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Neues Testament

Römer Kapitel 2

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Darum bist du unentschuldbar, o Mensch, jeder, der richtet ‹und urteilt›1, denn worin du den anderen richtest, verurteilst du dich selbst, denn du, der Richtende2, tust dasselbe.
2Aber wir wissen, dass das Gericht Gottes gemäß [der] Wahrheit ist über die, die solches tun3.
3Denkst ‹und rechnest› du aber, o Mensch, der [du] die richtest, die solches tun, und dasselbe verübst, dass du dem Gericht Gottes entfliehen werdest?
4Oder verachtest du den Reichtum seiner Freundlichkeit und Nachsicht ‹, [seines] Ansichhaltens,› und Geduld, ohne zu wissen, dass die Freundlichkeit Gottes dich zu[r] Buße ‹, zu einer Sinnesänderung,› leitet?
5Nach deiner Sturheit und [deinem] unbußfertigen Herzen aber sammelst du dir selbst Zorn am Tag [des] Zorns und [der] Enthüllung und4 [des] gerechten Gerichtes5 Gottes,
6der einem jeden vergelten ‹eig.: erstatten› wird nach seinen Werken ‹, nach seinem Tun›.
7Ja, denen, die mit Ausdauer ‹, mit standhaftem Erdulden,› in gutem Werk ‹, im Tun von Gutem,› Herrlichkeit und Ehre und Unverderblichkeit suchen: ewiges6 Leben;
8aber denen, die aus Eigennutz7 [handeln] und der Wahrheit [im Unglauben] nicht gehorchen8, der Ungerechtigkeit aber gehorchen: Grimm und Zorn.
9Bedrängnis und Angst über jede Seele [des] das Üble ausführenden9 Menschen, [des] Juden zuerst und auch [des] Griechen,
10 jedem das Gute Wirkenden aber Herrlichkeit und Ehre und Friede, [dem] Juden zuerst und auch [dem] Griechen!
11 Es gibt nämlich bei Gott kein ‘Gesicht-Annehmen’ ‹, kein Annehmen aufgrund des Gesichts, keine Parteilichkeit›.
12 Denn so viele ohne Gesetz gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz umkommen; und so viele im Gesetz gesündigt haben, werden durch10 Gesetz gerichtet werden –
13 Es [sind] ja nicht die Hörer des Gesetzes gerecht vor Gott, sondern die Täter des Gesetzes werden gerechtgemacht werden ‹o.: als gerecht dastehen›;
14 wann immer nämlich Völker ‹o.: Menschen aus den Völkern›, die [das] Gesetz nicht haben, von Natur aus die vom Gesetz [geforderten Dinge]11 tun, sind diese, obwohl sie das Gesetz nicht haben, sich selbst [ein] Gesetz,
15 welche das Werk des Gesetzes [als] in ihren Herzen eingeschrieben aufweisen, wobei ihr Gewissen mitbezeugt und indem zwischen ihnen wechselweise die Gedankenurteile sich anklagen oder auch entschuldigen12
16 an [dem] Tag, an dem Gott das Verborgene der Menschen richten wird gemäß meinem Evangelium, durch Jesus, [den] Gesalbten.
17 Sieh,13 du nennst dich Jude und stützt dich auf das Gesetz14 und rühmst dich Gottes
18 und kennst den Willen und prüfst ‹und untersuchst›, was das Vorzüglichere ‹, das Vorzuziehende, das Wesentliche,› sei, da du aus dem Gesetz unterwiesen wirst ‹o.: bist›,
19 bist auch überzeugt ‹und verlässt dich darauf›, selbst ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, die in Finsternis [sind],
20 ein Erzieher [der] Törichten, ein Lehrer [der] Unmündigen, der im Gesetz die Verkörperung ‹o.: Ausformung; Gestaltung› der [Er]­kenntnis und der Wahrheit hat.
21 Der [du] also einen anderen lehrst, du lehrst dich selbst nicht? Der [du] verkündest, [man solle] nicht stehlen, du stiehlst?
22 Der [du] sagst, [man solle] nicht Ehebruch begehen, du begehst Ehebruch? Der [du] Götzen verabscheust, du begehst Tempelraub?
23 Der [du] dich [des] Gesetzes rühmst, du verunehrst Gott durch die ‹o.: bei der; in der; via› Übertretung des Gesetzes?
24 Denn „der Name Gottes wird euretwegen15 gelästert unter den Völkern ‹, den Heiden›(Jes 52,5 LXX), wie geschrieben ist.
25 Beschneidung ist ja wohl nützlich – wenn du [das] Gesetz tust. Wenn du aber ein Übertreter [des] Gesetzes bist, ist deine Beschneidung Unbeschnittenheit16 geworden.
26 Wenn also der Unbeschnittene17 die gerechten [verordneten] Auflagen ‹o.: die Gerechtigkeitsforderungen› des Gesetzes bewahrt ‹und befolgt›, wird [dann] nicht seine Unbeschnittenheit für Beschneidung gerechnet18 werden?
27 Und es wird der von Natur Unbeschnittene, der das Gesetz erfüllt19, dich richten, der du mit [dem] geschriebenen [Buchstaben] und [der] Beschneidung ein Übertreter [des] Gesetzes [bist].
28 Denn nicht der, der [es] im Sichtbaren [ist], ist Jude, noch [ist] die [Beschneidung], die [es] im Sichtbaren [ist], im Fleisch, Beschneidung,
29 sondern der, der [es] im Verborgenen [ist, ist] Jude, und Beschneidung [ist die des] Herzens, im Geist, nicht [im] geschriebenen [Gesetz]. Eines solchen Lob [ist] nicht von Menschen, sondern von Gott.

Fußnoten

  1. 1 2,1 Partizip Präsens durativ o. iterativ: fortwährend o. wiederholt
  2. 2 2,1 Partizip Präsens durativ o. iterativ
  3. 3 2,2 Partizip Präsens durativ o. iterativ
  4. 4 2,5 NA: ohne und
  5. 5 2,5 o.: gerechten Richterspruchs; o.: Rechtsurteils
  6. 6 2,7 aioonios; äonisches
  7. 7 2,8 o.: selbstsüchtigem Gewinnstreben
  8. 8 2,8 apeithein bed.: „im Unglauben ungehorsam sein“; der Ungehorsam besteht im Unglauben
  9. 9 2,9 Partizip Präsens durativ: fortwährend; so a. V. 10.
  10. 10 2,12 o.: via; in Verbindung mit; dia
  11. 11 2,14 wörtl.: die [Dinge] des Gesetzes; Genitiv des Subjekts (genitivus subiectivus)
  12. 12 2,15 d. h.: sie beweisen damit, dass die Verrichtung des Gesetzes in ihren Herzen aufgeschrieben ist; ihr Gewissen bezeugt es mit, und die Gedankenurteile klagen sich untereinander an oder entschuldigen sich auch.
  13. 13 2,17 ide; NA: Wenn aber; griech. ei de
  14. 14 2,17 eig.: ruhst dich aus beim Gesetz
  15. 15 2,24 der Mas. Text hat im AT „euretwegen“ nicht
  16. 16 2,25 Grundbed.: Vorhaut; so a. im Folg.
  17. 17 2,26 wörtl.: die Unbeschnittenheit
  18. 18 2,26 o.: erachtet; gehalten
  19. 19 2,27 wörtl.: die Unbeschnittenheit von Natur, die das Gesetz erfüllt