Neues Testament
Epheser Kapitel 4
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1[So] rufe ich euch also bittend auf, ich, der Gebundene ‹o.: Gefangene› im Herrn, würdig zu wandeln des Rufes, mit dem ihr gerufen wurdet ‹o.: des Standes, in den ihr gerufen wurdet›,
2mit aller Demut und Sanftmut, mit Geduld, wobei ihr einander in Liebe ertragt
3und euch dabei mit Fleiß bemüht, die Einheit des Geistes zu bewahren in dem Band des Friedens:
4Ein Leib und ein Geist, entsprechend dem, dass ihr auch gerufen wurdet in einer Hoffnung eures Rufes ‹o.: eures Gerufenenstandes›,
5ein Herr, ein Glaube, eine Taufe,
6ein Gott und Vater aller, der über allen und durch alle und in uns1 allen [ist].
7Aber jedem Einzelnen von uns wurde die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe des Gesalbten.
8Darum sagt er: „Hinaufgestiegen in die Höhe, führte er [die] Gefangenenschaft ‹o.: eine Gefangenenschar› gefangen und gab den Menschen Gaben.“ (Ps 68,19)
9Aber das: „Er stieg auf“, was ist es anderes, als dass er zuvor2 auch niederstieg zu den niederen Teilen, zur Erde ‹o.: zu den unteren Teilen des Landes›3?
10 Der, der niederstieg, ist derselbe, der auch aufstieg über alle Himmel, damit er alles fülle.
11 Und er selbst gab die einen zu Aposteln, andere zu Propheten, andere zu Evangelisten, andere zu Hirten und Lehrern,
12 zum Zweck der Zurüstung der Heiligen zu[m] Werk des Dienstes, zum Bauen des Leibes des Gesalbten,
13 bis wir alle hingelangen mögen zu der Einheit des Glaubens und der Erkenntnis ‹o.: genauen Erkenntnis› des Sohnes Gottes, zu einem erwachsenen Manne, zu[m] Maß der vollen Reife des Gesalbten ‹o.: zum Maß des vollen Wuchses des Gesalbten; o.: zum vollen Reifemaß des Gesalbten›,
14 damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin und her geworfen und von jedem Wind der Lehre umhergetrieben durch das [betrügerische] Falschspiel der Menschen, in Verschlagenheit ‹o.: Arglist; übler Schlauheit›, zwecks listiger Irreführung,
15 aber, wahrhaftig seiend in Liebe ‹o.: Wahrheit übend in Liebe›, [in] allem wachsen mögen zu ihm, der das Haupt ist, der Gesalbte,
16 von dem aus der ganze Leib, wohl zusammengefügt werdend und zusammengehalten werdend durch jedes versorgende Gelenk ‹o.: mittels jeder darreichenden Verbindungsstelle›, entsprechend der Wirkkraft eines jeden Teiles in [dem ihm zugemessenen] Maß, das Wachstum des Leibes zustande bringt, zu seinem eigenen [Auf]bau – in Liebe ‹o.: sodass er sich selbst baut – in Liebe›.
17 Dies sage ich also und bezeuge ich im Herrn: [Ihr habt] nicht mehr so zu wandeln, wie auch die übrigen4 Völker ‹o.: Heiden› wandeln, in [der] Nichtigkeit ihres Denkens,
18 die im Denken ‹o.: in der Denkart› verdunkelt und dem Leben Gottes entfremdet sind wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres Herzens,
19 welche sich abgestumpft und sich selbst der Ausschweifung hingegeben haben zu[m] Ausüben jeder Unreinheit in Habgier.
20 Aber so habt ihr den Gesalbten nicht gelernt,
21 wenn ihr wirklich ihn gehört habt und in ihm gelehrt worden seid, wie ja Wahrheit in Jesus ist:
22 abzulegen5, was die frühere Lebensführung betrifft, den alten Menschen, den verderbt werdenden6 infolge der trügenden Lüste,
23 aber erneuert zu werden ‹, fortwährend erneuert zu werden,›7 am Geist ‹o.: durch den Geist› eures Denksinnes
24 und den neuen Menschen anzuziehen, der nach Gott geschaffen wurde in Gerechtigkeit und Reinheit der Wahrheit ‹o.: in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Gottergebenheit›8.
25 Daher, abgelegt habend die Lüge, redet9 Wahrheit, jeder mit seinem Nächsten ‹eig.: Nahen›, da wir Glieder voneinander sind.
26 Zürnt – und10 sündigt nicht [mehr]. Die Sonne gehe nicht unter über eurem Erzürntsein. ‹i. S. v.: Lasst euer Erzürntsein nicht bis nach Sonnenuntergang andauern.›
27 Und gebt nicht Raum dem Teufel ‹, dem Verleumder›!
28 Der Stehler stehle nicht mehr; vielmehr mühe er sich und arbeite mit den Händen das Gute, damit er [etwas] habe, [um es] dem Bedürftigen mitzugeben.
29 Kein faules Wort gehe aus eurem Mund hervor, sondern wenn etwas gut [ist], zum [Auf]bauen, [wo] Bedarf [ist]11, damit es Gnade gebe den Hörenden.
30 Und macht nicht traurig12 ‹o.: macht nicht weiterhin traurig; hört auf, traurig zu machen› den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt wurdet auf [den] Tag der Erlösung ‹o.: Befreiung; Auslösung›.
31 Alle Bitterkeit und [aller] Gemütsausbruch ‹o.: [aller] Wutausbruch; [alle] leidenschaftliche Aufregung› und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan samt aller Bosheit.
32 Werdet aber freundlich zueinander, gutherzig ‹und feinfühlig›13, euch einander [in Gnade] vergebend ‹eig.: in Gnade [die Schuld] schenkend›, wie ja auch Gott uns14 in Christus gnädig vergab ‹eig.: gnädiglich [die Schuld] schenkte›.
2mit aller Demut und Sanftmut, mit Geduld, wobei ihr einander in Liebe ertragt
3und euch dabei mit Fleiß bemüht, die Einheit des Geistes zu bewahren in dem Band des Friedens:
4Ein Leib und ein Geist, entsprechend dem, dass ihr auch gerufen wurdet in einer Hoffnung eures Rufes ‹o.: eures Gerufenenstandes›,
5ein Herr, ein Glaube, eine Taufe,
6ein Gott und Vater aller, der über allen und durch alle und in uns1 allen [ist].
7Aber jedem Einzelnen von uns wurde die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe des Gesalbten.
8Darum sagt er: „Hinaufgestiegen in die Höhe, führte er [die] Gefangenenschaft ‹o.: eine Gefangenenschar› gefangen und gab den Menschen Gaben.“ (Ps 68,19)
9Aber das: „Er stieg auf“, was ist es anderes, als dass er zuvor2 auch niederstieg zu den niederen Teilen, zur Erde ‹o.: zu den unteren Teilen des Landes›3?
10 Der, der niederstieg, ist derselbe, der auch aufstieg über alle Himmel, damit er alles fülle.
11 Und er selbst gab die einen zu Aposteln, andere zu Propheten, andere zu Evangelisten, andere zu Hirten und Lehrern,
12 zum Zweck der Zurüstung der Heiligen zu[m] Werk des Dienstes, zum Bauen des Leibes des Gesalbten,
13 bis wir alle hingelangen mögen zu der Einheit des Glaubens und der Erkenntnis ‹o.: genauen Erkenntnis› des Sohnes Gottes, zu einem erwachsenen Manne, zu[m] Maß der vollen Reife des Gesalbten ‹o.: zum Maß des vollen Wuchses des Gesalbten; o.: zum vollen Reifemaß des Gesalbten›,
14 damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin und her geworfen und von jedem Wind der Lehre umhergetrieben durch das [betrügerische] Falschspiel der Menschen, in Verschlagenheit ‹o.: Arglist; übler Schlauheit›, zwecks listiger Irreführung,
15 aber, wahrhaftig seiend in Liebe ‹o.: Wahrheit übend in Liebe›, [in] allem wachsen mögen zu ihm, der das Haupt ist, der Gesalbte,
16 von dem aus der ganze Leib, wohl zusammengefügt werdend und zusammengehalten werdend durch jedes versorgende Gelenk ‹o.: mittels jeder darreichenden Verbindungsstelle›, entsprechend der Wirkkraft eines jeden Teiles in [dem ihm zugemessenen] Maß, das Wachstum des Leibes zustande bringt, zu seinem eigenen [Auf]bau – in Liebe ‹o.: sodass er sich selbst baut – in Liebe›.
17 Dies sage ich also und bezeuge ich im Herrn: [Ihr habt] nicht mehr so zu wandeln, wie auch die übrigen4 Völker ‹o.: Heiden› wandeln, in [der] Nichtigkeit ihres Denkens,
18 die im Denken ‹o.: in der Denkart› verdunkelt und dem Leben Gottes entfremdet sind wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres Herzens,
19 welche sich abgestumpft und sich selbst der Ausschweifung hingegeben haben zu[m] Ausüben jeder Unreinheit in Habgier.
20 Aber so habt ihr den Gesalbten nicht gelernt,
21 wenn ihr wirklich ihn gehört habt und in ihm gelehrt worden seid, wie ja Wahrheit in Jesus ist:
22 abzulegen5, was die frühere Lebensführung betrifft, den alten Menschen, den verderbt werdenden6 infolge der trügenden Lüste,
23 aber erneuert zu werden ‹, fortwährend erneuert zu werden,›7 am Geist ‹o.: durch den Geist› eures Denksinnes
24 und den neuen Menschen anzuziehen, der nach Gott geschaffen wurde in Gerechtigkeit und Reinheit der Wahrheit ‹o.: in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Gottergebenheit›8.
25 Daher, abgelegt habend die Lüge, redet9 Wahrheit, jeder mit seinem Nächsten ‹eig.: Nahen›, da wir Glieder voneinander sind.
26 Zürnt – und10 sündigt nicht [mehr]. Die Sonne gehe nicht unter über eurem Erzürntsein. ‹i. S. v.: Lasst euer Erzürntsein nicht bis nach Sonnenuntergang andauern.›
27 Und gebt nicht Raum dem Teufel ‹, dem Verleumder›!
28 Der Stehler stehle nicht mehr; vielmehr mühe er sich und arbeite mit den Händen das Gute, damit er [etwas] habe, [um es] dem Bedürftigen mitzugeben.
29 Kein faules Wort gehe aus eurem Mund hervor, sondern wenn etwas gut [ist], zum [Auf]bauen, [wo] Bedarf [ist]11, damit es Gnade gebe den Hörenden.
30 Und macht nicht traurig12 ‹o.: macht nicht weiterhin traurig; hört auf, traurig zu machen› den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt wurdet auf [den] Tag der Erlösung ‹o.: Befreiung; Auslösung›.
31 Alle Bitterkeit und [aller] Gemütsausbruch ‹o.: [aller] Wutausbruch; [alle] leidenschaftliche Aufregung› und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan samt aller Bosheit.
32 Werdet aber freundlich zueinander, gutherzig ‹und feinfühlig›13, euch einander [in Gnade] vergebend ‹eig.: in Gnade [die Schuld] schenkend›, wie ja auch Gott uns14 in Christus gnädig vergab ‹eig.: gnädiglich [die Schuld] schenkte›.
Fußnoten
- 1 4,6 NA: ohne „uns“
- 2 4,9 NA mit vielen Hss: ohne „zuvor“
- 3 4,9 genitivus explicativus bzw. epexegeticus
- 4 4,17 NA: ohne „übrigen“
- 5 4,22 Infinitiv Aorist komplexiv
- 6 4,22 o.: der dabei ist, verderbt zu werden; Partizip Präsens durativ
- 7 4,23 Infinitiv Präsens durativ
- 8 4,24 evtl. genitivus qualitativus
- 9 4,25 Imperativ Präsens durativ: redet fortwährend
- 10 4,26 kai („und“) kann hier adversativ gemeint sein: Zürnt – doch
- 11 4,29 wörtl.: zum Bedürfnisaufbauen; genitivus obiectivus
- 12 4,30 Imperativ Präsens durativ o. iterativ: fortwährend; immer wieder
- 13 4,32 herzlich: eusplangchnoi, von „gut“ und „Innereien“; also: gute innere Empfindungen und Regungen habend
- 14 4,32 NA: euch