Zum Inhalt springen

Neues Testament

Hebräer Kapitel 4

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Fürchten wir uns also, dass nicht etwa, während [die] Verheißung, in seine Ruhe einzugehen, [noch] ausständig ist, sich bei jemandem von euch herausstellt, dass er zurückgeblieben ist ‹o.: dass nicht etwa jemand von euch dafür gelten muss, [das Eingehen] verfehlt zu haben›!
2Denn auch uns ist gute Botschaft verkündigt worden gleichwie jenen; doch das gehörte Wort nützte jenen nicht, da es bei den Hörenden nicht mit dem Glauben vermengt war.
3Denn wir gehen in die Ruhe ein, [wir,] die glaubten1 ‹o.. die zum Glauben Gekommenen›; so wie er gesagt hat: „So schwor ich in meinem Zorn: nicht werden sie in meine Ruhe eingehen!“ (Ps 95,11) – obschon mit Gründung [der] Welt ‹und von Gründung [der] Welt an› [seine] Werke [fertig] waren;
4denn er hat irgendwo vom siebten [Tag] so gesagt: „Und Gott ruhte am siebten Tag ‹und ließ ab› von allen seinen Werken“ (1Mo 2,2),
5und an dieser [Stelle] wiederum: „nicht werden sie in meine Ruhe eingehen!“ –
6Da es also für etliche übrig bleibt ‹o.: ausständig bleibt›, in sie einzugehen, und die, denen vorher gute Botschaft verkündigt wurde, [des] ‹Unglaubens und› Ungehorsams2 wegen nicht eingingen,
7setzt er wieder einen gewissen Tag fest, ein „Heute“, wenn er nach einer solch langen Zeit in ‹und durch› David sagt, so wie es gesagt ist: „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet nicht eure Herzen“. (Ps 95,7.8)
8Denn wenn Josua sie zur Ruhe gebracht hätte, hätte er nicht von einem anderen Tag danach geredet.
9Dann bleibt dem Volk Gottes [also] eine Sabbatruhe übrig ‹o.: ausständig›;
10 denn der, der in seine Ruhe einging, auch er kam zur Ruhe von seinen Werken, gleichwie Gott von [seinen] eigenen.
11 Lasst uns also Fleiß aufwenden, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand nach demselben Beispiel des ‹Unglaubens und› Ungehorsams falle.
12 Lebend [ist] nämlich das Wort Gottes und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und hindurchgehend bis zur Teilung ‹und Bloßlegung› sowohl3 [der] Seele als auch [des] Geistes, sowohl [der] Gelenke als auch [des] Markes4, und beurteilend Erwägungen und Vorstellungen ‹o.: Denkweisen›5 des Herzens.
13 Und es ist keine Schöpfung vor ihm unsichtbar, alles aber [ist] bloß ‹eig.: mit entblößtem Hals› und aufgedeckt für seine Augen; ihm [schulden] wir Rede [und Antwort] ‹o.: Rechenschaft›.
14 Da wir also einen großen Hohenpriester haben, der durch die Himmel geschritten ist, Jesus, den Sohn Gottes, lasst uns das Bekenntnis festhalten!,
15 denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitgefühl haben könnte mit unseren Schwachheiten; er ist einer, der in allem versucht ‹und geprüft› worden ist, auf gleiche Weise, ohne Sünde.
16 Lasst uns also mit Freimütigkeit hinzutreten6 zu dem Thron der Gnade!, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden für rechtzeitige Hilfe.

Fußnoten

  1. 1 4,3 Partizip Aorist komplexiv o. ingressiv
  2. 2 4,6 o.: des Ungehorsams im Unglauben; apeitheia; Ungehorsam, der im Unglauben besteht
  3. 3 4,12 NA: ohne das erste sowohl
  4. 4 4,12 im Griech. Mehrzahl
  5. 5 4,12 ennoia nur noch in 1Petr 4,1
  6. 6 4,16 Imperativ Präsens durativ o. iterativ