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Neues Testament

Markus Kapitel 9

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Und er sagte zu ihnen: „Wahrlich!, ich sage euch: Es sind einige der hier Stehenden, welche keinesfalls [den] Tod schmecken werden, bis sie die Königsherrschaft Gottes gesehen haben, gekommen in Kraft.“
2Und nach sechs Tagen nimmt Jesus Petrus und Jakobus und Johannes beiseite und führt sie für sich [allein] auf einen hohen Berg. Und er wurde umgestaltet vor ihnen.
3Und seine Obergewänder wurden glänzend, sehr weißleuchtend, wie Schnee, derart, wie [sie] kein Walker ‹, kein Bleicher,› im Lande weißleuchtend machen kann.
4Und es erschien ihnen Elia, zusammen mit Mose, und sie unterredeten sich [eine Zeitlang] zusammen mit Jesus.
5Und Petrus antwortet Jesus: „Rabbi, es ist schön ‹und vortrefflich› für uns, hier zu sein“, und: „Wir wollen drei Zelthütten machen, dir eine und Mose eine und Elia eine.“
6Er wusste nämlich nicht, was er reden sollte, denn sie waren voll Furcht ‹und Schrecken›.
7Und es entstand eine Wolke, die überschattete sie. Und es geschah eine Stimme aus der Wolke: „Dieser ist mein geliebter Sohn. Hört [stets] auf ihn!“
8Und plötzlich, als sie umherblickten, sahen sie niemanden mehr, sondern [nur] Jesus allein bei ihnen.
9Als sie nun vom Berg niederstiegen, gab er ihnen strenge Weisung, dass sie niemandem erzählen sollten, was sie gesehen hatten, – erst [dann], wenn der Sohn des Menschen aus [den] Toten auferstanden sei.
10 Und sie hielten das Wort fest und disputierten unter sich, was das sei: „aus [den] Toten auferstehen“.
11 Und sie befragten ihn: „Die Schriftgelehrten sagen, dass Elia zuerst kommen müsse.“
12 Er antwortete ihnen: „In der Tat, Elia kommt zuerst und stellt alles wieder her, auch wie geschrieben ist in Bezug auf den Sohn des Menschen, dass er vieles leiden und für nichts geachtet werden soll.
13 Jedoch sage ich euch, dass auch Elia gekommen ist, und sie taten ihm, was immer sie wollten, so wie über ihn geschrieben ist.“
14 Und als er zu den Jüngern kam, sah er eine zahlreiche Menge um sie her und Schriftgelehrte, wie sie mit ihnen disputierten.
15 Und sogleich war die ganze Menge, als sie ihn sah, entsetzt, und sie liefen herbei und begrüßten ihn.
16 Und er fragte die Schriftgelehrten: „Worüber disputiert ihr mit ihnen?“
17 Einer aus der Menge antwortete: „Lehrer, ich brachte meinen Sohn zu dir. Er hat einen stummen Geist.
18 Und wo immer er ihn erfasst, zerrt er ihn [nieder]. Und er schäumt und knirscht mit seinen Zähnen und wird starr. Und ich sagte deinen Jüngern, dass sie ihn austreiben sollten, und sie vermochten es nicht.“
19 Er antwortet ihm: „O ungläubiges Geschlecht1! Bis wann soll ich bei euch sein? Bis wann soll ich euch ertragen? – Bringt ihn zu mir.“
20 Und sie brachten ihn hin zu ihm. Und als der Geist ihn sah, krampfte er ihn sogleich [zusammen] ‹, schüttelte er ihn in Krämpfen›. Und er fiel zur Erde, und schäumend wälzte er sich.
21 Und er fragte dessen Vater: „Wie viel Zeit ist es [her], dass ihm dieses geschehen ist?“ Er sagte: „Von Kindheit an.
22 Und oftmals warf er ihn auch ins Feuer, auch ins Wasser, um ihn umzubringen. Jedoch, wenn du etwas kannst, lass dich innerlich bewegen über uns und hilf uns!“
23 Jesus sagte zu ihm bezüglich ‘Wenn du [etwas] kannst’: „Zu glauben [gilt es]! Alles [ist] möglich dem Glaubenden2.“
24 Und sogleich schrie der Vater des Kindes, mit Tränen; er sagte: „Ich glaube, Herr! Hilf meinem Unglauben ‹o.: Komm meinem Unglauben [o. Glaubensmangel] zu Hilfe›!“
25 Als aber Jesus sah, dass eine Menge zusammenläuft, gebot er dem unreinen Geist nachdrücklich, wobei er zu ihm sagte: „Du stummer und tauber Geist, ich befehle dir: Fahre aus von ihm! Und fahre nicht mehr in ihn hinein!“
26 Und er schrie und krampfte ihn sehr [zusammen] ‹, schüttelte ihn heftig in Krämpfen,› und fuhr aus. Und er wurde wie ein Toter, sodass viele sagten, er sei gestorben.
27 Aber Jesus griff ihn bei der Hand und richtete ihn auf. Und er stand auf.
28 Und als er in ein Haus gegangen war, befragten ihn seine Jünger für sich [allein]: „wir konnten ihn nicht austreiben?“
29 Und er sagte zu ihnen: „Diese Art kann durch nichts ausfahren als nur durch Gebet und Fasten.“3
30 Und sie gingen von dort weg und zogen [auf Nebenwegen] durch Galiläa. Und er wollte nicht, dass es jemand erfahre.
31 Er lehrte nämlich seine Jünger und sagte zu ihnen: „Der Sohn des Menschen wird in Menschenhände ausgeliefert, und sie werden ihn töten. Und nachdem er getötet worden ist, wird er am dritten Tag auferstehen.“
32 Aber sie verstanden den Ausspruch4 nicht, und sie fürchteten sich, ihn zu fragen.
33 Und er kam nach Kapernaum hinein. Und als er im Haus angelangt war, befragte er sie: „Was habt ihr unterwegs miteinander beredet?“
34 Aber sie schwiegen, denn sie hatten sich auf dem Weg miteinander unterredet, wer der Größte ‹o.: der Größere› sei.
35 Und er setzte sich und rief die Zwölf. Und er sagt zu ihnen: „Wenn jemand Erster sein will, soll er [der] Letzte von allen und ein Diener aller sein.“
36 Und er nahm ein kleines Kind und stellte es in ihre Mitte, und, es in die Arme schließend, sagte er zu ihnen:
37 „Wer immer eines von solchen Kindlein aufnimmt auf meinen Namen hin, nimmt mich auf. Und wer mich aufnimmt, nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich sandte.“
38 Johannes antwortete ihm: „Lehrer, wir sahen jemanden, der uns nicht folgt, Dämonen austreiben kraft deines Namens, und wir wehrten ihm, weil er nicht uns folgt.“
39 Aber Jesus sagte: „Wehrt ihm nicht, denn es gibt keinen, der aufgrund meines Namens ‹o.: unter Anrufung meines Namens› eine Krafttat tun und bald [darauf] übel von mir reden können wird.
40 Wer nämlich nicht gegen euch ist, ist für euch.5
41 Denn wer immer euch einen Becher Wasser zu trinken gibt kraft meines Namens, weil ihr [des] Gesalbten seid – wahrlich – ich sage euch: Er wird keineswegs um seinen Lohn kommen.
42 Und wer auch immer einem der Kleinen, die an mich glauben, einen Fallstrick legt ‹o.: einen Anlass zum Anstoßen und Fallen gibt; o.: zu einem Fallstrick wird›, für den wäre es besser ‹eig.: edel; schön›, wenn ein Mühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geworfen würde.
43 Und wenn deine Hand dir Anlass zum Anstoßen [und Fallen] gibt, haue sie ab. Es ist besser ‹eig.: edel; schön› für dich, als Krüppel in das Leben einzugehen, als die zwei Hände habend, in die Gehenna zu gehen, in das unlöschbare Feuer,6
44 wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.7
45 Und wenn dein Fuß dir Anlass zum Anstoßen [und Fallen] gibt, haue ihn ab. Es ist besser ‹eig.: edel; schön› für dich, als Gelähmter in das Leben einzugehen, als, die zwei Füße habend, in die Gehenna geworfen zu werden, in das unlöschbare Feuer,
46 wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.8
47 Und wenn dein Auge dir Anlass zum Anstoßen [und Fallen] gibt, wirf es weg. Es ist besser ‹eig.: edel; schön› für dich, einäugig in die Königsherrschaft Gottes einzugehen, als, zwei Augen habend, in die Gehenna des Feuers geworfen zu werden,
48 wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.
49 Jeder wird nämlich mit Feuer gesalzen werden, und jedes Opfer wird mit Salz gesalzen werden.9
50 Das Salz [ist] edel ‹und vortrefflich›. Aber wenn das Salz salzlos geworden ist, womit wollt ihr es salzen ‹o.: würzen›? Habt [stets] Salz unter euch ‹und in euch› und haltet [stets] Frieden untereinander!“

Fußnoten

  1. 1 9,19 o.: Generation; genea; gemeint ist das Geschlecht der jüdischen Zeitgenossen Jesu
  2. 2 9,23 Partizip Präsens durativ: dem beständig Glaubenden
  3. 3 9,29 NA: ohne und Fasten
  4. 4 9,32 hreema, das gesprochene Wort
  5. 5 9,40 NA: gegen unsfür uns
  6. 6 9,43 NA: ohne in das unlöschbare Feuer
  7. 7 9,44 NA: ohne V. 44
  8. 8 9,46 NA: ohne V. 46
  9. 9 9,49 NA: ohne und jedes Opfer wird mit Salz gesalzen werden