Neues Testament
Johannes Kapitel 10
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Wahrlich!, wahrlich!, ich sage euch: Der, der nicht durch die Tür in die Hürde der Schafe eintritt, sondern anderswo darübersteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber.
2Aber der, der durch die Tür eintritt, ist der Hirte der Schafe.
3Dem öffnet der Türhüter; und die Schafe hören [auf] seine Stimme. Und die eigenen Schafe ruft er mit Namen, und er führt sie hinaus.
4Und sobald er die eigenen Schafe1 hinausgetan hat, geht er ihnen voran. Und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme [genau] kennen.
5Aber einem Fremden würden2 sie nicht folgen, sondern sie werden von ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen.“
6Diese Bildrede sagte Jesus ihnen, aber sie [er]kannten ‹und verstanden› nicht, was es war, das er zu ihnen sagte.
7Da sagte Jesus wieder zu ihnen: „Wahrlich!, wahrlich!, ich sage euch: Ich bin die Tür der Schafe.
8Alle, welche auch immer vor mir kamen, sind Diebe und Räuber. Die Schafe hörten jedoch nicht auf sie.
9Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich eingeht, wird er gerettet werden und ein- und ausgehen und Weide finden.
10 Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und umzubringen. Ich kam, damit sie Leben haben und es im Überfluss haben.
11 Ich bin der edle ‹und vortreffliche› Hirte. Der edle Hirte legt seine Seele ‹, sein Leben,› hin für die Schafe ‹o.: zugunsten der Schafe›3.
12 Der aber, der ein Lohnarbeiter ‹o.: Gemieteter; Mietling› und nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht, und der Wolf raubt sie, und er zerstreut die Schafe.
13 Aber der Lohnarbeiter ‹o.: der Gemietete; der Mietling› flieht,4 weil er ein Lohnarbeiter ist, und ihm liegt nichts an den Schafen.
14 Ich bin der edle ‹, vortreffliche,› Hirte. Und ich kenne die Meinen und werde von den Meinen gekannt5,
15 so wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne. Und meine Seele ‹, mein Leben,› gebe ich hin für die ‹o.: zugunsten der› Schafe.
16 Und andere Schafe habe ich, die nicht aus dieser Hürde sind. Auch die muss ich führen. Und sie werden [auf] meine Stimme hören. Und es wird sein6: eine Herde, ein Hirte.
17 Deswegen liebt mich der Vater, weil ich meine Seele ‹, mein Leben,› hinlege, damit ich sie wieder nehme.
18 Niemand nimmt sie von mir, sondern ich gebe sie hin von mir selbst aus. Ich habe Autorität sie hinzulegen und habe Autorität ‹o.: Handlungsbefugnis›, sie wieder zu nehmen. Dieses Gebot habe ich von meinem Vater bekommen.“
19 Daraufhin entstand wieder eine Spaltung unter den Juden wegen dieser Worte.
20 Viele von ihnen sagten: „Er hat einen Dämon und ist von Sinnen. Was hört ihr auf ihn?“
21 Andere sagten: „Diese Aussprüche7 sind nicht die eines Dämonisierten. Kann ein Dämon Augen von Blinden öffnen?“
22 Es geschah das Fest der [Tempel]weihe8 in Jerusalem; es war Winter.
23 Und Jesus wandelte in der Tempelstätte, in der Säulenhalle Salomos.
24 Da umringten ihn die Juden und sagten zu ihm: „Bis wann hältst du unsere Seele hin? Wenn du der Gesalbte bist, sag es uns frei heraus!“
25 Jesus antwortete ihnen: „Ich sagte es euch und ihr glaubt nicht. Die Taten ‹und Werke›, die ich in dem Namen meines Vaters tue, diese geben Zeugnis von mir.
26 Doch ihr glaubt nicht. Ihr seid nämlich nicht von meinen Schafen, so wie ich euch sagte.9
27 Meine Schafe hören [auf] meine Stimme. Und ich kenne sie. Und sie folgen mir.
28 Und ich gebe ihnen ewiges10 Leben, und sie kommen nicht um, in den Äon ‹, in Ewigkeit,› [nicht]. Und niemand wird sie aus meiner Hand rauben ‹o.: reißen›.
29 Mein Vater, der [sie] mir gegeben hat, ist größer als alles ‹o.: als alle›, und niemand kann [sie] aus der Hand meines Vaters rauben.
30 Ich und der Vater, wir sind eins.“
31 Daraufhin trugen die Juden wieder Steine [herbei], auf dass sie ihn steinigten.
32 Jesus antwortete ihnen: „Viele edle Taten ‹und vortreffliche Werke› zeigte ich euch von meinem Vater her. Wegen welcher Tat davon ‹, wegen welchen Werkes davon,› steinigt ihr mich ‹o.: wollt ihr mich steinigen›11?“
33 Die Juden antworteten ihm: „Wegen einer edlen Tat ‹, wegen eines vortrefflichen Werkes,› steinigen wir dich nicht, sondern wegen Lästerung, nämlich12 weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst.“
34 Jesus antwortete ihnen: „Ist nicht in eurem Gesetz geschrieben: ‘Ich sagte: Ihr seid Götter’? (Ps 82,6)
35 Wenn es jene Götter nannte, an die das Wort Gottes geschah – und die Schrift kann nicht aufgehoben werden –,
36 sagt ihr von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: ‘Du lästerst!’, weil ich sagte: ‘Ich bin Gottes Sohn’?
37 Wenn ich nicht die Taten ‹und Werke› meines Vaters tue, glaubt mir nicht.
38 Wenn ich sie aber tue, glaubt den Taten ‹und Werken›, wenn ihr schon mir nicht glaubt, – damit ihr [er]kennt und glaubt13, dass der Vater in mir [ist] und ich in ihm [bin].“
39 Da suchten sie wieder, ihn festzunehmen. Und er entging ihrer Hand.
40 Und er ging wieder auf die gegenüberliegende [Seite] des Jordans, an den Ort, wo Johannes zuerst war und taufte. Und er blieb dort.
41 Und viele kamen zu ihm und sagten: „Johannes tat zwar kein Zeichen. Aber alles, was immer Johannes über diesen sagte, war wahr.“
42 Und viele glaubten dort an ihn.
2Aber der, der durch die Tür eintritt, ist der Hirte der Schafe.
3Dem öffnet der Türhüter; und die Schafe hören [auf] seine Stimme. Und die eigenen Schafe ruft er mit Namen, und er führt sie hinaus.
4Und sobald er die eigenen Schafe1 hinausgetan hat, geht er ihnen voran. Und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme [genau] kennen.
5Aber einem Fremden würden2 sie nicht folgen, sondern sie werden von ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen.“
6Diese Bildrede sagte Jesus ihnen, aber sie [er]kannten ‹und verstanden› nicht, was es war, das er zu ihnen sagte.
7Da sagte Jesus wieder zu ihnen: „Wahrlich!, wahrlich!, ich sage euch: Ich bin die Tür der Schafe.
8Alle, welche auch immer vor mir kamen, sind Diebe und Räuber. Die Schafe hörten jedoch nicht auf sie.
9Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich eingeht, wird er gerettet werden und ein- und ausgehen und Weide finden.
10 Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und umzubringen. Ich kam, damit sie Leben haben und es im Überfluss haben.
11 Ich bin der edle ‹und vortreffliche› Hirte. Der edle Hirte legt seine Seele ‹, sein Leben,› hin für die Schafe ‹o.: zugunsten der Schafe›3.
12 Der aber, der ein Lohnarbeiter ‹o.: Gemieteter; Mietling› und nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht, und der Wolf raubt sie, und er zerstreut die Schafe.
13 Aber der Lohnarbeiter ‹o.: der Gemietete; der Mietling› flieht,4 weil er ein Lohnarbeiter ist, und ihm liegt nichts an den Schafen.
14 Ich bin der edle ‹, vortreffliche,› Hirte. Und ich kenne die Meinen und werde von den Meinen gekannt5,
15 so wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne. Und meine Seele ‹, mein Leben,› gebe ich hin für die ‹o.: zugunsten der› Schafe.
16 Und andere Schafe habe ich, die nicht aus dieser Hürde sind. Auch die muss ich führen. Und sie werden [auf] meine Stimme hören. Und es wird sein6: eine Herde, ein Hirte.
17 Deswegen liebt mich der Vater, weil ich meine Seele ‹, mein Leben,› hinlege, damit ich sie wieder nehme.
18 Niemand nimmt sie von mir, sondern ich gebe sie hin von mir selbst aus. Ich habe Autorität sie hinzulegen und habe Autorität ‹o.: Handlungsbefugnis›, sie wieder zu nehmen. Dieses Gebot habe ich von meinem Vater bekommen.“
19 Daraufhin entstand wieder eine Spaltung unter den Juden wegen dieser Worte.
20 Viele von ihnen sagten: „Er hat einen Dämon und ist von Sinnen. Was hört ihr auf ihn?“
21 Andere sagten: „Diese Aussprüche7 sind nicht die eines Dämonisierten. Kann ein Dämon Augen von Blinden öffnen?“
22 Es geschah das Fest der [Tempel]weihe8 in Jerusalem; es war Winter.
23 Und Jesus wandelte in der Tempelstätte, in der Säulenhalle Salomos.
24 Da umringten ihn die Juden und sagten zu ihm: „Bis wann hältst du unsere Seele hin? Wenn du der Gesalbte bist, sag es uns frei heraus!“
25 Jesus antwortete ihnen: „Ich sagte es euch und ihr glaubt nicht. Die Taten ‹und Werke›, die ich in dem Namen meines Vaters tue, diese geben Zeugnis von mir.
26 Doch ihr glaubt nicht. Ihr seid nämlich nicht von meinen Schafen, so wie ich euch sagte.9
27 Meine Schafe hören [auf] meine Stimme. Und ich kenne sie. Und sie folgen mir.
28 Und ich gebe ihnen ewiges10 Leben, und sie kommen nicht um, in den Äon ‹, in Ewigkeit,› [nicht]. Und niemand wird sie aus meiner Hand rauben ‹o.: reißen›.
29 Mein Vater, der [sie] mir gegeben hat, ist größer als alles ‹o.: als alle›, und niemand kann [sie] aus der Hand meines Vaters rauben.
30 Ich und der Vater, wir sind eins.“
31 Daraufhin trugen die Juden wieder Steine [herbei], auf dass sie ihn steinigten.
32 Jesus antwortete ihnen: „Viele edle Taten ‹und vortreffliche Werke› zeigte ich euch von meinem Vater her. Wegen welcher Tat davon ‹, wegen welchen Werkes davon,› steinigt ihr mich ‹o.: wollt ihr mich steinigen›11?“
33 Die Juden antworteten ihm: „Wegen einer edlen Tat ‹, wegen eines vortrefflichen Werkes,› steinigen wir dich nicht, sondern wegen Lästerung, nämlich12 weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst.“
34 Jesus antwortete ihnen: „Ist nicht in eurem Gesetz geschrieben: ‘Ich sagte: Ihr seid Götter’? (Ps 82,6)
35 Wenn es jene Götter nannte, an die das Wort Gottes geschah – und die Schrift kann nicht aufgehoben werden –,
36 sagt ihr von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: ‘Du lästerst!’, weil ich sagte: ‘Ich bin Gottes Sohn’?
37 Wenn ich nicht die Taten ‹und Werke› meines Vaters tue, glaubt mir nicht.
38 Wenn ich sie aber tue, glaubt den Taten ‹und Werken›, wenn ihr schon mir nicht glaubt, – damit ihr [er]kennt und glaubt13, dass der Vater in mir [ist] und ich in ihm [bin].“
39 Da suchten sie wieder, ihn festzunehmen. Und er entging ihrer Hand.
40 Und er ging wieder auf die gegenüberliegende [Seite] des Jordans, an den Ort, wo Johannes zuerst war und taufte. Und er blieb dort.
41 Und viele kamen zu ihm und sagten: „Johannes tat zwar kein Zeichen. Aber alles, was immer Johannes über diesen sagte, war wahr.“
42 Und viele glaubten dort an ihn.
Fußnoten
- 1 10,4 NA: die eigenen alle
- 2 10,5 NA: werden
- 3 10,11 hyper
- 4 10,13 NA: ohne „Aber der Lohnarbeiter flieht“
- 5 10,14 NA: die Meinen erkennen mich
- 6 10,16 NA: Und sie werden sein
- 7 10,21 hreema, das gesprochene Wort
- 8 10,22 eig.: der Erneuerung; griech. egkainia; heb. chanukka; das Chanukka-Fest wurde gefeiert zur Erinnerung an die Reinigung und Wiedereinweihung des Tempels am 25. Kislev (Dez.) 164 v. Chr.; vgl. das apokryphe 1. Makkabäerbuch 4,36-39; 5,1 u. 2. Makkabäer 10,1-8
- 9 10,26 NA: ohne „so wie ich euch sagte“
- 10 10,28 aioonios; äonisches
- 11 10,32 Präsens im modalen Sinn
- 12 10,33 kai explicativum, erklärendes kai („nämlich; und zwar“)
- 13 10,38 NA: erkennt und wisst