Neues Testament
Galater Kapitel 4
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Ich sage aber: Solange der Erbe unmündig ist, unterscheidet er sich in nichts von einem Sklaven, obwohl er Herr von allem ist,
2sondern er ist unter Vormündern und Verwaltern bis zu der vom Vater festgesetzten [Zeit].
3So auch wir: Als wir unmündig waren, waren wir den elementaren [Dingen] der Welt als Sklaven unterworfen.
4Aber als die Fülle der Zeit kam, sandte Gott seinen Sohn aus, geworden aus einer Frau, geworden unter Gesetz,
5damit er die unter [dem] Gesetz freikaufte, damit wir die Sohnesstellung empfingen.
6Dass ihr aber Söhne seid [kommt daher]: Gott sandte in eure Herzen den Geist seines Sohnes aus, der schreit: „Abba!“, Vater!
7Somit bist du nicht mehr Sklave, sondern Sohn; wenn aber Sohn, [dann] auch Erbe Gottes durch Christus1.
8Doch damals freilich, als ihr Gott nicht [wirklich] kanntet, tatet ihr Sklavendienst denen, die von Natur ‹d. h.: ihrer natürlichen Wesensart nach› nicht Götter sind.
9Jetzt aber, nachdem ihr Gott [er]kannt habt, vielmehr, von Gott [er]kannt worden seid, wie kehrt ihr wieder um zu den schwachen und ärmlichen elementaren [Dingen], denen ihr aufs Neue wieder Sklavendienst tun wollt?
10 Ihr beobachtet Tage und Monde ‹, [Feste der] Monatsanfänge,› und [festgesetzte] Zeitpunkte und Jahre.
11 Ich fürchte um euch, dass ich vielleicht vergebens mich für euch abgemüht habe.
12 Werdet wie ich, weil auch ich wie ihr [wurde]. Ich bitte euch [inständig], Brüder!, ihr tatet mir kein Unrecht.
13 Ihr wisst, dass ich beim ersten Mal in Schwachheit des Fleisches euch [die] gute Botschaft verkündigte.
14 Und meine Prüfung ‹und Versuchung›2 in meinem Fleisch verachtetet ihr nicht, noch verabscheutet ihr [mich], sondern wie einen Boten ‹, einen Engel,› Gottes nahmt ihr mich auf, wie [den] Gesalbten Jesus.
15 Was war also3 eure Seligkeit? Ich gebe euch nämlich Zeugnis, dass ihr, wenn möglich, eure Augen ausgerissen und mir gegeben hättet.
16 Bin ich mit dem, dass ich euch die Wahrheit sage, euer Feind geworden?
17 Sie4 eifern um euch ‹o.: umwerben euch› nicht im Edlen, sondern sie wollen euch ausschließen, damit ihr um sie eifert ‹und werbt›.
18 [Es ist] edel, in einer edlen Sache allezeit mit Eifer umworben zu werden, und nicht nur während meiner Anwesenheit bei euch.
19 Meine Kindchen, um die ich wieder Geburtsschmerzen habe, bis Christus in euch Gestalt gewinnt:
20 Ich wünschte, jetzt bei euch anwesend zu sein und meine Stimme zu wandeln, weil ich um euch in Verlegenheit ‹und in Ratlosigkeit› bin.
21 Sagt mir, ihr, die ihr unter Gesetz sein wollt: Hört ihr das Gesetz nicht?
22 Denn es ist geschrieben, dass Abraham zwei Söhne bekam5, einen von der Dienstmagd, und einen von der Freien.
23 Doch der von der Dienstmagd war nach [dem] Fleisch ‹gezeugt und› geboren, aber der von der Freien durch die ‹o.: über die; via› Verheißung;
24 was bildlich ‹o.: allegorisch› gesprochen6 ist. Denn diese [Frauen] sind zwei Bündnisse: Der eine [Bund ist] der vom Berg Sinai, zur Sklaverei gebärend, welcher [die] Hagar ist.
25 Hagar ist nämlich der Berg Sinai in Arabien, und sie entspricht dem jetzigen Jerusalem, sie tut Sklavendienst ‹, lebt in Sklaverei,› mit ihren Kindern.
26 Das Jerusalem oben ist aber frei, welches unser aller Mutter ist7,
27 denn es ist geschrieben: „Sei fröhlich, Unfruchtbare, die nicht Gebärende. Brich in Jubel aus und rufe, die keine Geburtsschmerzen Habende!, denn die Kinder der Einsamen sind zahlreicher als jener, die den Mann hat.“ (Jes 54,1)
28 Aber wir, Brüder, sind8 – wie Isaak – Kinder der Verheißung.
29 Doch wie damals der nach [dem] Fleisch Geborene den nach [dem] Geist [Geborenen] verfolgte ‹eig.: jagte›, so auch jetzt.
30 Doch was sagt die Schrift? „Tue hinaus die Dienstmagd und ihren Sohn, denn keinesfalls darf der Sohn der Dienstmagd mit dem Sohn der Freien erben!“ (1Mo 21,10)
31 So denn, Brüder, sind wir nicht Kinder einer Dienstmagd, sondern der Freien.
2sondern er ist unter Vormündern und Verwaltern bis zu der vom Vater festgesetzten [Zeit].
3So auch wir: Als wir unmündig waren, waren wir den elementaren [Dingen] der Welt als Sklaven unterworfen.
4Aber als die Fülle der Zeit kam, sandte Gott seinen Sohn aus, geworden aus einer Frau, geworden unter Gesetz,
5damit er die unter [dem] Gesetz freikaufte, damit wir die Sohnesstellung empfingen.
6Dass ihr aber Söhne seid [kommt daher]: Gott sandte in eure Herzen den Geist seines Sohnes aus, der schreit: „Abba!“, Vater!
7Somit bist du nicht mehr Sklave, sondern Sohn; wenn aber Sohn, [dann] auch Erbe Gottes durch Christus1.
8Doch damals freilich, als ihr Gott nicht [wirklich] kanntet, tatet ihr Sklavendienst denen, die von Natur ‹d. h.: ihrer natürlichen Wesensart nach› nicht Götter sind.
9Jetzt aber, nachdem ihr Gott [er]kannt habt, vielmehr, von Gott [er]kannt worden seid, wie kehrt ihr wieder um zu den schwachen und ärmlichen elementaren [Dingen], denen ihr aufs Neue wieder Sklavendienst tun wollt?
10 Ihr beobachtet Tage und Monde ‹, [Feste der] Monatsanfänge,› und [festgesetzte] Zeitpunkte und Jahre.
11 Ich fürchte um euch, dass ich vielleicht vergebens mich für euch abgemüht habe.
12 Werdet wie ich, weil auch ich wie ihr [wurde]. Ich bitte euch [inständig], Brüder!, ihr tatet mir kein Unrecht.
13 Ihr wisst, dass ich beim ersten Mal in Schwachheit des Fleisches euch [die] gute Botschaft verkündigte.
14 Und meine Prüfung ‹und Versuchung›2 in meinem Fleisch verachtetet ihr nicht, noch verabscheutet ihr [mich], sondern wie einen Boten ‹, einen Engel,› Gottes nahmt ihr mich auf, wie [den] Gesalbten Jesus.
15 Was war also3 eure Seligkeit? Ich gebe euch nämlich Zeugnis, dass ihr, wenn möglich, eure Augen ausgerissen und mir gegeben hättet.
16 Bin ich mit dem, dass ich euch die Wahrheit sage, euer Feind geworden?
17 Sie4 eifern um euch ‹o.: umwerben euch› nicht im Edlen, sondern sie wollen euch ausschließen, damit ihr um sie eifert ‹und werbt›.
18 [Es ist] edel, in einer edlen Sache allezeit mit Eifer umworben zu werden, und nicht nur während meiner Anwesenheit bei euch.
19 Meine Kindchen, um die ich wieder Geburtsschmerzen habe, bis Christus in euch Gestalt gewinnt:
20 Ich wünschte, jetzt bei euch anwesend zu sein und meine Stimme zu wandeln, weil ich um euch in Verlegenheit ‹und in Ratlosigkeit› bin.
21 Sagt mir, ihr, die ihr unter Gesetz sein wollt: Hört ihr das Gesetz nicht?
22 Denn es ist geschrieben, dass Abraham zwei Söhne bekam5, einen von der Dienstmagd, und einen von der Freien.
23 Doch der von der Dienstmagd war nach [dem] Fleisch ‹gezeugt und› geboren, aber der von der Freien durch die ‹o.: über die; via› Verheißung;
24 was bildlich ‹o.: allegorisch› gesprochen6 ist. Denn diese [Frauen] sind zwei Bündnisse: Der eine [Bund ist] der vom Berg Sinai, zur Sklaverei gebärend, welcher [die] Hagar ist.
25 Hagar ist nämlich der Berg Sinai in Arabien, und sie entspricht dem jetzigen Jerusalem, sie tut Sklavendienst ‹, lebt in Sklaverei,› mit ihren Kindern.
26 Das Jerusalem oben ist aber frei, welches unser aller Mutter ist7,
27 denn es ist geschrieben: „Sei fröhlich, Unfruchtbare, die nicht Gebärende. Brich in Jubel aus und rufe, die keine Geburtsschmerzen Habende!, denn die Kinder der Einsamen sind zahlreicher als jener, die den Mann hat.“ (Jes 54,1)
28 Aber wir, Brüder, sind8 – wie Isaak – Kinder der Verheißung.
29 Doch wie damals der nach [dem] Fleisch Geborene den nach [dem] Geist [Geborenen] verfolgte ‹eig.: jagte›, so auch jetzt.
30 Doch was sagt die Schrift? „Tue hinaus die Dienstmagd und ihren Sohn, denn keinesfalls darf der Sohn der Dienstmagd mit dem Sohn der Freien erben!“ (1Mo 21,10)
31 So denn, Brüder, sind wir nicht Kinder einer Dienstmagd, sondern der Freien.
Fußnoten
- 1 4,7 NA: auch Erbe durch Gott
- 2 4,14 NA: eure Prüfung
- 3 4,15 NA: Wo ist nun
- 4 4,17 gemeint sind die judaistischen Gegner des Apostels.
- 5 4,22 ingressiver Aorist
- 6 4,24 alleegorein, allegorisch sprechen, wörtl.: anders reden; nur hier belegt
- 7 4,26 NA: welche unsere Mutter ist
- 8 4,28 NA: Aber ihr, Brüder, seid