Neues Testament
Philipper Kapitel 2
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1[Gibt es] also irgend[welchen] Aufruf ‹und Zuspruch› in Christus, [gibt es] ermutigenden Zuspruch der Liebe, [gibt es] Gemeinschaft des Geistes, [gibt es] innere Empfindungen ‹o.: herzliche Regungen›1 und Mitgefühl ‹o.: Erbarmen›,
2so macht meine Freude [damit] voll, dass ihr dieselbe Gesinnung habt ‹o.: dasselbe sinnt; auf dasselbe bedacht seid›, dieselbe Liebe habend, in der Seele verbunden2, auf eines bedacht ‹o.: EINE Gesinnung habend›,
3nichts nach Eigennutz ‹o.: aus selbstsüchtigem Gewinnstreben› oder aus leerer ‹, nichtiger, wertloser,› Ruhmsucht [tuend], sondern [in] der demütigen Gesinnung einer den anderen höher achtend als sich selbst.
4Jeder gebe Acht, nicht auf die eigenen [Belange], sondern jeder auch auf die der anderen.
5Denn diese Gesinnung sei unter euch ‹und in euch›, die auch in Christus Jesus [vorhandene],
6der, in Gestalt Gottes seiend ‹o.: das Dasein habend›3, es nicht als ein An-sich-zu-Reißendes ‹o.: als etwas zu Raubendes; als eine Raubesbeute› erachtete, Gott gleich zu sein,
7sondern er entäußerte sich selbst ‹o.: entleerte sich›, [die] Gestalt eines Sklavendieners annehmend4 ‹o.: wobei er Sklavengestalt annahm›. In Gleichheit [der] Menschen gewesen5
8und in [der] äußeren Erscheinung als Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst, gehorsam seiend6 bis zum Tod, [ja] zum Kreuzestod7.
9Darum nämlich8 erhöhte Gott ihn über die Maßen und schenkte ihm [in Gnade] einen Namen, den [Namen] über jeden Namen,
10 damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, [der] Himmlischen, Irdischen und Unterirdischen,
11 und jede Zunge bekenne, dass [er] Herr [ist], Jesus, [der] Gesalbte, zu[r] Herrlichkeit ‹und Verherrlichung› Gottes, [des] Vaters.
12 Daher, meine Geliebten, so wie ihr allezeit gehorchtet, bringt [dranbleibend] – nicht nur wie [damals] bei meiner Ankunft ‹und Gegenwart›, sondern jetzt viel mehr in meiner Abwesenheit – mit Furcht und Zittern eure eigene Rettung zuwege° ‹o.: bringt eure Rettung [fortwährend dranbleibend] zu Ende›9.
13 Gott nämlich ist der [fortwährend] unter euch ‹und in euch› Wirkende10 sowohl das Wollen als auch das Wirken, zugunsten des Wohlgefallens ‹o.: im Interesse [seines] Wohlgefallens; o.: sodass ihr ihm wohlgefallt›.
14 Tut alles [stets] ohne Murren und [zweifelnde] Überlegungen,
15 damit ihr tadellos und arglos ‹d. h.: frei von unlauterer Beimischung; unvermischt; ohne Falsch› werdet ‹o.: seid›, [als] Gottes untadelige Kinder, mitten in einem krummen und verkehrten Geschlecht11, in dem ihr offenbar seid wie Lichter in [der] Welt,
16 darhaltend ‹und festhaltend› [das] Wort [des] Lebens, für mich [ein Anlass] zu[m] Rühmen [im Hinblick] auf [den] Tag Christi, weil ich [dann] nicht vergebens ‹eig.: ins Leere› gelaufen bin, noch vergebens mich gemüht habe.
17 Doch wenn ich auch ausgegossen werden sollte [wie ein Trankopfer] über dem Opfer und [der] [heiligen] Dienstleistung eures Glaubens, [so] freue ich mich und freue mich zusammen mit euch allen.
18 Ebenso freut auch ihr euch – und freut euch zusammen mit mir.
19 Ich hoffe aber im Herrn Jesus, Timotheus bald zu euch zu schicken, damit auch ich getrost sei, wenn ich eure Umstände erfahren habe.
20 Ich habe nämlich keinen Gleichgesinnten ‹eig.: niemanden [in der] Seele Gleichen›, der sich mit echter Sorge eurer Umstände annehmen wird,
21 denn sie suchen alle das Ihre, nicht das, [was] Christi Jesu [ist].
22 Seine Bewährtheit nun kennt ihr, dass er, wie ein Kind dem Vater, zusammen mit mir Sklavendienst tat für das Evangelium.
23 Diesen also hoffe ich, sofort zu schicken, sobald ich in meinen Belangen weitersehe.
24 Ich bin aber überzeugt im Herrn, dass ich auch selbst bald kommen werde.
25 Ich erachtete es aber für nötig, Epaphroditus, meinen Bruder und Mitarbeiter und Mitstreiter, zudem euren Gesandten und Dienstleistenden meines Bedarfs, zu euch zu schicken,
26 da er sich ja nach euch allen sehnte und in [ängstlicher] Unruhe war, weil ihr ja gehört hattet, dass er krank war.
27 Und er war krank, dem Tode nahe, Gott ließ ihm jedoch Barmherzigkeit widerfahren, aber nicht nur ihm, sondern auch mir, damit ich nicht Traurigkeit auf Traurigkeit haben müsse.
28 Also habe ich ihn umso eiliger geschickt, damit, wenn ihr ihn wieder seht, ihr euch freut – und ich umso unbetrübter ‹und von Kummer freier› bin.
29 Nehmt ihn also auf im Herrn mit aller Freude und haltet solche in Ehren,
30 da er wegen des Werkes Christi dem Tod nahe kam, er achtete [seine] Seele gering, damit er auffülle euren Mangel an [heiliger] Dienstleistung für mich.
2so macht meine Freude [damit] voll, dass ihr dieselbe Gesinnung habt ‹o.: dasselbe sinnt; auf dasselbe bedacht seid›, dieselbe Liebe habend, in der Seele verbunden2, auf eines bedacht ‹o.: EINE Gesinnung habend›,
3nichts nach Eigennutz ‹o.: aus selbstsüchtigem Gewinnstreben› oder aus leerer ‹, nichtiger, wertloser,› Ruhmsucht [tuend], sondern [in] der demütigen Gesinnung einer den anderen höher achtend als sich selbst.
4Jeder gebe Acht, nicht auf die eigenen [Belange], sondern jeder auch auf die der anderen.
5Denn diese Gesinnung sei unter euch ‹und in euch›, die auch in Christus Jesus [vorhandene],
6der, in Gestalt Gottes seiend ‹o.: das Dasein habend›3, es nicht als ein An-sich-zu-Reißendes ‹o.: als etwas zu Raubendes; als eine Raubesbeute› erachtete, Gott gleich zu sein,
7sondern er entäußerte sich selbst ‹o.: entleerte sich›, [die] Gestalt eines Sklavendieners annehmend4 ‹o.: wobei er Sklavengestalt annahm›. In Gleichheit [der] Menschen gewesen5
8und in [der] äußeren Erscheinung als Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst, gehorsam seiend6 bis zum Tod, [ja] zum Kreuzestod7.
9Darum nämlich8 erhöhte Gott ihn über die Maßen und schenkte ihm [in Gnade] einen Namen, den [Namen] über jeden Namen,
10 damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, [der] Himmlischen, Irdischen und Unterirdischen,
11 und jede Zunge bekenne, dass [er] Herr [ist], Jesus, [der] Gesalbte, zu[r] Herrlichkeit ‹und Verherrlichung› Gottes, [des] Vaters.
12 Daher, meine Geliebten, so wie ihr allezeit gehorchtet, bringt [dranbleibend] – nicht nur wie [damals] bei meiner Ankunft ‹und Gegenwart›, sondern jetzt viel mehr in meiner Abwesenheit – mit Furcht und Zittern eure eigene Rettung zuwege° ‹o.: bringt eure Rettung [fortwährend dranbleibend] zu Ende›9.
13 Gott nämlich ist der [fortwährend] unter euch ‹und in euch› Wirkende10 sowohl das Wollen als auch das Wirken, zugunsten des Wohlgefallens ‹o.: im Interesse [seines] Wohlgefallens; o.: sodass ihr ihm wohlgefallt›.
14 Tut alles [stets] ohne Murren und [zweifelnde] Überlegungen,
15 damit ihr tadellos und arglos ‹d. h.: frei von unlauterer Beimischung; unvermischt; ohne Falsch› werdet ‹o.: seid›, [als] Gottes untadelige Kinder, mitten in einem krummen und verkehrten Geschlecht11, in dem ihr offenbar seid wie Lichter in [der] Welt,
16 darhaltend ‹und festhaltend› [das] Wort [des] Lebens, für mich [ein Anlass] zu[m] Rühmen [im Hinblick] auf [den] Tag Christi, weil ich [dann] nicht vergebens ‹eig.: ins Leere› gelaufen bin, noch vergebens mich gemüht habe.
17 Doch wenn ich auch ausgegossen werden sollte [wie ein Trankopfer] über dem Opfer und [der] [heiligen] Dienstleistung eures Glaubens, [so] freue ich mich und freue mich zusammen mit euch allen.
18 Ebenso freut auch ihr euch – und freut euch zusammen mit mir.
19 Ich hoffe aber im Herrn Jesus, Timotheus bald zu euch zu schicken, damit auch ich getrost sei, wenn ich eure Umstände erfahren habe.
20 Ich habe nämlich keinen Gleichgesinnten ‹eig.: niemanden [in der] Seele Gleichen›, der sich mit echter Sorge eurer Umstände annehmen wird,
21 denn sie suchen alle das Ihre, nicht das, [was] Christi Jesu [ist].
22 Seine Bewährtheit nun kennt ihr, dass er, wie ein Kind dem Vater, zusammen mit mir Sklavendienst tat für das Evangelium.
23 Diesen also hoffe ich, sofort zu schicken, sobald ich in meinen Belangen weitersehe.
24 Ich bin aber überzeugt im Herrn, dass ich auch selbst bald kommen werde.
25 Ich erachtete es aber für nötig, Epaphroditus, meinen Bruder und Mitarbeiter und Mitstreiter, zudem euren Gesandten und Dienstleistenden meines Bedarfs, zu euch zu schicken,
26 da er sich ja nach euch allen sehnte und in [ängstlicher] Unruhe war, weil ihr ja gehört hattet, dass er krank war.
27 Und er war krank, dem Tode nahe, Gott ließ ihm jedoch Barmherzigkeit widerfahren, aber nicht nur ihm, sondern auch mir, damit ich nicht Traurigkeit auf Traurigkeit haben müsse.
28 Also habe ich ihn umso eiliger geschickt, damit, wenn ihr ihn wieder seht, ihr euch freut – und ich umso unbetrübter ‹und von Kummer freier› bin.
29 Nehmt ihn also auf im Herrn mit aller Freude und haltet solche in Ehren,
30 da er wegen des Werkes Christi dem Tod nahe kam, er achtete [seine] Seele gering, damit er auffülle euren Mangel an [heiliger] Dienstleistung für mich.
Fußnoten
- 1 2,1 wörtl.: Innereien, splangchna; im übertragenen Sinn für den Sitz der Gefühle
- 2 2,2 Das griech. Wort besteht aus „zusammen“ und „Seele“; sympsychoi
- 3 2,6 en morpheetheouhyparchoon
- 4 2,7 komplexive Aoristform
- 5 2,7 ginomai kann als Partizip von eimi verwendet werden, deshalb „gewesen“
- 6 2,8 i. S. v.: den Gehorsamsweg gehend; hier ebenfalls ginomai als Partizip von eimi (sein)
- 7 2,8 wörtl.: zum Tod [des] Kreuzes; genitivus obiectivus
- 8 2,9 kai explicativum (erklärendes „und“) mit der Bed. „und zwar“, „[und] nämlich“
- 9 2,12 Imperativ Präsens durativ; katergadsesthe
- 10 2,13 Partizip Präsens durativ; ho energoon en hymin
- 11 2,15 genea; vgl. Mt 11,16; 12,39-45; 16,4; 23,36