Neues Testament
1. Petrus Kapitel 3
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1gleicherweise die Frauen: den eigenen Männern sich unterordnend ‹, [ihnen] untertan seiend›1, damit, wenn auch einige dem Wort [im Unglauben] nicht gehorchen2, sie ohne Wort gewonnen werden durch [die] ‹o.: über [die]; o.: infolge [der]›3 Lebensführung der Frauen,
2wenn sie eure in Furcht reine ‹, keusche, geweihte,› Lebensführung ‹beobachtet haben und› beobachten4,
3deren Schmuck nicht der äußere sei, Flechten [der] Haare und Umhängen von Gold oder Anziehen von Gewändern,
4sondern der verborgene Mensch, [nämlich] das Herz5, im unvergänglichen [Schmuck] des sanften und stillen Geistes, der vor Gott ‹o.: in den Augen Gottes› von hohem Wert ist;
5denn so schmückten sich einst auch die heiligen, auf Gott hoffenden Frauen, wobei sie sich den eigenen Männern [stets] unterordneten ‹, [ihnen stets] untertan waren›6,
6wie Sara dem Abraham gehorsam war, ihn „Herr“ nennend, deren Kinder ihr geworden seid, wenn ihr Gutes tut und nicht irgendeinen Schrecken ‹o.: irgendeine Schrecken auslösende Sache› fürchtet7;
7die Männer gleicherweise: [der] [Er]kenntnis entsprechend, [mit ihnen] als mit einem schwächeren Gefäß, dem weiblichen, zusammenwohnend, [ihnen] Ehre ‹und Wertschätzung› zukommen lassend, als [solche, die ihr] auch Miterben [seid]8 [der] Gnade [des] Lebens, auf dass eure Gebete nicht gehindert ‹o.: aufgehalten› werden;
8und schlussendlich: alle gleichgesinnt seiend9, mitleidend, brüderlich liebend ‹, brüderliche Zuneigung habend, brüderlich wie Freunde liebend›10, gutherzig ‹o.: feinfühlig›11, lieblich gesinnt ‹o.: zuneigungsvolle Gesinnung habend›12,
9Übles nicht mit Üblem vergeltend ‹eig.: erstattend› oder Schimpfwort mit Schimpfwort, sondern im Gegenteil segnend, wissend, dass ihr hierzu gerufen wurdet, damit ihr Segen erbt.
10 Denn wer [das] Leben lieben und gute Tage sehen will, lasse seine13 Zunge aufhören mit Übel14 und seine Lippen, dass sie nicht Trug reden.
11 Er biege ab von Üblem und tue Gutes, er suche Frieden und jage ihm nach,
12 weil „[die] Augen [des] Herrn auf [die] Gerechten [gerichtet sind] und seine Ohren auf ihr flehendes [Gebet]; aber [das] Angesicht [des] Herrn [ist] auf die [gerichtet], die Übles tun15.“ (Ps 34,16.17)
13 Und wer ist es, der euch übel behandeln wird, wenn ihr Nachahmer16 des Guten seid?17
14 Doch solltet ihr auch der Gerechtigkeit wegen [zu] leiden [haben] – Selige[seid ihr]! Fürchtet aber nicht, was sie fürchten ‹, das, wovor sie Furcht haben›18! Lasst euch auch nicht in Unruhe ‹und Schrecken› versetzen!
15 Heiligt hingegen [den] Herrn, Gott19, in euren Herzen, immer bereit zur Antwort ‹und Verteidigung› jedem, der Rechenschaft20 verlangt ‹, fordert, erbittet,› über die Hoffnung in euch, – mit Sanftmut und Furcht21,
16 habt dabei ein gutes Gewissen22, damit sie, in dem, worin sie gegen euch als [vorgebliche] Übeltäter Übles reden23, beschämt werden, [sie,] die eure gute Lebensführung in Christus in Misskredit bringen ‹, diffamieren, schlechtmachen›,
17 denn [es ist] besser, wenn Gottes Wille es wollen sollte, dass ihr als Gutes Tuende leidet denn als Übles Tuende.
18 Es hat ja auch Christus einmal für24 Sünden gelitten, ein Gerechter zugunsten25 Ungerechter, damit er euch zu Gott hinführe, zu Tode gebracht [dem] Fleisch nach ‹o.: was [das] Fleisch betrifft›26, andererseits lebend gemacht [dem] Geist nach ‹o.: was [den] Geist betrifft›,
19 in welchem [Geist] er auch den [sich] in Gewahrsam [befindenden] Geistern, hingegangen seiend, verkündete,
20 [den] [im Unglauben] ungehorsam Gewesenen27, einst, als die Geduld Gottes am Warten war28, in [den] Tagen Noahs, als eine Arche29 zubereitet wurde, in die hinein ‹o.: in die hinein[gehend]› wenige, das heißt, acht Seelen, hindurchgerettet wurden, durch Wasser ‹o.: infolge [des] Wassers›30,
21 welches als entsprechendes Gegenbild jetzt auch uns31 rettet, [die] Taufe, nicht ein Entfernen [des] Fleischesschmutzes32, sondern eine Gott [gegebene] verpflichtende Erklärung ‹o.: eine an Gott [gerichtete] verpflichtende Antwort; ein an Gott [gerichtetes] Versprechen›33 eines guten Gewissens – durch [die]34 Auferstehung Jesu, [des] Gesalbten,
22 der, in den Himmel gegangen, zu[r] Rechten Gottes ist, wobei Boten35 und Autoritäten und Kräfte ihm untergeordnet wurden.
2wenn sie eure in Furcht reine ‹, keusche, geweihte,› Lebensführung ‹beobachtet haben und› beobachten4,
3deren Schmuck nicht der äußere sei, Flechten [der] Haare und Umhängen von Gold oder Anziehen von Gewändern,
4sondern der verborgene Mensch, [nämlich] das Herz5, im unvergänglichen [Schmuck] des sanften und stillen Geistes, der vor Gott ‹o.: in den Augen Gottes› von hohem Wert ist;
5denn so schmückten sich einst auch die heiligen, auf Gott hoffenden Frauen, wobei sie sich den eigenen Männern [stets] unterordneten ‹, [ihnen stets] untertan waren›6,
6wie Sara dem Abraham gehorsam war, ihn „Herr“ nennend, deren Kinder ihr geworden seid, wenn ihr Gutes tut und nicht irgendeinen Schrecken ‹o.: irgendeine Schrecken auslösende Sache› fürchtet7;
7die Männer gleicherweise: [der] [Er]kenntnis entsprechend, [mit ihnen] als mit einem schwächeren Gefäß, dem weiblichen, zusammenwohnend, [ihnen] Ehre ‹und Wertschätzung› zukommen lassend, als [solche, die ihr] auch Miterben [seid]8 [der] Gnade [des] Lebens, auf dass eure Gebete nicht gehindert ‹o.: aufgehalten› werden;
8und schlussendlich: alle gleichgesinnt seiend9, mitleidend, brüderlich liebend ‹, brüderliche Zuneigung habend, brüderlich wie Freunde liebend›10, gutherzig ‹o.: feinfühlig›11, lieblich gesinnt ‹o.: zuneigungsvolle Gesinnung habend›12,
9Übles nicht mit Üblem vergeltend ‹eig.: erstattend› oder Schimpfwort mit Schimpfwort, sondern im Gegenteil segnend, wissend, dass ihr hierzu gerufen wurdet, damit ihr Segen erbt.
10 Denn wer [das] Leben lieben und gute Tage sehen will, lasse seine13 Zunge aufhören mit Übel14 und seine Lippen, dass sie nicht Trug reden.
11 Er biege ab von Üblem und tue Gutes, er suche Frieden und jage ihm nach,
12 weil „[die] Augen [des] Herrn auf [die] Gerechten [gerichtet sind] und seine Ohren auf ihr flehendes [Gebet]; aber [das] Angesicht [des] Herrn [ist] auf die [gerichtet], die Übles tun15.“ (Ps 34,16.17)
13 Und wer ist es, der euch übel behandeln wird, wenn ihr Nachahmer16 des Guten seid?17
14 Doch solltet ihr auch der Gerechtigkeit wegen [zu] leiden [haben] – Selige[seid ihr]! Fürchtet aber nicht, was sie fürchten ‹, das, wovor sie Furcht haben›18! Lasst euch auch nicht in Unruhe ‹und Schrecken› versetzen!
15 Heiligt hingegen [den] Herrn, Gott19, in euren Herzen, immer bereit zur Antwort ‹und Verteidigung› jedem, der Rechenschaft20 verlangt ‹, fordert, erbittet,› über die Hoffnung in euch, – mit Sanftmut und Furcht21,
16 habt dabei ein gutes Gewissen22, damit sie, in dem, worin sie gegen euch als [vorgebliche] Übeltäter Übles reden23, beschämt werden, [sie,] die eure gute Lebensführung in Christus in Misskredit bringen ‹, diffamieren, schlechtmachen›,
17 denn [es ist] besser, wenn Gottes Wille es wollen sollte, dass ihr als Gutes Tuende leidet denn als Übles Tuende.
18 Es hat ja auch Christus einmal für24 Sünden gelitten, ein Gerechter zugunsten25 Ungerechter, damit er euch zu Gott hinführe, zu Tode gebracht [dem] Fleisch nach ‹o.: was [das] Fleisch betrifft›26, andererseits lebend gemacht [dem] Geist nach ‹o.: was [den] Geist betrifft›,
19 in welchem [Geist] er auch den [sich] in Gewahrsam [befindenden] Geistern, hingegangen seiend, verkündete,
20 [den] [im Unglauben] ungehorsam Gewesenen27, einst, als die Geduld Gottes am Warten war28, in [den] Tagen Noahs, als eine Arche29 zubereitet wurde, in die hinein ‹o.: in die hinein[gehend]› wenige, das heißt, acht Seelen, hindurchgerettet wurden, durch Wasser ‹o.: infolge [des] Wassers›30,
21 welches als entsprechendes Gegenbild jetzt auch uns31 rettet, [die] Taufe, nicht ein Entfernen [des] Fleischesschmutzes32, sondern eine Gott [gegebene] verpflichtende Erklärung ‹o.: eine an Gott [gerichtete] verpflichtende Antwort; ein an Gott [gerichtetes] Versprechen›33 eines guten Gewissens – durch [die]34 Auferstehung Jesu, [des] Gesalbten,
22 der, in den Himmel gegangen, zu[r] Rechten Gottes ist, wobei Boten35 und Autoritäten und Kräfte ihm untergeordnet wurden.
Fußnoten
- 1 3,1 Partizip Präsens Medium durativ: beständig sich unterordnend [bzw.: untertan seiend]
- 2 3,1 apeithein bed.: „im Unglauben ungehorsam sein“; der Ungehorsam besteht im Unglauben
- 3 3,1 o.: im Zusammenhang mit [der]; o.: mittels [der]; dia
- 4 3,2 effektive Aorist; lässt die Zeitkomponente in den Hintergrund treten
- 5 3,4 wörtl.: der verborgene Mensch des Herzens; genitivus explicativus
- 6 3,5 Partizip Präsens Medium durativ: beständig sich unterordnend [bzw.: untertan seiend]
- 7 3,6 wörtl.: Gutes tuend und nicht … fürchtend
- 8 3,7 Das Partizip Präsens („Miterben Seiende“) steht im Mehrheitstext im Nominativ, bezieht sich also auf „die Männer“ (V. 7A). Bei NA steht es im Dativ: „die auch Miterben sind“
- 9 3,8 Partizip Präsens; die Partizipienreihe von 2,18 u. 3,1 u. 3,7 wird fortgeführt
- 10 3,8 philadelphoi
- 11 3,8 herzlich: eusplangchnoi, von „gut“ und „Innereien“; also: gute innere Empfindungen bzw. Regungen habend
- 12 3,8 philophrones; NA: niedrig gesinnt
- 13 3,10 NA: ohne „seine“
- 14 3,10 d. h.: mit Reden von Üblem
- 15 3,12 Partizip Präsens durativ o. iterativ: die fortwährend bzw. immer wieder Übles Tuenden
- 16 3,13 NA: Eiferer
- 17 3,13 eig.: werdet; hier steht geneesthe (von ginomai, „werden“) als Konjunktiv Aorist von eimi („sein“)
- 18 3,14 genitivus obiectivus; wörtl.: ihre Furcht; phobos hier oft für den Gegenstand der Furcht
- 19 3,15 NA, t. r.: Christus
- 20 3,15 logos; Grundbed.: ein Wort
- 21 3,15 NA: aber mit Sanftmut und Furcht
- 22 3,16 Partizip Präsens imperativisch; wörtl.: dabei ein gutes Gewissen habend
- 23 3,16 o.: euch als Übeltäter verleumden
- 24 3,18 o.: betreffs; peri
- 25 3,18 hyper
- 26 3,18 Dativ der Hinsicht o. der Beziehung (dativus respectus o. relationis); so a. im Folg.
- 27 3,20 apeithein bed.: „im Unglauben ungehorsam sein“; der Ungehorsam besteht im Unglauben
- 28 3,20 t. r. (kaum gestützt durch griech. Hss): einmal am Warten war
- 29 3,20 eig.: ein Kasten
- 30 3,20 o.: im Zusammenhang mit [dem] Wasser (dia)
- 31 3,21 NA: euch
- 32 3,21 d. h.: [des] fleischlichen Schmutzes; eig.: [des] Schmutzes [des] Fleisches; genitivus qualitatis
- 33 3,21 eperooteema: Frage; Befragung; Bitte; [antwortende] Verpflichtung; Versprechen; Verpflichtungserklärung (engl. pledge; s. Liddell & Scott); im NT nur hier belegt; die übliche Bedeutung des Verbs ep-erootan ist „bitten, fragen“. Das Nomen wird auch verwendet für die Antwort auf ein Nachfragen durch höhere Autoritäten. Im Gebrauch jener Zeit fand das Wort Verwendung, wenn jemand mit einer feierlich beglaubigten Verpflichtung auf einen Vertrag einging (s. New Bible Commentary Revised, 1970).
- 34 3,21 o.: infolge [der]; aufgrund [der]; kraft [der]; mittels [der]; via; über [die]; dia
- 35 3,22 o.: Engel