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Neues Testament

1. Korinther Kapitel 14

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Jagt [stets] der Liebe nach! Seid eifrig [bemüht]1 um die Geistlichen ‹o.: die geistlichen [Dinge o. Wirkungen]›, am meisten aber, dass ihr prophezeit ‹, prophetisch redet›!,
2denn der [in] einer Sprache Redende redet nicht [zu]2 Menschen, sondern [zu] Gott, denn niemand versteht3 [es]. Durch [den] Geist ‹o.: kraft [des] Geistes; mittels [des] Geistes› redet er Geheimnisse.
3Aber der Prophezeiende ‹, der prophetisch Redende,› redet [zu]4 Menschen: [Auf]­bau und Ermutigung und tröstlichen Zuspruch.
4Der [in] einer Sprache Redende baut sich selbst ‹o.: baut sich selbst [auf]›, aber der Prophezeiende ‹, der prophetisch Redende,› baut [die] Gemeinde ‹o.: baut [die] Gemeinde [auf]›.
5Ich will, dass ihr alle [in] Sprachen redet, aber mehr, dass ihr prophezeit ‹, prophetisch redet›, denn5 der Prophezeiende ‹, der prophetisch Redende,› ist größer als der [in] Sprachen Redende, es sei denn, er ‹o.: man› übersetzt [es], damit die Gemeinde [Auf]­bau empfange.
6Jetzt, Brüder, wenn ich zu euch komme, [in] Sprachen redend, was würde ich euch nützen, wenn ich nicht zu euch redete in Enthüllung oder in [Er]­kenntnis oder in Prophetie oder in Lehre?
7So auch Lebloses ‹, Unbeseeltes›, das einen Laut [von sich] gibt, sei es Flöte oder Harfe: wenn ich den Tönen keinen Unterschied gebe, wie soll das, was geflötet oder geharft wird, [er]­kannt werden?
8Oder wenn eine Posaune einen undeutlichen Ton gibt, wer wird sich zum Krieg rüsten?
9So auch ihr, wenn ihr mit der Sprache nicht eine verständliche Rede gebt, wie soll das Geredete [er]­kannt werden? Ihr werdet nämlich in die Luft Redende sein.
10 Es mag wohl viele Arten von Lauten in der Welt geben, und keiner von ihnen6 ist ohne [eigenen] Ton ‹, tonlos›.
11 Wenn ich also nicht um die [Aussage]­kraft ‹und Bedeutung› des Lautes weiß, werde ich dem Redenden ein Barbar ‹, ein Fremder,› sein, und der Redende [ist] für mich ein Barbar ‹, ein Fremder›.
12 So auch ihr, da ihr um Geister ‹d. h.: um Geistwirkungen› eifrig [bemüht] seid, seid zum [Auf]­bau der Gemeinde eifrig, sodass ihr überreich seid.
13 Deshalb soll der [in] einer Sprache Redende beten, dass er [auch] übersetzen könne.
14 Denn wenn ich mittels einer Sprache bete, betet mein Geist, aber mein Denksinn ist fruchtlos ‹, ohne Frucht; keine Frucht bewirkend›.
15 Wie ist es also? Ich will beten mit dem Geist ‹o.: durch den Geist; kraft des Geistes; mittels des Geistes›. Ich will aber auch beten mit dem Denksinn ‹, kraft des Denksinnes›. Ich will singspielen7 mit dem Geist ‹d. h.: mit Worten, die unter Geistwirkung vorgebracht sind›. Ich will aber auch lobsingen mit dem Denksinn ‹, mit durch den Denksinn hervorgebrachten Worten›.
16 Wie sonst soll, wenn du mittels [des] Geistes ‹o.: kraft [des] Geistes› lobst, der die Stelle des Unkundigen Einnehmende das Amen sagen auf deine Danksagung hin, da er nicht weiß, was du sagst?
17 Du magst zwar in edler ‹und vortrefflicher› Weise danken, doch der andere wird nicht gebaut ‹o.: [auf]gebaut›.
18 Ich danke meinem8 Gott, dass ich mehr [in] Sprachen rede als ihr alle.
19 Aber in [der Versammlung der] Gemeinde will ich [lieber] fünf Worte mit meinem Denksinn reden, damit ich auch andere unterweise, als Zehntausende Worte in [einer] Sprache.
20 Brüder, werdet nicht Kinder an Einsicht, sondern an Bosheit seid unmündig, an Einsicht aber werdet Reife ‹, Erwachsene›9.
21 Im Gesetz ist geschrieben: „In fremden Sprachen und mit fremden Lippen10 werde ich [zu] diesem Volk reden; und selbst so werden sie nicht auf mich hören, sagt [der] Herr.“ (Jes 28,11.12)
22 Somit sind die Sprachen zu einem Zeichen, nicht den Glaubenden, sondern den Ungläubigen, aber die Prophetie ‹, die prophetische Rede,› [ist] nicht den Ungläubigen, sondern den Glaubenden.
23 Wenn also die ganze Gemeinde an einem [Ort] zusammenkäme und alle redeten [in] Sprachen, [und] es kämen Unkundige oder Ungläubige herein, würden sie nicht sagen, ihr wärt von Sinnen?
24 Wenn hingegen alle prophezeiten ‹, prophetisch redeten›, und es käme irgendein Ungläubiger oder Unkundiger herein, würde er von allen überführt, von allen beurteilt.
25 Und so11 würde das Verborgene seines Herzens offenbar werden, und so würde er, auf [das] Angesicht fallend, Gott huldigen und berichten: „Gott [ist] tatsächlich unter ‹o.: in› euch!“
26 Was ist also, Brüder? Wann [immer] ihr zusammenkommt, hat jeder von euch12: einen Psalm ‹, ein Lied zum Saitenspiel›13, hat eine Lehre, hat eine Sprache, hat eine Enthüllung, hat eine Übersetzung. Alles geschehe zum [Auf]­bau.
27 Wenn jemand [in] einer Sprache redet: je zwei, höchstens drei, und der Reihe nach, und einer übersetze.
28 Ist aber kein Übersetzer [da], schweige er in [der Versammlung der] Gemeinde, rede aber sich selbst und [zu] Gott.
29 Propheten mögen zwei oder drei reden, und die anderen sollen urteilen.
30 Wenn aber einem anderen, der sitzt, [etwas] enthüllt wird, schweige der erste.
31 Ihr könnt ja alle einzeln prophezeien ‹, prophetisch reden›, damit alle lernen und alle ermutigt werden ‹und Zuspruch erfahren›.
32 Und [die] Geister [der] Propheten unterordnen sich [den] Propheten‹, sind ihnen untertan›.
33 Denn Gott ist nicht [ein Gott] [der] Unordnung ‹o.: [des] Tumults›, sondern [des] Friedens. Wie in allen Gemeinden der Heiligen
34 sollen eure Frauen14 in den Versammlungen [der Gemeinde] schweigen. Denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern [sie haben] sich zu unterordnen15, so wie auch das Gesetz sagt.
35 Wenn sie aber etwas lernen ‹o.: in Erfahrung bringen› wollen, sollen sie zu Hause [ihre] eigenen Männer fragen. Es ist nämlich für Frauen16 schändlich, in [der] Versammlung [der Gemeinde] zu reden.
36 Oder ist von euch das Wort Gottes ausgegangen? Oder ist es zu euch allein gelangt?
37 Wenn jemand meint, ein Prophet oder Geistlicher ‹, ein geistlich [Begabter],› zu sein, erkenne er dass, was ich euch schreibe, Gebote [des] Herrn sind17!
38 Wenn aber jemand unwissend ist, sei er unwissend18.
39 Daher, Brüder, seid eifrig zum Prophezeien ‹, zum prophetischen Reden›, und dem Reden [in] Sprachen wehrt nicht.
40 Alles geschehe anständig ‹, in vornehmer Weise,› und ordnungsgemäß.

Fußnoten

  1. 1 14,1 zweimal Imperfekt Präsens durativ o. iterativ: fortwährend o. immer wieder
  2. 2 14,2 Richtungsdativ wie in V. 21.28
  3. 3 14,2 Grundbed.: hören
  4. 4 14,3 Richtungsdativ wie in V. 21.28
  5. 5 14,5 NA: aber
  6. 6 14,10 NA: ohne von ihnen
  7. 7 14,15 d. h.: singen zum Spiel auf Saiteninstrument
  8. 8 14,18 NA: ohne meinem
  9. 9 14,20 Grundbedeutung: Vollkommene; Vollendete
  10. 10 14,21 NA: mit Lippen Fremder
  11. 11 14,25 NA: Am Satzanfang ohne Und so
  12. 12 14,26 NA: ohne von euch
  13. 13 14,26 vgl. das heb. mizmoor, das zum Saiteninstrument gesungene Lied
  14. 14 14,34 NA: sollen die Frauen
  15. 15 14,34 NA: sondern sie sollen sich unterordnen
  16. 16 14,35 NA: für eine Frau
  17. 17 14,37 NA: Gebot [des] Herrn ist
  18. 18 14,38 NA: wird er nicht erkannt