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Neues Testament

Römer Kapitel 8

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1So [ist] denn jetzt keine Verurteilung für die in Christus Jesus, [für] die nicht nach [dem] Fleisch, sondern nach [dem] Geist Wandelnden,1
2denn [das] Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich2 freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes;
3denn was dem Gesetz unmöglich [war], ‹eig.: das Unmögliche des Gesetzes› – es war ja schwach, des Fleisches wegen ‹o.: aufgrund des Fleisches›3, – [tat] Gott: indem er seinen eigenen Sohn in [der] Gleichheit4 [des] sündigen Fleisches5 und für [die] Sünde6 sandte, verurteilte er die Sünde im Fleisch,
4damit die gerechten [verordneten] Auflagen ‹o.: die Gerechtigkeitsforderung› des Gesetzes erfüllt würden in uns, den nicht nach [dem] Fleisch, sondern nach [dem] Geist Wandelnden7.
5Denn die, die nach [dem] Fleisch sind, ‹wörtl.: die nach [dem] Fleisch Seienden›8 sinnen [auf] die [Dinge] des Fleisches, aber die, die nach [dem] Geist [sind], [auf] die [Dinge] des Geistes;
6denn das Sinnen des Fleisches [ist] Tod – das Sinnen des Geistes aber Leben und Friede –,
7da ja das Sinnen des Fleisches Feindschaft gegen Gott [ist], denn es ist dem Gesetz Gottes nicht untertänig, es vermag [es] auch gar nicht.
8Die im Fleisch ‹eig.: in Fleisch› Seienden9 vermögen nicht, Gott zu gefallen ‹, können Gottes Wohlgefallen nicht erlangen›.
9Ihr aber seid nicht im Fleisch ‹eig.: in Fleisch›, sondern im Geist ‹eig.: in Geist›, wenn wirklich ‹o.: sofern doch; o.: unter der Voraussetzung, dass› [der] Geist Gottes in euch wohnt. Aber wenn jemand10 [den] Geist Christi nicht hat, ist dieser nicht sein ‹, nicht sein Eigentum›.
10 Wenn aber Christus in euch [ist], [ist] der Leib zwar tot, wegen [der] Sünde, der Geist aber Leben, wegen [der] Gerechtigkeit.
11 Wenn nun der Geist dessen, der Jesus aus [den] Toten [auf]­erweckte, in euch wohnt, wird der, der Christus aus [den] Toten [auf]­erweckte, auch eure sterblichen Leiber lebend machen wegen seines in euch wohnenden Geistes.11
12 So sind wir also, Brüder, Schuldner – nicht dem Fleisch, um nach [dem] Fleisch zu leben,
13 denn wenn ihr nach [dem] Fleisch lebt, steht ihr im Begriff dahinzusterben ‹o.: seid ihr dabei, dahinzusterben›. Wenn ihr aber durch [den] Geist ‹o.: kraft [des] Geistes; o.: mittels [des] Geistes›12 die Handlungen des Leibes dem Tod übergebt ‹o.: zu Tode bringt›13, werdet ihr leben.
14 So viele nämlich durch [den] Geist ‹o.: kraft [des] Geistes; mittels [des] Geistes› Gottes geführt werden, die sind Söhne Gottes.
15 Ihr habt ja nicht einen Geist [der] Sklaverei empfangen, wiederum zu[r] Furcht, sondern ihr habt einen Geist [der] Sohnesstellung14 empfangen, in welchem wir schreien: „Abba!“, Vater!
16 Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind;
17 wenn aber Kinder, [dann] auch Erben, Erben Gottes, und Miterben Christi, wenn wir wirklich ‹o.: sofern wir doch; o.: unter der Voraussetzung, dass wir›15 mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden.
18 Denn ich rechne ‹o.: denke, schlussfolgere›, dass die Leiden der jetzigen Zeitfrist nichts wert sind ‹o.: kein entsprechendes Gewicht haben› [im Verhältnis] zu der kommenden Herrlichkeit, die an uns enthüllt werden soll ‹o.: zu der Herrlichkeit, die im Begriff ist, an uns enthüllt zu werden›,
19 denn das [sehnliche] Harren der Schöpfung wartet [mit Sehnsucht] auf das Enthülltwerden der Söhne Gottes.
20 Denn der Nichtigkeit wurde die Schöpfung ‹o.: das Geschöpf›16 unterstellt – nicht von sich aus ‹o.: nicht freiwillig›, sondern durch den, der sie unterstellte, – auf [die] Hoffnung hin,
21 dass auch die Schöpfung selbst von der Versklavung an die Verderblichkeit frei gemacht werden soll17 in die Freiheit der Herrlichkeit ‹o.: zur herrlichen Freiheit›18 der Kinder Gottes.
22 Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung zusammen seufzt und mitleidet ‹o.: zusammen in Wehen liegt; o.: Geburtsschmerzen mitempfindet› bis jetzt.
23 Aber nicht nur [sie], sondern auch wir selbst, als solche, die wir die Erstling[sgabe], den Geist,19 haben, auch wir selbst seufzen in uns selbst, während wir [sehnlich] auf [die] Sohnesstellung warten20, die Erlösung ‹o.: Befreiung› unseres Leibes;
24 denn auf Hoffnung hin wurden wir gerettet. Aber eine gesehene Hoffnung ‹eine Hoffnung, die man sehen kann,› ist keine Hoffnung; denn worauf hofft einer noch, was er [schon] sieht?
25 Aber wenn wir auf das hoffen, was wir [noch] nicht sehen, warten wir [sehnlich] darauf mit Ausdauer ‹, mit standhaftem Erdulden›.
26 Aber ebenso nimmt sich auch der Geist unserer Schwachheiten21 zusammen [mit uns] ‹und zu unseren Gunsten› mit an; denn was wir beten sollen, so wie es erforderlich wäre ‹o.: wie es sich gebührt›, wissen wir nicht; der Geist selbst jedoch verwendet sich zu unseren Gunsten mit unausgesprochenen ‹, wortlosen,› Seufzern.
27 Aber der, der die Herzen erforscht, weiß, was das Sinnen des Geistes [ist], da er sich Gott gemäß für [die] Heiligen verwendet.
28 Wir wissen aber: Den Gott Liebenden22 wirkt alles zusammen zu[m] Guten ‹o.: zu einem Guten›, den nach Vorsatz gerufen Seienden,
29 da er die, die er zuvor [er]­kannte ‹o.: im Voraus kannte›, auch zuvor bestimmte, dem Bild seines Sohnes gleichgestaltet [zu sein] ‹o.: auch zuvor bestimmte als dem Bild seines Sohnes Gleichgestaltete›, auf dass er [der] Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.
30 Die nun, die er zuvor bestimmte, diese rief er auch, und die er rief, diese machte er auch gerecht, und die er gerechtmachte, diese verherrlichte er auch.23
31 Was sollen24 ‹o.: werden› wir also zu diesem sagen? Wenn Gott für uns [ist], wer [wird] gegen uns [sein]?
32 Er, der doch den eigenen Sohn nicht schonte, sondern ihn zugunsten von uns allen25 dahingab, wie sollte26 er uns zusammen mit ihm nicht auch alles [in Gnade] schenken?
33 Wer will gegen Erwählte Gottes Klage erheben? Gott [ist] der Rechtfertigende ‹o.: Gerechtmachende; o.: Freispruch Gebende›!
34 Wer [will] verurteilen ‹eig.: Wer [will] der Verurteilende [sein]›? Christus [ist da], der starb!, ja, mehr, der auch27 [auf]­erweckt wurde, der auch zu[r] Rechten Gottes ist, der sich auch zu unseren Gunsten verwendet.
35 Was wird uns trennen von der Liebe des Gesalbten? Bedrängnis oder Angst ‹bzw.: Einengung› oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?
36 So wie geschrieben ist: „Deinetwegen werden wir zu Tode gebracht den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir geachtet ‹eig.: gerechnet› worden.“ (Ps 44,23)
37 In diesem allem jedoch sind wir überlegene Sieger durch den, der uns liebte ‹und liebt›28!
38 Ja,29 ich bin überzeugt: Weder Tod noch Leben, weder [Himmels]­boten noch Erstrangige, weder Kräfte noch Gegenwärtiges noch Bevorstehendes,
39 weder Höhe noch Tiefe noch irgendeine andere Schöpfung wird uns trennen können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus [ist], unserem Herrn.

Fußnoten

  1. 1 8,1 NA: ohne [für] die nicht nach [dem] Fleisch, sondern nach [dem] Geist Wandelnden
  2. 2 8,2 NA: dich
  3. 3 8,3 dia, üblicherw. mit „durch“ üst.; andere Möglichkeiten: „via; über; mittels; in Verbindung mit; im Zusammenhang mit; aufgrund von; infolge von“; dia (mit Genitiv) kann manchmal (z. B. Joh 1,10; 1Kor 8,6; Eph 3,9; Kol 1,16) kausale Bed. haben: „wegen“ (s. Lexikon von W. Bauer, unter: dia, IV)
  4. 4 8,3 homoiooma bed. nicht notwendigerw. „Gleichheit in allem“
  5. 5 8,3 wörtl.: [des] Fleisches [der] Sünde; des Sündenfleisches; genitivus qualitatis
  6. 6 8,3 o.: betreffs [der] Sünde; o.: wegen [der] Sünde; griech. peri
  7. 7 8,4 Partizip Präsens durativ: fortwährend Wandelnden
  8. 8 8,5 Partizip Präsens durativ: fortwährend
  9. 9 8,8 in Fleisch: en sarki; Seienden: Partizip Präsens durativ; fortwährend
  10. 10 8,9 Von der griech. Präposition eiper kann nicht ohne weiteres entnommen werden, ob die Bedingung, die folgt, erfüllt ist oder nicht.
  11. 11 8,11 NA: durch den in euch innewohnenden Geist
  12. 12 8,13 bloßer, instrumentaler Dativ
  13. 13 8,13 thanatoute Präsens; durativ o. iterativ: beständig o. immer wieder
  14. 14 8,15 hyothesia (nicht „Adoption“); wörtl.: „Sohnessetzung“, die Einsetzung des mündig gewordenen Sohnes in die Vorrechte der Sohnesstellung; vgl. Gal 4,1–5
  15. 15 8,17 Von der griech. Präposition eiper kann nicht ohne weiteres entnommen werden, ob die Bedingung, die folgt, erfüllt ist oder nicht.
  16. 16 8,20 ktisis (üblicherweise „Schöpfung“) wird auch für „Geschöpf“ gebraucht, z. B. Röm 1,25; 8,39; Mk 16,15; Hebr 4,13.
  17. 17 8,21 modales Futur
  18. 18 8,21 o.: in die Herrlichkeitsfreiheit; genitivus qualitatis
  19. 19 8,23 wörtl.: die Erstling[sgabe] des Geistes; genitivus explicativus bzw. epexegeticus
  20. 20 8,23 Partizip Präsens durativ
  21. 21 8,26 NA: unserer Schwachheit
  22. 22 8,28 Partizip Präsens durativ: beständig Liebenden
  23. 23 8,30 Die Aoriste in V. 30 könnten gnomisch aufzufassen sein, da auch „verherrlichte“ im Aorist steht; man müsste die Verben dann präsentisch üsn.; vgl. das „Konkordante NT“
  24. 24 8,31 modales Futur
  25. 25 8,32 hyper heemoon pantoon
  26. 26 8,32 modales Futur; so a. V. 33
  27. 27 8,34 NA: ohne auch
  28. 28 8,37 der Aorist kann als gnomischer Aorist aufgefasst und präsentisch üst. w.
  29. 29 8,38 Das griech. gar (meist: denn) kann als „ja“ übersetzt w.