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Neues Testament

2. Korinther Kapitel 4

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Deshalb, da wir diesen Dienst haben, so wie uns Barmherzigkeit widerfahren ist, werden wir nicht müde,
2sondern wir entsagten den schändlichen Heimlichkeiten1, wandelten nicht in Verschlagenheit ‹o.: Arglist; übler Schlauheit›, noch verfälschten wir das Wort Gottes, sondern durch das Offenbarmachen der Wahrheit empfahlen wir uns selbst jedem Gewissen [der] Menschen vor Gott.
3Wenn nun unser Evangelium auch verhüllt ist, ist es verhüllt unter denen, die umkommen,
4in denen der Gott dieses Äons die Gedanken der Ungläubigen verblendete, damit ihnen nicht aufleuchtet das erstrahlende [Licht] des Evangeliums von der Herrlichkeit des Gesalbten, der Bild2 Gottes ist.
5Wir verkünden nämlich nicht uns selbst, sondern [den] Gesalbten, Jesus, [als] Herrn, uns selbst aber [als] eure Sklaven, Jesu wegen,
6da Gott, der aus Finsternis Licht aufleuchten hieß, [es ist], der in unseren Herzen3 aufleuchtete ‹o.: einen Schein gab›, um erstrahlen zu lassen die [Er]­kenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu, [des] Gesalbten.
7Wir haben aber diesen Schatz in tönernen Gefäßen, damit die überragende Kraft4 sei Gottes und nicht aus uns:
8in allem bedrängt werdend, doch nicht ‹eingeengt und› erdrückt werdend, ratlos ‹o.: in Zweifel seiend; scheinbar ausweglos›, doch nicht verzagend ‹o.: nicht ohne Ausweg›,
9verfolgt ‹eig.: gejagt› werdend, doch nicht verlassen werdend, niedergeworfen werdend, doch nicht umkommend,
10 allezeit das Sterben des Herrn,5 Jesu, im Leibe umhertragend, damit auch das Leben Jesu in unserem Leib offenbart werde.
11 Denn immerfort werden wir, die wir leben, in den Tod dahingegeben, Jesu wegen, damit auch das Leben Jesu in unserem sterblichen Fleisch offenbart werde.
12 So ist denn der Tod wirksam in uns, aber das Leben in euch.
13 Da wir aber denselben Geist des Glaubens haben gemäß dem Geschriebenen: „Ich glaube, darum rede ich6.“ (Ps 116,10) –, glauben auch wir. Darum reden wir auch,
14 wissen wir doch, dass der, der den Herrn, Jesus, [auf]­erweckte, durch Jesus7 auch uns [auf]­erwecken und zusammen mit euch darstellen wird.
15 Alles nämlich euretwegen, damit die Gnade, überreich geworden durch die Mehrheit, Danksagung überströmen lasse zu Gottes Herrlichkeit ‹und Verherrlichung›.
16 Deshalb werden wir nicht müde, sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, wird doch der innere Tag für Tag erneuert;
17 denn das gegenwärtige Leichte unserer Bedrängnis8 erwirkt für uns im Übermaß ein ins Übermaß [steigendes] ewiges9 Gewicht an Herrlichkeit,
18 wobei wir nicht auf das Sichtbare achten, sondern auf das Unsichtbare; denn das Sichtbare [ist] für eine [bestimmte] Zeitfrist10, das Unsichtbare aber ewig ‹, äonisch›,

Fußnoten

  1. 1 4,2 wörtl.: dem Heimlichen (bzw. Verborgenen) der Schande; genitivus qualitatis
  2. 2 4,4 im Griech. ohne Artikel
  3. 3 4,6 im Griech. Dativ der Ortsbezeichnung
  4. 4 4,7 wörtl.: das Überragendsein der Kraft; genitivus qualitatis
  5. 5 4,10 NA: ohne des Herrn
  6. 6 4,13 glaube … rede: zweimal gnomischer Aorist mit präsentischer, zeitloser Bed.
  7. 7 4,14 NA: mit Jesus
  8. 8 4,17 d. h.: unsere gegenwärtige geringfügige Bedrängnis; genitivus qualitatis
  9. 9 4,17 aioonios; äonisches; ebenso V. 18
  10. 10 4,18 proskairos