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Neues Testament

Johannes Kapitel 16

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Diese [Dinge] habe ich zu euch geredet, damit ihr nicht Anstoß nehmt [und zu Fall kommt].
2Aus den Synagogengemeinschaften werden sie euch ausschließen.1 Ja, es kommt sogar [die] Stunde, dass jeder, der euch tötet,2 meint, [damit] Gott einen [heiligen] Dienst3 darzubringen.
3Und das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich [er]­kannt haben.
4Doch diese [Dinge] habe ich zu euch geredet, damit, wenn [dann] die Stunde gekommen ist, ihr daran denkt, dass ich [es] euch sagte. Diese [Dinge] sagte ich euch aber nicht von Anfang an, weil ich bei euch war.
5Jetzt gehe ich aber hin zu dem, der mich schickte; und keiner von euch fragt mich: ‘Wo gehst du hin?’
6Aber weil ich diese [Dinge] zu euch geredet habe, hat die Traurigkeit euer Herz erfüllt.
7Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch nützlich ‹und förderlich›, dass ich weggehe, denn wenn ich nicht weggehe, wird der Fürsprecher ‹, der Zuspruch Gebende, der Tröster, der Beistand,› nicht zu euch kommen. Aber wenn ich gehe, werde ich ihn euch schicken.
8Und wenn jener kommt, wird er die Welt überführen ‹, die Welt zurechtweisen, der Welt Nachweise erbringen,› in Bezug auf Sünde und in Bezug auf Gerechtigkeit und in Bezug auf Gericht.
9In Bezug auf Sünde: sie glauben nicht an mich ‹o.: weil bzw. dass sie nicht an mich glauben›;
10 in Bezug auf Gerechtigkeit: ich gehe hin zu meinem4 Vater ‹o.: weil bzw. dass ich zu meinem Vater hingehe› – und ihr schaut mich nicht mehr;
11 in Bezug auf Gericht: der Oberste ‹, der Fürst,› dieser Welt ist gerichtet ‹o.: weil bzw. dass der Oberste dieser Welt gerichtet ist›.
12 Noch vieles habe ich euch zu sagen, doch könnt ihr [es] jetzt nicht ertragen.
13 Sobald aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in alle Wahrheit führen5, denn er wird nicht von sich selbst aus reden, sondern was immer er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch berichten.
14 Der wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er nehmen und euch berichten.
15 Alles, was der Vater hat, ist mein. Deshalb sagte ich: Von dem Meinen nimmt er und wird er euch berichten.
16 Ein Kleines, und ihr schaut mich nicht6, und wieder ein Kleines, und ihr werdet mich sehen, weil ich zum Vater hingehe.“7
17 Hierauf sagten einige von seinen Jüngern zu einander: „Was ist dieses, das er zu uns sagt: ‘Ein Kleines, und ihr schaut mich nicht, und wieder ein Kleines, und ihr werdet mich sehen’, und: ‘Ich gehe hin zum Vater’?“
18 Sie besprachen also: „Was ist dieses Kleine, von dem er redet? Wir wissen nicht, was er sagt.“
19 Jesus [er]­kannte nun, dass sie ihn [darüber] fragen wollten, und sagte zu ihnen: „Sucht ihr miteinander darüber [Aufschluss], dass ich sagte: ‘Ein Kleines, und ihr schaut mich nicht, und wieder ein Kleines, und ihr werdet mich sehen’?
20 Wahrlich!, wahrlich!, ich sage euch, ihr werdet weinen und klagen. Die Welt wird sich aber freuen. Ihr aber werdet traurig ‹und in Schmerz versetzt› sein. Eure Traurigkeit ‹, euer Schmerz,› wird jedoch [zu] Freude werden.
21 Eine Frau hat, wann immer sie gebiert, Traurigkeit, weil ihre Stunde gekommen ist. Sobald sie aber das Kindlein geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Bedrängnis, wegen der Freude, dass ein Mensch in die Welt geboren ist.
22 Und ihr nun habt jetzt Traurigkeit, ja, aber ich werde euch wieder sehen, und euer Herz wird sich freuen, und eure Freude nimmt niemand von euch.
23 Und an jenem Tag werdet ihr mich über nichts fragen. Wahrlich!, wahrlich!, ich sage euch: Was immer ihr den Vater8 bitten werdet in meinem Namen, wird er euch geben.
24 Bis jetzt habt ihr nichts erbeten in meinem Namen. Bittet ‹, bittet immer wieder›, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude erfüllt ‹o.: voll; vollständig gemacht› sei.
25 Diese [Dinge] habe ich in Bildreden zu euch geredet, doch9 kommt [die] Stunde, da ich nicht mehr in Bildreden zu euch reden werde, sondern euch frei heraus über den Vater Bericht geben werde.
26 An jenem Tag werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch ‹o.: euch bezüglich› fragen werde,
27 denn der Vater selbst hat euch lieb ‹, liebt euch mit Zuneigung, wie ein Freund›, weil ihr mich lieb habt ‹, mit Zuneigung liebt,›10 und glaubt11, dass ich von Gott12 ausging.
28 Ich ging von dem Vater aus, und ich bin in die Welt gekommen. Wieder verlasse ich die Welt und gehe hin zum Vater.“
29 Seine Jünger sagen zu ihm13: „Sieh!, jetzt redest du frei heraus und sagst keine Bildrede.
30 Jetzt wissen wir, dass du alles weißt und nicht nötig hast, dass dich jemand frage. Hierdurch14 glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist.“
31 Jesus antwortete ihnen: „Jetzt glaubt ihr. ‹o.: Jetzt glaubt ihr?›
32 Siehe!, es kommt [die] Stunde, und sie ist jetzt gekommen, dass ihr zerstreut werdet, ein jeder in das Seine, und mich alleine lasst. Und ich bin nicht allein, weil der Vater bei mir ist.
33 Diese [Dinge] habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis, doch seid guten Mutes: Ich habe die Welt überwunden!“

Fußnoten

  1. 1 16,2 eig.: Zu aus den Synagogen Ausgeschlossenen werden sie euch machen.
  2. 2 16,2 Partizip Aorist komplexiv
  3. 3 16,2 latreia
  4. 4 16,10 NA: ohne meinem
  5. 5 16,13 NA: in aller Wahrheit
  6. 6 16,16 NA: nicht mehr
  7. 7 16,16 NA: ohne weil ich zum Vater hingehe
  8. 8 16,23 NA: Wenn ihr den Vater etwas
  9. 9 16,25 NA: ohne doch
  10. 10 16,27 Perfekt resultativ, das Ergebnis der Handlung anzeigend: weil ihr mich liebgewonnen habt und liebt
  11. 11 16,27 Perfekt resultativ: zum Glauben gekommen seid und glaubt
  12. 12 16,27 NA: vom Vater
  13. 13 16,29 NA: ohne zu ihm
  14. 14 16,30 o.: Infolge von diesem