Neues Testament
Markus Kapitel 2
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Nach [einigen] Tagen ging er wieder nach Kapernaum hinein. Und man hörte: „Er ist ins Haus [gekommen].“
2Und sogleich kamen viele zusammen, sodass kein Platz mehr war, auch nicht zur Tür hin. Und er redete zu ihnen das Wort.
3Und sie kommen und bringen einen Gelähmten hin zu ihm, von Vieren getragen.
4Und da sie wegen der Menge nicht näher zu ihm herankommen konnten, deckten sie dort, wo er war, das Dach ab. Und nachdem sie [davon etwas] herausgebrochen haben, lassen1 sie die Liege, auf der der Gelähmte lag, herunter.
5Als Jesus ihren Glauben sieht, sagt er zu dem Gelähmten: „Kind, deine Sünden sind dir vergeben.“
6Aber es saßen dort etliche von den Schriftgelehrten. Die überlegten in ihren Herzen:
7„Was redet dieser derartig Lästerungen? Wer kann Sünden vergeben als nur einer, Gott?“
8Und sogleich sagte Jesus, der durch seinen Geist ‹o.: kraft seines Geistes› erkannte, dass sie so bei sich überlegten, zu ihnen: „Was überlegt ihr diese [Dinge] in euren Herzen?
9Was ist leichter? – zu dem Gelähmten zu sagen: ‘Deine Sünden sind vergeben’, oder zu sagen: ‘Erhebe dich, nimm deine Liege auf und wandle’?
10 Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Autorität hat, auf der Erde ‹o.: in dem Lande› Sünden zu vergeben“, sagt er zu dem Gelähmten:
11 „Ich sage dir: Erhebe dich und nimm deine Liege auf und gehe hin in dein Haus!“
12 Und sogleich erhob er sich, nahm die Liege auf und ging in Gegenwart von allen hinaus, sodass alle erstaunt waren, Gott verherrlichten und sagten: „Noch nie haben wir so etwas gesehen!“
13 Und er ging wieder hinaus an das Meer ‹, an den See›. Und die ganze Menge kam [nach und nach] hin zu ihm, und er lehrte sie.
14 Und als er vorüberging, sah er Levi, den [Sohn] des Alphäus, an der Zollstätte sitzen, und er sagt zu ihm: „Folge mir [beständig]!“ Und er stand auf und folgte ihm.
15 Und es geschah, während er in dessen Haus [zu Tisch] lag, dass auch viele Zolleinnehmer und Sünder sich mit Jesus und seinen Jüngern [zu Tisch] legten, denn es waren viele, und sie folgten ihm.
16 Und als die Schriftgelehrten und die Pharisäer sahen, wie er mit den Zolleinnehmern und Sündern aß, sagten sie zu seinen Jüngern: „Warum isst und trinkt er mit den Zolleinnehmern und Sündern?“
17 Als Jesus es hörte, sagt er zu ihnen: „Nicht die Starken brauchen einen Arzt, sondern die, denen es übel geht. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zu[r] Buße ‹o.: zu einer Sinnesänderung›.“
18 Und die Jünger des Johannes und die der Pharisäer pflegten zu fasten. Und man kommt und sagt zu ihm: „Weshalb fasten die Jünger des Johannes und die der Pharisäer, deine Jünger fasten aber nicht?“
19 Und Jesus sagte zu ihnen: „Können die Gefährten des Bräutigams ‹eig.: die Söhne des Brautgemachs; o.: die Söhne des Hochzeitshauses›2 fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist? Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie nicht fasten.
20 Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam ihnen entrissen sein wird, und dann werden sie fasten, in jenen Tagen3.“
21 „Und niemand setzt ein Stück Stoff ‹, einen Flicklappen,› von ungewalktem4 Tuch auf ein altes Obergewand. Sonst reißt das Eingesetzte ‹, das Füllstück,› [etwas] von ihm weg, das Neue vom Alten, und es entsteht ein schlimmerer Riss.
22 Und niemand tut neuen ‹, frischen,› Wein in alte Schläuche. Sonst zerreißt der neue Wein die Schläuche, und der Wein wird verschüttet werden und die Schläuche kommen um. Sondern neuen Wein muss man in neuartige Schläuche tun.“
23 Und es geschah, dass er am Sabbat durch die Saat[felder] entlang zog. Und seine Jünger begannen, den Weg zu gehen, und rupften dabei die Ähren.
24 Und die Pharisäer sagten zu ihm: „Sieh!, was tun sie am Sabbat5, was nicht gestattet ist!“
25 Und er sagte zu ihnen: „Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er Mangel hatte und [ihn] hungerte, ihn selbst und die bei ihm?
26 – wie er in das Haus Gottes hineinging zur Zeit Abjathars, des Hohenpriesters, und die Schaubrote6 aß, die niemandem gestattet sind zu essen als nur den Priestern, und auch denen gab, die bei ihm waren?“
27 Und er sagte zu ihnen: „Der Sabbat entstand wegen des Menschen, nicht der Mensch wegen des Sabbats.
28 Demnach ist der Sohn des Menschen Herr auch des Sabbats.“
2Und sogleich kamen viele zusammen, sodass kein Platz mehr war, auch nicht zur Tür hin. Und er redete zu ihnen das Wort.
3Und sie kommen und bringen einen Gelähmten hin zu ihm, von Vieren getragen.
4Und da sie wegen der Menge nicht näher zu ihm herankommen konnten, deckten sie dort, wo er war, das Dach ab. Und nachdem sie [davon etwas] herausgebrochen haben, lassen1 sie die Liege, auf der der Gelähmte lag, herunter.
5Als Jesus ihren Glauben sieht, sagt er zu dem Gelähmten: „Kind, deine Sünden sind dir vergeben.“
6Aber es saßen dort etliche von den Schriftgelehrten. Die überlegten in ihren Herzen:
7„Was redet dieser derartig Lästerungen? Wer kann Sünden vergeben als nur einer, Gott?“
8Und sogleich sagte Jesus, der durch seinen Geist ‹o.: kraft seines Geistes› erkannte, dass sie so bei sich überlegten, zu ihnen: „Was überlegt ihr diese [Dinge] in euren Herzen?
9Was ist leichter? – zu dem Gelähmten zu sagen: ‘Deine Sünden sind vergeben’, oder zu sagen: ‘Erhebe dich, nimm deine Liege auf und wandle’?
10 Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Autorität hat, auf der Erde ‹o.: in dem Lande› Sünden zu vergeben“, sagt er zu dem Gelähmten:
11 „Ich sage dir: Erhebe dich und nimm deine Liege auf und gehe hin in dein Haus!“
12 Und sogleich erhob er sich, nahm die Liege auf und ging in Gegenwart von allen hinaus, sodass alle erstaunt waren, Gott verherrlichten und sagten: „Noch nie haben wir so etwas gesehen!“
13 Und er ging wieder hinaus an das Meer ‹, an den See›. Und die ganze Menge kam [nach und nach] hin zu ihm, und er lehrte sie.
14 Und als er vorüberging, sah er Levi, den [Sohn] des Alphäus, an der Zollstätte sitzen, und er sagt zu ihm: „Folge mir [beständig]!“ Und er stand auf und folgte ihm.
15 Und es geschah, während er in dessen Haus [zu Tisch] lag, dass auch viele Zolleinnehmer und Sünder sich mit Jesus und seinen Jüngern [zu Tisch] legten, denn es waren viele, und sie folgten ihm.
16 Und als die Schriftgelehrten und die Pharisäer sahen, wie er mit den Zolleinnehmern und Sündern aß, sagten sie zu seinen Jüngern: „Warum isst und trinkt er mit den Zolleinnehmern und Sündern?“
17 Als Jesus es hörte, sagt er zu ihnen: „Nicht die Starken brauchen einen Arzt, sondern die, denen es übel geht. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zu[r] Buße ‹o.: zu einer Sinnesänderung›.“
18 Und die Jünger des Johannes und die der Pharisäer pflegten zu fasten. Und man kommt und sagt zu ihm: „Weshalb fasten die Jünger des Johannes und die der Pharisäer, deine Jünger fasten aber nicht?“
19 Und Jesus sagte zu ihnen: „Können die Gefährten des Bräutigams ‹eig.: die Söhne des Brautgemachs; o.: die Söhne des Hochzeitshauses›2 fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist? Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie nicht fasten.
20 Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam ihnen entrissen sein wird, und dann werden sie fasten, in jenen Tagen3.“
21 „Und niemand setzt ein Stück Stoff ‹, einen Flicklappen,› von ungewalktem4 Tuch auf ein altes Obergewand. Sonst reißt das Eingesetzte ‹, das Füllstück,› [etwas] von ihm weg, das Neue vom Alten, und es entsteht ein schlimmerer Riss.
22 Und niemand tut neuen ‹, frischen,› Wein in alte Schläuche. Sonst zerreißt der neue Wein die Schläuche, und der Wein wird verschüttet werden und die Schläuche kommen um. Sondern neuen Wein muss man in neuartige Schläuche tun.“
23 Und es geschah, dass er am Sabbat durch die Saat[felder] entlang zog. Und seine Jünger begannen, den Weg zu gehen, und rupften dabei die Ähren.
24 Und die Pharisäer sagten zu ihm: „Sieh!, was tun sie am Sabbat5, was nicht gestattet ist!“
25 Und er sagte zu ihnen: „Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er Mangel hatte und [ihn] hungerte, ihn selbst und die bei ihm?
26 – wie er in das Haus Gottes hineinging zur Zeit Abjathars, des Hohenpriesters, und die Schaubrote6 aß, die niemandem gestattet sind zu essen als nur den Priestern, und auch denen gab, die bei ihm waren?“
27 Und er sagte zu ihnen: „Der Sabbat entstand wegen des Menschen, nicht der Mensch wegen des Sabbats.
28 Demnach ist der Sohn des Menschen Herr auch des Sabbats.“
Fußnoten
- 1 2,4 im Griech. Präsens
- 2 2,19 d. h.: die begleitenden Freunde des Bräutigams bzw. die dem Bräutigam Nahestehenden; auch allgemein: die Hochzeitsgesellschaft
- 3 2,20 NA: an jenem Tag
- 4 2,21 d. h.: frisch vom Webstuhl kommendem
- 5 2,24 wörtl.: an den Sabbaten; Plural mit Singularbedeutung
- 6 2,26 eig.: die Brote der Schaustellung; die zur Schau gestellten Brote; genitivus obiectivus