Neues Testament
Römer Kapitel 4
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Was sollen wir nun sagen, dass Abraham, unser Vater1 nach [dem] Fleisch, gefunden hat?
2Wenn Abraham nämlich aus Werken gerechtgemacht wurde, hat er [etwas zum] Rühmen, jedoch nicht vor Gott.
3Was nämlich sagt die Schrift? „Abraham glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet ‹o.: als Gerechtigkeit gewertet›.“ (1Mo 15,6)
4Aber dem, der arbeitet ‹o.: Werke tut›, wird der Lohn nicht nach Gnade gerechnet ‹d. h.: nicht als etwas nach Gnade Gegebenes erachtet bzw. gewertet›, sondern nach Schuldigkeit.
5Dem hingegen, der nicht arbeitet ‹o.: nicht Werke tut›, aber an den glaubt,2 der den Ehrfurchtslosen gerechtmacht, wird sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet ‹o.: als Gerechtigkeit gewertet›;
6gleichwie auch David die Seligkeit des Menschen ausspricht, dem Gott Gerechtigkeit anrechnet ‹d. h.: den Gott für gerecht erachtet› unabhängig von Werken3:
7„Selig die, deren Gesetzwidrigkeiten vergeben und deren Sünden bedeckt wurden!
8Selig [der] Mann, dem der Herr Sünde nicht anrechnet!“ (Ps 32,1.2)
9Diese Seligkeit also, [kommt sie] auf die Beschneidung oder auch auf die Unbeschnittenheit ‹eig.: die Vorhaut›? Wir sagen ja: Dem Abraham wurde der Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet ‹o.: als Gerechtigkeit gewertet›.
10 Wie nun wurde [er ihm zur Gerechtigkeit] gerechnet? Als er in der Beschneidung war oder in der Unbeschnittenheit? Nicht in der Beschneidung, sondern in der Unbeschnittenheit.
11 Und er empfing [das] Zeichen [der] Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den [er] in der Unbeschnittenheit [hatte], auf dass er Vater aller in [der] ‹o.: im Zustand [der]›4 Unbeschnittenheit Glaubenden sei, damit auch ihnen die Gerechtigkeit angerechnet werde,
12 und Vater [der] Beschneidung – für die, die nicht allein aus [der] Beschneidung [sind], sondern sich auch ausrichten5 nach den Fußspuren des Glaubens unseres Vaters Abraham, den [er bereits] in der Unbeschnittenheit [hatte];
13 denn nicht durch [das] Gesetz ‹o.: via Gesetz; über [das] Gesetz; im Zusammenhang mit [dem] Gesetz›6 [wurde] Abraham oder seinem Samen die Verheißung [zuteil], dass er der Erbe der Welt sein sollte, sondern durch ‹o.: via; über; auf dem Weg [der]› Glaubensgerechtigkeit.
14 Wenn nämlich die vom Gesetz Erben sind, ist der Glaube nichtig ‹o.: nutzlos; wertlos; eig.: leer› gemacht und die Verheißung zunichte gemacht ‹, außer Wirksamkeit gesetzt›,
15 denn das Gesetz bewirkt Zorn; wo nämlich7 kein Gesetz ist, da [ist] auch keine Übertretung.
16 Deswegen [ist es] aus Glauben, damit [es] nach Gnade [sei], damit die Verheißung dem ganzen Samen fest sei, nicht allein dem vom Gesetz, sondern auch dem vom Glauben Abrahams, der unser aller Vater ist,
17 – so wie geschrieben ist: „Zum Vater vieler Völker8 habe ich dich gesetzt“ (1Mo 17,5) – vor dem, [an] den er glaubte, Gott, der die Toten lebend macht und das nicht Seiende wie Seiendes ruft9;
18 der entgegen Hoffnung auf Hoffnung glaubte, auf dass er zu[m] Vater vieler Völker würde, gemäß dem Gesagten: „So wird dein Same sein.“ (1Mo 15,5)
19 Und nicht im Glauben schwach werdend, beachtete er nicht10 den eigenen schon erstorbenen Leib – er war etwa hundertjährig – und das Abgestorbensein des Mutterleibes der Sara.
20 Er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde [innerlich] gekräftigt [im] Glauben, gab [dabei] Gott [die] Herrlichkeit ‹und Ehre›
21 und [war] der vollen Gewissheit ‹und Überzeugung›: „Was er verheißen hat, ist er auch imstande zu tun.“
22 Darum wurde es ihm auch zur Gerechtigkeit gerechnet ‹o.: als Gerechtigkeit gewertet›.
23 Es wurde aber nicht allein seinetwegen geschrieben, dass es ihm [zur Gerechtigkeit] gerechnet wurde,
24 sondern auch unsertwegen, denen es künftig [zur Gerechtigkeit] gerechnet ‹o.: [als Gerechtigkeit] gewertet› werden soll, denen, die an den glauben, der Jesus, unseren Herrn, aus [den] Toten [auf]erweckt hat,
25 [den], der unserer Übertretungen wegen dahingegeben und unserer Gerechtmachung11 wegen [auf]erweckt wurde.
2Wenn Abraham nämlich aus Werken gerechtgemacht wurde, hat er [etwas zum] Rühmen, jedoch nicht vor Gott.
3Was nämlich sagt die Schrift? „Abraham glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet ‹o.: als Gerechtigkeit gewertet›.“ (1Mo 15,6)
4Aber dem, der arbeitet ‹o.: Werke tut›, wird der Lohn nicht nach Gnade gerechnet ‹d. h.: nicht als etwas nach Gnade Gegebenes erachtet bzw. gewertet›, sondern nach Schuldigkeit.
5Dem hingegen, der nicht arbeitet ‹o.: nicht Werke tut›, aber an den glaubt,2 der den Ehrfurchtslosen gerechtmacht, wird sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet ‹o.: als Gerechtigkeit gewertet›;
6gleichwie auch David die Seligkeit des Menschen ausspricht, dem Gott Gerechtigkeit anrechnet ‹d. h.: den Gott für gerecht erachtet› unabhängig von Werken3:
7„Selig die, deren Gesetzwidrigkeiten vergeben und deren Sünden bedeckt wurden!
8Selig [der] Mann, dem der Herr Sünde nicht anrechnet!“ (Ps 32,1.2)
9Diese Seligkeit also, [kommt sie] auf die Beschneidung oder auch auf die Unbeschnittenheit ‹eig.: die Vorhaut›? Wir sagen ja: Dem Abraham wurde der Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet ‹o.: als Gerechtigkeit gewertet›.
10 Wie nun wurde [er ihm zur Gerechtigkeit] gerechnet? Als er in der Beschneidung war oder in der Unbeschnittenheit? Nicht in der Beschneidung, sondern in der Unbeschnittenheit.
11 Und er empfing [das] Zeichen [der] Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den [er] in der Unbeschnittenheit [hatte], auf dass er Vater aller in [der] ‹o.: im Zustand [der]›4 Unbeschnittenheit Glaubenden sei, damit auch ihnen die Gerechtigkeit angerechnet werde,
12 und Vater [der] Beschneidung – für die, die nicht allein aus [der] Beschneidung [sind], sondern sich auch ausrichten5 nach den Fußspuren des Glaubens unseres Vaters Abraham, den [er bereits] in der Unbeschnittenheit [hatte];
13 denn nicht durch [das] Gesetz ‹o.: via Gesetz; über [das] Gesetz; im Zusammenhang mit [dem] Gesetz›6 [wurde] Abraham oder seinem Samen die Verheißung [zuteil], dass er der Erbe der Welt sein sollte, sondern durch ‹o.: via; über; auf dem Weg [der]› Glaubensgerechtigkeit.
14 Wenn nämlich die vom Gesetz Erben sind, ist der Glaube nichtig ‹o.: nutzlos; wertlos; eig.: leer› gemacht und die Verheißung zunichte gemacht ‹, außer Wirksamkeit gesetzt›,
15 denn das Gesetz bewirkt Zorn; wo nämlich7 kein Gesetz ist, da [ist] auch keine Übertretung.
16 Deswegen [ist es] aus Glauben, damit [es] nach Gnade [sei], damit die Verheißung dem ganzen Samen fest sei, nicht allein dem vom Gesetz, sondern auch dem vom Glauben Abrahams, der unser aller Vater ist,
17 – so wie geschrieben ist: „Zum Vater vieler Völker8 habe ich dich gesetzt“ (1Mo 17,5) – vor dem, [an] den er glaubte, Gott, der die Toten lebend macht und das nicht Seiende wie Seiendes ruft9;
18 der entgegen Hoffnung auf Hoffnung glaubte, auf dass er zu[m] Vater vieler Völker würde, gemäß dem Gesagten: „So wird dein Same sein.“ (1Mo 15,5)
19 Und nicht im Glauben schwach werdend, beachtete er nicht10 den eigenen schon erstorbenen Leib – er war etwa hundertjährig – und das Abgestorbensein des Mutterleibes der Sara.
20 Er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde [innerlich] gekräftigt [im] Glauben, gab [dabei] Gott [die] Herrlichkeit ‹und Ehre›
21 und [war] der vollen Gewissheit ‹und Überzeugung›: „Was er verheißen hat, ist er auch imstande zu tun.“
22 Darum wurde es ihm auch zur Gerechtigkeit gerechnet ‹o.: als Gerechtigkeit gewertet›.
23 Es wurde aber nicht allein seinetwegen geschrieben, dass es ihm [zur Gerechtigkeit] gerechnet wurde,
24 sondern auch unsertwegen, denen es künftig [zur Gerechtigkeit] gerechnet ‹o.: [als Gerechtigkeit] gewertet› werden soll, denen, die an den glauben, der Jesus, unseren Herrn, aus [den] Toten [auf]erweckt hat,
25 [den], der unserer Übertretungen wegen dahingegeben und unserer Gerechtmachung11 wegen [auf]erweckt wurde.
Fußnoten
- 1 4,1 NA: unser Vorvater
- 2 4,5 zweimal Partizip Präsens durativ: dem nicht Arbeitenden [o. Werke Tuenden], aber beständig Glaubenden an den,
- 3 4,6 eig.: ohne Werke
- 4 4,11 dia: durch, via, über, mittels; in Verbindung mit; im Zusammenhang mit
- 5 4,12 d. h.: grundlegend ausrichten; stoichein (s. a. Phil 3,16) hängt mit stoicheia (die grundlegenden Elemente; Gal 4,3.9; Kol 2,8.20) zusammen.
- 6 4,13 dia
- 7 4,15 NA: wo aber
- 8 4,17 „Völker“ (ethnee) oft allg. für „Menschen“
- 9 4,17 wörtl.: den die Toten lebend machenden und das Nichtseiende wie Seiendes rufenden
- 10 4,19 NA: ohne „nicht“
- 11 4,25 nur hier und Röm 5,18.