Neues Testament
Johannes Kapitel 3
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Es war aber ein Mensch von den Pharisäern, Nikodemus sein Name, ein Oberster der Juden.
2Dieser kam bei Nacht zu ihm. „Rabbi“, sagte er zu ihm, „wir wissen, du bist von Gott gekommen als Lehrer, denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist.“
3Jesus antwortete ihm: „Wahrlich!, wahrlich!, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem ‹o.: von oben› geboren wird ‹o.: gezeugt und geboren wird›, kann er die Königsherrschaft Gottes ‹o.: das Königreich Gottes› nicht sehen.“
4Nikodemus sagt zu ihm: „Wie kann ein Mensch, der im Greisenalter ist, geboren werden? Kann er ein zweites Mal in den Schoß seiner Mutter hineingehen und geboren werden?“
5Jesus antwortete: „Wahrlich!, wahrlich!, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in die Königsherrschaft Gottes ‹o.: in das Königreich Gottes› eingehen.
6Das aus dem Fleisch Geborene ist Fleisch, und das aus dem Geist Geborene ist Geist.
7Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem ‹o.: von oben› geboren werden.
8Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen. Du weißt jedoch nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.“
9Nikodemus antwortete ihm: „Wie kann das geschehen?“
10 Jesus antwortete ihm: „Du bist der Lehrer Israels und kennst diese [Dinge] nicht?
11 Wahrlich!, wahrlich!, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und was wir gesehen haben, bezeugen wir, und [doch] nehmt ihr unser Zeugnis nicht an.
12 Wenn ich euch die irdischen [Dinge] sagte und ihr nicht glaubt, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch die himmlischen sage?
13 Und niemand ist in den Himmel aufgestiegen, außer dem, der aus dem Himmel niederstieg, der Sohn des Menschen, der im Himmel Seiende1.
14 Und so, wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden,
15 damit jeder an ihn Glaubende2 nicht umkomme, sondern3 ewiges4 Leben habe.
16 Denn auf diese Weise hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einziggeborenen Sohn gab, damit jeder an ihn Glaubende5 nicht umkomme, sondern ewiges Leben habe.
17 Denn Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde.
18 Der an ihn Glaubende wird nicht gerichtet, aber der nicht Glaubende ist bereits gerichtet, da er nicht geglaubt hat an den Namen des einziggeborenen Sohnes Gottes.
19 Das aber ist das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist und die Menschen die Finsternis mehr liebten als das Licht, denn ihre Taten ‹und Werke› waren böse.
20 Jeder nämlich, der das Schlechte tut6, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten ‹und Werke› nicht aufgedeckt ‹und nachgewiesen›7 werden.
21 Aber der, der die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit seine Taten ‹und Werke› offenbart werden, dass sie in Gott gewirkt sind.“
22 Nach diesem kamen Jesus und seine Jünger in das judäische Land; und dort hielt er sich mit ihnen auf und taufte.
23 Es war aber auch Johannes beim Taufen, zu Änon, nahe bei Salim, weil dort viel Wasser war. Und sie kamen dorthin und wurden getauft ‹o.: ließen sich taufen›.
24 Johannes war nämlich noch nicht ins Gefängnis geworfen worden.
25 Da entstand von Seiten der Jünger des Johannes ein Disput mit einem Juden8 um [die Frage der] Reinigung.
26 Und sie kamen hin zu Johannes und sagten zu ihm: „Rabbi, der, der jenseits des Jordans mit dir war, dem du Zeugnis gabst, – sieh!, der tauft. Und alle kommen zu ihm hin.“
27 Johannes antwortete: „Ein Mensch kann nichts9 empfangen, wenn es ihm nicht gegeben ist aus dem Himmel.
28 Ihr selbst seid meine Zeugen, dass ich sagte: ‘Nicht ich bin der Gesalbte’, sondern: ‘Ich bin vor jenem hergesandt.’
29 Der, der die Braut hat, ist der Bräutigam. Der Freund des Bräutigams nun, der dasteht und ihn hört, freut sich mit [großer] Freude wegen der Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nunmehr erfüllt.
30 Er muss zunehmen ‹, wachsen›, aber ich abnehmen ‹, geringer werden›.“
31 Der von oben Kommende ‹i. S. v.: Gekommene› ist über allem. Der aus der Erde Seiende ist aus der Erde, und aus der Erde [her] redet er. Der aus dem Himmel Kommende ‹i. S. v.: Gekommene› ist über allem,
32 und was er gesehen hat und hörte, von diesem gibt er Zeugnis, und [doch] nimmt niemand sein Zeugnis an.
33 Wer sein Zeugnis angenommen hat, hat besiegelt ‹, hat bestätigt›, dass Gott wahrhaftig ist.
34 Denn der, den Gott sandte, redet die Aussprüche Gottes, denn nicht nach Maß ‹, nicht bemessen,› gibt Gott10 den Geist.
35 Der Vater liebt den Sohn. Und alles hat er in seine Hand gegeben.
36 Der an den Sohn Glaubende11 hat ewiges12 Leben. Aber der dem Sohn [im Unglauben] nicht Gehorchende13 wird [das] Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm ‹o.: weilt über ihm›.
2Dieser kam bei Nacht zu ihm. „Rabbi“, sagte er zu ihm, „wir wissen, du bist von Gott gekommen als Lehrer, denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist.“
3Jesus antwortete ihm: „Wahrlich!, wahrlich!, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem ‹o.: von oben› geboren wird ‹o.: gezeugt und geboren wird›, kann er die Königsherrschaft Gottes ‹o.: das Königreich Gottes› nicht sehen.“
4Nikodemus sagt zu ihm: „Wie kann ein Mensch, der im Greisenalter ist, geboren werden? Kann er ein zweites Mal in den Schoß seiner Mutter hineingehen und geboren werden?“
5Jesus antwortete: „Wahrlich!, wahrlich!, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in die Königsherrschaft Gottes ‹o.: in das Königreich Gottes› eingehen.
6Das aus dem Fleisch Geborene ist Fleisch, und das aus dem Geist Geborene ist Geist.
7Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem ‹o.: von oben› geboren werden.
8Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen. Du weißt jedoch nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.“
9Nikodemus antwortete ihm: „Wie kann das geschehen?“
10 Jesus antwortete ihm: „Du bist der Lehrer Israels und kennst diese [Dinge] nicht?
11 Wahrlich!, wahrlich!, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und was wir gesehen haben, bezeugen wir, und [doch] nehmt ihr unser Zeugnis nicht an.
12 Wenn ich euch die irdischen [Dinge] sagte und ihr nicht glaubt, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch die himmlischen sage?
13 Und niemand ist in den Himmel aufgestiegen, außer dem, der aus dem Himmel niederstieg, der Sohn des Menschen, der im Himmel Seiende1.
14 Und so, wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden,
15 damit jeder an ihn Glaubende2 nicht umkomme, sondern3 ewiges4 Leben habe.
16 Denn auf diese Weise hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einziggeborenen Sohn gab, damit jeder an ihn Glaubende5 nicht umkomme, sondern ewiges Leben habe.
17 Denn Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde.
18 Der an ihn Glaubende wird nicht gerichtet, aber der nicht Glaubende ist bereits gerichtet, da er nicht geglaubt hat an den Namen des einziggeborenen Sohnes Gottes.
19 Das aber ist das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist und die Menschen die Finsternis mehr liebten als das Licht, denn ihre Taten ‹und Werke› waren böse.
20 Jeder nämlich, der das Schlechte tut6, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten ‹und Werke› nicht aufgedeckt ‹und nachgewiesen›7 werden.
21 Aber der, der die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit seine Taten ‹und Werke› offenbart werden, dass sie in Gott gewirkt sind.“
22 Nach diesem kamen Jesus und seine Jünger in das judäische Land; und dort hielt er sich mit ihnen auf und taufte.
23 Es war aber auch Johannes beim Taufen, zu Änon, nahe bei Salim, weil dort viel Wasser war. Und sie kamen dorthin und wurden getauft ‹o.: ließen sich taufen›.
24 Johannes war nämlich noch nicht ins Gefängnis geworfen worden.
25 Da entstand von Seiten der Jünger des Johannes ein Disput mit einem Juden8 um [die Frage der] Reinigung.
26 Und sie kamen hin zu Johannes und sagten zu ihm: „Rabbi, der, der jenseits des Jordans mit dir war, dem du Zeugnis gabst, – sieh!, der tauft. Und alle kommen zu ihm hin.“
27 Johannes antwortete: „Ein Mensch kann nichts9 empfangen, wenn es ihm nicht gegeben ist aus dem Himmel.
28 Ihr selbst seid meine Zeugen, dass ich sagte: ‘Nicht ich bin der Gesalbte’, sondern: ‘Ich bin vor jenem hergesandt.’
29 Der, der die Braut hat, ist der Bräutigam. Der Freund des Bräutigams nun, der dasteht und ihn hört, freut sich mit [großer] Freude wegen der Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nunmehr erfüllt.
30 Er muss zunehmen ‹, wachsen›, aber ich abnehmen ‹, geringer werden›.“
31 Der von oben Kommende ‹i. S. v.: Gekommene› ist über allem. Der aus der Erde Seiende ist aus der Erde, und aus der Erde [her] redet er. Der aus dem Himmel Kommende ‹i. S. v.: Gekommene› ist über allem,
32 und was er gesehen hat und hörte, von diesem gibt er Zeugnis, und [doch] nimmt niemand sein Zeugnis an.
33 Wer sein Zeugnis angenommen hat, hat besiegelt ‹, hat bestätigt›, dass Gott wahrhaftig ist.
34 Denn der, den Gott sandte, redet die Aussprüche Gottes, denn nicht nach Maß ‹, nicht bemessen,› gibt Gott10 den Geist.
35 Der Vater liebt den Sohn. Und alles hat er in seine Hand gegeben.
36 Der an den Sohn Glaubende11 hat ewiges12 Leben. Aber der dem Sohn [im Unglauben] nicht Gehorchende13 wird [das] Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm ‹o.: weilt über ihm›.
Fußnoten
- 1 3,13 so mit 99% der griech. Hss. – NA (mit 7 von insgesamt 1987 Hss): ohne „der im Himmel Seiende“
- 2 3,15 Partizip Präsens durativ: jeder beständig an ihn Glaubende
- 3 3,15 NA: ohne „nicht umkomme, sondern“
- 4 3,15 aioonios; äonisches; ebenso V. 16
- 5 3,16 Partizip Präsens durativ: jeder beständig an ihn Glaubende
- 6 3,20 Partizip Präsens durativ: Jeder fortwährend das Schlechte Tuende; so a. V. 21
- 7 3,20 o.: [nach erfolgter Untersuchung und Überführung] getadelt [weil als schlecht erwiesen]
- 8 3,25 einige Hss u. die lat. Überlieferung: mit Juden (Mehrzahl)
- 9 3,27 NA: plus „auch nicht eines“
- 10 3,34 d. h.: gibt Gott in diesem Fall (nämlich dem Sohn) – NA: gibt er
- 11 3,36 Partizip Präsens durativ: Der beständig … Glaubende
- 12 3,36 aioonios; äonisches
- 13 3,36 Partizip Präsens durativ: d. h.: der nicht gehorcht [und bei dieser Haltung bleibt]