom Königreich,› Gottes5
15 und sagte: „Der [bestimmte] Zeitpunkt ist erfüllt, und die Königsherrschaft Gottes ist nahe gekommen. Tut Buße und glaubt an6 das Evangelium!“
16 Als er nun entlang des Meeres von Galiläa wandelte, sah er Simon und dessen Bruder Andreas, wie sie am Meer ein Wurfnetz auswarfen, denn sie waren Fischer.
17 Und Jesus sagte zu ihnen: „Auf, kommt hinter mir her!, und ich werde machen, dass ihr Menschenfischer werdet.“
18 Und sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm.
19 Und als er von dort ein wenig weiterging, sah er Jakobus, den [Sohn] des Zebedäus, und Johannes, dessen Bruder, und diese in dem Boot, die Netze fertig zurüstend ‹und zurechtmachend›.
20 Und sogleich rief er sie. Und sie ließen ihren Vater Zebedäus im Boot mit den Lohnarbeitern und gingen weg, hinter ihm her.
21 Und sie gehen nach Kapernaum hinein. Und sogleich am Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte.
22 Und sie waren bestürzt ‹und außer sich› über seine Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Autorität hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.
23 Und es war in ihrer Synagoge ein Mensch in einem unreinen Geist ‹o.: unter [dem Einflussbereich] eines unreinen Geistes›. Und er schrie auf:
24 „Heh!“, sagte er, „Was [haben] wir mit dir [zu tun], Jesus, Nazarener? Kamst du, uns umzubringen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.“
25 Und Jesus gebot ihm nachdrücklich: „Werde stumm gemacht7 und fahre aus von ihm!“
26 Und der unreine Geist zerrte ihn und schrie mit lauter ‹, großer› Stimme und fuhr aus von ihm.
27 Und sie erschraken alle, sodass sie untereinander disputierten: „Was ist das?“, sagten sie. „Was [ist] das für eine neue Lehre? – weil er mit Autorität sogar den unreinen Geistern befiehlt und sie ihm gehorchen.“
28 Und die Kunde von ihm ging sogleich aus in das ganze Umland von Galiläa.
29 Und als sie aus der Synagoge hinausgegangen waren, kamen sie gleich – mit Jakobus und Johannes – in das Haus des Simon und Andreas.
30 Aber die Schwiegermutter Simons lag fieberkrank danieder. Und sogleich sagen sie ihm von ihr.
31 Und er trat hinzu, fasste sie bei der Hand und richtete sie auf. Und das Fieber verließ sie sogleich. Und sie diente ihnen [fortwährend].
32 Als es Abend geworden und die Sonne untergegangen war, brachten sie zu ihm hin alle, denen es übel ging, auch die Dämonisierten8.
33 Und die ganze Stadt war zusammengekommen zur Tür hin.
34 Und er heilte viele, denen es durch verschiedenartige9 Krankheiten übel ging, und trieb viele Dämonen aus und ließ die Dämonen nicht reden, weil sie wussten, [wer] er [war].
35 Und frühmorgens, als [es] noch völlig Nacht war, stand er auf [und] ging hinaus. Und er ging weg an einen einsamen ‹und öden› Ort. Und dort war er am Beten.
36 Und Simon und die, die mit ihm [waren], eilten ihm nach.
37 Und als sie ihn finden, sagen sie zu ihm: „Alle suchen dich!“
38 Und er sagt zu ihnen: „Lasst uns in die benachbarten Landstädte gehen, damit ich auch dort verkünde, denn dazu bin ich ausgegangen.“
39 Und er war am Verkünden in ihren Synagogen in ganz Galiläa und am Dämonenaustreiben.
40 Und es kommt zu ihm ein Aussätziger, ihn bittend und [vor] ihm [auf die] Knie fallend; er sagte zu ihm: „Wenn du willst, kannst du mich reinigen!“
41 Jesus nun, innerlich tief bewegt, streckte die Hand aus und rührte ihn an. Und er sagt zu ihm: „Ich will! Werde gereinigt!“
42 Und, als er es sagte, wich sogleich10 der Aussatz von ihm, und er wurde gereinigt.
43 Und er verpflichtete ihn mit allem Ernst und wies ihn sogleich hinaus,
44 und er sagt zu ihm: „Sieh zu, dass du niemandem etwas sagst, sondern gehe hin, zeige dich dem Priester und bringe für deine Reinigung dar, was Mose anordnete, ihnen zu einem Zeugnis.“
45 Aber der ging hinaus und fing an, vieles zu verkünden und das Wort zu verbreiten, sodass er nicht mehr öffentlich in eine Stadt hineingehen konnte, sondern er war draußen an einsamen Orten, und sie kamen von überall her zu ihm hin.
2Wie geschrieben ist in den Propheten1: „Siehe!, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten wird.“ (Mal 3,1)
3„Stimme eines Rufenden in der Wüste: ‘Bereitet den Weg [des] Herrn! Macht seine Pfade gerade.’“ (Jes 40,3)
4Johannes trat auf2 in der Wüste: Er taufte und verkündete eine Taufe [der] Buße zu[r] Vergebung [der] Sünden ‹o.: eine Bußtaufe im Blick auf Erlassung [der] Sünden›.
5Und es ging zu ihm hinaus das ganze jüdische Landgebiet, auch die Jerusalemer. Und sie alle wurden von ihm im Jordanfluss getauft, ihre Sünden bekennend.
6Und Johannes war bekleidet mit Kamelhaar und mit einem ledernen Gürtel um seine Lenden. Und er aß Heuschrecken und wilden Honig.
7Und er verkündete: „Es kommt hinter mir der, der stärker [ist] als ich, dessen Schuhriemen gebückt zu lösen ich nicht wert ‹eig.: genug› bin.
8Ich taufte euch in Wasser, aber er wird euch in ‹und mit› Heiligem Geist taufen.“
9Und es geschah in jenen Tagen: Es kam Jesus von Nazaret in Galiläa, und er wurde von Johannes in den Jordan getauft3.
10 Und sogleich, als er aus dem Wasser heraufstieg, sah er die Himmel sich teilen und den Geist wie eine Taube auf ihn niedersteigen.
11 Und es geschah eine Stimme aus den Himmeln: „Du bist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe4.“
12 Und sogleich treibt ihn der Geist hinaus in die Wüste.
13 Und er war dort in der Wüste vierzig Tage, wurde von dem Widersacher ‹, dem Satan,› versucht ‹und geprüft›, und er war unter den wilden Tieren. Und die Boten ‹, die Engel,› dienten ihm.
14 Nachdem Johannes ausgeliefert worden war, kam Jesus nach Galiläa, verkündete das Evangelium ‹, die gute Botschaft,› von der Königsherrschaft ‹, vom Königreich,› Gottes5
15 und sagte: „Der [bestimmte] Zeitpunkt ist erfüllt, und die Königsherrschaft Gottes ist nahe gekommen. Tut Buße und glaubt an6 das Evangelium!“
16 Als er nun entlang des Meeres von Galiläa wandelte, sah er Simon und dessen Bruder Andreas, wie sie am Meer ein Wurfnetz auswarfen, denn sie waren Fischer.
17 Und Jesus sagte zu ihnen: „Auf, kommt hinter mir her!, und ich werde machen, dass ihr Menschenfischer werdet.“
18 Und sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm.
19 Und als er von dort ein wenig weiterging, sah er Jakobus, den [Sohn] des Zebedäus, und Johannes, dessen Bruder, und diese in dem Boot, die Netze fertig zurüstend ‹und zurechtmachend›.
20 Und sogleich rief er sie. Und sie ließen ihren Vater Zebedäus im Boot mit den Lohnarbeitern und gingen weg, hinter ihm her.
21 Und sie gehen nach Kapernaum hinein. Und sogleich am Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte.
22 Und sie waren bestürzt ‹und außer sich› über seine Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Autorität hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.
23 Und es war in ihrer Synagoge ein Mensch in einem unreinen Geist ‹o.: unter [dem Einflussbereich] eines unreinen Geistes›. Und er schrie auf:
24 „Heh!“, sagte er, „Was [haben] wir mit dir [zu tun], Jesus, Nazarener? Kamst du, uns umzubringen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.“
25 Und Jesus gebot ihm nachdrücklich: „Werde stumm gemacht7 und fahre aus von ihm!“
26 Und der unreine Geist zerrte ihn und schrie mit lauter ‹, großer› Stimme und fuhr aus von ihm.
27 Und sie erschraken alle, sodass sie untereinander disputierten: „Was ist das?“, sagten sie. „Was [ist] das für eine neue Lehre? – weil er mit Autorität sogar den unreinen Geistern befiehlt und sie ihm gehorchen.“
28 Und die Kunde von ihm ging sogleich aus in das ganze Umland von Galiläa.
29 Und als sie aus der Synagoge hinausgegangen waren, kamen sie gleich – mit Jakobus und Johannes – in das Haus des Simon und Andreas.
30 Aber die Schwiegermutter Simons lag fieberkrank danieder. Und sogleich sagen sie ihm von ihr.
31 Und er trat hinzu, fasste sie bei der Hand und richtete sie auf. Und das Fieber verließ sie sogleich. Und sie diente ihnen [fortwährend].
32 Als es Abend geworden und die Sonne untergegangen war, brachten sie zu ihm hin alle, denen es übel ging, auch die Dämonisierten8.
33 Und die ganze Stadt war zusammengekommen zur Tür hin.
34 Und er heilte viele, denen es durch verschiedenartige9 Krankheiten übel ging, und trieb viele Dämonen aus und ließ die Dämonen nicht reden, weil sie wussten, [wer] er [war].
35 Und frühmorgens, als [es] noch völlig Nacht war, stand er auf [und] ging hinaus. Und er ging weg an einen einsamen ‹und öden› Ort. Und dort war er am Beten.
36 Und Simon und die, die mit ihm [waren], eilten ihm nach.
37 Und als sie ihn finden, sagen sie zu ihm: „Alle suchen dich!“
38 Und er sagt zu ihnen: „Lasst uns in die benachbarten Landstädte gehen, damit ich auch dort verkünde, denn dazu bin ich ausgegangen.“
39 Und er war am Verkünden in ihren Synagogen in ganz Galiläa und am Dämonenaustreiben.
40 Und es kommt zu ihm ein Aussätziger, ihn bittend und [vor] ihm [auf die] Knie fallend; er sagte zu ihm: „Wenn du willst, kannst du mich reinigen!“
41 Jesus nun, innerlich tief bewegt, streckte die Hand aus und rührte ihn an. Und er sagt zu ihm: „Ich will! Werde gereinigt!“
42 Und, als er es sagte, wich sogleich10 der Aussatz von ihm, und er wurde gereinigt.
43 Und er verpflichtete ihn mit allem Ernst und wies ihn sogleich hinaus,
44 und er sagt zu ihm: „Sieh zu, dass du niemandem etwas sagst, sondern gehe hin, zeige dich dem Priester und bringe für deine Reinigung dar, was Mose anordnete, ihnen zu einem Zeugnis.“
45 Aber der ging hinaus und fing an, vieles zu verkünden und das Wort zu verbreiten, sodass er nicht mehr öffentlich in eine Stadt hineingehen konnte, sondern er war draußen an einsamen Orten, und sie kamen von überall her zu ihm hin.
Fußnoten
- 1 1,2 NA: in Jesaja dem Propheten
- 2 1,4 egeneto; Grundbed.: wurde; entstand
- 3 1,9 Grundbed.: getaucht
- 4 1,11 gnomischer (zeitloser) Aorist
- 5 1,14 NA: verkündete das Evangelium Gottes
- 6 1,15 o.: durch; griech. en
- 7 1,25 eig.: [Dein Mund] werde dir verbunden
- 8 1,32 d. h.: die dämonisch Geplagten
- 9 1,34 eig.: vielfarbige
- 10 1,42 NA: Und sogleich wich