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Neues Testament

Hebräer Kapitel 3

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Deswegen, heilige Brüder, Teilhabende an einem himmlischen Gerufensein ‹o.: an einem himmlischen Stande›, betrachtet den Gesandten ‹o.: den Apostel› und Hohenpriester unseres Bekenntnisses, Jesus, [den] Gesalbten1,
2der treu ist dem, der ihn [dazu] machte, wie auch Mose in seinem ganzen Hause [treu war].
3Denn dieser ist größerer Herrlichkeit gewürdigt als Mose, insofern größere Ehre als das Haus der hat, der es errichtete.
4Jedes Haus wird ja von jemandem errichtet. Der aber alle [Dinge] errichtet hat, ist Gott.
5Und Mose [war] treu in seinem ganzen Haus als Bediener, zu[m] Zeugnis der [Dinge], die [noch] geredet werden sollten,
6aber Christus als Sohn über seinem Haus, dessen Haus wir sind, wenn wir nur die Freimütigkeit und das [von uns] Gerühmte2, [nämlich] die Hoffnung,3 als eine feste ‹und bestätigte› bis zu[m] Ende4 festhalten.
7Darum, wie der Heilige Geist sagt: „Heute, wenn ihr seine Stimme hört,
8verhärtet nicht eure Herzen, wie [es] bei dem Herausfordern ‹und Auflehnen› am Tag der Prüfung ‹und Versuchung› in der Wüste [geschah],
9wo eure Väter mich prüften ‹und versuchten›, mich auf die Probe stellten, und dabei sahen sie meine Taten ‹und Werke› vierzig Jahre!
10 Darum war ich entrüstet über jenes Geschlecht ‹, über jene Generation,› und sagte: ‘Immerzu werden sie im Herzen irregeführt ‹o.: lassen sie sich irreführen›; und sie, ihrerseits, haben meine Wege nicht erkannt ‹und erkennen sie nicht›5.
11 So schwor ich in meinem Zorn: nicht werden sie in meine Ruhe eingehen!’“ (Ps 95,7–11)6
12 Seht zu, Brüder, dass nicht etwa in jemandem von euch sein wird ein böses Herz des Unglaubens in dem Abfallen ‹eig.: im Wegtreten; im sich Entfernen› von [dem] lebenden Gott,
13 sondern ruft einander bittend auf ‹, sprecht einander bittend zu›, jeden Tag, solange es „Heute“ heißt, damit nicht jemand von euch verhärtet werde durch Betrug der Sünde.
14 Denn wir sind Teilhabende am Gesalbten7 geworden ‹und sind es›8, wenn wir nur die anfängliche [sichere] Grundlage ‹, die feste Grundlage, die wir am Anfang hatten,›9 als eine feste ‹und bestätigte› bis zu[m] Ende festhalten.
15 Während gesagt wird: „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet nicht eure Herzen, wie [es] bei dem Herausfordern ‹o.: beim Auflehnen› [geschah]“.
16 Denn es forderten [ihn] welche heraus ‹o.: es erbitterten ihn welche›, nachdem sie [seine Stimme] gehört hatten, jedoch nicht alle, die unter Mose aus Ägypten herauskamen.10
17 Über welche war er entrüstet vierzig Jahre? [War es] nicht über die, die sündigten, deren Leichname in der Wüste fielen?
18 Welchen aber schwor er, sie würden nicht in seine Ruhe eingehen, wenn nicht den [im Unglauben] Ungehorsamen11?
19 Und wir sehen, dass sie nicht imstande waren, einzugehen – wegen des Unglaubens.

Fußnoten

  1. 1 3,1 NA: ohne [den] Gesalbten
  2. 2 3,6 to kaucheema, der Gegenstand des Rühmens
  3. 3 3,6 genitivus epexegeticus bzw. explicativus
  4. 4 3,6 NA: ohne bis zu[m] Ende
  5. 5 3,10 Perfekt resultativ, das Ergebnis der Handlung anzeigend
  6. 6 3,11 eig.: „Wenn sie in meine Ruhe eingehen werden!“ D. i. eine Schwurformel mit der Bed.: Sie werden mit großer Sicherheit nicht in meine Ruhe eingehen!
  7. 7 3,14 wörtl.: Teilhabende des Gesalbten; Christusteilhaber; genitivus obiectivus; ebenso 3,1; 6,4
  8. 8 3,14 Perfekt resultativ, das Ergebnis der Handlung anzeigend
  9. 9 3,14 wörtl.: den Anfang der sicheren Grundlage (bzw. des festen Fundaments); genitivus explicativus bzw. epexegeticus
  10. 10 3,16 So der Mehrheitstext. NA bildet in V. 16 zwei Fragesätze.
  11. 11 3,18 apeithein bed.: „im Unglauben ungehorsam sein“; der Ungehorsam besteht im Unglauben