Neues Testament
Römer Kapitel 10
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Brüder, das Wohlgefallen ‹und Wünschen› meines Herzens und das flehende [Gebet] zu Gott für Israel1 ist um [ihre] Rettung.
2Ich gebe ihnen nämlich Zeugnis, dass sie Eifer um Gott2 haben, jedoch nicht nach Erkenntnis.
3Denn als Unwissende in Bezug auf die Gerechtigkeit Gottes und ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten suchend, unterordneten sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht.
4Ziel ‹und Ende› [des] Gesetzes [ist] nämlich Christus, zu[r] Gerechtigkeit jedem Glaubenden3.
5Mose schreibt ja bezüglich der Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz [ist]: „Der Mensch, der diese [Dinge] tut ‹eig.: getan hat›4, wird durch sie leben.“ (3Mo 18,5)
6Aber die Gerechtigkeit aus Glauben sagt so ‹o.: folgendermaßen›: „Sage nicht in deinem Herzen: ‘Wer wird in den Himmel hinaufsteigen?’“ (5Mo 30,12) – das ist: um Christus herabzuführen –,
7„oder: ‘Wer wird in den Abgrund hinabsteigen?’“ (5Mo 30,13) – das ist: um Christus aus [den] Toten heraufzuführen.
8Sondern was sagt sie?: „Nahe ist dir der Ausspruch ‹o.: das Wort›5 in deinem Mund und in deinem Herzen.“ (5Mo 30,14) Dies ist der Ausspruch des Glaubens, den ‹o.: das Wort des Glaubens, das› wir verkünden:
9Wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus [den] Toten [auf]erweckt hat, wirst du gerettet werden.
10 Denn mit [dem] Herzen wird geglaubt – zu[r] Gerechtigkeit; mit [dem] Mund wird bekannt – zu[r] Rettung.
11 Es sagt ja die Schrift: „Jeder an ihn Glaubende6 wird nicht zuschanden werden7.“ (Jes 28,16)
12 Es ist nämlich kein Unterschied zwischen Jude und Grieche, denn [er ist] derselbe Herr aller, reich seiend für alle, die ihn anrufen8.
13 Denn „jeder, wer auch immer den Namen [des] Herrn anrufen wird, wird gerettet werden“. (Joe 3,5)
14 Wie nun sollen sie [den] anrufen, an den sie nicht gläubig geworden sind9? Wie sollen sie aber gläubig werden [an einen], von dem sie nicht gehört haben? Wie aber sollen sie hören ohne einen Verkünder?
15 Wie sollen sie aber verkünden, wenn sie nicht gesandt worden sind? Wie geschrieben ist: „Wie schön [sind] die Füße derer, die als gute Botschaft Frieden verkündigen, [die Füße] derer, die als gute Botschaft das Gute verkündigen!“ (Jes 52,7)10
16 Doch nicht alle gehorchten dem Evangelium, denn Jesaja sagt: „Herr, wer glaubte ‹und glaubt› unserer Kunde?11“ (Jes 53,1)
17 Demnach [ist] der Glaube aus [der] Kunde ‹o.: aus [dem] Hören [der Botschaft]; aus dem Gehörten›, die Kunde aber durch Ausspruch Gottes ‹o.: durch von Gott [gesprochenes] Wort›.12
18 Jedoch sage ich: Haben sie etwa nicht gehört? Oh doch!: „Ins ganze Land ‹o.: in alle Lande›13 ging ihre Stimme hinaus und zu den Enden des Weltreiches14 ihre Aussprüche ‹o.: die von ihnen [gesprochenen] Worte›.“ (Ps 19,5)
19 Jedoch sage ich: Verstand Israel etwa nicht? Zuerst sagt Mose: „Ich will euch zur Eifersucht reizen über ein Nicht-Volk15. Über ein unverständiges Volk16 will ich euch erzürnen.“ (5Mo 32,21)
20 Jesaja erkühnt sich und sagt: „Ich wurde gefunden von denen, die mich nicht suchten. Ich wurde offenbar denen, die nicht nach mir fragten.“ (Jes 65,1)
21 Zu Israel aber sagt er: „Den ganzen Tag streckte ich meine Hände aus zu einem [im Unglauben] nicht gehorchenden17 und widersprechenden Volk.“ (Jes 65,2)
2Ich gebe ihnen nämlich Zeugnis, dass sie Eifer um Gott2 haben, jedoch nicht nach Erkenntnis.
3Denn als Unwissende in Bezug auf die Gerechtigkeit Gottes und ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten suchend, unterordneten sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht.
4Ziel ‹und Ende› [des] Gesetzes [ist] nämlich Christus, zu[r] Gerechtigkeit jedem Glaubenden3.
5Mose schreibt ja bezüglich der Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz [ist]: „Der Mensch, der diese [Dinge] tut ‹eig.: getan hat›4, wird durch sie leben.“ (3Mo 18,5)
6Aber die Gerechtigkeit aus Glauben sagt so ‹o.: folgendermaßen›: „Sage nicht in deinem Herzen: ‘Wer wird in den Himmel hinaufsteigen?’“ (5Mo 30,12) – das ist: um Christus herabzuführen –,
7„oder: ‘Wer wird in den Abgrund hinabsteigen?’“ (5Mo 30,13) – das ist: um Christus aus [den] Toten heraufzuführen.
8Sondern was sagt sie?: „Nahe ist dir der Ausspruch ‹o.: das Wort›5 in deinem Mund und in deinem Herzen.“ (5Mo 30,14) Dies ist der Ausspruch des Glaubens, den ‹o.: das Wort des Glaubens, das› wir verkünden:
9Wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus [den] Toten [auf]erweckt hat, wirst du gerettet werden.
10 Denn mit [dem] Herzen wird geglaubt – zu[r] Gerechtigkeit; mit [dem] Mund wird bekannt – zu[r] Rettung.
11 Es sagt ja die Schrift: „Jeder an ihn Glaubende6 wird nicht zuschanden werden7.“ (Jes 28,16)
12 Es ist nämlich kein Unterschied zwischen Jude und Grieche, denn [er ist] derselbe Herr aller, reich seiend für alle, die ihn anrufen8.
13 Denn „jeder, wer auch immer den Namen [des] Herrn anrufen wird, wird gerettet werden“. (Joe 3,5)
14 Wie nun sollen sie [den] anrufen, an den sie nicht gläubig geworden sind9? Wie sollen sie aber gläubig werden [an einen], von dem sie nicht gehört haben? Wie aber sollen sie hören ohne einen Verkünder?
15 Wie sollen sie aber verkünden, wenn sie nicht gesandt worden sind? Wie geschrieben ist: „Wie schön [sind] die Füße derer, die als gute Botschaft Frieden verkündigen, [die Füße] derer, die als gute Botschaft das Gute verkündigen!“ (Jes 52,7)10
16 Doch nicht alle gehorchten dem Evangelium, denn Jesaja sagt: „Herr, wer glaubte ‹und glaubt› unserer Kunde?11“ (Jes 53,1)
17 Demnach [ist] der Glaube aus [der] Kunde ‹o.: aus [dem] Hören [der Botschaft]; aus dem Gehörten›, die Kunde aber durch Ausspruch Gottes ‹o.: durch von Gott [gesprochenes] Wort›.12
18 Jedoch sage ich: Haben sie etwa nicht gehört? Oh doch!: „Ins ganze Land ‹o.: in alle Lande›13 ging ihre Stimme hinaus und zu den Enden des Weltreiches14 ihre Aussprüche ‹o.: die von ihnen [gesprochenen] Worte›.“ (Ps 19,5)
19 Jedoch sage ich: Verstand Israel etwa nicht? Zuerst sagt Mose: „Ich will euch zur Eifersucht reizen über ein Nicht-Volk15. Über ein unverständiges Volk16 will ich euch erzürnen.“ (5Mo 32,21)
20 Jesaja erkühnt sich und sagt: „Ich wurde gefunden von denen, die mich nicht suchten. Ich wurde offenbar denen, die nicht nach mir fragten.“ (Jes 65,1)
21 Zu Israel aber sagt er: „Den ganzen Tag streckte ich meine Hände aus zu einem [im Unglauben] nicht gehorchenden17 und widersprechenden Volk.“ (Jes 65,2)
Fußnoten
- 1 10,1 NA: für sie
- 2 10,2 wörtl.: einen Gotteseifer; genitivus obiectivus
- 3 10,4 Partizip Präsens durativ: der beständig an mich Glaubende
- 4 10,5 komplexiver Aorist; hier zeitlos aufgefasst, s. 3Mo 18,5
- 5 10,8 hreema, das gesprochene Wort
- 6 10,11 Partizip Präsens durativ: beständig Glaubende
- 7 10,11 Der Mas. Text hat in Jes 28,16 „der Glaubende wird nicht fliehen“.
- 8 10,12 Partizip Präsens durativ o. iterativ: allen ihn fortwährend bzw. immer wieder Anrufenden
- 9 10,14 ingressiver Aorist
- 10 10,15 NA: ohne „die als gute Botschaft Frieden verkündigen“
- 11 10,16 wörtl.: unserem Gehörten
- 12 10,17 NA: Ausspruch Christi
- 13 10,18 gee (heb. äräz); „Erde, Erdboden, Land, [umliegende] Länderregion“
- 14 10,18 oikoumenee, die bewohnte Welt; das bewohnte Gebiet
- 15 10,19 ouk ethnos
- 16 10,19 ethnos
- 17 10,21 apeithein bed.: „im Unglauben ungehorsam sein“; der Ungehorsam besteht im Unglauben