Neues Testament
Jakobus Kapitel 4
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Woher [sind] Kriege und Streitigkeiten unter euch? – Nicht daher?: aus euren Begehren, die in euren Gliedern Krieg führen1.
2Ihr begehrt, und [doch] habt ihr nicht. Ihr mordet und eifert, und [doch] könnt ihr [es] nicht erlangen. Ihr streitet und führt Krieg. Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet.
3Ihr bittet und empfangt nicht, deshalb, weil euer Bitten übel ist: [Ihr bittet], damit ihr [es] in euren Begehren verbraucht ‹und vergeudet›.
4Ehebrecher und2 Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft mit der Welt3 Feindschaft gegen Gott4 ist? Wer immer also den Entschluss fasst, Freund der Welt zu sein, stellt sich als Feind Gottes dar.
5Oder meint ihr, die Schrift rede umsonst ‹o.: die Schrift mache leere Worte›? Mit Eifersucht sehnt er sich nach dem Geist, der Wohnung in uns genommen hat5.
6Er gibt aber Gnade, [die] größer [ist]. Deswegen sagt sie6: Gott „widersetzt sich Hochmütigen7, aber Demütigen gibt er Gnade.“ (Spr 3,34 LXX)
7Unterordnet euch also Gott.8 Widersteht dem Teufel ‹, dem Verleumder›, und er wird von euch fliehen.
8Naht euch Gott9, und er wird sich euch nahen. Säubert [die] Hände, Sünder, und reinigt ‹, weiht,›10 [die] Herzen, [ihr mit] „zwei Seelen“ ‹, [ihr] Wankelmütigen›!
9Werdet elend11 ‹o.: Wehklagt› und trauert und weint! Euer Lachen kehre sich in Trauer und [eure] Freude in Niedergeschlagenheit.
10 Demütigt euch ‹, erniedrigt euch,›12 vor dem Herrn, und er wird euch erhöhen.
11 Redet nicht [länger]13 gegeneinander, Brüder. Der gegen den Bruder Redende oder seinen Bruder Richtende ‹und Beurteilende›14 redet gegen [das] Gesetz und richtet ‹und beurteilt› [das] Gesetz. Aber wenn du [das] Gesetz richtest ‹und beurteilst›, bist du nicht [ein] Täter [des] Gesetzes, sondern [ein] Richter ‹und Beurteiler›.
12 Einer ist der Gesetzgeber15, der imstande ist, zu retten und umkommen zu lassen. Du aber, wer bist du, der du den Nächsten ‹o.: den andern; eig.: den Nahen› richtest ‹und beurteilst›?
13 Auf jetzt!, [ihr], die ihr sagt: „Heute oder morgen ziehen wir in die und die Stadt und werden dort ein Jahr tätig sein und Handel treiben und Gewinn machen“,
14 – die ihr nicht wisst, was morgen [sein wird]16. Denn was ist euer Leben? Es ist ja ein Dampf17, der für eine geringe [Zeit] erscheint, danach aber schon verschwindet.
15 Anstatt dass ihr sagt: „So der Herr will und wir leben, wollen wir auch dieses oder jenes tun.“18
16 Jetzt aber rühmt ihr euch in euren Großtuereien. Alles solches Rühmen ist böse.
17 [Dem] nun, der Edles zu tun weiß und [es] nicht tut, dem ist [es] Sünde.
2Ihr begehrt, und [doch] habt ihr nicht. Ihr mordet und eifert, und [doch] könnt ihr [es] nicht erlangen. Ihr streitet und führt Krieg. Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet.
3Ihr bittet und empfangt nicht, deshalb, weil euer Bitten übel ist: [Ihr bittet], damit ihr [es] in euren Begehren verbraucht ‹und vergeudet›.
4Ehebrecher und2 Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft mit der Welt3 Feindschaft gegen Gott4 ist? Wer immer also den Entschluss fasst, Freund der Welt zu sein, stellt sich als Feind Gottes dar.
5Oder meint ihr, die Schrift rede umsonst ‹o.: die Schrift mache leere Worte›? Mit Eifersucht sehnt er sich nach dem Geist, der Wohnung in uns genommen hat5.
6Er gibt aber Gnade, [die] größer [ist]. Deswegen sagt sie6: Gott „widersetzt sich Hochmütigen7, aber Demütigen gibt er Gnade.“ (Spr 3,34 LXX)
7Unterordnet euch also Gott.8 Widersteht dem Teufel ‹, dem Verleumder›, und er wird von euch fliehen.
8Naht euch Gott9, und er wird sich euch nahen. Säubert [die] Hände, Sünder, und reinigt ‹, weiht,›10 [die] Herzen, [ihr mit] „zwei Seelen“ ‹, [ihr] Wankelmütigen›!
9Werdet elend11 ‹o.: Wehklagt› und trauert und weint! Euer Lachen kehre sich in Trauer und [eure] Freude in Niedergeschlagenheit.
10 Demütigt euch ‹, erniedrigt euch,›12 vor dem Herrn, und er wird euch erhöhen.
11 Redet nicht [länger]13 gegeneinander, Brüder. Der gegen den Bruder Redende oder seinen Bruder Richtende ‹und Beurteilende›14 redet gegen [das] Gesetz und richtet ‹und beurteilt› [das] Gesetz. Aber wenn du [das] Gesetz richtest ‹und beurteilst›, bist du nicht [ein] Täter [des] Gesetzes, sondern [ein] Richter ‹und Beurteiler›.
12 Einer ist der Gesetzgeber15, der imstande ist, zu retten und umkommen zu lassen. Du aber, wer bist du, der du den Nächsten ‹o.: den andern; eig.: den Nahen› richtest ‹und beurteilst›?
13 Auf jetzt!, [ihr], die ihr sagt: „Heute oder morgen ziehen wir in die und die Stadt und werden dort ein Jahr tätig sein und Handel treiben und Gewinn machen“,
14 – die ihr nicht wisst, was morgen [sein wird]16. Denn was ist euer Leben? Es ist ja ein Dampf17, der für eine geringe [Zeit] erscheint, danach aber schon verschwindet.
15 Anstatt dass ihr sagt: „So der Herr will und wir leben, wollen wir auch dieses oder jenes tun.“18
16 Jetzt aber rühmt ihr euch in euren Großtuereien. Alles solches Rühmen ist böse.
17 [Dem] nun, der Edles zu tun weiß und [es] nicht tut, dem ist [es] Sünde.
Fußnoten
- 1 4,1 o.: [wie Soldaten] Kriegsdienst tun; zu Felde ziehen
- 2 4,4 NA: ohne „Ehebrecher und“
- 3 4,4 wörtl.: die Freundschaft der Welt; die Weltfreundschaft; genitivus obiectivus
- 4 4,4 wörtl.: Feindschaft Gottes; Gottesfeindschaft; genitivus obiectivus
- 5 4,5 ingressiver Aorist von kat-oikidsein – NA: den er in uns wohnen ließ.
- 6 4,6 d. i.: die Schrift; V. 5
- 7 4,6 so die LXX; der Mas. Text hat in Spr 3,34 „spottet den Spöttern“
- 8 4,7 Imperativ Aorist ingressiv: Unterwerft euch also Gott [von Neuem/jetzt].
- 9 4,8 Imperativ Aorist ingressiv: Tretet Gott [von Neuem/jetzt] nahe!
- 10 4,8 zweimal Imperativ Aorist ingressiv: Säubert [von Neuem/jetzt] … und reinigt [von Neuem/jetzt]
- 11 4,9 Imperativ Aorist ingressiv; so a. die 3 weiteren Imperative
- 12 4,10 Imperativ Aorist ingressiv: Demütigt euch [von Neuem/jetzt]
- 13 4,11 Imperativ Präsens durativ: die begonnene Handlung soll nicht mehr ausgeführt werden
- 14 4,11 zweimal Partizip Präsens durativ
- 15 4,12 NA: plus „und Richter“
- 16 4,14 wörtl.: das des morgigen [Tages]
- 17 4,14 NA: Ein Dampf nämlich seid ihr
- 18 4,15 NA: So der Herr will, werden wir auch leben und dieses oder jenes tun.