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Neues Testament

1. Korinther Kapitel 2

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Und ich, als ich zu euch gekommen war, Brüder, kam nicht mit überragender Rede[kunst]1 oder Weisheit, als ich euch das Zeugnis Gottes2 verkündete,
2denn ich entschied, unter euch nichts zu wissen als nur Jesus, [den] Gesalbten, und diesen als Gekreuzigten.
3Und ich, in Schwachheit und in Furcht und mit vielem Zittern trat ich bei euch auf,
4und mein Wort und meine Verkündigung [bestanden] nicht in überzeugenden Worten menschlicher3 Weisheit, sondern in Erweisung [des] Geistes und [der] Kraft,
5damit euer Glaube nicht [sei] in Weisheit von Menschen ‹o.: durch [die] Weisheit von Menschen›, sondern in Kraft Gottes ‹o.: durch [die] Kraft Gottes›.
6Weisheit aber reden wir – unter den Reifen4, doch nicht eine Weisheit dieses Äons, auch nicht eine der Oberen dieses Äons, die abgetan werden ‹o.: zunichte gemacht werden›,
7sondern wir reden Weisheit Gottes in einem Geheimnis, die verborgen gewesene, die Gott vor den Äonen vorherbestimmt hatte zu unserer Herrlichkeit,
8die keiner der Oberen dieses Äons [er]­kannte; denn hätten sie [sie] [er]­kannt, hätten sie nicht den Herrn der Herrlichkeit gekreuzigt;
9sondern – so wie geschrieben ist: [Dinge, die] „kein Auge gesehen“ und „kein Ohr gehört“ hat und in keinem Menschenherzen aufgekommen sind, die Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. (Jes 64,3.4)
10 Aber uns hat Gott [sie] enthüllt durch seinen Geist, denn der Geist erkundet alles, auch die Tiefen Gottes.
11 Denn wer von [den] Menschen weiß, was des Menschen [ist], als nur der Geist des Menschen, der in ihm [ist]? So weiß auch niemand, die [Dinge] Gottes, als nur der Geist Gottes.
12 Aber wir empfingen nicht den Geist der Welt, sondern den Geist, der aus Gott [ist], damit wir die uns von Gott [in Gnade] geschenkten [Dinge] wissen,
13 von denen wir auch reden, nicht in Worten, gelehrt von menschlicher Weisheit, sondern in [Worten] gelehrt vom Heiligen5 Geist: Geistlichem passen wir Geistliches an. ‹o.: Geistlichen [Inhalten] passen wir geistliche [Mittel] an. Der Sinn ist wahrsch.: Die vom Geist gegebenen Wahrheiten verbinden wir mit geistlichen Mitteln, [nämlich] mit Worten, die der Heilige Geist lehrt.›
14 Aber ein seelischer Mensch nimmt die [Dinge] des Geistes Gottes nicht auf, denn [sie] sind ihm Torheit, und er vermag [sie] nicht zu [er]­kennen, weil [sie] geistlich beurteilt werden.
15 Der geistliche [Mensch] hingegen beurteilt alles, er selbst aber wird von niemandem beurteilt;
16 denn „wer hat den Denksinn [des] Herrn [er]­kannt, dass er ihn belehre?6(Jes 40,13) Wir aber haben den Denksinn Christi.

Fußnoten

  1. 1 2,1 wörtl.: mit Überragen (bzw. Hervorragen) [der] Rede; genitivus qualitatis
  2. 2 2,1 o.: das Zeugnis über Gott; das Gotteszeugnis; genitivus obiectivus – NA: das Geheimnis Gottes
  3. 3 2,4 NA: ohne menschlicher
  4. 4 2,6 Grundbed.: Vollkommene; Vollendete
  5. 5 2,13 NA: ohne Heiligen
  6. 6 2,16 modales Futur