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Neues Testament

1. Korinther Kapitel 15

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Ich tue euch kund, Brüder, das Evangelium, das ich euch als gute Botschaft verkündigte, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch steht,
2durch das ihr auch gerettet werdet, wenn ihr festhaltet, welcherlei Wort ich euch als gute Botschaft verkündigte, es sei denn, dass ihr vergebens ‹o.: umsonst; erfolglos› geglaubt habt ‹o.: gläubig geworden seid›1.
3Denn ich habe euch als Erstes ‹o.: in erster Linie› das überliefert, was ich auch übernommen habe: dass [der] Gesalbte für unsere Sünden ‹und wegen unserer Sünden›2 starb nach den Schriften
4und dass er begraben wurde und dass er am dritten Tag [auf]­erweckt wurde nach den Schriften
5und dass er Kephas erschien, danach den Zwölf.
6Daraufhin erschien er über fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten bis jetzt am Leben sind; aber etliche sind schon entschlafen.
7Dann erschien er Jakobus, danach den Aposteln allen.
8Zuletzt von allen, gleich einer unzeitigen Geburt, erschien er auch mir.
9Denn ich bin der Geringste von den Aposteln, der ich nicht wert ‹eig.: genug› bin, Apostel genannt zu werden, deswegen, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgte ‹eig.: jagte›.
10 Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und seine Gnade mir gegenüber war3 nicht vergeblich ‹, leer›, sondern ich mühte mich mehr ab als sie alle, doch nicht ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir [war].
11 Ob also ich oder jene: So verkünden wir, und so glaubtet ihr ‹o.: kamt ihr zum Glauben›4.
12 Wenn nun [der] Gesalbte verkündet wird, dass er aus [den] Toten [auf]­erweckt wurde, wie sagen etliche unter euch, dass es eine Auferstehung [der] Toten nicht gibt?
13 Wenn es aber keine Auferstehung [der] Toten gibt, ist auch [der] Gesalbte nicht [auf]­erweckt worden.
14 Wenn [der] Gesalbte aber nicht [auf]­erweckt worden ist, dann ist unsere Verkündigung vergeblich ‹, leer›, vergeblich aber5 auch euer Glaube.
15 Und wir werden auch als falsche Zeugen Gottes gefunden, da wir gegen Gott bezeugten, dass er den Gesalbten [auf]­erweckte, den er nicht [auf]­erweckte, wenn doch Tote nicht [auf]­erweckt werden.
16 Denn wenn Tote nicht [auf]­erweckt werden, ist auch [der] Gesalbte nicht [auf]­erweckt worden.
17 Ist aber [der] Gesalbte nicht [auf]­erweckt worden, ist euer Glaube nichtig ‹, wertlos›, [und] ihr seid noch in euren Sünden.
18 Dann sind auch die in Christus Entschlafenen umgekommen.
19 Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus Hoffende sind ‹o.: solche sind, die die Hoffnung auf Christus gesetzt haben›, sind wir erbarmenswerter als alle Menschen.
20 Jetzt ist aber [der] Gesalbte aus [den] Toten [auf]­erweckt worden – Erstling der Entschlafenen wurde er.6
21 Denn da durch [einen] ‹o.: infolge eines›7 Menschen der Tod [ist], [ist] auch durch [einen] ‹o.: infolge eines› Menschen [die] Auferstehung [der] Toten.
22 Denn ebenso wie in Adam alle sterben, so werden auch in dem Gesalbten alle lebend gemacht werden.
23 Jeder aber in der eigenen Ordnung: Als Erstling [der] Gesalbte; danach die, die des Gesalbten [sind], bei seiner Ankunft;
24 dann das Ende, sobald er die Königsherrschaft dem Gott und Vater übergibt, sobald er abgetan hat ‹o.: außer Wirksamkeit gesetzt hat› alles Erstrangige, alle Autorität und Kraft;
25 denn er muss [als König] herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße getan haben wird.
26 Als letzter Feind wird der Tod abgetan ‹o.: außer Wirksamkeit gesetzt›.
27 Denn „alles unterordnete er [ihm] unter seine Füße.“ (Ps 8,7) Wenn er aber sagt: „Alles ist untergeordnet“, [dann] ist offenkundig, dass der ausgenommen ist, der ihm alles untergeordnet hat.
28 Wenn ihm aber alles untergeordnet sein wird, dann wird auch der Sohn selbst dem untergeordnet sein, der ihm alles untergeordnet hat, damit Gott alles in allem ‹o.: in allen› sei.
29 Was werden sonst die tun, die zugunsten der Toten ‹, [nämlich], um in die Schar der Toten eingereiht zu werden,› getauft werden ‹o.: sich taufen lassen›? Wenn überhaupt Tote nicht [auf]­erweckt werden, warum lassen sie sich auch zugunsten der Toten taufen8?
30 Warum begeben auch wir uns jede Stunde in Gefahr?
31 Täglich sterbe ich, so gewiss unser Rühmen9 [ist], das ich in Christus Jesus, unserem Herrn, habe!
32 Wenn ich nach Menschen[weise] mit „wilden Tieren“ kämpfte, in Ephesus, was [wäre] der Nutzen für mich [gewesen]? Wenn Tote nicht [auf]­erweckt werden, „lasst uns essen und trinken, denn morgen sterben wir!“ (Jes 22,13)
33 Lasst euch nicht irreführen! Üble Gesellschaften verderben nützliche Gewohnheiten ‹o.: Sitten›.
34 Werdet nüchtern in rechter Weise und sündigt nicht [weiter]10, denn etliche haben Unkenntnis [über] Gott. Zu[r] Beschämung sage ich [es] euch.
35 Doch es wird jemand sagen: „Wie werden die Toten [auf]­erweckt? Und mit welchem Leib kommen sie?“
36 Unverständiger! Was du säst, wird nicht lebend gemacht, wenn es nicht stirbt.
37 Und was du säst: Nicht den Leib, der werden soll, säst du, sondern ein bloßes Korn, etwa von Weizen oder von einem der anderen [Körner].
38 Doch Gott gibt ihm einen Leib, so, wie er es gewollt hat, und einem jeden der Samen den eigenen Leib.
39 Nicht alles Fleisch ist dasselbe Fleisch, sondern ein anderes [ist] das der Menschen, ein anderes das Fleisch der Tiere, ein anderes das der Fische, ein anderes das der Vögel.
40 Und [es gibt] himmlische Körper und irdische Körper; doch die Herrlichkeit ‹o.: der Glanz› der himmlischen [ist] eine andere als die der irdischen.
41 Eine andere [ist] die Herrlichkeit ‹o.: der Glanz› der Sonne und eine andere die Herrlichkeit des Mondes und eine andere die Herrlichkeit der Sterne; Stern unterscheidet sich ja von Stern an Herrlichkeit ‹o.: Glanz›.
42 So auch die Auferstehung der Toten: Es wird gesät in Verderblichkeit, es wird [auf]­erweckt in Unverderblichkeit.
43 Es wird gesät in Unehre, es wird [auf]­erweckt in Herrlichkeit. Es wird gesät in Schwachheit, es wird [auf]­erweckt in Kraft.
44 Es wird gesät ein seelischer Leib, es wird [auf]­erweckt ein geistlicher Leib. Es gibt einen seelischen Leib, und es gibt einen geistlichen Leib.11
45 So ist auch geschrieben: „Es wurde der erste Mensch, Adam, zu einer lebenden Seele“ (1Mo 2,7), der letzte Adam zum lebend-machenden Geist.
46 Das Geistliche [war] jedoch nicht zuerst, sondern das Seelische, danach das Geistliche.
47 Der erste Mensch [war] aus Erde ‹o.: aus [dem] Land›, ein Staubgemachter12. Der zweite Mensch [ist] der Herr13 aus [dem] Himmel.
48 Welcherart der Staubgemachte [ist], solcherart [sind] auch die Staubgemachten, und welcherart der Himmlische [ist], solcherart [sind] auch die Himmlischen.
49 Und so wie wir das Bild des Staubgemachten trugen, sollen14 wir auch das Bild des Himmlischen tragen.
50 Aber dieses sage ich, Brüder: Fleisch und Blut können [die] Königsherrschaft Gottes nicht erben, noch erbt die Verderblichkeit die Unverderblichkeit.
51 Siehe!, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, aber wir werden alle verwandelt15 werden,
52 in einem Nu ‹o.: in einem unteilbaren [Moment]›16, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune. Denn es wird posaunen, und die Toten werden [auf]­erweckt werden [als] Unverderbliche, und wir werden verwandelt werden.
53 Denn dieses Verderbliche muss Unverderblichkeit ‹o.: Unvergänglichkeit› anziehen, und dieses Sterbliche [muss] Unsterblichkeit anziehen.
54 Aber wenn dieses Verderbliche Unverderblichkeit anzieht ‹o.: angezogen haben wird› und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anzieht ‹o.: angezogen haben wird›, dann wird das Wort geschehen, das geschrieben ist: „Verschlungen wurde der Tod in Sieg.“ (Jes 25,8)
55 „Wo, Tod, [ist] dein Stachel, wo, Hades ‹o.: Bereich der Toten›, [ist] dein Sieg?“17 (Hos 13,14)
56 Der Stachel des Todes aber [ist] die Sünde, die Kraft der Sünde aber [ist] das Gesetz.
57 Dank18 aber sei Gott, dem uns Sieg Gebenden durch unseren Herrn, Jesus, [den] Gesalbten.
58 Daher, meine geliebten Brüder, werdet fest, unbeweglich ‹, solche, die nicht ins Wanken zu bringen sind›, allezeit überfließend ‹o.: zunehmend; o.: reich seiend› in dem Werk des Herrn, da ihr wisst, dass eure Mühe nicht vergebens ‹eig.: leer› ist im Herrn.

Fußnoten

  1. 1 15,2 ingressiver Aorist
  2. 2 15,3 hyper
  3. 3 15,10 ginomai hier als Aorist von eimi
  4. 4 15,11 ingressiver Aorist
  5. 5 15,14 NA: ohne aber
  6. 6 15,20 egeneto; NA: ohne wurde er
  7. 7 15,21 dia; so a. im Folg.
  8. 8 15,29 NA: für sie taufen
  9. 9 15,31 NA: so gewiss das Rühmen über euch
  10. 10 15,34 Imperativ Präsens durativ: hört auf zu sündigen; mee hamartanete
  11. 11 15,44 NA: Wenn es einen seelischen Leib gibt, gibt es auch einen geistlichen.
  12. 12 15,47 choïkos, staubgemacht, von chous, Staub
  13. 13 15,47 NA: ohne der Herr
  14. 14 15,49 NA, t. r.: werden
  15. 15 15,51 von allassein; verändern; austauschen; wechseln; verwandeln; wörtl.: anders machen; sonst nur noch in V. 52; Apg 6,14; Röm 1,23; Gal 4,20; Hebr 1,12
  16. 16 15,52 en atomoo
  17. 17 15,55 NA: Wo, Tod, [ist] dein Sieg? Wo, Tod, [ist] dein Stachel?
  18. 18 15,57 Grundbed.: Gnade