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Neues Testament

Römer Kapitel 14

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Den [im] Glauben Schwachen nehmt auf – nicht zum Beurteilen von zweifelhaften Überlegungen ‹o.: zweifelhaften Dingen›.
2Einer glaubt, alles essen [zu können]. Aber der Schwache isst Gartengewächse.
3Der Essende verachte nicht den nicht Essenden, und der nicht Essende richte nicht ‹, fälle nicht ein Urteil über,› den Essenden, denn Gott hat ihn aufgenommen.
4Wer bist du, der du [den] fremden Haussklaven richtest ‹, über ihn ein Urteil fällst›? Er steht oder fällt dem eigenen Herrn. Er wird aber aufgerichtet werden ‹und Stand haben›, denn Gott vermag ihn aufzurichten ‹und ihm Stand zu geben›.
5Der eine urteilt, ein Tag sei vor einem [anderen] Tag. Der andere aber urteilt, jeder Tag [sei gleich]. Ein jeder habe im eigenen Denken volle Gewissheit ‹und Überzeugung›.
6Wer auf den Tag bedacht ist,1 ist für [den] Herrn [darauf] bedacht. Und wer nicht auf den Tag bedacht ist, ist für [den] Herrn nicht [darauf] bedacht.2 Und wer isst, isst für [den] Herrn, denn er dankt Gott. Und wer nicht isst, isst für [den] Herrn nicht, und er dankt Gott;
7denn keiner von uns lebt für sich selbst und keiner stirbt für sich selbst;
8denn beides: wenn wir leben, leben wir für den Herrn, und auch wenn wir sterben, sterben wir für den Herrn. Also: Ob wir leben und auch ob wir sterben, wir sind des Herrn;
9denn hierzu auch3 starb Christus und stand auf4 und lebte [wieder], damit er sowohl [über] Tote als auch [über] Lebende Herr sei ‹o.: Herr werde›.
10 Du aber, was richtest du ‹, fällst ein Urteil über,› deinen Bruder? Oder auch du, was verachtest du deinen Bruder?, denn wir werden alle vor den Richterstuhl des Gesalbten5 gestellt werden;
11 denn es ist geschrieben: „‘[So wahr] ich lebe’, sagt [der] Herr, ‘mir wird jedes Knie sich beugen, und jede Zunge wird Gott [das Lob] bekennen.’“ (Jes 45,23)
12 Dann wird also jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben.
13 Wollen wir also nicht mehr einander richten ‹o.: übereinander ein Urteil fällen›, sondern richtet vielmehr dieses ‹o.: nehmt dieses ins Urteil›, dem Bruder nicht einen Anstoß6 in den Weg zu legen oder ein Ärgernis7.
14 Ich weiß und ich bin überzeugt in [dem] Herrn Jesus, dass nichts für sich ‹o.: an sich› gemein8 [ist]; nur dem, der etwas für gemein hält ‹o.: rechnet; erachtet›, ist es gemein.
15 Aber wenn dein Bruder wegen einer Speise traurig gemacht wird, wandelst du nicht mehr nach [der] Liebe. Bringe nicht mit deiner Speise denjenigen um, für den Christus starb!
16 Es soll also euer Gutes nicht verlästert werden.
17 Die Königsherrschaft Gottes ist ja nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist.
18 Denn der in diesen [Dingen] dem Gesalbten Sklavendienst Tuende9 [ist] Gott wohlgefällig und [bei] den Menschen bewährt.
19 Folglich: Lasst uns den [Dingen] nachjagen, [die] des Friedens [sind], und den [Dingen], [die] dem gegenseitigen [Auf]­bauen [dienen].
20 Reiße nicht wegen einer Speise das Bauwerk Gottes nieder. Zwar [ist] alles rein, doch [es ist] böse für den Menschen, der mit Anstoßnehmen [davon] isst ‹und so zu Fall kommt›.
21 [Es ist] edel ‹und vortrefflich›, kein Fleisch zu essen noch Wein zu trinken noch [etwas zu tun], bei dem dein Bruder sich stößt oder es ihm zum Fallstrick wird oder er schwach ist.10
22 Hast du Glauben? Habe ihn für dich selbst vor Gott. Selig, wer sich selbst nicht richtet ‹o.: wer nicht über sich selbst ein Urteil spricht› in dem, was er gutheißt!
23 Aber der Zweifelnde, wenn er isst, der ist verurteilt, weil es nicht aus Glauben [ist]. Und alles, was nicht aus Glauben [ist], ist Sünde.11 [V. 24-26: Dem, der euch zu festigen vermag gemäß meinem Evangelium und der Verkündigung von Jesus, [dem] Gesalbten, entsprechend [der] Enthüllung [des] Geheimnisses, das in ewigen Zeiten verschwiegen war, 25 jetzt aber offenbart worden ist und durch prophetische Schriften gemäß [ausdrücklichem] Befehl des ewigen Gottes kundgetan worden ist zu[m] Glaubensgehorsam für all die Völker, 26 dem allein weisen Gott, durch Jesus Christus, ihm [ist] die Herrlichkeit in die Äonen! Amen!]

Fußnoten

  1. 1 14,6 wörtl.: Der [auf] den Tag Sinnende
  2. 2 14,6 NA: ohne Und wer nicht auf den Tag bedacht ist, ist für [den] Herrn nicht [darauf] bedacht.“
  3. 3 14,9 NA: ohne auch
  4. 4 14,9 NA: ohne und stand auf
  5. 5 14,10 NA: Richterstuhl Gottes
  6. 6 14,13 d. h.: keinen Stein, an dem man sich stößt, über den man stolpert und zu Fall kommt
  7. 7 14,13 o.: einen Fallstrick; einen Anlass zum Stolpern und Fallen
  8. 8 14,14 d. h.: allgemein; hier i. S. v.: unrein; „gemein“ war im AT das, was von den gemeinen Menschen, den Heiden, gegessen wurde, von Israel aber nicht gegessen werden durfte.
  9. 9 14,18 Partizip Präsens durativ: beständig Tuende
  10. 10 14,21 NA: ohne oder es ihm zum Fallstrick wird oder er schwach ist
  11. 11 14,23 Bei vielen griech. Hss und der syrisch-harklensischen Überlieferung stehen diese Verse (14,24-26) hier im Anschluss an 14,23; ebenso in der Mehrheitstextausgabe von Robinson & Pierpont. In P46 (um 200 n. Chr.) sowie in einer Reihe von alten griech. Hss und in den lat. sowie koptischen Hss u. der syr. Peschitta sowie bei Origenes u. Hieronymus und im t. r. stehen diese Verse am Ende des Briefes als 16,25–27.