Neues Testament
Jakobus Kapitel 5
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Auf jetzt!, [ihr] Reichen! Weint, heult über eure Elendsnöte, die [über euch] kommen!
2Euer Reichtum ist verfault, und eure Gewänder sind mottenfräßig geworden.
3Euer Gold und Silber ist rostzerfressen ‹, verätzt›, und ihr Rost ‹, ihr ätzendes Gift,› wird zu[m] Zeugnis gegen euch sein und euer Fleisch fressen wie Feuer. Schätze habt ihr angesammelt in [den] letzten Tagen!
4Siehe!, der von euch vorenthaltene Lohn der Arbeiter, die eure Landgebiete gemäht haben, schreit. Und die Hilferufe der Erntearbeiter sind in die Ohren [des] Herrn der Heere ‹, [des] Herrn Zebaoth,› eingegangen.
5Ihr lebtet in Üppigkeit in dem Lande – und verschwenderisch. Ihr habt eure Herzen gemästet wie am Schlachttag.
6Ihr verurteiltet, ihr mordetet den Gerechten. Er widersetzt1 sich euch nicht.
7Habt also Geduld, Brüder, bis zur Ankunft ‹und Gegenwart› des Herrn. Siehe!, der Bauer wartet auf die kostbare Frucht des Landes, hat Geduld mit ihr, bis sie Frühregen und Spätregen ‹d. h.: Herbstregen und Frühlingsregen› empfängt.
8Habt auch ihr Geduld, festigt eure Herzen, weil die Ankunft ‹und Gegenwart› des Herrn nahe gekommen ist.
9Seufzt nicht [länger] gegeneinander ‹, hört auf, gegeneinander zu seufzen›2, Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet. Siehe!, der Richter steht vor der Tür3.
10 Nehmt, meine4 Brüder, als Vorbild des Übel-Erleidens und der Geduld, die Propheten, die im Namen [des] Herrn redeten.
11 Siehe!, selig preisen wir die, die [ausdauernd] erdulden5. Von der Ausdauer ‹, vom standhaften Erdulden,› Hiobs habt ihr gehört, und das [ihm bereitete] Ende ‹, den Ausgang,›6 [des] Herrn7 seht ihr8: dass er9 sehr mitfühlend10 ist und ein Erbarmer.
12 Vor allem aber, meine Brüder, schwört nicht [länger] ‹, hört auf, zu schwören›11, weder bei dem Himmel noch bei dem Lande noch mit irgendeinem anderen Eid. Es sei aber euer Ja ein Ja und das Nein ein Nein, damit ihr nicht in Heuchelei fallt12.
13 Erleidet jemand unter euch Übles? Er bete13. Ist jemand guten Mutes ‹o.: wohlgemut›? Er singe Loblieder ‹eig.: er singspiele; er singe zum Spiel auf Saiteninstrument›14.
14 Ist jemand unter euch krank? Er rufe die Ältesten der Gemeinde herbei, und sie sollen über ihm ‹und für ihn› beten, nachdem sie ihn mit Öl eingeölt haben15 in dem Namen des Herrn.
15 Und das Gebet des Glaubens wird den Ermatteten ‹, den Entkräfteten,› retten16, und der Herr wird ihn aufrichten. Und wenn er Sünden getan haben sollte,17 wird ihm vergeben18 werden.
16 Bekennt [immer wieder]19 einander die Übertretungen20 und betet [stets]21 füreinander, dass ‹o.: sodass; damit› ihr geheilt werdet. Viel vermag ein flehendes [Gebet] eines Gerechten, da es wirksam ist ‹o.: [das] wirksam seiende flehende [Gebet]›.
17 Elia war ein Mensch, gleichgeartet wie wir ‹, mit gleichen Empfindungen wie wir›, und er betete mit Beten ‹, er betete ernsthaft›22, dass es nicht Regen gebe23. Und es gab keinen Regen24 in dem Lande, drei Jahre und sechs Monate.
18 Und wieder betete er, und der Himmel gab Regen, und das Land ließ seine Frucht sprießen.
19 Brüder25, wenn einer unter euch irregeführt wird, von der Wahrheit weg, und einer ihn zurückführt ‹o.: zur Umkehr bringt›,
20 so [er]kenne er: Wer einen Sünder vom Irrtum seines Weges26 zurückführt ‹und zur Umkehr bringt›, wird eine Seele27 vo[m] Tod retten, und er wird eine Menge von Sünden bedecken.
2Euer Reichtum ist verfault, und eure Gewänder sind mottenfräßig geworden.
3Euer Gold und Silber ist rostzerfressen ‹, verätzt›, und ihr Rost ‹, ihr ätzendes Gift,› wird zu[m] Zeugnis gegen euch sein und euer Fleisch fressen wie Feuer. Schätze habt ihr angesammelt in [den] letzten Tagen!
4Siehe!, der von euch vorenthaltene Lohn der Arbeiter, die eure Landgebiete gemäht haben, schreit. Und die Hilferufe der Erntearbeiter sind in die Ohren [des] Herrn der Heere ‹, [des] Herrn Zebaoth,› eingegangen.
5Ihr lebtet in Üppigkeit in dem Lande – und verschwenderisch. Ihr habt eure Herzen gemästet wie am Schlachttag.
6Ihr verurteiltet, ihr mordetet den Gerechten. Er widersetzt1 sich euch nicht.
7Habt also Geduld, Brüder, bis zur Ankunft ‹und Gegenwart› des Herrn. Siehe!, der Bauer wartet auf die kostbare Frucht des Landes, hat Geduld mit ihr, bis sie Frühregen und Spätregen ‹d. h.: Herbstregen und Frühlingsregen› empfängt.
8Habt auch ihr Geduld, festigt eure Herzen, weil die Ankunft ‹und Gegenwart› des Herrn nahe gekommen ist.
9Seufzt nicht [länger] gegeneinander ‹, hört auf, gegeneinander zu seufzen›2, Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet. Siehe!, der Richter steht vor der Tür3.
10 Nehmt, meine4 Brüder, als Vorbild des Übel-Erleidens und der Geduld, die Propheten, die im Namen [des] Herrn redeten.
11 Siehe!, selig preisen wir die, die [ausdauernd] erdulden5. Von der Ausdauer ‹, vom standhaften Erdulden,› Hiobs habt ihr gehört, und das [ihm bereitete] Ende ‹, den Ausgang,›6 [des] Herrn7 seht ihr8: dass er9 sehr mitfühlend10 ist und ein Erbarmer.
12 Vor allem aber, meine Brüder, schwört nicht [länger] ‹, hört auf, zu schwören›11, weder bei dem Himmel noch bei dem Lande noch mit irgendeinem anderen Eid. Es sei aber euer Ja ein Ja und das Nein ein Nein, damit ihr nicht in Heuchelei fallt12.
13 Erleidet jemand unter euch Übles? Er bete13. Ist jemand guten Mutes ‹o.: wohlgemut›? Er singe Loblieder ‹eig.: er singspiele; er singe zum Spiel auf Saiteninstrument›14.
14 Ist jemand unter euch krank? Er rufe die Ältesten der Gemeinde herbei, und sie sollen über ihm ‹und für ihn› beten, nachdem sie ihn mit Öl eingeölt haben15 in dem Namen des Herrn.
15 Und das Gebet des Glaubens wird den Ermatteten ‹, den Entkräfteten,› retten16, und der Herr wird ihn aufrichten. Und wenn er Sünden getan haben sollte,17 wird ihm vergeben18 werden.
16 Bekennt [immer wieder]19 einander die Übertretungen20 und betet [stets]21 füreinander, dass ‹o.: sodass; damit› ihr geheilt werdet. Viel vermag ein flehendes [Gebet] eines Gerechten, da es wirksam ist ‹o.: [das] wirksam seiende flehende [Gebet]›.
17 Elia war ein Mensch, gleichgeartet wie wir ‹, mit gleichen Empfindungen wie wir›, und er betete mit Beten ‹, er betete ernsthaft›22, dass es nicht Regen gebe23. Und es gab keinen Regen24 in dem Lande, drei Jahre und sechs Monate.
18 Und wieder betete er, und der Himmel gab Regen, und das Land ließ seine Frucht sprießen.
19 Brüder25, wenn einer unter euch irregeführt wird, von der Wahrheit weg, und einer ihn zurückführt ‹o.: zur Umkehr bringt›,
20 so [er]kenne er: Wer einen Sünder vom Irrtum seines Weges26 zurückführt ‹und zur Umkehr bringt›, wird eine Seele27 vo[m] Tod retten, und er wird eine Menge von Sünden bedecken.
Fußnoten
- 1 5,6 Indikativ Präsens
- 2 5,9 Imperativ Präsens durativ: eine begonnene Handlung soll nicht mehr ausgeführt werden
- 3 5,9 eig.: hat sich vor die Torflügel (Mehrzahl) gestellt und steht [nun] dort; Perfekt resultativ; das Ergebnis der Handlung anzeigend
- 4 5,10 NA: ohne „meine“
- 5 5,11 Partizip Präsens durativ – NA: erduldet haben (Partizip Aorist)
- 6 5,11 telos bed. „Ende, Ziel, Abschluss, Ausgang“
- 7 5,11 den [ihm] vom Herrn [bereiteten] Ausgang; genitivus auctoris (Genitiv der Urheberschaft)
- 8 5,11 NA: habt ihr gesehen
- 9 5,11 NA: dass der Herr
- 10 5,11 polu-splagchnos, von „viel“ u. „Innerlichkeit“ (Innereien; innere Regungen bzw. Empfindungen)
- 11 5,12 Imperativ Präsens iterativ: Aufforderung zum Aufhören einer wiederholt stattfindenden Handlung
- 12 5,12 NA: unter Gericht fallt
- 13 5,13 Imperativ Präsens durativ bzw. iterativ: bete fortwährend bzw. immer wieder
- 14 5,13 Imperativ Präsens durativ bzw. iterativ: singe fortwährend bzw. immer wieder
- 15 5,14 aleiphoo, einreiben mit Öl als medizinisches Hausmittel; o.: einölen des Kopfes (Mt 6,17); Einbalsamierung von Toten (Mk 16,1) – zum Unterschied von chrioo (vgl. christos, Gesalbter), das für die Salbung zum Dienst Gottes gebraucht wird
- 16 5,15 soodsein; „retten“, auch verwendet für Rettung/Hilfe aus körperlicher Not/Gefahr
- 17 5,15 wörtl.: wenn er ein Sünden getan Habender ist
- 18 5,15 eig.: erlassen
- 19 5,16 Imperativ Präsens iterativ
- 20 5,16 NA: die Sünden
- 21 5,16 Imperativ Präsens durativ o. iterativ
- 22 5,17 Dativ der Art und Weise; „beten mit Beten“ ist ein Semitismus (infinitivus absolutus), den man verwendet, um die Aussage eines Verbs zu verstärken o. zu betonen; hier etwa: Er betete mit Ernst; er betete eindringlich, inständig
- 23 5,17 Infinitiv Aorist effektiv
- 24 5,17 Indikativ Aorist effektiv
- 25 5,19 NA: Meine Brüder
- 26 5,20 d. h.: von seinem Irrweg; genitivus obiectivus
- 27 5,20 NA: seine Seele