Neues Testament
1. Johannes Kapitel 3
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Seht, welche Liebe der Vater uns gegeben hat, sodass wir Kinder Gottes heißen sollen1. Deswegen [er]kennt die Welt uns nicht, weil sie ihn nicht [er]kannt hat.
2Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes; und noch ist nicht offenbart worden, was wir sein werden. Aber wir wissen: Wenn er ‹o.: es› offenbart wird, werden wir ihm gleich ‹o.: ähnlich› sein, weil wir ihn sehen werden, so wie er ist.
3Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt ‹und weiht› sich selbst, so wie jener rein ‹und geweiht› ist.
4Jeder die Sünde Tuende2 ‹, im fortgesetzten Sinne Tuende,› tut auch die Gesetzwidrigkeit; und die Sünde ist die Gesetzwidrigkeit.
5Und ihr wisst, dass jener offenbart wurde, damit er unsere Sünden3 wegnehme. Und in ihm ist nicht Sünde.
6Jeder, der [beständig] in ihm weilt ‹und bleibt›,4 sündigt nicht. Jeder, der sündigt ‹, im fortgesetzten Sinne sündigt›,5 hat ihn nicht gesehen noch ihn [er]kannt.
7Kindchen6: Niemand führe euch in die Irre. Wer die Gerechtigkeit tut,7 ist gerecht, so wie jener gerecht ist.
8Wer die Sünde tut ‹, im fortgesetzten Sinne tut›,8 ist aus dem Teufel, weil der Teufel von Anfang an sündigt. Hierzu wurde der Sohn Gottes offenbart: dass9 er die Werke des Teufels auflöse.
9Jeder aus Gott ‹Gezeugte und› Geborene tut nicht Sünde, weil sein Same in ihm weilt, und er kann nicht sündigen ‹, nicht in Sünde leben›10, weil er aus Gott ‹gezeugt und› geboren11 ist.
10 An diesem sind offenbar die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels: Jeder, der nicht Gerechtigkeit tut ‹, im fortwährenden Sinne tut›, ist nicht aus Gott, und der nicht seinen Bruder liebt ‹, im fortwährenden Sinne liebt›;12
11 weil diese die Botschaft ist, die ihr von Anfang an gehört habt: dass13 wir einander lieben sollen.
12 Nicht so wie Kain: Aus dem Bösen war er, und er schächtete ‹, schlachtete,›14 seinen Bruder. Und warum schächtete er ihn? Weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber gerecht.
13 Wundert euch nicht, meine15 Brüder, wenn die Welt euch hasst.
14 Wir wissen, dass wir aus dem Tod in das Leben hinübergegangen sind, da wir die Brüder lieben. Wer den Bruder16 nicht liebt ‹, im fortwährenden Sinne liebt›17, weilt im Tode.
15 Jeder, der seinen Bruder hasst,18 ist ein Menschenmörder. Und ihr wisst, dass ein Menschenmörder ewiges19 Leben nicht in sich weilend hat.
16 An diesem haben wir die Liebe [er]kannt: dass jener zu unseren Gunsten seine Seele ‹, sein Leben,› hinlegte, und wir sind schuldig, die Seelen für die Brüder hinzulegen.
17 Wer auch immer die Lebensgüter ‹o.: den Lebensunterhalt› der Welt hat und beobachtet, dass sein Bruder einen Bedarf hat, und er verschließt sein Inneres ‹o.: seine inneren Empfindungen› vor ihm – wie weilt die Liebe Gottes ‹und die Liebe zu Gott›20 in ihm?
18 Meine Kindchen: Lasst uns nicht mit Wort noch mit der Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit!
19 Und an diesem [er]kennen wir, dass wir aus der Wahrheit sind, und wir werden vor ihm unsere Herzen überzeugen ‹und beruhigen›:
20 [nämlich] dass, wenn unser Herz uns verklagt, dass [dann] Gott größer ist als unser Herz und alles kennt.
21 Geliebte, wenn unser Herz uns nicht verklagt, haben wir Freimütigkeit hin zu Gott,
22 und was irgend wir bitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten ‹und bewahren› und das vor ihm Angenehme tun.
23 Und dies ist sein Gebot: dass21 wir an den Namen seines Sohnes, Jesu, [des] Gesalbten, glauben und einander lieben, so wie er [uns] Gebot gab.
24 Und wer seine Gebote hält ‹und bewahrt›,22 weilt in ihm und er in ihm. Und an diesem erkennen wir, dass er in uns weilt: aus dem Geist, den er uns gab.
2Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes; und noch ist nicht offenbart worden, was wir sein werden. Aber wir wissen: Wenn er ‹o.: es› offenbart wird, werden wir ihm gleich ‹o.: ähnlich› sein, weil wir ihn sehen werden, so wie er ist.
3Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt ‹und weiht› sich selbst, so wie jener rein ‹und geweiht› ist.
4Jeder die Sünde Tuende2 ‹, im fortgesetzten Sinne Tuende,› tut auch die Gesetzwidrigkeit; und die Sünde ist die Gesetzwidrigkeit.
5Und ihr wisst, dass jener offenbart wurde, damit er unsere Sünden3 wegnehme. Und in ihm ist nicht Sünde.
6Jeder, der [beständig] in ihm weilt ‹und bleibt›,4 sündigt nicht. Jeder, der sündigt ‹, im fortgesetzten Sinne sündigt›,5 hat ihn nicht gesehen noch ihn [er]kannt.
7Kindchen6: Niemand führe euch in die Irre. Wer die Gerechtigkeit tut,7 ist gerecht, so wie jener gerecht ist.
8Wer die Sünde tut ‹, im fortgesetzten Sinne tut›,8 ist aus dem Teufel, weil der Teufel von Anfang an sündigt. Hierzu wurde der Sohn Gottes offenbart: dass9 er die Werke des Teufels auflöse.
9Jeder aus Gott ‹Gezeugte und› Geborene tut nicht Sünde, weil sein Same in ihm weilt, und er kann nicht sündigen ‹, nicht in Sünde leben›10, weil er aus Gott ‹gezeugt und› geboren11 ist.
10 An diesem sind offenbar die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels: Jeder, der nicht Gerechtigkeit tut ‹, im fortwährenden Sinne tut›, ist nicht aus Gott, und der nicht seinen Bruder liebt ‹, im fortwährenden Sinne liebt›;12
11 weil diese die Botschaft ist, die ihr von Anfang an gehört habt: dass13 wir einander lieben sollen.
12 Nicht so wie Kain: Aus dem Bösen war er, und er schächtete ‹, schlachtete,›14 seinen Bruder. Und warum schächtete er ihn? Weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber gerecht.
13 Wundert euch nicht, meine15 Brüder, wenn die Welt euch hasst.
14 Wir wissen, dass wir aus dem Tod in das Leben hinübergegangen sind, da wir die Brüder lieben. Wer den Bruder16 nicht liebt ‹, im fortwährenden Sinne liebt›17, weilt im Tode.
15 Jeder, der seinen Bruder hasst,18 ist ein Menschenmörder. Und ihr wisst, dass ein Menschenmörder ewiges19 Leben nicht in sich weilend hat.
16 An diesem haben wir die Liebe [er]kannt: dass jener zu unseren Gunsten seine Seele ‹, sein Leben,› hinlegte, und wir sind schuldig, die Seelen für die Brüder hinzulegen.
17 Wer auch immer die Lebensgüter ‹o.: den Lebensunterhalt› der Welt hat und beobachtet, dass sein Bruder einen Bedarf hat, und er verschließt sein Inneres ‹o.: seine inneren Empfindungen› vor ihm – wie weilt die Liebe Gottes ‹und die Liebe zu Gott›20 in ihm?
18 Meine Kindchen: Lasst uns nicht mit Wort noch mit der Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit!
19 Und an diesem [er]kennen wir, dass wir aus der Wahrheit sind, und wir werden vor ihm unsere Herzen überzeugen ‹und beruhigen›:
20 [nämlich] dass, wenn unser Herz uns verklagt, dass [dann] Gott größer ist als unser Herz und alles kennt.
21 Geliebte, wenn unser Herz uns nicht verklagt, haben wir Freimütigkeit hin zu Gott,
22 und was irgend wir bitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten ‹und bewahren› und das vor ihm Angenehme tun.
23 Und dies ist sein Gebot: dass21 wir an den Namen seines Sohnes, Jesu, [des] Gesalbten, glauben und einander lieben, so wie er [uns] Gebot gab.
24 Und wer seine Gebote hält ‹und bewahrt›,22 weilt in ihm und er in ihm. Und an diesem erkennen wir, dass er in uns weilt: aus dem Geist, den er uns gab.
Fußnoten
- 1 3,1 NA (mit vielen Hss): heißen sollen; und wir sind es.
- 2 3,4 Partizip Präsens durativ
- 3 3,5 NA: die Sünden
- 4 3,6 Partizip Präsens durativ: Jeder [beständig] in ihm Weilende (bzw. Bleibende)
- 5 3,6 Partizip Präsens durativ: Jeder in Sünde Lebende; jeder fortwährend Sündigende
- 6 3,7 teknia – NA: Kindlein (paidia anstatt teknia)
- 7 3,7 Partizip Präsens durativ: Der fortwährend Tuende
- 8 3,8 Partizip Präsens durativ: Der fortwährend die Sünde Tuende
- 9 3,8 o.: [mit dem Ziel], dass; hina
- 10 3,9 hamartanein; Infinitiv Präsens durativ: im fortwährenden Sinne sündigen
- 11 3,9 gennaoo bed. „zeugen“ wie auch „gebären“; so a. 4,7; 5,1.4.18
- 12 3,10 zweimal Partizip Präsens durativ: Jeder nicht die Gerechtigkeit Tuende … und nicht … Liebende
- 13 3,11 hina; eig.: damit; mit dem Ziel, dass; d. h.: die Botschaft hat zum Ziel, dass wir einander lieben
- 14 3,12 „schächten“ ist atl. Opfersprache für „schlachten“
- 15 3,13 NA: ohne „meine“
- 16 3,14 NA: ohne „den Bruder“
- 17 3,14 wörtl.: Der den Bruder nicht Liebende; Partizip Präsens durativ
- 18 3,15 Partizip Präsens durativ: Jeder, der seinen Bruder im fortwährenden Sinne hasst; wörtl.: Jeder seinen Bruder Hassende
- 19 3,15 aioonios; äonisches
- 20 3,17 eig.: die Gottesliebe; genitivus subiectivus (die Liebe Gottes) u. genitivus obiectivus (die Liebe zu Gott)
- 21 3,23 hina; eig.: damit; es hat zum Ziel, dass
- 22 3,24 Partizip Präsens durativ: der fortwährend Haltende [und Bewahrende]