Neues Testament
Markus Kapitel 13
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Und als er aus der Tempelstätte herausgeht, sagt einer seiner Jünger zu ihm: „Lehrer, sieh! Was für Steine und was für Bauten!“
2Und Jesus antwortete ihm: „Blickst du auf diese großen Bauten? Keinesfalls wird gelassen werden Stein auf Stein, der nicht abgerissen wird.“
3Und als er sich zum Ölberg setzte, der Tempelstätte gegenüber, befragten sie ihn für sich [allein], Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas:
4„Sage uns: Wann wird das sein? Und was [ist] das Zeichen, wann das alles im Begriff steht, vollendet zu werden?“
5Jesus antwortete ihnen und begann zu reden: „Seht zu, dass euch nicht jemand irreführe,
6denn viele werden kommen [unter Berufung] auf meinen Namen und sagen: ‘Ich bin’s!’ Und sie werden viele irreführen.
7Wenn ihr aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hört, [dann] seid nicht beunruhigt ‹, lasst euch nicht aus der Fassung bringen›, denn es muss geschehen. Doch [es ist] noch nicht das Ende.
8Es wird sich nämlich Volk1 gegen Volk erheben und Königreich gegen Königreich. Und an [verschiedenen] Orten werden Beben sein, und es werden Hungersnöte sein und Störungen ‹o.: Beunruhigungen›. Anfänge [der] Wehen [sind] diese [Dinge].
9Aber ihr, seht euch vor, denn sie werden euch an [Gerichte des] Hohen Rats ‹eig.: an Synedrien; an oberste Lokalgerichte des Hohen Rats› ausliefern und an Synagogen, und ihr werdet geschlagen werden. Und ihr werdet vor Statthalter und Könige gestellt werden, um meinetwillen, ihnen zu einem Zeugnis.
10 Und an all die Völker2 muss zuerst das Evangelium verkündet werden.
11 Wenn sie euch aber hinführen, um euch auszuliefern, [dann] seid nicht im Voraus in Sorge, was ihr reden sollt. Widmet dem nicht eure Aufmerksamkeit, sondern was immer euch in jener Stunde gegeben wird, das redet! Nicht ihr seid nämlich die Redenden, sondern der Heilige Geist.
12 Es wird aber [der] Bruder [den] Bruder ausliefern zu[m] Tod, und [der] Vater [das] Kind, und Kinder werden gegen Eltern aufstehen und sie zu Tode bringen.
13 Und ihr werdet gehasst sein bei allen wegen meines Namens. Aber der, der bis zu[m] Ende Ausdauer bewahrt haben wird, der wird gerettet werden.
14 Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung ‹o.: die verwüstende Abscheulichkeit›, wovon durch den Propheten Daniel gesagt wurde,3 werdet hingestellt4 sehen, wo er nicht [stehen] sollte, – der Lesende bedenke! –, dann sollen die in Judäa in die Berge fliehen.
15 Der aber, der auf dem Dach [ist], steige nicht hinab in das Haus, gehe auch nicht hinein, etwas aus seinem Haus zu holen.
16 Und der, der ins Feld [gegangen ist], wende sich nicht nach hinten, sein Obergewand zu holen.
17 Wehe aber den Schwangeren ‹wörtl.: den im Mutterleib Habenden› und den Stillenden in jenen Tagen!
18 Betet nun, dass eure Flucht nicht im Winter geschehe!5
19 Es werden nämlich jene Tage eine Bedrängnis sein, eine solche, die seit Anfang der Schöpfung, die Gott schuf, bis jetzt nicht geschehen ist und keinesfalls geschehen wird.
20 Und wenn der Herr die Tage nicht kurz machen ‹d. h.: kurzhalten› würde, würde kein Fleisch gerettet werden. Doch der Erwählten wegen, die er erwählte, machte er die Tage kurz.
21 Wenn dann jemand zu euch sagt: ‘Siehe!, hier [ist] der Gesalbte.’ oder: ‘Siehe!, dort.’: Glaubt [es] nicht!,
22 denn es werden sich falsche Gesalbte ‹o.: Lügenchristusse› und Lügenpropheten ‹o.: Falschpropheten› erheben und werden Zeichen und Wunder geben, um irrezuführen, wenn möglich, auch die Erwählten.
23 Ihr aber, seht euch vor! Siehe!, ich habe euch alles zuvor gesagt.
24 Doch in jenen Tagen, nach jener Bedrängnis, wird die Sonne verdunkelt werden, und der Mond wird seinen Schein nicht geben,
25 und die Sterne des Himmels werden herausfallen, und die Kräfte in den Himmeln werden erschüttert ‹o.: ins Wanken versetzt› werden.6
26 Und dann werden sie den Sohn des Menschen sehen, kommend in Wolken mit viel Kraft und Herrlichkeit.
27 Und dann wird er seine Boten senden, und er wird seine Erwählten zusammenführen von den vier Winden, vo[m] [äußersten] Ende des Landes ‹o.: der Erde› bis zu[m] [äußersten] Ende des Himmels.
28 Von dem Feigenbaum lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon weich geworden ist und die Blätter hervortreibt, [dann] [er]kennt ihr [daran], dass der Sommer nahe ist.
29 Auf diese Weise [er]kennt auch ihr, sobald ihr diese [Dinge] geschehen seht, dass es nahe ist, vor [den] Türen.
30 Wahrlich!, ich sage euch: Keinesfalls wird dieses Geschlecht ‹o.: diese Generation›7 vergehen, bis dieses alles geschehen sein wird.
31 Der Himmel und das Land8 werden vergehen, aber meine Worte vergehen keinesfalls ‹o.: werden [dann] keinesfalls vergangen sein›9.
32 Um jenen Tag aber oder [jene] Stunde weiß niemand, auch nicht die Boten, die im Himmel [sind], auch nicht der Sohn, außer der Vater.
33 Seht euch vor! Wacht [fortwährend] und betet [immerfort]10!, denn ihr wisst nicht, wann der[bestimmte] Zeitpunkt ist.
34 [Es ist] wie [bei einem] Menschen, der verreist: Er verlässt11 sein Haus und gibt seinen Sklaven die Autorität und einem jeden seine Arbeit, und dem Türhüter gebietet er, dass er wache.
35 Wacht nun [stets], denn ihr wisst nicht, wann der Herr des Hauses kommt, abends oder um Mitternacht oder um den Hahnenschrei ‹, zur Zeit der dritten Nachtwache,› oder frühmorgens,
36 damit er nicht, plötzlich gekommen, euch schlafend [vor]fände.
37 Was ich aber euch sage, sage ich allen: Wacht [immerfort]!“
2Und Jesus antwortete ihm: „Blickst du auf diese großen Bauten? Keinesfalls wird gelassen werden Stein auf Stein, der nicht abgerissen wird.“
3Und als er sich zum Ölberg setzte, der Tempelstätte gegenüber, befragten sie ihn für sich [allein], Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas:
4„Sage uns: Wann wird das sein? Und was [ist] das Zeichen, wann das alles im Begriff steht, vollendet zu werden?“
5Jesus antwortete ihnen und begann zu reden: „Seht zu, dass euch nicht jemand irreführe,
6denn viele werden kommen [unter Berufung] auf meinen Namen und sagen: ‘Ich bin’s!’ Und sie werden viele irreführen.
7Wenn ihr aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hört, [dann] seid nicht beunruhigt ‹, lasst euch nicht aus der Fassung bringen›, denn es muss geschehen. Doch [es ist] noch nicht das Ende.
8Es wird sich nämlich Volk1 gegen Volk erheben und Königreich gegen Königreich. Und an [verschiedenen] Orten werden Beben sein, und es werden Hungersnöte sein und Störungen ‹o.: Beunruhigungen›. Anfänge [der] Wehen [sind] diese [Dinge].
9Aber ihr, seht euch vor, denn sie werden euch an [Gerichte des] Hohen Rats ‹eig.: an Synedrien; an oberste Lokalgerichte des Hohen Rats› ausliefern und an Synagogen, und ihr werdet geschlagen werden. Und ihr werdet vor Statthalter und Könige gestellt werden, um meinetwillen, ihnen zu einem Zeugnis.
10 Und an all die Völker2 muss zuerst das Evangelium verkündet werden.
11 Wenn sie euch aber hinführen, um euch auszuliefern, [dann] seid nicht im Voraus in Sorge, was ihr reden sollt. Widmet dem nicht eure Aufmerksamkeit, sondern was immer euch in jener Stunde gegeben wird, das redet! Nicht ihr seid nämlich die Redenden, sondern der Heilige Geist.
12 Es wird aber [der] Bruder [den] Bruder ausliefern zu[m] Tod, und [der] Vater [das] Kind, und Kinder werden gegen Eltern aufstehen und sie zu Tode bringen.
13 Und ihr werdet gehasst sein bei allen wegen meines Namens. Aber der, der bis zu[m] Ende Ausdauer bewahrt haben wird, der wird gerettet werden.
14 Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung ‹o.: die verwüstende Abscheulichkeit›, wovon durch den Propheten Daniel gesagt wurde,3 werdet hingestellt4 sehen, wo er nicht [stehen] sollte, – der Lesende bedenke! –, dann sollen die in Judäa in die Berge fliehen.
15 Der aber, der auf dem Dach [ist], steige nicht hinab in das Haus, gehe auch nicht hinein, etwas aus seinem Haus zu holen.
16 Und der, der ins Feld [gegangen ist], wende sich nicht nach hinten, sein Obergewand zu holen.
17 Wehe aber den Schwangeren ‹wörtl.: den im Mutterleib Habenden› und den Stillenden in jenen Tagen!
18 Betet nun, dass eure Flucht nicht im Winter geschehe!5
19 Es werden nämlich jene Tage eine Bedrängnis sein, eine solche, die seit Anfang der Schöpfung, die Gott schuf, bis jetzt nicht geschehen ist und keinesfalls geschehen wird.
20 Und wenn der Herr die Tage nicht kurz machen ‹d. h.: kurzhalten› würde, würde kein Fleisch gerettet werden. Doch der Erwählten wegen, die er erwählte, machte er die Tage kurz.
21 Wenn dann jemand zu euch sagt: ‘Siehe!, hier [ist] der Gesalbte.’ oder: ‘Siehe!, dort.’: Glaubt [es] nicht!,
22 denn es werden sich falsche Gesalbte ‹o.: Lügenchristusse› und Lügenpropheten ‹o.: Falschpropheten› erheben und werden Zeichen und Wunder geben, um irrezuführen, wenn möglich, auch die Erwählten.
23 Ihr aber, seht euch vor! Siehe!, ich habe euch alles zuvor gesagt.
24 Doch in jenen Tagen, nach jener Bedrängnis, wird die Sonne verdunkelt werden, und der Mond wird seinen Schein nicht geben,
25 und die Sterne des Himmels werden herausfallen, und die Kräfte in den Himmeln werden erschüttert ‹o.: ins Wanken versetzt› werden.6
26 Und dann werden sie den Sohn des Menschen sehen, kommend in Wolken mit viel Kraft und Herrlichkeit.
27 Und dann wird er seine Boten senden, und er wird seine Erwählten zusammenführen von den vier Winden, vo[m] [äußersten] Ende des Landes ‹o.: der Erde› bis zu[m] [äußersten] Ende des Himmels.
28 Von dem Feigenbaum lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon weich geworden ist und die Blätter hervortreibt, [dann] [er]kennt ihr [daran], dass der Sommer nahe ist.
29 Auf diese Weise [er]kennt auch ihr, sobald ihr diese [Dinge] geschehen seht, dass es nahe ist, vor [den] Türen.
30 Wahrlich!, ich sage euch: Keinesfalls wird dieses Geschlecht ‹o.: diese Generation›7 vergehen, bis dieses alles geschehen sein wird.
31 Der Himmel und das Land8 werden vergehen, aber meine Worte vergehen keinesfalls ‹o.: werden [dann] keinesfalls vergangen sein›9.
32 Um jenen Tag aber oder [jene] Stunde weiß niemand, auch nicht die Boten, die im Himmel [sind], auch nicht der Sohn, außer der Vater.
33 Seht euch vor! Wacht [fortwährend] und betet [immerfort]10!, denn ihr wisst nicht, wann der[bestimmte] Zeitpunkt ist.
34 [Es ist] wie [bei einem] Menschen, der verreist: Er verlässt11 sein Haus und gibt seinen Sklaven die Autorität und einem jeden seine Arbeit, und dem Türhüter gebietet er, dass er wache.
35 Wacht nun [stets], denn ihr wisst nicht, wann der Herr des Hauses kommt, abends oder um Mitternacht oder um den Hahnenschrei ‹, zur Zeit der dritten Nachtwache,› oder frühmorgens,
36 damit er nicht, plötzlich gekommen, euch schlafend [vor]fände.
37 Was ich aber euch sage, sage ich allen: Wacht [immerfort]!“
Fußnoten
- 1 13,8 ethnos; so a. i. Folg.
- 2 13,10 „Völker“ (ethnee, wie das heb. goj) oft allg. für „Menschen“, manchmal auch für die Stämme Israels
- 3 13,14 NA: ohne „wovon durch den Propheten Daniel gesagt wurde,“
- 4 13,14 hestoos; männlich; t. r.: hestos; sächlich; NA: hesteekota; männlich; Perfekt
- 5 13,18 NA: dass es nicht im Winter geschehe
- 6 13,25 NA: und die Sterne werden aus den Himmeln fallen
- 7 13,30 gemeint ist die zeitgenössische Generation von Juden, vgl. Mt 11,16; 12,39-45; 16,4; 23,36
- 8 13,31 gee (heb. äräz); „Erde, Erdboden, Land, [umliegende] Länderregion“
- 9 13,31 i. S. v.: vergehen keinesfalls unerfüllt (bzw.: werden [dann] keinesfalls unerfüllt vergangen sein)
- 10 13,33 NA: ohne „und betet“
- 11 13,34 verlässt, gibt, gebietet: gnomische (zeitlose) Aoristformen