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Neues Testament

1. Timotheus Kapitel 5

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Einen Älteren fahre nicht [in harter Weise] an ‹o.: greife nicht an›1, sondern rede ihm bittend zu wie einem Vater, Jüngeren wie Brüdern,
2älteren [Frauen] wie Müttern, jüngeren wie Schwestern, in aller Reinheit ‹o.: Keuschheit›.
3Ehre Witwen, die wirklich Witwen sind.
4Hat eine Witwe aber Kinder oder Enkel, sollen die zuerst lernen, dem eigenen Hause rechte Ehrfurcht zu erweisen und den Eltern ‹eig.: Vorfahren› Empfangenes ‹eig.: einen Ausgleich [als Dank]› zu erstatten, denn das ist angenehm vor Gott.
5Die wirkliche und vereinsamte ‹eig.: alleingelassene› Witwe aber hat [die] Hoffnung auf Gott gesetzt und verharrt in den flehentlichen [Bitten] und [in] den Gebeten Nacht und Tag.
6Aber die dem Genuss ergebene ‹o.: schwelgerische; verschwenderische› ist lebendig tot ‹o.: ist gestorben, während sie lebt›.
7Und diese [Dinge] weise an2, damit sie tadellos seien.
8Wenn aber jemand für die Seinen, und besonders die Familienangehörigen3, nicht sorgt, hat er den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Ungläubiger.
9Als Witwe werde in die Liste aufgenommen ‹o.: werde verzeichnet; wörtl.: werde katalogisiert› eine, die nicht weniger als sechzig Jahre [alt] geworden ist, eines Mannes Frau [war],
10 durch edle Taten ‹und vortreffliche Werke› ein [gutes] Zeugnis hat, wenn sie Kinder aufgezogen, wenn sie Fremde beherbergt, wenn sie [die] Füße [der] Heiligen gewaschen, wenn sie Bedrängte unterstützt hat, wenn sie allem guten Werk nachgekommen ist.
11 Jüngere Witwen weise ab, denn wenn sinnlicher Drang sie befällt ‹o.: wenn sie sinnlichen Regungen unterliegen; o.: wenn sie durch sinnliches Begehren abgewendet werden› wider den Gesalbten ‹hier vmtl.: entgegen den um Christi willen auf sich genommenen Einschränkungen›, wollen sie heiraten
12 [und] haben [das] Urteil, dass sie die erste Treue ‹o.: das vorige, sich [freiwillig] auferlegte Treuegelöbnis› aufgegeben haben ‹o.: beiseite gesetzt haben›.
13 Zugleich aber auch lernen sie, Untätige [zu sein], gehen als solche umher zu den Häusern, aber nicht nur Untätige, sondern auch Geschwätzige und auf fragwürdige Weise Beschäftigte, wobei sie [Dinge] reden, die sich nicht gehören.
14 Ich wünsche also, dass jüngere [Witwen] heiraten, Kinder gebären, Hausherrinnen sind ‹, den Haushalt leiten›, dem Gegner keinen Anlass zu schimpflicher Nachrede geben.
15 Denn schon sind etliche abgewichen ‹eig.: abgebogen›, hinter dem Widersacher ‹, dem Satan,› her.
16 Wenn jemand4 – ein Gläubiger oder eine Gläubige – Witwen hat, soll er sie unterstützen, und man lasse sie nicht der Gemeinde zur Last fallen, damit sie die unterstütze, die wirklich Witwen sind.
17 Die Ältesten, die in trefflicher Weise vorstehen, sollen doppelter Ehre wertgeachtet werden, insbesondere die, die in Wort und Lehre [sich mühend] arbeiten,
18 denn die Schrift sagt: „Einem dreschenden Rind sollst du nicht das Maul verbinden!“ (5Mo 25,4) und: „Der Arbeiter ist seines Lohnes würdig.“ (Lk 10,7)
19 Gegen einen Ältesten nimm keine Anklage an, außer auf Aussage von zwei oder drei Zeugen.
20 Die, die sündigen5, weise zurecht ‹und überführe› vor [den Augen] aller, damit auch die übrigen Furcht haben.
21 Ich bezeuge nachdrücklich vor Gott und [dem] Herrn,6 Jesus, [dem] Gesalbten, und den erwählten Boten ‹o.: Engeln›, dass du diese [Dinge] ohne Vorurteil bewahrst ‹und befolgst› und nichts nach Gnade tust ‹, nach Gunsterweisung, aus Zuneigung›.
22 Lege niemandem schnell Hände auf, und habe nicht teil an fremden Sünden ‹o.: habe nicht Gemeinschaft mit fremden Sünden›. Halte dich selbst rein ‹und geweiht›.
23 Trinke nicht länger Wasser, sondern gebrauche ein wenig Wein wegen deines Magens und deiner häufigen Schwächezustände.
24 Die Sünden etlicher Menschen sind [vorab] offenkundig und gehen ihnen zu[m] Gericht voran. Etlichen folgen sie aber auch nach.
25 Ebenso sind7 auch die edlen Taten ‹und vortrefflichen Werke› zuvor offenkundig, und die, [mit denen es] sich anders verhält, können nicht verborgen werden.

Fußnoten

  1. 1 5,1 epipleessein, eig.: draufschlagen; das Wort kommt nur hier vor
  2. 2 5,7 Imperativ Präsens iterativ o. durativ: immer wieder o. fortwährend
  3. 3 5,8 oikeios, zum Haus gehörig; Eph 2,19; Gal 6,10
  4. 4 5,16 NA: Wenn irgendeine Gläubige
  5. 5 5,20 Partizip Präsens durativ; eine länger andauernde Handlung andeutend
  6. 6 5,21 NA: ohne Herrn
  7. 7 5,25 NA: ohne sind