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Neues Testament

Markus Kapitel 4

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Und wieder fing er an zu lehren am Meer ‹, am See›. Und es kam eine zahlreiche Menge zusammen, zu ihm hin, sodass er, in das Boot gestiegen, am Meer saß. Und die ganze Menge war am Land, zum Meer hin[gewandt].
2Und er lehrte sie vieles in Gleichnissen. Und in seinem Lehren sagte er zu ihnen:
3„Hört [stets] zu! Siehe!, der Sämann ging aus, um zu säen.
4Und es geschah, beim Säen fiel das eine entlang des Weges, und es kamen die Vögel und fraßen es auf.
5Anderes fiel auf das Steinige, wo es ‹, das Saatkorn,› nicht viel Erde hatte. Und es ging sogleich auf, weil es nicht tiefe Erde hatte.
6Als nun [die] Sonne aufging, wurde [es] versengt, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte [es].
7Und anderes fiel in die Dornen. Und die Dornen wuchsen empor und erstickten es, und es ‹, das Gesäte,› gab keine Frucht.
8Und anderes fiel in die edle Erde und gab Frucht: Es ging auf und wuchs und trug, das eine hundert[fach], das andere sechzig[fach], das andere dreißig[fach].“
9Und er sagte: „Wer Ohren zu[m] Hören hat, höre [immerfort]!“
10 Als er aber allein war, befragten ihn die, die um ihn waren, zusammen mit den Zwölf, um das Gleichnis.
11 Und er sagte zu ihnen: „Euch ist es gegeben, das Geheimnis der Königsherrschaft ‹bzw. des Königreiches› Gottes zu [er]­kennen. Aber jenen, die draußen sind, geschieht alles in Gleichnissen,
12 damit sie ‘hinsehend hinsehen und nicht sehen, und hörend [hin]­hören und nicht verstehen ‹o.: zur Einsicht kommen›, damit sie nicht etwa umkehren’ und ihnen die Sünden vergeben werden.“ (Jes 6,9.10)
13 Und er sagt zu ihnen: „Wisst ihr nicht, [was] dieses Gleichnis [ist]? Und wie werdet ihr all die Gleichnisse erkennen?
14 Der Sämann sät das Wort.
15 Die am Wegrand sind die, wo das Wort gesät wird und sobald sie es gehört haben, kommt der Widersacher ‹, der Satan,› sogleich und nimmt das in ihren Herzen ausgestreute Wort weg.
16 Und ebenso sind die auf das Felsige Gesäten, die, sobald sie das Wort gehört haben, es sogleich mit Freude aufnehmen,
17 und sie haben keine Wurzel in sich, sondern sie sind unbeständig ‹eig.: für beschränkte Zeit›. Danach, wenn Bedrängnis oder Verfolgung wegen des Wortes entsteht, nehmen sie sogleich Anstoß ‹und kommen zu Fall›.
18 Und diese sind die in die Dornen Gesäten: die, die das Wort hören,
19 und die Sorgen dieses Äons und der Betrug des Reichtums und die Begierden nach den sonstigen Dingen kommen hinein und ersticken das Wort, und es wird fruchtlos.
20 Und diese sind die auf die edle Erde Gesäten: solche, die das Wort hören und es aufnehmen und Frucht tragen, eines dreißig[fach] und eines sechzig[fach] und eines hundert[fach].“
21 Und er sagte zu ihnen: „Kommt ‹i. S. v.: Holt man› etwa die Lampe, damit sie unter ein Getreidegefäß1 oder unter die Bahre gestellt werde? – Nicht, damit sie auf den Leuchter gestellt werde?
22 Denn es ist nicht etwas verborgen, das nicht offenbar gemacht wird, noch wurde etwas geheim gehalten als nur, damit es in die Öffentlichkeit käme.
23 Wenn jemand Ohren zu[m] Hören hat, höre er [immerfort]!“
24 Und er sagte zu ihnen: „Seht [stets] zu, was ihr hört! Mit welchem Maß ihr messt, wird euch gemessen werden, und euch wird hinzugefügt werden, euch, den Hörenden.2
25 Denn wer hat, dem wird gegeben werden; und wer nicht hat, von dem wird auch [das] weggenommen werden, was er hat.“
26 Und er sagte: „Die Königsherrschaft Gottes ist so, wie wenn ein Mensch den Samen auf das Land wirft,
27 und er schläft und er erhebt sich, Nacht und Tag, und der Same sprosst und schießt auf ‹o.: wird lang›, er weiß selbst nicht, wie.
28 Denn von selbst trägt die Erde Frucht: zuerst Grashalm, danach Ähre, danach vollen Weizen in der Ähre.
29 Sobald die Frucht sich [dann] darbietet, sendet er sogleich die Sichel, weil die Ernte da ist.“
30 Und er sagte: „Womit sollen wir die Königsherrschaft Gottes vergleichen? Oder in welchem Gleichnis sollen wir sie gleichnishaft darstellen?
31 [Sie ist] wie mit einem Senfkorn: Wenn es auf das Land gesät wird, ist es kleiner als alle Samen, die im Land [sind].
32 Und sobald es gesät ist, geht es auf und wird größer3 als alle Gartengewächse, und es treibt große Zweige, sodass unter seinem Schatten die Vögel des Himmels wohnen können.“
33 In vielen solchen Gleichnissen redete er zu ihnen das Wort, so, wie sie es zu hören vermochten.
34 Ohne Gleichnis redete er nicht zu ihnen. [Wenn sie] aber für sich [allein waren], löste er seinen Jüngern alles auf.
35 Und als es an jenem Tag Abend geworden war, sagt er zu ihnen: „Lasst uns zum jenseitigen [Ufer] hinüberfahren.“
36 Und nachdem sie die Menge entlassen haben, nehmen sie ihn im Boot mit sich, wie er war. Es waren auch weitere kleine Boote bei ihm ‹d. h.: beim Boot›.
37 Und es entsteht ein großer Sturmwind. Die Wellen schlugen [fortan] in das Boot, sodass es sich schon füllte.
38 Und er selbst war am Hinterdeck, schlafend auf dem Kopfkissen. Und sie wecken ihn ganz auf und sagen zu ihm: „Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“
39 Und als er ganz geweckt war, gebot er dem Wind nachdrücklich und sagte zum Meer: „Schweig! Werde stumm gemacht ‹und bleib so›!“ Und der Wind legte sich, und es entstand eine große Stille.
40 Und er sagte zu ihnen: „Was seid ihr feige? Wieso habt ihr nicht Glauben?“4
41 Sie gerieten in Furcht, in große Furcht, und sagten zu einander: „Wer ist dieser dann, dass auch der Wind und das Meer ihm gehorchen?“

Fußnoten

  1. 1 4,21 modion; ca. 9 Liter fassend
  2. 2 4,24 NA: ohne euch, den Hörenden
  3. 3 4,32 Der Schwarze Senf erreicht eine Höhe von 2,5 bis 3 m.
  4. 4 4,40 NA: Habt ihr noch immer keinen Glauben?