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Neues Testament

Markus Kapitel 8

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1In jenen Tagen, als eine sehr zahlreiche Menge da war und sie nichts zu essen hatten, ruft Jesus seine Jünger zu sich und sagt zu ihnen:
2„Ich bin innerlich tief bewegt über die Menge, da sie schon drei Tage bei mir verharren und nichts haben, was sie essen [könnten].
3Und wenn ich sie nüchtern nach ihrem Haus entlasse, werden sie auf dem Weg ermatten. Etliche von ihnen waren nämlich von weit her gekommen.“
4Und seine Jünger antworteten ihm: „Woher sollte jemand diese [Leute] hier in der Einöde mit Broten sättigen können?“
5Und er fragte sie: „Wie viele Brote habt ihr?“ Sie sagten: „Sieben.“
6Und er wies die Menge an, sich auf der Erde zu lagern. Und er nahm die sieben Brote, dankte, brach und gab [nach und nach] seinen Jüngern, damit sie [sie] vorlegten. Und sie legten [sie] der Menge vor.
7Und sie hatten wenige Fischlein. Und, als er gelobt hatte, sagte er, dass man auch sie vorlege.1
8Sie aßen nun und wurden gesättigt. Und man hob auf, was an Brocken übrig blieb, sieben Flechtkörbe.
9Die, die gegessen hatten, waren etwa viertausend. Und er entließ sie.
10 Und sogleich, mit seinen Jüngern ins Boot gestiegen, kam er in die [Land]­teile von Dalmanutha.
11 Und die Pharisäer gingen aus und fingen an, mit ihm zu disputieren, forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel, womit sie ihn versuchten ‹, auf die Probe stellten›.
12 Und er seufzte [mit] seinem Geist auf. Und er sagt: „Was trachtet dieses Geschlecht ‹, diese Generation,› nach einem Zeichen? Wahrlich!, ich sage euch: Wenn diesem Geschlecht ein Zeichen gegeben werden wird!“2
13 Und er ließ sie. Wieder ins Schiff eingestiegen, fuhr er weg ans jenseitige [Ufer].
14 Und sie hatten vergessen, Brote mitzunehmen, und außer einem Brot hatten sie nichts bei sich im Boot.
15 Und er gab ihnen strenge Weisung: „Seht euch vor!“, sagte er. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und vor dem Sauerteig des Herodes!“
16 Und sie überlegten miteinander und sagten: „Weil wir keine Brote haben.“
17 Jesus [er]­kannte [es]; er sagt zu ihnen: „Was überlegt ihr, dass ihr keine Brote habt? Begreift ihr noch nicht? Versteht ihr nicht? Habt ihr euer Herz verhärtet?
18 Augen habend, seht ihr nicht, und Ohren habend, hört ihr nicht? Und ihr erinnert euch nicht?:
19 Als ich die fünf Brote für die Fünftausend brach, wie viele Tragkörbe voll Brocken hobt ihr auf?“ Sie sagen zu ihm: „Zwölf.“
20 „Als ich die sieben für die Viertausend [brach], wie viele Flechtkörbe voll Brocken hobt ihr auf?“ Sie sagten: „Sieben.“
21 Und er sagte zu ihnen: „Wieso versteht ihr nicht?“
22 Und er kommt nach Bethsaida. Und sie bringen ihm einen Blinden und rufen ihm bittend zu, dass er ihn anrühre.
23 Und er fasste die Hand des Blinden und führte ihn hinaus, außerhalb des Dorfes. Und er spuckte in seine Augen, legte ihm die Hände auf und fragte ihn, ob er etwas sehe.
24 Und er blickte auf und sagte: „Ich erblicke die Menschen, denn wie Bäume sehe ich sie wandeln.“
25 Sodann legte er wieder die Hände auf seine Augen und machte, dass er wieder sehen konnte. Und er wurde wiederhergestellt und erblickte alle deutlich.
26 Und er sandte ihn in sein Haus, sagend: „Nicht ins Dorf sollst du gehen, noch sollst du [es] jemandem im Dorf sagen!“
27 Und Jesus ging hinaus – und seine Jünger – in die Dörfer von Cäsarea Philippi. Und auf dem Weg befragte er seine Jünger; er sagte zu ihnen: „Wer, sagen die Menschen, dass ich sei?“
28 Sie aber antworteten: „Johannes der Täufer, und andere: Elia, andere aber: einer der Propheten.“
29 Und er sagt zu ihnen: „Aber ihr, wer sagt ihr, dass ich bin?“ Petrus antwortet ihm: „Du bist der Gesalbte.“
30 Und er gebot ihnen nachdrücklich, dass sie niemandem von ihm sagen sollten.
31 Und er fing an, sie zu lehren, dass der Sohn des Menschen vieles leiden und verworfen werden müsse von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und dass er getötet werden und nach drei Tagen auferstehen müsse.
32 Er sagte das Wort frei heraus. Und Petrus nahm ihn beiseite und fing an, ihm nachdrücklich zu gebieten.
33 Aber er wandte sich um und sah seine Jünger an, gebot Petrus nachdrücklich: „Geh weg, hinter mich, Widersacher ‹, Satan›!, weil du nicht auf die [Dinge] Gottes bedacht bist, sondern auf die der Menschen!“
34 Und er rief die Menge mitsamt seinen Jüngern herzu und sagte zu ihnen: „Wer auch immer hinter mir her folgen will, verleugne sich selbst und hebe sein Kreuz auf ‹und trage es› und folge mir [beständig].
35 Denn wer immer seine Seele ‹, sein Leben,› retten ‹und bewahren› will, wird sie verlieren ‹, umkommen lassen›; aber wer seine Seele meinet- und des Evangeliums wegen verliert ‹, umkommen lässt›, wird sie retten ‹und bewahren›;
36 denn was wird es einem Mensch nützen, wenn er die ganze Welt gewinnen sollte, und an seiner Seele ‹Verlust und› Schaden nähme?
37 Oder was wird ein Mensch als Gegenwert ‹, als Lösegeld,› geben für seine Seele ‹, sein Leben›?
38 Denn wer immer sich meiner und meiner Worte schämt in diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht ‹o.: in dieser … Generation›, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, [dann,] wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Boten.“

Fußnoten

  1. 1 8,7 NA: als er Lob sagte in Bezug auf sie
  2. 2 8,12 Wenn …: Der erste Teil der heb. Schwurformel wird gesagt, der zweite verschwiegen; also: Diesem Geschlecht wird mit großer Sicherheit kein Zeichen gegeben werden!