Neues Testament
Markus Kapitel 10
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Und von dort aufgestanden, geht er durch [das Land] jenseits des Jordans in die Grenzgebiete Judäas. Und wieder kommen Mengen zusammen, zu ihm hin, und wie er [es] gewohnt war, lehrte er sie wieder.
2Und es kamen Pharisäer zu [ihm] und befragten ihn: „Ist es einem Mann gestattet, seine Frau zu entlassen?“ – womit sie ihn versuchten ‹, auf die Probe stellten›.
3Er antwortete ihnen: „Was gebot euch Mose?“
4Sie sagten: „Mose erlaubte, einen Scheidebrief zu schreiben und zu entlassen.“
5Und Jesus antwortete ihnen: „Im Blick auf eure Herzenshärte schrieb er euch dieses Gebot.
6Aber vom Anfang der Schöpfung her machte Gott sie als einen Männlichen und eine Weibliche.
7‘Deswegen wird ein Mensch seinen Vater und die Mutter verlassen und an seine Frau gefügt ‹eig.: geklebt› werden.
8Und es werden die zwei zu einem Fleisch.’ (1Mo 2,24) Daher sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch.
9Was also Gott zusammenfügte ‹eig.: zusammenjochte›, soll ein Mensch nicht trennen.“
10 Und im Haus befragten ihn seine Jünger nochmals darüber.
11 Und er sagt zu ihnen: „Wer auch immer seine Frau entlässt und eine andere heiratet, begeht an ihr Ehebruch.
12 Und wenn eine Frau ihren Mann entlässt und mit einem anderen verheiratet wird, begeht sie Ehebruch.“
13 Und sie brachten [nach und nach] Kindlein zu ihm, damit er sie anrühre. Aber die Jünger geboten denen, die sie hinbrachten, nachdrücklich.
14 Als Jesus es sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: „Lasst die Kindlein zu mir kommen und wehrt ihnen nicht, denn solcher ‹d. h.: derer, die von solcher Art sind,› ist die Königsherrschaft Gottes.
15 Wahrlich!, ich sage euch: Wer auch immer die Königsherrschaft Gottes nicht annimmt wie ein kleines Kind, wird keinesfalls in dieselbe eingehen.“
16 Und sie in die Arme geschlossen und die Hände auf sie gelegt habend, segnet er [sie].
17 Und als er auf den Weg hinausging, lief einer herzu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: „Guter Lehrer, was soll ich tun, damit ich ewiges1 Leben erbe?“
18 Jesus sagte zu ihm: „Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer: Gott.
19 Die Gebote weißt du: Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht Mord begehen. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht falsches Zeugnis geben. Du sollst nichts vorenthalten ‹o.: nicht übervorteilen; o.: [den Armen] nicht benachteiligen›. Ehre [stets] deinen Vater und die Mutter.“ (2Mo 20,12 ff)
20 Er antwortete ihm: „Lehrer, dieses alles habe ich bewahrt ‹und befolgt› von meiner Jugend an.“
21 Jesus nun blickte ihn an, und er liebte ihn ‹o.: gewann ihn lieb›2; und er sagte zu ihm: „Eines mangelt dir: Gehe hin; verkaufe, was immer du hast, und gib den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben. Und auf, komm! Folge mir [beständig], das Kreuz ‹eig.: den Pfahl› aufgenommen habend.“3
22 Er aber, auf dieses Wort hin, [blickte] düster und ging traurig weg, denn er hatte viele Besitztümer.
23 Und Jesus blickt umher und sagt zu seinen Jüngern: „Wie schwer werden die, die Reichtümer ‹o.: Güter, Gelder› haben, in die Königsherrschaft Gottes eingehen!“
24 Aber die Jünger waren sehr erstaunt über seine Worte. Jesus antwortet ihnen wieder: „Kinder, wie schwer ist es für die, die sich auf Reichtümer ‹o.: Güter› verlassen,4 in die Königsherrschaft Gottes einzugehen!
25 Leichter ist es, dass ein Kamel durch das Öhr der Nadel eingehe, als dass ein Reicher in die Königsherrschaft Gottes eingehe.“
26 Sie waren über die Maßen bestürzt ‹und außer sich›, sagten zu einander: „Und wer kann [dann] gerettet werden?“
27 Aber Jesus blickt sie an und sagt: „Bei Menschen [ist es] unmöglich, jedoch nicht bei Gott; denn alles ist möglich bei Gott.“
28 Petrus fing an, zu ihm zu sagen: „Siehe!, wir haben alles verlassen und sind dir gefolgt.“
29 Jesus antwortete: „Wahrlich!, ich sage euch: Es gibt nicht einen, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Höfe ‹oder Felder› meinet- und des Evangeliums wegen verließ,
30 der nicht Hundertfaches empfinge: jetzt, in dieser Zeitfrist, Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Höfe ‹o.: Felder› – [wenn auch] unter Verfolgungen –, und in dem kommenden Äon ewiges5 Leben.
31 Viele Erste werden aber Letzte sein, und Letzte Erste [sein].“
32 Sie waren auf dem Weg, am Hinaufgehen nach Jerusalem. Und Jesus ging vor ihnen her. Und sie waren sehr erstaunt und folgten in Furcht. Und wieder nahm er die Zwölf zu sich und fing an, ihnen zu sagen, was ihm bevorstand ‹o.: was ihm im Begriff war zu widerfahren›:
33 „Siehe!, wir steigen hinauf nach Jerusalem, und der Sohn des Menschen wird den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten ausgeliefert werden. Und sie werden ihn zu[m] Tod verurteilen und werden ihn den Völkern ‹o.: denen aus den Völkern› ausliefern.
34 Und sie werden ihn verspotten und ihn geißeln und ihn anspucken und ihn töten. Und am dritten Tag wird er auferstehen.“
35 Und es kommen zu ihm Jakobus und Johannes, die Söhne [des] Zebedäus, und sagen: „Lehrer, wir wünschen, dass du für uns tust, was irgend wir bitten.“
36 Er sagte nun zu ihnen: „Was wünscht ihr, dass ich [für] euch tue?“
37 Sie aber sagten zu ihm: „Gib uns, dass wir in deiner Herrlichkeit einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken sitzen mögen.“
38 Jesus sagte zu ihnen: „Ihr wisst nicht, was ihr bittet. Könnt ihr den Becher trinken, den ich trinke, und mit der Taufe getauft werden, mit der ich getauft werde?“
39 Sie sagten ihm: „Wir können es.“ Jesus sagte zu ihnen: „In der Tat, ihr werdet den Becher trinken, den ich trinke, und mit der Taufe, mit der ich getauft werde, werdet ihr getauft werden.
40 Aber das Sitzen zu meiner Rechten und zur Linken ist nicht meine [Sache] zu geben, sondern [es ist] für die, denen es bereitet ist.“
41 Und als die Zehn es hörten, fingen sie an, über Jakobus und Johannes unwillig zu werden.
42 Aber Jesus rief sie heran, und er sagt zu ihnen: „Ihr wisst, dass die, die als Erstrangige ‹o.: Vorsteher› der Völker gelten, sie beherrschen und ihre Großen Autorität über sie ausüben.
43 Unter euch soll es aber nicht so sein, sondern wer auch immer unter euch groß zu werden wünscht, sei euer Diener,
44 und wer irgend von euch Erster zu werden wünscht, sei Sklave aller.
45 Denn auch der Sohn des Menschen kam nicht, bedient zu werden, sondern, zu dienen und seine Seele ‹, sein Leben,› zu geben als Lösegeld für viele ‹o.: zugunsten vieler›6.“
46 Und sie kommen nach Jericho. Und als er mitsamt seinen Jüngern und einer beträchtlich [großen] Menge aus Jericho hinauszog, saß Bartimäus, der Blinde, der Sohn des Timäus, bettelnd am Weg.
47 Und als er hörte, dass Jesus, der Nazarener, es ist, fing er an, zu schreien und zu sagen: „Sohn Davids! Jesus! Erbarme dich meiner!“
48 Und viele geboten ihm nachdrücklich, dass er schweigen solle. Aber er schrie [mehrmals]7 viel mehr: „Sohn Davids, erbarme dich meiner!“
49 Und Jesus blieb stehen und sagte, man solle ihn rufen. Und sie rufen den Blinden: „Sei guten Mutes!“, sagen sie zu ihm. „Erhebe dich, er ruft dich.“
50 Er warf sein Obergewand von sich, stand auf und kam hin zu Jesus.
51 Und Jesus antwortet ihm: „Was wünschst du, dass ich für dich tun soll?“ Der Blinde sagte zu ihm: „Rabbuni ‹, mein Meister›, dass ich wieder sehe!“
52 Jesus sagte zu ihm: „Gehe hin! Dein Glaube hat dich gerettet.“ Und sogleich wurde er wieder sehend. Und er folgte Jesus auf dem Weg.
2Und es kamen Pharisäer zu [ihm] und befragten ihn: „Ist es einem Mann gestattet, seine Frau zu entlassen?“ – womit sie ihn versuchten ‹, auf die Probe stellten›.
3Er antwortete ihnen: „Was gebot euch Mose?“
4Sie sagten: „Mose erlaubte, einen Scheidebrief zu schreiben und zu entlassen.“
5Und Jesus antwortete ihnen: „Im Blick auf eure Herzenshärte schrieb er euch dieses Gebot.
6Aber vom Anfang der Schöpfung her machte Gott sie als einen Männlichen und eine Weibliche.
7‘Deswegen wird ein Mensch seinen Vater und die Mutter verlassen und an seine Frau gefügt ‹eig.: geklebt› werden.
8Und es werden die zwei zu einem Fleisch.’ (1Mo 2,24) Daher sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch.
9Was also Gott zusammenfügte ‹eig.: zusammenjochte›, soll ein Mensch nicht trennen.“
10 Und im Haus befragten ihn seine Jünger nochmals darüber.
11 Und er sagt zu ihnen: „Wer auch immer seine Frau entlässt und eine andere heiratet, begeht an ihr Ehebruch.
12 Und wenn eine Frau ihren Mann entlässt und mit einem anderen verheiratet wird, begeht sie Ehebruch.“
13 Und sie brachten [nach und nach] Kindlein zu ihm, damit er sie anrühre. Aber die Jünger geboten denen, die sie hinbrachten, nachdrücklich.
14 Als Jesus es sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: „Lasst die Kindlein zu mir kommen und wehrt ihnen nicht, denn solcher ‹d. h.: derer, die von solcher Art sind,› ist die Königsherrschaft Gottes.
15 Wahrlich!, ich sage euch: Wer auch immer die Königsherrschaft Gottes nicht annimmt wie ein kleines Kind, wird keinesfalls in dieselbe eingehen.“
16 Und sie in die Arme geschlossen und die Hände auf sie gelegt habend, segnet er [sie].
17 Und als er auf den Weg hinausging, lief einer herzu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: „Guter Lehrer, was soll ich tun, damit ich ewiges1 Leben erbe?“
18 Jesus sagte zu ihm: „Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer: Gott.
19 Die Gebote weißt du: Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht Mord begehen. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht falsches Zeugnis geben. Du sollst nichts vorenthalten ‹o.: nicht übervorteilen; o.: [den Armen] nicht benachteiligen›. Ehre [stets] deinen Vater und die Mutter.“ (2Mo 20,12 ff)
20 Er antwortete ihm: „Lehrer, dieses alles habe ich bewahrt ‹und befolgt› von meiner Jugend an.“
21 Jesus nun blickte ihn an, und er liebte ihn ‹o.: gewann ihn lieb›2; und er sagte zu ihm: „Eines mangelt dir: Gehe hin; verkaufe, was immer du hast, und gib den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben. Und auf, komm! Folge mir [beständig], das Kreuz ‹eig.: den Pfahl› aufgenommen habend.“3
22 Er aber, auf dieses Wort hin, [blickte] düster und ging traurig weg, denn er hatte viele Besitztümer.
23 Und Jesus blickt umher und sagt zu seinen Jüngern: „Wie schwer werden die, die Reichtümer ‹o.: Güter, Gelder› haben, in die Königsherrschaft Gottes eingehen!“
24 Aber die Jünger waren sehr erstaunt über seine Worte. Jesus antwortet ihnen wieder: „Kinder, wie schwer ist es für die, die sich auf Reichtümer ‹o.: Güter› verlassen,4 in die Königsherrschaft Gottes einzugehen!
25 Leichter ist es, dass ein Kamel durch das Öhr der Nadel eingehe, als dass ein Reicher in die Königsherrschaft Gottes eingehe.“
26 Sie waren über die Maßen bestürzt ‹und außer sich›, sagten zu einander: „Und wer kann [dann] gerettet werden?“
27 Aber Jesus blickt sie an und sagt: „Bei Menschen [ist es] unmöglich, jedoch nicht bei Gott; denn alles ist möglich bei Gott.“
28 Petrus fing an, zu ihm zu sagen: „Siehe!, wir haben alles verlassen und sind dir gefolgt.“
29 Jesus antwortete: „Wahrlich!, ich sage euch: Es gibt nicht einen, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Höfe ‹oder Felder› meinet- und des Evangeliums wegen verließ,
30 der nicht Hundertfaches empfinge: jetzt, in dieser Zeitfrist, Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Höfe ‹o.: Felder› – [wenn auch] unter Verfolgungen –, und in dem kommenden Äon ewiges5 Leben.
31 Viele Erste werden aber Letzte sein, und Letzte Erste [sein].“
32 Sie waren auf dem Weg, am Hinaufgehen nach Jerusalem. Und Jesus ging vor ihnen her. Und sie waren sehr erstaunt und folgten in Furcht. Und wieder nahm er die Zwölf zu sich und fing an, ihnen zu sagen, was ihm bevorstand ‹o.: was ihm im Begriff war zu widerfahren›:
33 „Siehe!, wir steigen hinauf nach Jerusalem, und der Sohn des Menschen wird den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten ausgeliefert werden. Und sie werden ihn zu[m] Tod verurteilen und werden ihn den Völkern ‹o.: denen aus den Völkern› ausliefern.
34 Und sie werden ihn verspotten und ihn geißeln und ihn anspucken und ihn töten. Und am dritten Tag wird er auferstehen.“
35 Und es kommen zu ihm Jakobus und Johannes, die Söhne [des] Zebedäus, und sagen: „Lehrer, wir wünschen, dass du für uns tust, was irgend wir bitten.“
36 Er sagte nun zu ihnen: „Was wünscht ihr, dass ich [für] euch tue?“
37 Sie aber sagten zu ihm: „Gib uns, dass wir in deiner Herrlichkeit einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken sitzen mögen.“
38 Jesus sagte zu ihnen: „Ihr wisst nicht, was ihr bittet. Könnt ihr den Becher trinken, den ich trinke, und mit der Taufe getauft werden, mit der ich getauft werde?“
39 Sie sagten ihm: „Wir können es.“ Jesus sagte zu ihnen: „In der Tat, ihr werdet den Becher trinken, den ich trinke, und mit der Taufe, mit der ich getauft werde, werdet ihr getauft werden.
40 Aber das Sitzen zu meiner Rechten und zur Linken ist nicht meine [Sache] zu geben, sondern [es ist] für die, denen es bereitet ist.“
41 Und als die Zehn es hörten, fingen sie an, über Jakobus und Johannes unwillig zu werden.
42 Aber Jesus rief sie heran, und er sagt zu ihnen: „Ihr wisst, dass die, die als Erstrangige ‹o.: Vorsteher› der Völker gelten, sie beherrschen und ihre Großen Autorität über sie ausüben.
43 Unter euch soll es aber nicht so sein, sondern wer auch immer unter euch groß zu werden wünscht, sei euer Diener,
44 und wer irgend von euch Erster zu werden wünscht, sei Sklave aller.
45 Denn auch der Sohn des Menschen kam nicht, bedient zu werden, sondern, zu dienen und seine Seele ‹, sein Leben,› zu geben als Lösegeld für viele ‹o.: zugunsten vieler›6.“
46 Und sie kommen nach Jericho. Und als er mitsamt seinen Jüngern und einer beträchtlich [großen] Menge aus Jericho hinauszog, saß Bartimäus, der Blinde, der Sohn des Timäus, bettelnd am Weg.
47 Und als er hörte, dass Jesus, der Nazarener, es ist, fing er an, zu schreien und zu sagen: „Sohn Davids! Jesus! Erbarme dich meiner!“
48 Und viele geboten ihm nachdrücklich, dass er schweigen solle. Aber er schrie [mehrmals]7 viel mehr: „Sohn Davids, erbarme dich meiner!“
49 Und Jesus blieb stehen und sagte, man solle ihn rufen. Und sie rufen den Blinden: „Sei guten Mutes!“, sagen sie zu ihm. „Erhebe dich, er ruft dich.“
50 Er warf sein Obergewand von sich, stand auf und kam hin zu Jesus.
51 Und Jesus antwortet ihm: „Was wünschst du, dass ich für dich tun soll?“ Der Blinde sagte zu ihm: „Rabbuni ‹, mein Meister›, dass ich wieder sehe!“
52 Jesus sagte zu ihm: „Gehe hin! Dein Glaube hat dich gerettet.“ Und sogleich wurde er wieder sehend. Und er folgte Jesus auf dem Weg.