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Neues Testament

Römer Kapitel 12

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Ich rufe euch also auf ‹und bitte euch›, Brüder, durch1 die Erbarmungen ‹o.: durch das Mitgefühl; kraft der Erbarmungen; im Blick auf die Erbarmungen› Gottes, eure Leiber als ein Opfer darzubieten, ein lebendes, heiliges, Gott wohlgefälliges [Opfer] – euer folgerichtiger2 ‹o.: angemessener; vernünftiger; wörtl.: logischer› [heiliger] Dienst ‹o.: Gottesdienst›3.
2Und lasst euch nicht diesem Äon gleichgestalten ‹o.: Passt euch nicht diesem Äon an: eig.: Gleichgestaltet euch nicht diesem Äon›, sondern werdet [stetig] umgestaltet ‹o.: lasst euch umgestalten›4 durch Erneuerung eures5 Denkens!, damit ihr prüfen [könnt], was der Wille Gottes sei, der gute und wohlgefällige und vollkommene.
3Ich sage nämlich durch die Gnade ‹o.: kraft der Gnade; mittels der Gnade›, die mir gegeben ist, einem jeden, der unter euch ist: nicht über das hinaus zu sinnen, als zu sinnen sich gebührt, sondern darauf zu sinnen, gesunden Sinnes zu sein ‹, züchtig, mäßig, besonnen›, wie Gott einem jeden ein Maß [des] Glaubens zugeteilt hat,
4– denn gleichwie wir an einem Leibe viele Glieder haben, aber die Glieder nicht alle dieselbe Verrichtung ‹o.: Tätigkeit› haben,
5so sind wir, die Vielen, ein Leib in Christus, als Einzelne aber Glieder voneinander,
6wobei wir unterschiedliche Gnadengaben haben, entsprechend der Gnade, die uns gegeben wurde –: sei es Prophezeien, [dann sei man gesunden Sinnes] gemäß dem entsprechenden Verhältnis6 des Glaubens,
7sei es Dienen, [dann] im Dienen, sei es der Lehrende, [dann] im Lehren,
8sei es der Aufrufende ‹und Zusprechende›, im Aufrufen ‹und Zusprechen›, der Mitteilende, in Einfalt, der Vorstehende, [dann] im Fleiß, der Barmherzigkeit Übende, in Fröhlichkeit.
9Die Liebe [sei] ungeheuchelt: [dabei seid] das Böse verabscheuend, dem Guten anhangend ‹o.: anhaftend; wörtl.: anklebend›,
10 hinsichtlich der Bruderliebe einander [mit natürlicher Liebe] zugetan, hinsichtlich der Ehrerbietung [seid] einer dem anderen vorangehend,
11 hinsichtlich des Fleißes nicht säumig ‹o.: träg, faul, zögernd›, hinsichtlich des Geistes glühend, dem Herrn [wie] Sklaven dienend,7
12 hinsichtlich der Hoffnung [seid] euch freuend, hinsichtlich der Bedrängnis Ausdauer bewahrend, hinsichtlich des Gebetes beharrlich,
13 hinsichtlich der Bedürfnisse der Heiligen [seid] Anteil nehmend, der Gastfreundschaft ‹eig.: der liebenden Zuneigung zu den Fremden› [seid] nachjagend.
14 Segnet8, die euch verfolgen ‹eig.: nachjagen›. Segnet [immer wieder] und verflucht nicht.
15 [Es gilt,] sich zu freuen mit den Fröhlichen und zu weinen mit den Weinenden,
16 dabei in [der Begegnung] miteinander dasselbe sinnend ‹, dieselbe Gesinnung habend›, nicht auf die hohen [Dinge] sinnend, sondern lasst euch zusammen mit den Niedrigen wegführen ‹näml.: vom Hochgesinntsein weg›. Werdet nicht solche, die bei sich selbst klug sind;
17 vergeltet ‹eig.: erstattet› [dabei] niemandem Übles mit Üblem; seid für das, was edel ‹und schön› ist, vorsorglich vor [den Augen] aller Menschen.
18 Wenn möglich, so viel an euch [liegt], habt ‹und haltet› mit allen Menschen Frieden.
19 Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn, denn es ist geschrieben: „‘Mein [ist die] Rache; ich werde vergelten’, sagt [der] Herr.“ (5Mo 32,35)
20 Also: „Wenn deinen Feind hungert, speise9 ihn; wenn ihn dürstet, gib ihm zu trinken; denn, wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt häufen.“ (Spr 25,21.22)
21 Lass dich nicht vom Üblen überwinden, sondern überwinde mit dem Guten das Üble.

Fußnoten

  1. 1 12,1 dia: durch; über; mittels; in Verbindung mit; im Zusammenhang mit; kann den begleitenden Umstand angeben
  2. 2 12,1 logikeen
  3. 3 12,1 latreia
  4. 4 12,2 Imperativ Präsens durativ
  5. 5 12,2 NA: des
  6. 6 12,6 analogia
  7. 7 12,11 t. r.: zur rechten Zeit Sklavendienst leistend
  8. 8 12,14 Imperativ Präsens iterativ o. durativ: immer wieder; stets; so alle Imperative in den V. 15–19.
  9. 9 12,20 Imperativ Präsens durativ: fortwährend bzw. immer wieder; so a. i. Folg.