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Neues Testament

Hebräer Kapitel 7

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Denn dieser Melchisedek, König von Salem, Priester Gottes, des Höchsten, – der Abraham entgegenging, als dieser vom Schlagen der Könige zurückkehrte, und ihn segnete,
2dem Abraham auch ein Zehntel von allem zuteilte, [ist] zunächst, wenn man übersetzt, König der Gerechtigkeit, dann aber auch König von Salem, das ist: König des Friedens,
3vaterlos, mutterlos, nicht in einem Abstammungsregister verzeichnet1, nicht Anfang von Tagen noch ein Ende des Lebens habend, aber dem Sohn Gottes verglichen, – bleibt Priester für immer.
4Schaut nun, wie groß dieser [war], dem Abraham, der Stammvater, sogar [den] Zehnten der Beute gab:
5Und zwar haben die von den Söhnen Levis, die die Priesterschaft empfangen, ein Gebot, nach dem Gesetz [den] Zehnten vom Volk zu nehmen, das ist, von ihren Brüdern, obschon sie aus der Lende Abrahams hervorgegangen sind;
6aber der nicht von ihnen Abstammende hat von Abraham den Zehnten genommen, und er hat den, der die Verheißungen hatte, gesegnet.
7Aber ohne jede Widerrede wird das Geringere von dem Besseren gesegnet.
8Und hier empfangen Menschen, die hinsterben, [die] Zehnten, dort aber einer, dem bezeugt wird, dass er lebt.
9Und es wurde sozusagen über Abraham auch von Levi, der [die] Zehnten empfängt, [der] Zehnte genommen,
10 denn er war bereits in der Lende des Vaters, als Melchisedek ihm entgegenging.
11 Wenn also tatsächlich die Vollendung durch das levitische Priestertum2 käme – denn in Verbindung mit demselben3 hatte das Volk das Gesetz empfangen –, welche Notwendigkeit [hätte] noch [bestanden], einen anderen als Priester aufstehen zu lassen nach der Ordnung Melchisedeks, anstatt [einen] nach der Ordnung Aarons zu ernennen?
12 Wenn nämlich das Priestertum geändert wird, dann geschieht notwendigerweise auch eine Änderung ‹o.: Beseitigung› des Gesetzes.
13 Der nämlich, auf den hin dieses gesagt wird, gehört zu einem anderen Stamm, von dem keiner den Altar bedient hat.
14 Denn es ist offensichtlich, dass unser Herr aus Juda hervorgegangen ‹eig.: aufgegangen› ist, in Bezug auf welchen Stamm Mose nichts über ein Priestertum4 geredet hat.
15 Und noch weit offenkundiger ist es, wenn nach der gleichen [Art wie] Melchisedek ein anderer Priester aufsteht,
16 der es nicht nach [dem] Gesetz eines fleischlichen Gebots geworden ist, sondern nach [der] Kraft unauflöslichen Lebens.
17 Denn er bezeugt: „Du [bist] Priester in den Äon ‹, in Ewigkeit›, nach der Ordnung Melchisedeks“. (Ps 110,4)
18 Denn es geschieht einerseits ein Aufheben ‹und Beiseitesetzen› [des] vorausgehenden Gebotes, seiner Schwachheit und Unnützlichkeit wegen,
19 – denn das Gesetz brachte nichts zur Vollkommenheit ‹und Vollendung› –, andererseits eine Einführung einer besseren Hoffnung, durch die wir Gott nahen5.
20 Und insofern [dies] nicht ohne Eidschwur [geschah] – denn die sind ohne Eidschwur Priester geworden,
21 er aber mit einem Eidschwur durch den, der zu ihm sagt: „Der Herr hat geschworen, und es wird ihn nicht gereuen: Du [bist] Priester in den Äon ‹, in Ewigkeit›, nach der Ordnung Melchisedeks6“ –,
22 dementsprechend ist Jesus Bürge eines besseren Bundes geworden.
23 Und sie sind viele, die Priester geworden sind, da sie durch den Tod gehindert waren zu bleiben,
24 er aber hat, da er in den Äon ‹, in Ewigkeit,› bleibt, das Priestertum als ein unveränderliches ‹und unübertragbares›,
25 weshalb er auch bis aufs Völligste ‹o.: endgültig; o.: bis zur Vollendung› zu retten vermag die, die durch ihn zu Gott hinzutreten, da er allzeit lebt, um sich für sie zu verwenden.
26 Denn ein solcher Hoherpriester ziemte sich für uns ‹o.: passte für uns; o.: war angemessen für uns›: rein ‹und gottergeben›, frei von Übel, unbefleckt, geschieden von den Sündern und höher als die Himmel geworden,
27 der es nicht nötig hat, täglich, wie die Hohenpriester, zuerst wegen7 der eigenen Sünden Opfer darzubringen, sodann für die des Volkes, denn dieses tat er ein für alle Mal, als ‹o.: indem› er sich selbst darbrachte.
28 Denn das Gesetz setzt Menschen als Hohepriester ein, die Schwachheit haben, aber das Wort der Eidesleistung, das nach dem Gesetz [folgte], [den] Sohn, vollendet ‹, zur Vollendung gekommen,› in den Äon ‹, in Ewigkeit›.

Fußnoten

  1. 1 7,3 von genealogein, in einem Geschlechtsregister verzeichnen, die Abstammung angeben
  2. 2 7,11 o.: im Zusammenhang mit dem levitischen Priestertum; auf dem Wege des levitischen Priestertums; dia
  3. 3 7,11 wörtl.: auf dasselbe hin
  4. 4 7,14 NA: über Priester
  5. 5 7,19 o.: im Zusammenhang mit welcher wir in Gottes Nähe treten; dia
  6. 6 7,21 NA: ohne nach der Ordnung Melchisedeks
  7. 7 7,27 hyper