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Neues Testament

Hebräer Kapitel 8

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Hauptsache ‹o.: Gesamtergebnis; o.: Hauptgedanke›1 von dem [hier] Gesagten: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der sich gesetzt hat zu[r] Rechten des Thrones der Majestät in den Himmeln,
2einen Dienstleistenden2 des Heiligen ‹eig.: der heiligen [Bereiche]› und des wahrhaftigen Zeltes, das der Herr aufstellte und nicht ein Mensch.
3Denn jeder Hohepriester wird eingesetzt, um Gaben und Opfer darzubringen, weshalb es notwendig ist, dass auch dieser etwas darzubringen habe.
4Denn in der Tat, wenn er auf der Erde wäre, wäre er nicht Priester, weil es [da] die Priester gibt, die nach dem Gesetz die Gaben darbringen,
5welche [in der bildhaften] Darstellung und [in dem] Schatten der himmlischen [Dinge] den [ihnen aufgetragenen] Dienst tun, entsprechend der Weisung, die Mose erhielt, als er im Begriff war, das Zelt zu vollenden, denn: „Sieh zu“, sagt er, „dass du alles machst nach dem dir auf dem Berg gezeigten [Muster]­bild ‹o.: Abbild; o.: Urbild›.“ (2Mo 25,40)
6Jetzt hat er aber einen viel vorzüglicheren [heiligen] Dienst3 erlangt, insofern er auch Mittler eines besseren Bundes ist, welcher auf Grund besserer Verheißungen verordnet ist.
7Wenn nämlich jener, der erste, tadellos wäre, würde nicht Raum für einen zweiten gesucht;
8denn tadelnd sagt er zu ihnen: „Siehe!, Tage kommen, sagt [der] Herr, da werde ich für das Haus Israel und für das Haus Juda einen neuen Bund abschließen,
9nicht dem Bund entsprechend, den ich [mit] ihren Vätern machte, an dem Tag, als ich sie bei der Hand fasste, um sie aus [dem] Land Ägypten zu führen, weil sie nicht in meinem Bund blieben, und ich achtete ihrer nicht ‹, kümmerte mich nicht um sie›, sagt [der] Herr.
10 Denn dieser [ist] der Bund, mit dem ich mich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen verbünden werde, sagt [der] Herr: Ich werde meine Gesetze in ihr Denken geben, und auf ihre Herzen werde ich sie schreiben. Und ich werde ihnen zu[m] Gott sein, und sie werden mir zu[m] Volk sein.
11 Und es wird keiner seinen Mitbürger lehren und keiner seinen Bruder, indem er sagt: ‘Erkenne den Herrn!’, da mich alle [wirklich] kennen werden, von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Größten4,
12 da ich ihren Ungerechtigkeiten gnädig sein werde, und ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten5 gedenke ich nicht mehr.“ (Jer 31,31–34)
13 Indem er sagt: einen „neuen“, hat er den ersten alt gemacht. Aber das alt und altersschwach Werdende ist [dem] Verschwinden nahe.

Fußnoten

  1. 1 8,1 kephalaion, vom Verb kephalaioun, zusammenfassen; summieren
  2. 2 8,2 leitourgos, Diener in göttlichen Belangen
  3. 3 8,6 leitourgia; ebenso 9,21
  4. 4 8,11 wörtl.: Kleinen bzw. Großen; hier für Superlativ
  5. 5 8,12 NA: ohne und ihrer Gesetzlosigkeiten