Zum Inhalt springen

Neues Testament

1. Johannes Kapitel 2

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Meine Kindchen1: Diese [Dinge] schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt2. Und wenn jemand sündigt ‹, eine Sünde begeht›, haben wir einen Fürsprecher ‹o.: Zuspruch Gebenden; Tröster; Beistand› bei dem Vater, Jesus, [den] Gesalbten, [den] Gerechten.
2Und er ist Sühnung3 für unsere Sünden4, doch nicht nur für die unseren, sondern auch für die ganze Welt.
3Und an diesem [er]­kennen wir, dass wir ihn [er]­kannt haben: wenn wir seine Gebote halten ‹und bewahren›.
4Wer sagt: „Ich habe ihn [er]­kannt ‹und kenne ihn›5“ und hält seine Gebote nicht,6 ist ein Lügner, und in diesem ist die Wahrheit nicht.
5Aber wer irgend sein Wort hält ‹und bewahrt›, in dem ist wahrhaftig die Liebe Gottes ‹und die Liebe zu Gott›7 vollendet ‹, zum Ziel gekommen, zur Vollendung gelangt›. An diesem [er]­kennen wir, dass wir in ihm sind.
6Wer sagt, er weile ‹und bleibe›8 in ihm, ist schuldig, auch selbst so zu wandeln, wie jener wandelte.
7Brüder, nicht ein neues Gebot schreibe ich euch, sondern ein altes Gebot, das ihr von Anfang an hattet. Das alte Gebot ist das Wort, das ihr von Anfang an9 hörtet.
8Andererseits schreibe ich euch ein neues Gebot: das, was wahr ist in ihm und in euch, weil die Dunkelheit vergeht ‹o.: am Vergehen ist›, und das wahre Licht scheint bereits.
9Wer sagt, er sei im Licht, und hasst10 seinen Bruder, ist bis jetzt in der Dunkelheit.
10 Wer seinen Bruder liebt,11 weilt ‹und bleibt› im Licht, und kein Ärgernis12 ist in ihm.
11 Wer aber seinen Bruder hasst ‹, im fortgesetzten Sinne hasst›13, ist in der Dunkelheit und wandelt in der Dunkelheit und weiß nicht, wohin er geht, weil die Dunkelheit seine Augen blind gemacht hat.
12 Ich schreibe euch, Kindchen14, weil euch die Sünden vergeben sind wegen seines Namens.
13 Ich schreibe euch, Väter, weil ihr den [er]­kannt habt, der von Anfang an [ist]. Ich schreibe euch, junge Männer, weil ihr den Bösen überwunden habt. Ich schreibe euch15, kleine Kinder16, weil ihr den Vater [er]­kannt habt.
14 Ich schrieb euch, Väter, weil ihr den [er]­kannt habt, der von Anfang an ist. Ich schrieb euch, junge Männer, weil ihr stark seid und das Wort Gottes in euch weilt ‹o.: bleibt› und ihr den Bösen überwunden habt.
15 Liebt nicht17 die Welt noch die [Dinge] in der Welt! Wenn jemand die Welt liebt18, ist die Liebe des Vaters ‹und die Liebe zum Vater›19 nicht in ihm,
16 weil alles, was in der Welt [ist], die Lust des Fleisches und die Lust der Augen und die Großtuerei des [irdischen] Lebens, nicht aus dem Vater ist, sondern aus der Welt ist.
17 Und die Welt vergeht ‹o.: ist am Vergehen› und ihre Lust, aber wer den Willen Gottes tut20, bleibt in den Äon ‹, in Ewigkeit›.
18 Kleine Kinder, [es] ist [die]21 letzte Stunde. Und demgemäß, wie ihr gehört habt, dass der Antichristus ‹, der Gegen-Gesalbte,› kommt, sind auch jetzt viele Antichristusse geworden, woran wir [er]­kennen, dass [es die] letzte Stunde ist.
19 Von uns gingen sie aus, doch sie waren nicht von uns ‹o.: aus uns›, denn wären sie von uns ‹o.: aus uns› gewesen, wären sie mit uns geblieben. Doch [es geschah], damit sie offenbar gemacht würden, dass sie nicht alle von uns ‹o.: aus uns› sind.
20 Und ihr, ihr habt eine Salbung von dem Heiligen und wisst alles.22
21 Ich schrieb euch nicht, weil ihr die Wahrheit nicht wüsstet, sondern weil ihr sie wisst, und dass alle Lüge nicht aus der Wahrheit ist.
22 Wer ist der Lügner, wenn nicht der Leugnende23, dass Jesus der Gesalbte ist? Dieser ist der Antichristus: der den Vater und den Sohn Leugnende.
23 Jeder den Sohn Leugnende hat auch den Vater nicht.24
24 Ihr nun: Was ihr von Anfang an gehört habt, bleibe ‹und weile› in euch. Wenn in euch bleibt ‹und weilt›, was ihr von Anfang an gehört habt, werdet auch ihr in dem Sohn und in dem Vater bleiben ‹und weilen›.
25 Und dies ist die Verheißung, die ‹d. h.: das Verheißene, das› er uns verheißen hat: das ewige25 Leben.
26 Diese [Dinge] schrieb ich euch betreffs derer, die euch in die Irre führen26.
27 Und ihr – die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, weilt in euch, und ihr habt nicht Bedarf, [so]­dass jemand euch lehre, sondern wie eben die Salbung euch über alles lehrt und wahr ist und nicht Lüge ist, und so, wie sie euch lehrte, sollt27 ihr in ihm weilen ‹und bleiben›28.
28 Und jetzt, Kindchen: Weilt ‹und bleibt› in ihm, damit, wenn er offenbart wird, wir Freimütigkeit haben und nicht beschämt werden, von ihm weg, bei seiner Ankunft ‹und Gegenwart›.
29 Wenn ihr wisst, dass er gerecht ist, [er]­kennt, dass jeder die Gerechtigkeit Tuende ‹, jeder, der sie im fortwährenden Sinne tut,›29 aus ihm ‹gezeugt und› geboren30 ist.

Fußnoten

  1. 1 2,1 teknia; Verkleinerungsform von „Kinder“ (tekna); so a. in 2,12.28; 3,7.18; 4,4; 5,21
  2. 2 2,1 Konjunktiv Aorist komplexiv
  3. 3 2,2 s. Lk 18,13
  4. 4 2,2 o.: betreffs unserer Sünden; 3-mal „betreffs“; griech. peri
  5. 5 2,4 eig.: Ich habe ihn kennengelernt und kenne ihn; Perfekt resultativ, das Ergebnis der Handlung anzeigend
  6. 6 2,4 wörtl.: Der Sagende … und seine Gebote nicht Haltende (bzw. Bewahrende); zweimal Partizip Präsens durativ: im fortgesetzten Sinne
  7. 7 2,5 eig.: die Gottesliebe; genitivus subiectivus (die Liebe Gottes) u. genitivus obiectivus (die Liebe zu Gott)
  8. 8 2,6 menein bed. „weilen; bleiben; wohnen“; so a. im Folg.
  9. 9 2,7 NA: ohne von Anfang an
  10. 10 2,9 wörtl.: Der Sagende … und Hassende; Partizip Präsens durativ: im fortgesetzten Sinne; ebenso V. 11
  11. 11 2,10 wörtl.: Der … Liebende; Partizip Präsens durativ: im fortgesetzten Sinne
  12. 12 2,10 o.: kein Fallstrick; kein Anlass zum Stolpern und Fallen
  13. 13 2,11 wörtl.: Der … Hassende; Partizip Präsens durativ
  14. 14 2,12 teknia; nur in 1Joh 2,1; 2,12; 2,28; 3,7; 3,18; 4,4; 5,21; Joh 13,33; Gal 4,19
  15. 15 2,13 NA: Ich habe euch geschrieben
  16. 16 2,13 paidia; im 1Joh nur noch in 2,18
  17. 17 2,15 Imperativ Präsens durativ: Liebt nicht länger; Liebt nicht mehr; Hört auf, … zu lieben
  18. 18 2,15 Konjunktiv Präsens durativ: im fortgesetzten Sinne liebt
  19. 19 2,15 eig.: die Vaterliebe; genitivus subiectivus (die Liebe des Vaters) o. genitivus obiectivus (die Liebe zum Vater)
  20. 20 2,17 wörtl.: der [fortwährend] Tuende; Partizip Präsens durativ
  21. 21 2,18 im Griech. ohne Artikel; das Wort kann bestimmt oder unbestimmt sein
  22. 22 2,20 NA: und ihr alle wisst.
  23. 23 2,22 Partizip Präsens durativ; so a. im Folg.
  24. 24 2,23 NA: plus Der den Sohn Bekennende hat auch den Vater.“
  25. 25 2,25 aioonios; äonische
  26. 26 2,26 wörtl.: betreffs der euch in die Irre Führenden
  27. 27 2,27 Zukunftsform im Sinne eines Befehls
  28. 28 2,27 NA: und so, wie sie euch lehrte, bleibt in ihm!
  29. 29 2,29 Partizip Präsens durativ; jeder fortwährend die Gerechtigkeit Tuende
  30. 30 2,29 gennan bed. beides: „zeugen“ wie auch „gebären“