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Neues Testament

Markus Kapitel 5

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Und sie kamen an das jenseitige [Ufer] des Meeres in das Landgebiet der Gadarener.
2Und als er aus dem Boot stieg, begegnete ihm sogleich von den Gräbern her ein Mensch in einem unreinen Geist ‹o.: unter dem Einflussbereich eines unreinen Geistes›,
3der [seine] Behausung in den Grabstätten hatte. Und selbst mit Ketten konnte ihn keiner binden.
4Er war nämlich oft mit Fußfesseln und mit Ketten gebunden worden, und die Ketten waren von ihm auseinandergerissen worden und die Fußfesseln zerbrochen. Und keiner vermochte ihn zu bändigen.
5Und er war dauernd, Nacht und Tag, in den Bergen und in den Grabstätten, schreiend und sich selbst mit Steinen zerschlagend.
6Als er Jesus von ferne sah, lief er und huldigte ihm ‹, verehrte ihn fußfällig›.
7Und er schrie mit lauter ‹, großer› Stimme und sagte: „Was [habe] ich mir dir [zu tun], Jesus, Sohn Gottes, des Höchsten? Ich beschwöre dich bei Gott, quäle mich nicht!“
8Er hatte ihm nämlich gesagt: „Fahre aus, unreiner Geist, aus dem Menschen!“
9Und er fragte ihn: „Wie [ist] dein Name?“ Er antwortete: „Legion [ist] mein Name, weil wir viele sind.“
10 Und vielmals rief er ihm bittend zu, dass er sie nicht aus dem Landgebiet fortsende.
11 Es war dort am Berg eine große Herde von Schweinen, die weideten.
12 Und die Dämonen alle riefen ihm bittend zu; sie sagten: „Schicke uns in die Schweine, damit wir in sie hineinfahren!“
13 Und Jesus erlaubte es ihnen sogleich. Und die unreinen Geister fuhren aus und fuhren in die Schweine. Und die Herde stürmte den Abhang hinab in das Meer ‹, in den See›, es waren etwa zweitausend, und sie ertranken ‹eig.: erstickten› im Meer.
14 Die Hüter der Schweine flohen und gaben in der Stadt und auf den Feldern ‹und Gehöften› Bericht. Und sie gingen aus, um zu sehen, was geschehen war.
15 Und sie kommen zu Jesus hin und schauen [und sehen] den Dämonisierten, dasitzend und umkleidet und gesunden Sinnes ‹und vernünftig, besonnen›, den, der die Legion gehabt hatte. Und sie gerieten in Furcht.
16 Und die, die es gesehen hatten, erzählten ihnen, wie dem Dämonisierten geschehen war, und [das] von den Schweinen.
17 Und sie fingen an, ihm bittend zuzurufen, aus ihren Grenzgebieten wegzugehen.
18 Und als er in das Boot gestiegen war, rief ihm der, der dämonisiert gewesen war, bittend zu, dass er bei ihm sein [dürfte].
19 Aber Jesus ließ es ihm nicht zu; sondern er sagt zu ihm: „Gehe in dein Haus zu den Deinen und gib ihnen Bericht [davon], was der Herr alles [an] dir getan hat und [wie] er sich deiner erbarmte.“
20 Und er ging hin und fing an, im Zehnstädtegebiet ‹, in der Dekapolis,› zu verkünden, was Jesus alles [an] ihm getan hatte. Und alle wunderten sich.
21 Und als Jesus mit dem Boot wieder zum jenseitigen [Ufer] hinübergefahren war, kam eine zahlreiche Menge zu ihm zusammen, und er war am Meer.
22 Und siehe!, es kommt einer der Synagogenvorsteher, mit Namen Jaïrus. Und als er ihn sieht, fällt er ihm zu Füßen.
23 Und vielmals rief er ihm bittend zu. Er sagte: „Mein Töchterchen liegt [in den] letzten [Zügen]. Dass du doch kommen und ihr die Hände auflegen möchtest, dass sie gerettet werde, und sie wird leben.“
24 Und er ging mit ihm weg. Und eine zahlreiche Menge folgte ihm, und sie umdrängten ihn.
25 Und eine gewisse Frau, die zwölf Jahre mit einem Blutfluss [behaftet] war
26 und vieles erlitten hatte von vielen Ärzten und all ihr [Gut] ausgegeben und keinen Nutzen davon gehabt hatte, sondern vielmehr in schlimmeren [Zustand] gekommen war,
27 als sie von Jesus hörte, kam sie in der Menge von hinten her und rührte sein Obergewand an,
28 denn sie sagte [sich] [wiederholt]: „Wenn ich auch nur seine Obergewänder anrühre, werde ich gerettet werden.“
29 Und sogleich vertrocknete die Quelle ihres Blutes. Und sie [er]­kannte [am] Leibe, dass sie von der Geißel geheilt war.
30 Und sogleich erkannte Jesus in sich selbst die von ihm ausgegangene Kraft, und er wandte sich in der Menge um und sagte: „Wer hat meine Obergewänder angerührt?“
31 Und seine Jünger sagten zu ihm: „Du siehst, wie die Menge dich umdrängt, und du sagst: ‘Wer hat mich angerührt?’“
32 Und er blickte umher, um diejenige zu sehen, die das getan hatte.
33 Die Frau nun, in Furcht geraten und zitternd, da sie wusste, was an ihr geschehen war, kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit.
34 Aber er sagte zu ihr: „Tochter, dein Glaube hat dich gerettet. Gehe hin in [den] Frieden, und sei gesund von deiner Geißel.“
35 Als er noch redet, kommen [welche] vom Synagogenvorsteher und sagen: „Deine Tochter ist gestorben. Was bemühst du den Lehrer noch?“
36 Jesus nun, gehört habend das Wort, das geredet wurde, sagt sogleich zu dem Synagogenvorsteher: „Fürchte dich nicht [länger]! Vertraue nur [weiterhin]!“
37 Und er ließ niemanden mit Ihm mitfolgen als nur Petrus und Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus.
38 Und er kommt in das Haus des Synagogenvorstehers. Und er schaut ‹und sieht› einen Tumult, laut Weinende und Klagende!
39 Und er geht hinein und sagt zu ihnen: „Was macht ihr einen Tumult, und [was] weint ihr? Das Kind starb nicht, sondern schläft.“
40 Und sie lachten ihn aus. Als er aber alle hinausgetrieben hat, nimmt er den Vater des Kindes und die Mutter und die, die bei ihm [waren], zu sich und geht hinein, wo das Kind lag.
41 Und er fasst die Hand des Kindes und sagt zu ihr: „Talitha, kumi!“ Das ist, übersetzt: „Mädchen, ich sage dir: Erhebe dich!“
42 Und sogleich stand das Mädchen auf und wandelte. Es war nämlich zwölf Jahre alt. Und sie gerieten außer sich1, in großes Außersichsein ‹o.: sie staunten mit großem Erstaunen›.
43 Und er gab ihnen ausdrücklich strenge Weisung, dass niemand dieses erfahren solle. Und er sagte, man solle ihr zu essen geben.

Fußnoten

  1. 1 5,42 ingressiver Aorist