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Neues Testament

Jakobus Kapitel 2

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Meine Brüder, habt den Glauben an unseren Herrn, Jesus, [den] Gesalbten,1 [den Herrn] der Herrlichkeit, nicht mit ‘Gesicht-Annehmen’ ‹, nicht mit Annehmen aufgrund des Gesichts, nicht mit Parteilichkeit›!
2Wenn nämlich in eure Synagoge ‹o.: in eure Zusammenkunft› ein goldberingter Mann hereinkäme, in glänzendem Gewand, es käme aber auch ein Armer in schmutzigem Gewand herein,
3und ihr schautet auf den das glänzende ‹und prächtige› Gewand Tragenden, und sagtet zu ihm: „Setze du dich schön hierhin!“, und zu dem Armen sagtet ihr: „Steh du dort, oder setze du dich hierhin2, unten an meinen Fußschemel“,
4hättet ihr da nicht unter euch selbst einen Unterschied gemacht und wäret Richter geworden mit bösen Überlegungen?
5Hört, meine geliebten Brüder: Hat sich Gott nicht die Armen der Welt erwählt, als Reiche im Glauben und als Erben des Königreiches, das er denen, die ihn lieben,3 verheißen hat?
6Aber ihr habt den Armen verunehrt ‹o.: verächtlich behandelt›. Unterdrücken ‹eig.: gewalttätig behandeln› euch nicht die Reichen, und ziehen nicht sie euch vor Gerichte?
7Lästern nicht sie den edlen ‹, schönen,› über euch ausgerufenen Namen?
8Wenn ihr wirklich das königliche Gesetz ausführt nach der Schrift: „Du sollst deinen Nächsten ‹eig.: Nahen› lieben wie dich selbst“ (3Mo 19,18), tut ihr wohl.
9Aber wenn ihr [das] Gesicht anseht ‹, wenn ihr parteiisch seid; eig.: Gesicht annehmt›, wirkt ihr Sünde und werdet vom Gesetz überführt als Übertreter,
10 denn wer das ganze Gesetz hält, aber in einem [Gebot] fällt ‹eig.: strauchelt und fällt›, ist aller [Gebote] schuldig geworden;
11 denn der, der sagte: „Du sollst nicht ehebrechen“, (2Mo 20,14) sagte auch: „Du sollst nicht Mord begehen.“ (2Mo 20,13) Wenn du nun nicht ehebrichst, aber Mord begehst, bist du ein Gesetzesübertreter geworden.
12 Auf diese Weise redet [stets] und auf diese Weise handelt [stets] – als solche, die davor stehen, durch [das] Gesetz der Freiheit gerichtet zu werden;
13 denn das Gericht [ist] unbarmherzig gegen den, der nicht Barmherzigkeit übte; und die Barmherzigkeit rühmt sich gegen [das] Gericht ‹o.: es [das Gesetz der Freiheit] lässt Barmherzigkeit triumphieren über [das] Gericht›.
14 Was nützt es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, aber keine Werke hat? Kann etwa der Glaube ihn erretten?
15 Wenn nun ein Bruder oder eine Schwester unbekleidet ‹d. h.: ohne Obergewand› wäre und der täglichen Nahrung entbehrte
16 und jemand von euch zu ihnen sagte: „Geht hin in Frieden! Wärmt euch und sättigt euch“, aber ihr gebt ihnen nicht das Nötige für den Leib4, was [ist] der Nutzen?
17 So auch der Glaube: Wenn er nicht Werke hat, ist er im Blick auf sich selbst tot ‹o.: ist er sich selbst zufolge tot›.
18 Doch es könnte jemand sagen: Du hast Glauben, und ich habe Werke. Zeige mir deinen Glauben aus deinen Werken5, und ich werde dir aus meinen Werken meinen6 Glauben zeigen.
19 Du glaubst, dass Gott einer ist. Du tust wohl. Auch die Dämonen glauben – und sie schaudern.
20 Willst du aber zur Kenntnis nehmen, o leerer ‹, eitler,› Mensch, dass der Glaube ohne die Werke tot7 ist?
21 Wurde nicht Abraham, unser Vater, aus Werken gerechtgemacht, als er Isaak, seinen Sohn, auf dem Altar darbrachte ‹eig.: auf den Altar hinaufbrachte›?
22 Du siehst, dass der Glaube mit seinen Werken zusammenwirkte und infolge der Werke der Glaube vollendet wurde ‹o.: zum Ziel gelangt ist›.
23 Und es wurde die Schrift erfüllt, die sagt: „Abraham glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet ‹o.: als Gerechtigkeit gewertet›(1Mo 15,6), und er wurde Freund Gottes genannt.
24 Ihr seht demnach8, dass ein Mensch aus Werken gerechtgemacht wird und nicht aus Glauben allein.
25 Wurde nicht gleicherweise auch Rahab, die Hure, aus Werken gerechtgemacht, da sie die Boten aufnahm und auf einem anderen Weg hinaustat? –
26 Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne die9 Werke tot.

Fußnoten

  1. 1 2,1 wörtl.: den Glauben unseres Herrn, Jesu, [des] Gesalbten; genitivus obiectivus
  2. 2 2,3 NA: Du, stehe oder sitze dort
  3. 3 2,5 Partizip Präsens durativ: den ihn [beständig] Liebenden
  4. 4 2,16 wörtl.: das Nötige des Leibes; genitivus obiectivus
  5. 5 2,18 NA: ohne die Werke
  6. 6 2,18 NA: ohne meinen
  7. 7 2,20 NA: nutzlos (o.: ertraglos; unbrauchbar)
  8. 8 2,24 NA: ohne demnach
  9. 9 2,26 NA: ohne die