Neues Testament
Johannes Kapitel 21
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Nach diesem offenbarte Jesus sich wieder den Jüngern – am Meer von Tiberias. Er offenbarte sich nun auf diese Weise:
2Es waren zusammen Simon Petrus und Thomas, der Zwilling genannt wird, und Nathanael, der von Kana in Galiläa war, und die [Söhne] des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern.
3Simon Petrus sagt zu ihnen: „Ich gehe fischen.“ Sie sagen zu ihm: „Auch wir kommen mit dir.“ Sie gingen hinaus und stiegen sogleich1 in das Boot. Und in jener Nacht fingen sie nichts.
4Als es schon früher Morgen wurde, stellte sich Jesus an den Strand. Doch wussten die Jünger nicht, dass es Jesus war.
5Da sagt Jesus zu ihnen: „Kindlein, habt ihr nicht etwas [Fisch als] Zukost [zum Brot]?“ Sie antworteten ihm: „Nein.“
6Er aber sagte zu ihnen: „Werft das Netz zur rechten Seite des Bootes [aus], und ihr werdet finden!“ Also warfen sie es [aus]. Und sie vermochten es nicht mehr [ein]zuziehen – vor der Menge der Fische.
7Da sagt jener Jünger, den Jesus liebte2, zu Petrus: „Es ist der Herr!“ Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr ist, gürtete er also das Kleid um, denn er war unbekleidet ‹, nur das Untergewand tragend›, und warf sich ins Meer.
8Die anderen Jünger kamen mit dem kleinen Boot – sie waren ja nicht weit vom Land entfernt, sondern etwa zweihundert Ellen weit – und zogen das Netz mit den Fischen.
9Als sie nun ans Land ausstiegen, sehen sie ein Kohlenfeuer gelegt und [Fisch als] Zukost3 daran liegend und Brot.
10 Jesus sagt zu ihnen: „Bringt her von der [Fisch]zukost, die ihr jetzt gefangen habt.“
11 Simon Petrus stieg hinauf und zog das Netz auf das Land, voll von großen Fischen, hundertdreiundfünfzig. Und obwohl es so viele waren, wurde das Netz nicht zerrissen.
12 Jesus sagt zu ihnen: „Auf, kommt! Frühstückt!“ Aber keiner der Jünger wagte es, ihn auszuforschen: „Wer bist du?“ Sie wussten: Es ist der Herr.
13 Daraufhin kommt Jesus, nimmt das Brot und gibt es ihnen. Und ebenso die [Fisch]zukost.
14 Dieses dritte Mal schon offenbarte sich Jesus seinen Jüngern, [nachdem er] aus [den] Toten [auf]erweckt [war].
15 Als sie nun gefrühstückt hatten, sagt Jesus zu Simon Petrus: „Simon, [Sohn] des Jona, liebst du mich4 mehr als diese?5“ Er sagt zu ihm: „Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe6.“ Sagt er zu ihm: „Weide7 meine Lämmer8!“
16 Wieder sagt er, zum zweiten Mal, zu ihm: „Simon, [Sohn] des Jona, liebst du mich9?“ Er sagt zu ihm: „Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe10.“ Sagt er zu ihm: „Hüte meine Schafe ‹, sei ihnen fortwährend Hirte›!“
17 Das dritte Mal sagt er zu ihm: „Simon, [Sohn] des Jona, hast du mich lieb11?“ Petrus wurde traurig, dass er das dritte Mal zu ihm sagte: „Hast du mich lieb?“, und sagte zu ihm: „Herr, du weißt alles. Du [er]kennst, dass ich dich lieb habe12.“ Jesus sagt zu ihm: „Weide13 meine Schafe!
18 Wahrlich!, wahrlich!, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und wandeltest, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und dich hinbringen, wohin du nicht willst.“
19 Dieses aber sagte er, andeutend, mit welchem Tod er Gott verherrlichen werde. Und als er dieses gesagt hatte, sagt er zu ihm: „Folge mir [beständig]!“
20 Darauf wandte sich Petrus um. Und er sieht den Jünger folgen, den Jesus liebte, [den], der auch bei dem Mahl an seiner Brust [zu Tisch] gelegen war und gesagt hatte: „Herr, wer ist der dich Ausliefernde?“
21 Als Petrus diesen sah, sagt er zu Jesus: „Herr!, und was [wird mit] diesem?“
22 Jesus sagt zu ihm: „Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was [geht es] dich [an]? Folge du mir [beständig]!“
23 Daraufhin ging dieses Wort zu den Brüdern aus: „Jener Jünger stirbt nicht.“ Und [dabei] hatte Jesus nicht zu ihm gesagt: „Er stirbt nicht“, sondern: „Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was [geht es] dich [an]?“
24 Dieser ist der Jünger, der von diesen [Dingen] Zeugnis gibt und der sie [nieder]schrieb. Und wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist.
25 Es gibt aber auch viele weitere [Dinge], die Jesus tat; wenn sie im Einzelnen aufgeschrieben würden, meine ich, würde selbst die Welt nicht die zu schreibenden Bücher fassen. Amen!14
2Es waren zusammen Simon Petrus und Thomas, der Zwilling genannt wird, und Nathanael, der von Kana in Galiläa war, und die [Söhne] des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern.
3Simon Petrus sagt zu ihnen: „Ich gehe fischen.“ Sie sagen zu ihm: „Auch wir kommen mit dir.“ Sie gingen hinaus und stiegen sogleich1 in das Boot. Und in jener Nacht fingen sie nichts.
4Als es schon früher Morgen wurde, stellte sich Jesus an den Strand. Doch wussten die Jünger nicht, dass es Jesus war.
5Da sagt Jesus zu ihnen: „Kindlein, habt ihr nicht etwas [Fisch als] Zukost [zum Brot]?“ Sie antworteten ihm: „Nein.“
6Er aber sagte zu ihnen: „Werft das Netz zur rechten Seite des Bootes [aus], und ihr werdet finden!“ Also warfen sie es [aus]. Und sie vermochten es nicht mehr [ein]zuziehen – vor der Menge der Fische.
7Da sagt jener Jünger, den Jesus liebte2, zu Petrus: „Es ist der Herr!“ Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr ist, gürtete er also das Kleid um, denn er war unbekleidet ‹, nur das Untergewand tragend›, und warf sich ins Meer.
8Die anderen Jünger kamen mit dem kleinen Boot – sie waren ja nicht weit vom Land entfernt, sondern etwa zweihundert Ellen weit – und zogen das Netz mit den Fischen.
9Als sie nun ans Land ausstiegen, sehen sie ein Kohlenfeuer gelegt und [Fisch als] Zukost3 daran liegend und Brot.
10 Jesus sagt zu ihnen: „Bringt her von der [Fisch]zukost, die ihr jetzt gefangen habt.“
11 Simon Petrus stieg hinauf und zog das Netz auf das Land, voll von großen Fischen, hundertdreiundfünfzig. Und obwohl es so viele waren, wurde das Netz nicht zerrissen.
12 Jesus sagt zu ihnen: „Auf, kommt! Frühstückt!“ Aber keiner der Jünger wagte es, ihn auszuforschen: „Wer bist du?“ Sie wussten: Es ist der Herr.
13 Daraufhin kommt Jesus, nimmt das Brot und gibt es ihnen. Und ebenso die [Fisch]zukost.
14 Dieses dritte Mal schon offenbarte sich Jesus seinen Jüngern, [nachdem er] aus [den] Toten [auf]erweckt [war].
15 Als sie nun gefrühstückt hatten, sagt Jesus zu Simon Petrus: „Simon, [Sohn] des Jona, liebst du mich4 mehr als diese?5“ Er sagt zu ihm: „Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe6.“ Sagt er zu ihm: „Weide7 meine Lämmer8!“
16 Wieder sagt er, zum zweiten Mal, zu ihm: „Simon, [Sohn] des Jona, liebst du mich9?“ Er sagt zu ihm: „Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe10.“ Sagt er zu ihm: „Hüte meine Schafe ‹, sei ihnen fortwährend Hirte›!“
17 Das dritte Mal sagt er zu ihm: „Simon, [Sohn] des Jona, hast du mich lieb11?“ Petrus wurde traurig, dass er das dritte Mal zu ihm sagte: „Hast du mich lieb?“, und sagte zu ihm: „Herr, du weißt alles. Du [er]kennst, dass ich dich lieb habe12.“ Jesus sagt zu ihm: „Weide13 meine Schafe!
18 Wahrlich!, wahrlich!, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und wandeltest, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und dich hinbringen, wohin du nicht willst.“
19 Dieses aber sagte er, andeutend, mit welchem Tod er Gott verherrlichen werde. Und als er dieses gesagt hatte, sagt er zu ihm: „Folge mir [beständig]!“
20 Darauf wandte sich Petrus um. Und er sieht den Jünger folgen, den Jesus liebte, [den], der auch bei dem Mahl an seiner Brust [zu Tisch] gelegen war und gesagt hatte: „Herr, wer ist der dich Ausliefernde?“
21 Als Petrus diesen sah, sagt er zu Jesus: „Herr!, und was [wird mit] diesem?“
22 Jesus sagt zu ihm: „Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was [geht es] dich [an]? Folge du mir [beständig]!“
23 Daraufhin ging dieses Wort zu den Brüdern aus: „Jener Jünger stirbt nicht.“ Und [dabei] hatte Jesus nicht zu ihm gesagt: „Er stirbt nicht“, sondern: „Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was [geht es] dich [an]?“
24 Dieser ist der Jünger, der von diesen [Dingen] Zeugnis gibt und der sie [nieder]schrieb. Und wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist.
25 Es gibt aber auch viele weitere [Dinge], die Jesus tat; wenn sie im Einzelnen aufgeschrieben würden, meine ich, würde selbst die Welt nicht die zu schreibenden Bücher fassen. Amen!14
Fußnoten
- 1 21,3 NA: ohne „sogleich“
- 2 21,7 Imperfekt durativ (eegapa): fortwährend liebte; so a. V. 20
- 3 21,9 opsarion, Fisch als Zukost zum Brot; so a. 21,10.13; 6,9.11
- 4 21,15 agapas me
- 5 21,15 d. h.: mehr als diese mich lieben; Mk 14,29
- 6 21,15 o.: dich mit Zuneigung liebe; dich wie einen Freund liebe (von philein)
- 7 21,15 Imperativ Präsens durativ: Weide stets bzw. fortwährend; ebenso V. 16.17
- 8 21,15 Lämmer: arnion, ursprüngl. Verkleinerungsform von „Lamm“: „Lämmlein“; später für „Lamm“ verwendet
- 9 21,16 agapas me
- 10 21,16 o.: dich mit Zuneigung liebe; dich wie einen Freund liebe (von philein)
- 11 21,17 o.: liebst du mich mit Zuneigung; liebst du mich wie einen Freund; phileis me
- 12 21,17 o.: dich mit Zuneigung liebe; dich wie einen Freund liebe (von philein)
- 13 21,17 Imperativ Präsens durativ: Weide stets bzw. fortwährend; ebenso V. 16.17
- 14 21,25 NA: ohne „Amen!“