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Neues Testament

Titus Kapitel 1

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Paulus, Sklavendiener Gottes, aber Apostel Jesu, [des] Gesalbten, für [den] Glauben [der] Erwählten Gottes und [für die] Erkenntnis [der] Wahrheit, die zu rechter Ehrfurcht ‹und Frömmigkeit›1 führt ‹o.: die [der] rechten Ehrfurcht entspricht›,
2auf Hoffnung ‹o.: auf [dem Boden der] Hoffnung; aufgrund [der] Hoffnung› [des] ewigen ‹, äonischen,› Lebens, das der nicht lügende Gott vor undenklichen ‹, äonischen,› Zeiten verhieß;
3aber er offenbarte sein Wort zu [seinen] eigenen Zeitpunkten, in [der] Verkündigung, mit der ich betraut wurde nach [ausdrücklichem] Befehl ‹o.: Auftrag› Gottes, unseres Retters –
4[Dem] Titus, echtem Kind nach [dem] gemeinsamen Glauben: Gnade, Barmherzigkeit2, Friede von Gott, [dem] Vater, und [dem] Herrn, Jesus, [dem] Gesalbten, unserem Retter!
5Aus diesem Grunde ließ ich dich in Kreta zurück, damit du die verbliebenen ‹, noch ausstehenden,› [Dinge] [vollends] in Ordnung bringest, und von Stadt zu Stadt Älteste einsetzest, wie ich dir anordnete:
6wenn einer unanklagbar ist ‹o.: ein Nichtanzuklagender ist›, Mann einer Frau, Kinder hat, [die] treu [sind], [die] nicht [wegen] eines heillosen Wesens unter Anklage [stehen] oder nicht untergeordnet sind ‹o.: untertan sind›;
7es hat nämlich der Aufseher unan­klagbar ‹, ein Nichtanzuklagender,› zu sein, als Hausverwalter Gottes: nicht selbstgefällig ‹o.: eigenwillig; eigenmächtig›, nicht zu[m] Zorn geneigt ‹o.: aufbrausend; hitzig; zornmütig›, nicht [sich] beim Wein [aufhaltend], nicht ein Schläger, nicht einer, [der] auf schändlichen Vorteil aus [ist] ‹o.: auf Bereicherung aus [ist]; o.: schändlich gewinnorientiert [ist]›,
8sondern gastfreundlich ‹eig.: Fremde liebend wie Freunde›, [das] Gute liebend ‹, mit Zuneigung liebend›, gesunden Sinnes ‹, züchtig, mäßig, besonnen›, gerecht, rein ‹und gottergeben›, enthaltsam ‹und zurückhaltend›,
9einer, der sich an das treue ‹, zuverlässige,› Wort [der] Lehre hält, damit er in ‹und mittels› der gesunden Lehre aufrufen ‹und Zuspruch geben› und auch die Widersprechenden ‹überführen und› zurechtweisen kann.
10 Denn es sind viele3, und [sie sind] solche, die nicht unterordnet sind‹o.: untertan sind›, Nichtiges ‹, Wertloses,› Redende und solche, die [das] Denken irreleiten – besonders die aus der Beschneidung –,
11 denen man den Mund stopfen muss, die ganze Häuser zum Umsturz bringen ‹o.: zu Fall bringen› und schändlichem Vorteil zuliebe lehren, was man nicht [lehren] darf.
12 Es sagte einer von ihnen, ihr eigener Prophet: „Kreter [sind] immer ‹i. S. v.: seit je; gewohnheitsmäßig› Lügner, schlimme wilde Tiere, faule Bäuche!“
13 Dieses Zeugnis ist wahr. Aus diesem Grunde ‹überführe sie und› weise sie mit Schärfe ‹eig.: scharf schneidend› zurecht, damit sie im Glauben gesund seien,
14 nicht Acht geben auf jüdische Mythen und Gebote von Menschen [und] [so] sich von der Wahrheit wegwenden.
15 Den Reinen [ist] alles rein, ja4, aber den Befleckten und Ungläubigen [ist] nichts rein, sondern befleckt [sind] sowohl ihr Denken als auch [ihr] Gewissen.
16 Sie bekennen, Gott [wirklich] zu kennen, mit den Taten ‹und Werken› aber verleugnen sie [ihn], sind verabscheuungswürdig und [im Unglauben] ungehorsam5 und zu jedem guten Tun verwerflich ‹, unbewährt, unbrauchbar›.

Fußnoten

  1. 1 1,1 eusebeia; aus eu (gut, recht) und sebadsomai (mit heiliger Scheu verehren bzw. verehrenden Dienst erweisen)
  2. 2 1,4 NA: ohne Barmherzigkeit
  3. 3 1,10 viele, die: wörtl.: viele und; das pleonastische kai („und“) wird nicht übersetzt
  4. 4 1,15 NA: ohne ja
  5. 5 1,16 apeithees; der Ungehorsam besteht im Unglauben