Neues Testament
Hebräer Kapitel 2
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Deswegen haben wir umso mehr auf das zu achten, das wir gehört haben, damit wir nicht etwa [am Ziel] vorbeitreiben ‹wörtl.: vorbeifließen›,
2denn wenn das durch ‹o.: im Beisein von; o.: über›1 Boten geredete Wort festgemacht ‹und bestätigt› wurde und jede Übertretung und [jedes] Nichtgehorchen gerechte Vergeltung empfing,
3wie werden wir entfliehen, wenn wir eine derart große Rettung missachten? – welche [ihren] Anfang nahm, geredet zu werden durch den Herrn, und [im Weitergeben] an uns festgemacht ‹und bestätigt› wurde von denen, die es gehört hatten,
4wobei Gott zusammen mit [ihnen] Zeugnis gab mit Zeichen und Wundern und verschiedenartigen2 Kraftwirkungen und Austeilungen [des] Heiligen Geistes nach seinem Willen.
5Denn nicht [Himmels]boten unterordnete er das bevorstehende Weltreich3, von dem wir reden.
6Es bezeugte nun irgendwo jemand nachdrücklich: „Was ist [der] Mensch, dass du seiner gedenkst, oder [der] Sohn [des] Menschen, dass du nach ihm schaust ‹und dich um ihn kümmerst›?
7Du ließest ihn ein wenig geringer sein als [die] [Himmels]boten4. Mit Herrlichkeit und Ehre kröntest ‹eig.: kränztest› du ihn, und du setztest ihn über die Werke deiner Hände.5
8Alles unterordnetest du [ihm] unter seine Füße“ (Ps 8,5–7 LXX). Denn indem er ihm alles unterordnete, ließ er nichts nicht-untergeordnet. Jetzt aber sehen wir noch nicht ihm alles untergeordnet.
9Wir sehen aber Jesus, den ein wenig geringer als [die] [Himmels]boten Seienden, wegen des Todesleidens mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt; er sollte ja durch [die] Gnade Gottes für jeden6 [den] Tod schmecken.
10 Denn es geziemte sich für den, um dessentwillen alle [Dinge] sind und durch den alle [Dinge] sind, den Urheber ihres Heils ‹, den Anführenden zu ihrem Heil›7, [den] der viele Söhne zu[r] Herrlichkeit führte ‹und führt›8, durch9 Leiden zum Ziel zu bringen ‹o.: zur Vollendung zu bringen›.
11 Denn sowohl der, der heiligt,10 als auch die, die geheiligt werden,11 [sind] alle von einem, aus welchem Grunde er sich nicht schämt, sie Brüder zu nennen,
12 wenn er sagt: „Ich werde von deinem Namen [lobend] Bericht geben meinen Brüdern. Inmitten der Gemeinde werde ich dir lobsingen“ (Ps 22,23);
13 und wieder: „Ich werde ein auf ihn Vertrauender sein“; und wieder: „Siehe!, ich und die Kinder, die Gott mir gab.“ (Jes 8,17.18)
14 Da nun ‘die Kinder’ teilhaben an Fleisch und Blut, hat auch er in gleicher [und uns nahe kommender] Weise an denselben Anteil gehabt, damit er durch den Tod den zunichte machte ‹o.: außer Wirksamkeit setzte›, der die Macht des Todes ‹d. h.: die Macht über den Tod›12 hatte, das ist, den Teufel,
15 und alle diejenigen befreite, so viele [in] Todesfurcht das ganze Leben hindurch [der] Sklaverei verfallen waren.
16 Denn sicherlich nicht [die Himmels]boten nimmt er an sich13, sondern [den] ‘Samen Abrahams’ nimmt er an sich,
17 weswegen es notwendig war14, in allem den Brüdern gleichgemacht zu werden, damit er barmherzig und ein treuer Hoherpriester würde in den [Dingen], die Gott betreffen, um die Sünden des Volkes zu sühnen,
18 denn insofern ‹und worin› er selbst als Geprüfter ‹und Versuchter› gelitten hat, kann er denen helfen, die geprüft ‹und versucht› werden.
2denn wenn das durch ‹o.: im Beisein von; o.: über›1 Boten geredete Wort festgemacht ‹und bestätigt› wurde und jede Übertretung und [jedes] Nichtgehorchen gerechte Vergeltung empfing,
3wie werden wir entfliehen, wenn wir eine derart große Rettung missachten? – welche [ihren] Anfang nahm, geredet zu werden durch den Herrn, und [im Weitergeben] an uns festgemacht ‹und bestätigt› wurde von denen, die es gehört hatten,
4wobei Gott zusammen mit [ihnen] Zeugnis gab mit Zeichen und Wundern und verschiedenartigen2 Kraftwirkungen und Austeilungen [des] Heiligen Geistes nach seinem Willen.
5Denn nicht [Himmels]boten unterordnete er das bevorstehende Weltreich3, von dem wir reden.
6Es bezeugte nun irgendwo jemand nachdrücklich: „Was ist [der] Mensch, dass du seiner gedenkst, oder [der] Sohn [des] Menschen, dass du nach ihm schaust ‹und dich um ihn kümmerst›?
7Du ließest ihn ein wenig geringer sein als [die] [Himmels]boten4. Mit Herrlichkeit und Ehre kröntest ‹eig.: kränztest› du ihn, und du setztest ihn über die Werke deiner Hände.5
8Alles unterordnetest du [ihm] unter seine Füße“ (Ps 8,5–7 LXX). Denn indem er ihm alles unterordnete, ließ er nichts nicht-untergeordnet. Jetzt aber sehen wir noch nicht ihm alles untergeordnet.
9Wir sehen aber Jesus, den ein wenig geringer als [die] [Himmels]boten Seienden, wegen des Todesleidens mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt; er sollte ja durch [die] Gnade Gottes für jeden6 [den] Tod schmecken.
10 Denn es geziemte sich für den, um dessentwillen alle [Dinge] sind und durch den alle [Dinge] sind, den Urheber ihres Heils ‹, den Anführenden zu ihrem Heil›7, [den] der viele Söhne zu[r] Herrlichkeit führte ‹und führt›8, durch9 Leiden zum Ziel zu bringen ‹o.: zur Vollendung zu bringen›.
11 Denn sowohl der, der heiligt,10 als auch die, die geheiligt werden,11 [sind] alle von einem, aus welchem Grunde er sich nicht schämt, sie Brüder zu nennen,
12 wenn er sagt: „Ich werde von deinem Namen [lobend] Bericht geben meinen Brüdern. Inmitten der Gemeinde werde ich dir lobsingen“ (Ps 22,23);
13 und wieder: „Ich werde ein auf ihn Vertrauender sein“; und wieder: „Siehe!, ich und die Kinder, die Gott mir gab.“ (Jes 8,17.18)
14 Da nun ‘die Kinder’ teilhaben an Fleisch und Blut, hat auch er in gleicher [und uns nahe kommender] Weise an denselben Anteil gehabt, damit er durch den Tod den zunichte machte ‹o.: außer Wirksamkeit setzte›, der die Macht des Todes ‹d. h.: die Macht über den Tod›12 hatte, das ist, den Teufel,
15 und alle diejenigen befreite, so viele [in] Todesfurcht das ganze Leben hindurch [der] Sklaverei verfallen waren.
16 Denn sicherlich nicht [die Himmels]boten nimmt er an sich13, sondern [den] ‘Samen Abrahams’ nimmt er an sich,
17 weswegen es notwendig war14, in allem den Brüdern gleichgemacht zu werden, damit er barmherzig und ein treuer Hoherpriester würde in den [Dingen], die Gott betreffen, um die Sünden des Volkes zu sühnen,
18 denn insofern ‹und worin› er selbst als Geprüfter ‹und Versuchter› gelitten hat, kann er denen helfen, die geprüft ‹und versucht› werden.
Fußnoten
- 1 2,2 dia: durch; über; mittels; in Verbindung mit; im Zusammenhang mit; dia kann den begleitenden Umstand angeben
- 2 2,4 eig.: vielfarbigen
- 3 2,5 oikoumenee; s. zu 1,6
- 4 2,7 Der Mas. Text hat in Ps 8,6 „geringer sein als Gott (eig.: als Elohim; als die Mächtigen)“; das Wort „Elohim“ („die „Mächtigen“) kann auf Engel (d. h.: Himmelsboten) bezogen sein (Ps 97,7; 138,1).
- 5 2,7 so die Mehrheit der Hss inkl. t. r.; NA: ohne „und du setztest ihn über die Werke deiner Hände“
- 6 2,9 o.: zugunsten eines jeden; hyper pantos
- 7 2,10 Genitiv der Richtung
- 8 2,10 komplexiver Aorist
- 9 2,10 o.: mittels; o.: in Verbindung mit; dia
- 10 2,11 Partizip Präsens substantiviert: der Heiligende
- 11 2,11 Partizip Präsens substantiviert: die Geheiligtwerdenden
- 12 2,14 genitivus obiectivus
- 13 2,16 epilambanomai bed.: fassen; anpacken; an sich nehmen; etwas erfassen, um es sich anzueignen (s. W. Bauer)
- 14 2,17 eig.: weswegen er es schuldete