Neues Testament
Markus Kapitel 7
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Und es kommen die Pharisäer und etliche von den Schriftgelehrten zu ihm zusammen, [die] von Jerusalem gekommen [waren].
2Und als sie einige von seinen Jüngern mit gemeinen – das ist: mit ungewaschenen – Händen Brot essen gesehen hatten, tadelten sie es.
3Die Pharisäer nämlich und alle Juden essen nicht, wenn sie sich nicht mit einer Handvoll [Wasser] ‹o.: unter Begießung bis zum Handgelenk; wörtl.: mit [der] Faust› die Hände gewaschen haben, und halten so die Überlieferung der Ältesten fest.
4Und vom Markt, wenn sie nicht [die Hände] eingetaucht haben, essen sie nicht; und vieles weitere gibt es, was sie festzuhalten übernommen haben: Tauchwaschungen ‹, Untertauchungen,›1 von Bechern und Krügen und Kupfergefäßen und Bahren.
5Sodann befragen ihn die Pharisäer und die Schriftgelehrten: „Weshalb wandeln deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten, sondern essen das Brot mit ungewaschenen2 Händen?“
6Er antwortete ihnen: „Trefflich hat Jesaja über euch prophezeit, Schauspieler ‹, Heuchler›, wie geschrieben ist: ‘Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir.
7Vergeblich3 verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren’ (Jes 29,13 LXX).
8Denn das Gebot Gottes fahren lassend, haltet ihr die Überlieferung der Menschen fest: Tauchwaschungen von Krügen und Bechern, und viele weitere [Dinge], ähnlich wie diese, tut ihr.“4
9Und er sagte zu ihnen: „Trefflich setzt ihr das Gebot Gottes beiseite, damit ihr eure Überlieferung haltet ‹und bewahrt›.
10 Mose sagte ja: ‘Ehre [stets] deinen Vater und die Mutter!’ (2Mo 20,12) und: ‘Wer von Vater oder Mutter übel redet, soll des Todes sterben ‹o.: gewisslich sterben; wörtl.: mit Tod sterben›!’ (2Mo 21,17)
11 Aber ihr sagt: Wenn ein Mensch zum Vater oder zur Mutter sagt: ‘Korban’ – das heißt: Eine Gabe [für den Tempelschatz soll sein], – ‘was auch immer von mir dir zunutze wäre’ –
12 und [so] lasst ihr ihn nichts mehr für seinen Vater oder seine Mutter tun.
13 Dadurch setzt ihr das Wort Gottes mit eurer Überlieferung, die ihr überliefert habt, außer Gültigkeit. Und viele [Dinge], ähnlich wie diese, tut ihr.“
14 Und er rief die ganze Menge herbei und sagte zu ihnen: „Hört alle auf mich und versteht!
15 Es gibt nichts, was von außerhalb des Menschen in ihn eingeht, das ihn unrein machen kann, sondern was von ihm herauskommt, jene [Dinge] sind es, die den Menschen unrein machen.
16 Wenn jemand Ohren zu[m] Hören hat, höre er [immerfort]!“5
17 Und als er von der Menge weg in ein Haus gegangen war, befragten ihn seine Jünger über das Gleichnis.
18 Und er sagt zu ihnen: „Seid auch ihr so unverständig? Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht unrein machen kann?,
19 weil es nicht in sein Herz hineingeht, sondern in den Bauch, und es geht hinaus in den Abort – wodurch alle Speisen gereinigt werden6.“
20 Er sagte: „Was aus dem Menschen herausgeht, das macht den Menschen unrein.
21 Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen heraus die üblen Überlegungen, Ehebrüche, Unzuchtstaten, Morde,
22 Diebstähle, Habgier7, Bosheiten, List, Ausschweifung, böses Auge8, Lästerung, Überheblichkeit, Torheit.
23 Alles dieses Böse kommt von innen heraus und macht den Menschen unrein.“
24 Und er stand auf und ging von dort weg in das Grenzgebiet von Tyrus und Sidon. Und er ging in ein Haus hinein und wollte, dass es niemand erfahre. Und er konnte nicht verborgen bleiben,
25 denn eine Frau hatte von ihm gehört, deren Töchterchen einen unreinen Geist hatte. Und sie kam und fiel ihm zu Füßen.
26 Die Frau war eine Griechin ‹, eine griechisch sprechende Nichtjüdin›, aus Syrophönizien gebürtig. Und sie ersuchte ihn, er möchte den Dämon von ihrer Tochter austreiben.
27 Aber Jesus sagte zu ihr: „Lass zuerst die Kinder gesättigt werden, denn es ist nicht edel ‹, nicht schön›, das Brot der Kinder zu nehmen und es den Hündchen zuzuwerfen.“
28 Aber sie antwortete: „Ja, Herr“, sagt sie zu ihm, „schließlich essen ja auch die Hündchen unter dem Tisch von den Krümeln der Kindlein.“
29 Und er sagte zu ihr: „Wegen dieses Wortes gehe hin. Der Dämon ist von deiner Tochter ausgefahren.“
30 Und sie ging weg in ihr Haus und fand den Dämon ausgefahren und die Tochter auf die Bahre geworfen.
31 Und er ging aus den Grenzgebieten von Tyrus und Sidon weg und kam – mitten durch die Grenzgebiete des Zehnstädtegebiets ‹, der Dekapolis,› – wieder hin an das Meer von Galiläa.
32 Und sie bringen einen Tauben zu ihm, der mit Mühe redete, und sie riefen ihm bittend zu, dass er ihm die Hand auflege.
33 Und er nahm ihn von der Menge [weg], für sich [allein], und legte seine Finger in seine Ohren. Und er spuckte und berührte seine Zunge.
34 Und aufgeblickt habend in den Himmel, seufzte er. Und er sagt zu ihm: „Ephatha!“ Das heißt: „Werde ganz aufgetan!“
35 Und seine Gehörorgane wurden sogleich aufgetan, und die Fessel seiner Zunge wurde gelöst, und er redete richtig.
36 Und er gab ihnen strenge Weisung, dass sie es niemandem sagen sollten. Aber je mehr er ihnen strenge Weisung gab, desto übermäßiger verkündeten sie [es].
37 Und sie waren über die Maßen bestürzt ‹, waren sehr außer sich›; sie sagten: „Trefflich hat er alles gemacht! Er macht, dass sowohl die Tauben hören als auch die Stummen reden.“
2Und als sie einige von seinen Jüngern mit gemeinen – das ist: mit ungewaschenen – Händen Brot essen gesehen hatten, tadelten sie es.
3Die Pharisäer nämlich und alle Juden essen nicht, wenn sie sich nicht mit einer Handvoll [Wasser] ‹o.: unter Begießung bis zum Handgelenk; wörtl.: mit [der] Faust› die Hände gewaschen haben, und halten so die Überlieferung der Ältesten fest.
4Und vom Markt, wenn sie nicht [die Hände] eingetaucht haben, essen sie nicht; und vieles weitere gibt es, was sie festzuhalten übernommen haben: Tauchwaschungen ‹, Untertauchungen,›1 von Bechern und Krügen und Kupfergefäßen und Bahren.
5Sodann befragen ihn die Pharisäer und die Schriftgelehrten: „Weshalb wandeln deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten, sondern essen das Brot mit ungewaschenen2 Händen?“
6Er antwortete ihnen: „Trefflich hat Jesaja über euch prophezeit, Schauspieler ‹, Heuchler›, wie geschrieben ist: ‘Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir.
7Vergeblich3 verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren’ (Jes 29,13 LXX).
8Denn das Gebot Gottes fahren lassend, haltet ihr die Überlieferung der Menschen fest: Tauchwaschungen von Krügen und Bechern, und viele weitere [Dinge], ähnlich wie diese, tut ihr.“4
9Und er sagte zu ihnen: „Trefflich setzt ihr das Gebot Gottes beiseite, damit ihr eure Überlieferung haltet ‹und bewahrt›.
10 Mose sagte ja: ‘Ehre [stets] deinen Vater und die Mutter!’ (2Mo 20,12) und: ‘Wer von Vater oder Mutter übel redet, soll des Todes sterben ‹o.: gewisslich sterben; wörtl.: mit Tod sterben›!’ (2Mo 21,17)
11 Aber ihr sagt: Wenn ein Mensch zum Vater oder zur Mutter sagt: ‘Korban’ – das heißt: Eine Gabe [für den Tempelschatz soll sein], – ‘was auch immer von mir dir zunutze wäre’ –
12 und [so] lasst ihr ihn nichts mehr für seinen Vater oder seine Mutter tun.
13 Dadurch setzt ihr das Wort Gottes mit eurer Überlieferung, die ihr überliefert habt, außer Gültigkeit. Und viele [Dinge], ähnlich wie diese, tut ihr.“
14 Und er rief die ganze Menge herbei und sagte zu ihnen: „Hört alle auf mich und versteht!
15 Es gibt nichts, was von außerhalb des Menschen in ihn eingeht, das ihn unrein machen kann, sondern was von ihm herauskommt, jene [Dinge] sind es, die den Menschen unrein machen.
16 Wenn jemand Ohren zu[m] Hören hat, höre er [immerfort]!“5
17 Und als er von der Menge weg in ein Haus gegangen war, befragten ihn seine Jünger über das Gleichnis.
18 Und er sagt zu ihnen: „Seid auch ihr so unverständig? Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht unrein machen kann?,
19 weil es nicht in sein Herz hineingeht, sondern in den Bauch, und es geht hinaus in den Abort – wodurch alle Speisen gereinigt werden6.“
20 Er sagte: „Was aus dem Menschen herausgeht, das macht den Menschen unrein.
21 Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen heraus die üblen Überlegungen, Ehebrüche, Unzuchtstaten, Morde,
22 Diebstähle, Habgier7, Bosheiten, List, Ausschweifung, böses Auge8, Lästerung, Überheblichkeit, Torheit.
23 Alles dieses Böse kommt von innen heraus und macht den Menschen unrein.“
24 Und er stand auf und ging von dort weg in das Grenzgebiet von Tyrus und Sidon. Und er ging in ein Haus hinein und wollte, dass es niemand erfahre. Und er konnte nicht verborgen bleiben,
25 denn eine Frau hatte von ihm gehört, deren Töchterchen einen unreinen Geist hatte. Und sie kam und fiel ihm zu Füßen.
26 Die Frau war eine Griechin ‹, eine griechisch sprechende Nichtjüdin›, aus Syrophönizien gebürtig. Und sie ersuchte ihn, er möchte den Dämon von ihrer Tochter austreiben.
27 Aber Jesus sagte zu ihr: „Lass zuerst die Kinder gesättigt werden, denn es ist nicht edel ‹, nicht schön›, das Brot der Kinder zu nehmen und es den Hündchen zuzuwerfen.“
28 Aber sie antwortete: „Ja, Herr“, sagt sie zu ihm, „schließlich essen ja auch die Hündchen unter dem Tisch von den Krümeln der Kindlein.“
29 Und er sagte zu ihr: „Wegen dieses Wortes gehe hin. Der Dämon ist von deiner Tochter ausgefahren.“
30 Und sie ging weg in ihr Haus und fand den Dämon ausgefahren und die Tochter auf die Bahre geworfen.
31 Und er ging aus den Grenzgebieten von Tyrus und Sidon weg und kam – mitten durch die Grenzgebiete des Zehnstädtegebiets ‹, der Dekapolis,› – wieder hin an das Meer von Galiläa.
32 Und sie bringen einen Tauben zu ihm, der mit Mühe redete, und sie riefen ihm bittend zu, dass er ihm die Hand auflege.
33 Und er nahm ihn von der Menge [weg], für sich [allein], und legte seine Finger in seine Ohren. Und er spuckte und berührte seine Zunge.
34 Und aufgeblickt habend in den Himmel, seufzte er. Und er sagt zu ihm: „Ephatha!“ Das heißt: „Werde ganz aufgetan!“
35 Und seine Gehörorgane wurden sogleich aufgetan, und die Fessel seiner Zunge wurde gelöst, und er redete richtig.
36 Und er gab ihnen strenge Weisung, dass sie es niemandem sagen sollten. Aber je mehr er ihnen strenge Weisung gab, desto übermäßiger verkündeten sie [es].
37 Und sie waren über die Maßen bestürzt ‹, waren sehr außer sich›; sie sagten: „Trefflich hat er alles gemacht! Er macht, dass sowohl die Tauben hören als auch die Stummen reden.“
Fußnoten
- 1 7,4 o.: zeremonielle Waschungen; baptismous, wie Hebr 6,2; 9,10
- 2 7,5 NA: unreinen
- 3 7,7 Der Mas. T. in Jes 29,13 hat das Wort „Vergeblich“ nicht.
- 4 7,8 NA: ohne „Tauchwaschungen von Krügen und Bechern, und viele weitere [Dinge], ähnlich wie diese, tut ihr“
- 5 7,16 NA: ohne V. 16
- 6 7,19 NA: … Abort – damit erklärte er alle Speisen für rein
- 7 7,22 im Griech. Mehrzahl
- 8 7,22 böses Auge: s. Mt 20,15