Neues Testament
Galater Kapitel 3
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1O unverständige Galater!, wer hat euch bezaubert, der Wahrheit nicht [mehr] zu gehorchen1 ‹und nicht [mehr] von ihr überzeugt zu sein›?, denen Jesus, [der] Gesalbte, zuvor als unter euch2 gekreuzigt vor Augen gemalt wurde.
2Dies allein möchte ich von euch erfahren: Empfingt ihr den Geist aus Gesetzeswerken oder aus gläubigem Hören3?
3Seid ihr so unverständig? [Im] Geist ‹o.: Durch [den] Geist; kraft [des] Geistes› angefangen, wollt4 ihr jetzt [im] Fleisch abschließen ‹o.: kraft [des] Fleisches zur Vollendung gebracht werden›?
4Habt ihr so vieles vergeblich erlitten? – wenn es denn vergeblich [war].
5Er also, der euch den Geist Darreichende und Kräfte unter euch Wirkende, [ist das] aus Gesetzeswerken oder aus gläubigem Hören?5
6– so wie Abraham Gott „glaubte, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet ‹o.: als Gerechtigkeit gewertet›.“ (1Mo 15,6)
7[Er]kennt also: Die aus Glauben, diese sind Söhne Abrahams.
8Die Schrift aber, voraussehend, dass Gott die Völker ‹o.: die aus den Völkern› aus Glauben gerechtmacht, verkündigte dem Abraham als gute Botschaft im Voraus: „In dir werden gesegnet werden all die Völker.“ (1Mo 12,3)
9Somit werden die, die aus Glauben [sind], zusammen mit dem gläubigen Abraham gesegnet.
10 So viele nämlich aus Gesetzeswerken sind, sind unter einem Fluch, denn es ist geschrieben: „Verflucht [ist] jeder, der nicht bleibt in all den in der Buchrolle des Gesetzes geschriebenen [Dingen], um sie zu tun.“ (5Mo 27,26)
11 Dass aber im Gesetz ‹o.: mittels Gesetz› niemand vor Gott gerechtgemacht wird, ist offenkundig, weil: „der Gerechte wird aus Glauben leben“. (Hab 2,4)
12 Aber das Gesetz ist nicht aus Glauben, sondern: „Der Mensch, der diese [Dinge] tut ‹eig.: getan hat›6, wird durch sie leben.“ (3Mo 18,5)
13 Christus kaufte uns frei vom Fluch des Gesetzes, da er zu unseren Gunsten7 ein Fluch wurde, denn es ist geschrieben: „Verflucht [ist] jeder am Holz Hängende“ (5Mo 21,23),
14 damit der Segen Abrahams zu den Völkern gelange in Christus Jesus, damit wir die Verheißung des Geistes empfingen durch den Glauben ‹o.: damit wir via Glauben das Verheißene empfingen, den Geist›8.
15 Brüder, ich sage [es] nach Menschen[weise]: Auch eines Menschen Bund, der rechtskräftig gemacht wurde, hebt niemand auf oder fügt [etwas] hinzu.
16 Es wurden nun die Verheißungen dem Abraham zugesprochen und seinem Samen. Er sagt nicht: „und den Samen“, als [beziehe es sich] auf viele, sondern als auf einen, „und deinem Samen“, welcher ist Christus.
17 Und damit sage ich: Einen von Gott zuvor rechtskräftig gemachten Bund auf Christus9 macht [das] nach vierhundertdreißig Jahren10 gekommene Gesetz nicht rechtsungültig, sodass es die Verheißung aufhöbe ‹o.: wegtue; zunichte mache›.
18 Denn wenn das Erbe aus [dem] Gesetz [ist], [ist es] nicht mehr aus Verheißung. Aber dem Abraham schenkte Gott [es in Gnade] durch Verheißung.
19 Warum also das Gesetz? – Es wurde der Übertretungen wegen hinzugefügt – bis der Same käme, dem die Verheißung galt, angeordnet durch ‹o.: über; via› Boten ‹, Engel,› in [der] Hand eines Mittlers.
20 Der Mittler ist aber nicht [Mittler] von einem; Gott ist aber einer.
21 [Ist] also das Gesetz gegen die Verheißungen Gottes?11 Das sei ferne! Wäre nämlich ein Gesetz gegeben worden, das Kraft besessen hätte, lebend zu machen, dann wäre tatsächlich die Gerechtigkeit aus [dem] Gesetz.
22 Doch die Schrift schloss alles zusammen ein unter [die] Sünde, damit die Verheißung ‹, das Verheißene,› aus Glauben an Jesus Christus12 gegeben werde den Glaubenden.
23 Aber bevor der Glaube kam, wurden wir unter [dem] Gesetz verwahrt, zusammen eingeschlossen, auf den Glauben hin, der enthüllt werden sollte ‹o.: der beabsichtigt war, enthüllt zu werden›.
24 Somit war das Gesetz unser Beaufsichtiger ‹o.: Erzieher; wörtl.: Knabenführer› auf Christus hin, damit wir aus Glauben gerechtgemacht würden.
25 Nachdem nun der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter einem Beaufsichtiger;
26 denn ihr seid alle Söhne Gottes durch den Glauben, in Christus Jesus.
27 So viele ihr nämlich auf Christus getauft wurdet, ihr zogt Christus an.
28 Es ist [da] nicht Jude noch Grieche, es ist nicht Sklave noch Freier, es ist nicht männlich und weiblich, denn ihr seid alle einer in Christus Jesus.
29 Wenn ihr aber [des] Gesalbten [seid], dann seid ihr Same ‹o.: Nachkomme› Abrahams und nach Verheißung Erben.
2Dies allein möchte ich von euch erfahren: Empfingt ihr den Geist aus Gesetzeswerken oder aus gläubigem Hören3?
3Seid ihr so unverständig? [Im] Geist ‹o.: Durch [den] Geist; kraft [des] Geistes› angefangen, wollt4 ihr jetzt [im] Fleisch abschließen ‹o.: kraft [des] Fleisches zur Vollendung gebracht werden›?
4Habt ihr so vieles vergeblich erlitten? – wenn es denn vergeblich [war].
5Er also, der euch den Geist Darreichende und Kräfte unter euch Wirkende, [ist das] aus Gesetzeswerken oder aus gläubigem Hören?5
6– so wie Abraham Gott „glaubte, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet ‹o.: als Gerechtigkeit gewertet›.“ (1Mo 15,6)
7[Er]kennt also: Die aus Glauben, diese sind Söhne Abrahams.
8Die Schrift aber, voraussehend, dass Gott die Völker ‹o.: die aus den Völkern› aus Glauben gerechtmacht, verkündigte dem Abraham als gute Botschaft im Voraus: „In dir werden gesegnet werden all die Völker.“ (1Mo 12,3)
9Somit werden die, die aus Glauben [sind], zusammen mit dem gläubigen Abraham gesegnet.
10 So viele nämlich aus Gesetzeswerken sind, sind unter einem Fluch, denn es ist geschrieben: „Verflucht [ist] jeder, der nicht bleibt in all den in der Buchrolle des Gesetzes geschriebenen [Dingen], um sie zu tun.“ (5Mo 27,26)
11 Dass aber im Gesetz ‹o.: mittels Gesetz› niemand vor Gott gerechtgemacht wird, ist offenkundig, weil: „der Gerechte wird aus Glauben leben“. (Hab 2,4)
12 Aber das Gesetz ist nicht aus Glauben, sondern: „Der Mensch, der diese [Dinge] tut ‹eig.: getan hat›6, wird durch sie leben.“ (3Mo 18,5)
13 Christus kaufte uns frei vom Fluch des Gesetzes, da er zu unseren Gunsten7 ein Fluch wurde, denn es ist geschrieben: „Verflucht [ist] jeder am Holz Hängende“ (5Mo 21,23),
14 damit der Segen Abrahams zu den Völkern gelange in Christus Jesus, damit wir die Verheißung des Geistes empfingen durch den Glauben ‹o.: damit wir via Glauben das Verheißene empfingen, den Geist›8.
15 Brüder, ich sage [es] nach Menschen[weise]: Auch eines Menschen Bund, der rechtskräftig gemacht wurde, hebt niemand auf oder fügt [etwas] hinzu.
16 Es wurden nun die Verheißungen dem Abraham zugesprochen und seinem Samen. Er sagt nicht: „und den Samen“, als [beziehe es sich] auf viele, sondern als auf einen, „und deinem Samen“, welcher ist Christus.
17 Und damit sage ich: Einen von Gott zuvor rechtskräftig gemachten Bund auf Christus9 macht [das] nach vierhundertdreißig Jahren10 gekommene Gesetz nicht rechtsungültig, sodass es die Verheißung aufhöbe ‹o.: wegtue; zunichte mache›.
18 Denn wenn das Erbe aus [dem] Gesetz [ist], [ist es] nicht mehr aus Verheißung. Aber dem Abraham schenkte Gott [es in Gnade] durch Verheißung.
19 Warum also das Gesetz? – Es wurde der Übertretungen wegen hinzugefügt – bis der Same käme, dem die Verheißung galt, angeordnet durch ‹o.: über; via› Boten ‹, Engel,› in [der] Hand eines Mittlers.
20 Der Mittler ist aber nicht [Mittler] von einem; Gott ist aber einer.
21 [Ist] also das Gesetz gegen die Verheißungen Gottes?11 Das sei ferne! Wäre nämlich ein Gesetz gegeben worden, das Kraft besessen hätte, lebend zu machen, dann wäre tatsächlich die Gerechtigkeit aus [dem] Gesetz.
22 Doch die Schrift schloss alles zusammen ein unter [die] Sünde, damit die Verheißung ‹, das Verheißene,› aus Glauben an Jesus Christus12 gegeben werde den Glaubenden.
23 Aber bevor der Glaube kam, wurden wir unter [dem] Gesetz verwahrt, zusammen eingeschlossen, auf den Glauben hin, der enthüllt werden sollte ‹o.: der beabsichtigt war, enthüllt zu werden›.
24 Somit war das Gesetz unser Beaufsichtiger ‹o.: Erzieher; wörtl.: Knabenführer› auf Christus hin, damit wir aus Glauben gerechtgemacht würden.
25 Nachdem nun der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter einem Beaufsichtiger;
26 denn ihr seid alle Söhne Gottes durch den Glauben, in Christus Jesus.
27 So viele ihr nämlich auf Christus getauft wurdet, ihr zogt Christus an.
28 Es ist [da] nicht Jude noch Grieche, es ist nicht Sklave noch Freier, es ist nicht männlich und weiblich, denn ihr seid alle einer in Christus Jesus.
29 Wenn ihr aber [des] Gesalbten [seid], dann seid ihr Same ‹o.: Nachkomme› Abrahams und nach Verheißung Erben.
Fußnoten
- 1 3,1 NA: ohne „der Wahrheit nicht [mehr] zu gehorchen“
- 2 3,1 NA: ohne „unter euch“
- 3 3,2 wörtl.: aus Glaubens-Hören; genitivus qualitatis
- 4 3,3 konatives Präsens
- 5 3,5 wörtl.: aus Glaubens-Hören; genitivus qualitatis
- 6 3,12 komplexiver Aorist; hier zeitlos aufgefasst, s. 3Mo 18,5
- 7 3,13 hyper heemoon
- 8 3,14 Genitiv im Sinne der Gleichsetzung bzw. erläuternder Genitiv (genitivus epexegeticus bzw. explicativus)
- 9 3,17 NA: ohne „auf Christus“
- 10 3,17 Israel war (gemäß der LXX) 215 Jahre in Ägypten und die Vorväter 215 Jahre in Kanaan Fremdlinge; so a. Josephus
- 11 3,21 NA: ohne „Gottes“
- 12 3,22 genitivus obiectivus; wörtl.: aus Jesus-Christus-Glauben