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Neues Testament

Johannes Kapitel 13

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Vor dem Passafest nun, wissend, dass seine Stunde gekommen war, dass er aus dieser Welt hinübergehe, hin zum Vater, – die Eigenen geliebt habend, die in der Welt [waren], – liebte Jesus sie bis ans Ende ‹o.: bis zum Äußersten›.
2Und als das Mahl gekommen war, als der Teufel ‹, der Verleumder,› [es] schon dem Judas, [dem Sohn] Simons, dem Iskariot, ins Herz geworfen hatte, dass er ihn ‹verrate und› ausliefere,
3steht Jesus1, wissend, dass der Vater ihm alles in die Hände gegeben hat und dass er von Gott ausgegangen war und zu Gott hingehe,
4vom Mahl auf und legt die Obergewänder ab. Und er nahm ein leinenes Tuch und umgürtete sich.
5Danach gießt er Wasser in das Waschbecken. Und er fing an, die Füße der Jünger zu waschen und mit dem leinenen Tuch, mit dem er umgürtet war, abzutrocknen.
6Er kommt nun zu Simon Petrus. Und der sagt zu ihm: „Herr, du wäschst meine Füße?“
7Jesus antwortete ihm: „Was ich tue, weißt du jetzt nicht. Du wirst es aber hernach erfahren.“
8Petrus sagt zu ihm: „Keinesfalls wirst2 du meine Füße waschen, in den Äon ‹, in Ewigkeit,› [nicht]!“ Jesus antwortete ihm: „Wenn ich dich nicht wasche, hast du nicht teil mit mir.“
9Simon Petrus sagt zu ihm: „Herr, nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt!“
10 Jesus sagt zu ihm: „Wer gebadet ist, hat es nicht nötig, sich zu waschen, als [nur] die Füße, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, jedoch nicht alle.“
11 Er wusste nämlich um den ihn Ausliefernden; deshalb sagte er: „Ihr seid nicht alle rein.“
12 Nachdem er nun ihre Füße gewaschen und seine Obergewänder genommen hatte, sagte er, als er sich wieder [zu Tisch] gelegt hatte, zu ihnen: „[Er]­kennt ihr, was ich euch getan habe?
13 Ihr nennt mich ‘den Lehrer’ und ‘den Herrn’, und ihr sagt recht, denn ich bin [es].
14 Wenn also ich, der Herr und der Lehrer, eure Füße gewaschen habe, seid auch ihr schuldig, einander die Füße zu waschen.
15 Denn ein Vorbild habe ich euch gegeben, damit, so wie ich euch getan habe, auch ihr tut.
16 Wahrlich!, wahrlich!, ich sage euch: Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr noch ein Gesandter größer als der, der ihn schickte.
17 Wenn ihr diese [Dinge] wisst, Selige seid ihr, wenn ihr sie tut.
18 Nicht in Bezug auf euch alle sage ich [es]. Ich weiß, welche ich erwählt habe. Damit jedoch die Schrift erfüllt werde: ‘Der mit mir das Brot Kauende3 ‹und Essende› erhebt4 seine Ferse gegen mich.’ (Ps 41,10)
19 Von nun an sage ich es euch, ehe es geschieht, damit [dann], wenn es geschieht, ihr glaubt, dass ich [es] bin.
20 Wahrlich!, wahrlich!, ich sage euch: Wer aufnimmt, wenn ich einen schicken werde, nimmt mich auf. Wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich schickte.“
21 Als Jesus diese [Dinge] gesagt hatte, wurde er [im] Geist ‹o.: was [den] Geist betrifft,› in Unruhe ‹und Erschütterung› versetzt, und er bezeugte und sagte: „Wahrlich!, wahrlich!, ich sage euch: Einer von euch wird mich ‹verraten und› ausliefern!“
22 Da blickten die Jünger einander an, in Verlegenheit ‹und Ratlosigkeit› darüber, von wem er rede.
23 Einer von seinen Jüngern lag am Gewandbausch ‹, an der Brust,›5 Jesu, – [der Jünger,] den Jesus liebte6.
24 Diesem nickt Simon Petrus zu, er solle in Erfahrung bringen, wer es sei, von dem er rede.
25 Jener also, in dieser Weise an die Brust Jesu gelehnt, sagt zu ihm: „Herr, wer ist es?“
26 Jesus antwortet: „Der ist es, dem ich den Bissen, nachdem ich ihn eingetaucht habe, darreichen werde.“ Und er taucht den Bissen ein und gibt ihn Judas, Simons [Sohn], dem Iskariot.
27 Und nach dem Bissen, da kam der Widersacher ‹, der Satan,› in jenen hinein. Daraufhin sagt Jesus zu ihm: „Was du tust, tue schneller ‹d. h.: möglichst bald›.“
28 Keiner von denen, die [zu Tisch] lagen, [er]­kannte aber, für welchen Zweck er ihm das sagte.
29 Einige nämlich meinten, da Judas das Geldkästchen hatte, dass Jesus zu ihm sage: „Kaufe, was wir für das Fest benötigen“ – oder, dass er für die Armen etwas geben solle.
30 Jener nahm also den Bissen und ging sogleich hinaus. Es war aber Nacht.
31 Als er hinausgegangen war, sagt Jesus: „Jetzt wurde der Sohn des Menschen verherrlicht; und Gott wurde verherrlicht in ihm.
32 Wenn Gott in ihm verherrlicht wurde, wird Gott ihn auch in sich selbst verherrlichen; und er wird ihn sogleich verherrlichen.
33 Kindchen7, noch [für] ein Kleines bin ich bei euch. Ihr werdet mich suchen. Und so, wie ich zu den Juden sagte: ‘Dorthin, wohin ich gehe, könnt ihr nicht kommen.’, sage ich jetzt auch euch.
34 Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr [stets] einander liebt, dass, wie ich euch liebte, auch ihr einander liebt.
35 An diesem werden alle [er]­kennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“
36 Simon Petrus sagt zu ihm: „Herr, wohin gehst du?“ Jesus antwortete ihm: „Wo ich hingehe, kannst du mir jetzt nicht folgen. Später wirst du mir aber folgen.“
37 Petrus sagt zu ihm: „Herr, weshalb kann ich dir jetzt nicht folgen? Meine Seele ‹, mein Leben,› will ich für dich hingeben.“
38 Jesus antwortete ihm:8 „Deine Seele ‹, dein Leben,› willst du für mich hingeben? Wahrlich!, wahrlich!, ich sage dir: [Der] Hahn wird nicht krähen, bis du mich dreimal verleugnet hast.

Fußnoten

  1. 1 13,3 NA: er
  2. 2 13,8 modales Futur
  3. 3 13,18 NA: Der mein Brot Kauende
  4. 4 13,18 im Griech. poetische Vergangenheitsform mit präsentischer Bed.
  5. 5 13,23 en too kolpoo; d. i. der Platz am Gewandbausch des Gastgebers, der Ehrenplatz beim Mahl; s. a. Joh 1,18
  6. 6 13,23 Imperfekt durativ: fortwährend liebte; o. intensivierend: sehr liebte
  7. 7 13,33 teknia; sonst nur Gal 4,19; 1Joh 2,1; 2,12; 2,28; 3,7; 3,18; 4,4; 5,21
  8. 8 13,38 NA: Jesus antwortet: