Neues Testament
Johannes Kapitel 5
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Nach diesem war das Fest der Juden, und Jesus ging hinauf nach Jerusalem.1
2Nun gibt es in Jerusalem bei dem Schaf[tor] einen Teich, der auf Hebräisch mit dem Beinamen Bethesda2 ‹bed.: Haus der Barmherzigkeit› genannt wird, der fünf Säulenhallen hat.
3In diesen lag eine zahlreiche Menge Kranker ‹und Schwacher›, Blinder, Gelähmter, Verdorrter, die auf die Bewegung des Wassers warteten,
4denn zu bestimmter Zeit stieg [jeweils] ein Bote in den Teich herab und brachte das Wasser zum Aufwallen. Wer also nach dem Aufwallen des Wassers als Erster hineinstieg, wurde gesund, von welcher Krankheit auch immer er niedergehalten war.3
5Es war dort ein gewisser Mensch, der achtunddreißig Jahre in der Erkrankung ‹und Schwäche› [hinter sich] hatte.
6Als Jesus diesen daliegen sah – und er hatte erfahren, dass er schon viel Zeit [hinter sich] hatte –, sagt er zu ihm: „Willst du gesund werden?“
7Der Kranke antwortete ihm: „Herr, ich habe keinen Menschen, dass er mich, sobald das Wasser zum Aufwallen gebracht ‹o.: in Unruhe versetzt› worden ist, in den Teich werfe! Und bis ich komme, steigt ein anderer vor mir hinab!“
8Jesus sagt zu ihm: „Erhebe dich! Nimm deine Liege auf und wandle.“
9Und sogleich wurde der Mensch gesund und nahm seine Liege auf und wandelte. Es war aber Sabbat an jenem Tag.
10 Da sagten die Juden zu dem Geheilten: „Es ist Sabbat. Es ist dir nicht gestattet, die Liege4 aufzunehmen ‹und zu tragen›.“
11 Er antwortete ihnen: „Der mich gesund machte, derjenige sagte zu mir: ‘Nimm deine Liege auf und wandle.’“
12 Sie fragten ihn daraufhin: „Wer ist der Mensch, der zu dir sagte: ‘Nimm deine Liege5 auf und wandle’?“
13 Aber der Geheilte wusste nicht, wer es war. Jesus hatte sich nämlich entfernt, da eine Volksmenge an dem Ort war.
14 Nach diesem findet ‹o.: trifft› ihn Jesus in der Tempelstätte. Und er sagte zu ihm: „Sieh!, du bist gesund geworden. Sündige nicht mehr!, damit dir nicht etwas Schlimmeres geschehe.“
15 Der Mensch ging weg und berichtete den Juden, dass es Jesus ist, der ihn gesund gemacht hatte.
16 Und deshalb verfolgten die Juden Jesus und suchten ihn zu töten6, weil er das an einem Sabbat tat.
17 Aber Jesus antwortete ihnen: „Mein Vater wirkt ‹und arbeitet› bis jetzt, und ich wirke ‹o.: bin am Wirken [und Arbeiten]›.“
18 Deshalb suchten die Juden nun noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbat aufhob, sondern auch Gott [seinen] eigenen Vater nannte und [damit] sich selbst Gott gleichmachte ‹o.: gleichstellte; gleichrangig machte›.
19 Da antwortete Jesus und sagte zu ihnen: „Wahrlich!, wahrlich!, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst tun, als nur, was er den Vater tun sieht, denn was immer der tut, diese [Dinge] tut gleicherweise auch der Sohn.
20 Denn der Vater hat den Sohn lieb ‹, liebt den Sohn mit Zuneigung, liebt ihn wie einen Freund›7, und er zeigt ihm alles, was er selbst tut. Und er wird ihm noch größere Taten ‹und Werken› als diese zeigen, sodass ihr euch wundert.
21 Denn gleichwie der Vater die Toten [auf]erweckt und lebend macht, so macht auch der Sohn lebend, welche er will.
22 [Es ist] nämlich auch nicht der Vater, [der] jemanden richtet, sondern alles Gericht hat er dem Sohn gegeben,
23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Der den Sohn nicht Ehrende8 ehrt nicht den Vater, der ihn schickte.
24 Wahrlich!, wahrlich!, ich sage euch: Der, der mein Wort hört und dem glaubt9, der mich schickte, hat ewiges10 Leben. Und er kommt nicht in[s] Gericht ‹o.: in ein Strafgericht›, sondern ist aus dem Tod hinübergegangen in das Leben.
25 Wahrlich!, wahrlich!, ich sage euch: Es kommt [die] Stunde, und sie ist jetzt [da], da die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden; und die, die gehört haben, werden leben;
26 denn gleichwie der Vater Leben in sich selbst hat, so gab er auch dem Sohn, Leben zu haben in sich selbst.
27 Und er gab ihm Autorität, auch Gericht auszuüben, weil er Menschensohn ist.
28 Wundert euch nicht über dieses!, denn es kommt [die] Stunde, in der alle, die in den Gräbern [sind], seine Stimme hören werden
29 und herauskommen werden: die das Gute getan haben, zu[r] Auferstehung [des] Lebens, aber die das Schlechte verübt haben, zu[r] Auferstehung [des] Gerichts.
30 Ich kann nichts von mir selbst aus tun. So wie ich höre, richte ‹und urteile› ich, und mein Gericht ‹, mein Urteil,› ist gerecht, weil ich nicht meinen Willen suche, sondern den Willen des Vaters11, der mich schickte.
31 Wenn ich über mich selbst Zeugnis gebe, ist mein Zeugnis nicht wahr ‹und zuverlässig›.
32 Ein anderer ist es, der über mich Zeugnis gibt, und ich weiß, dass das Zeugnis wahr ‹und zuverlässig› ist, das er über mich zeugt.
33 Ihr habt zu Johannes hingesandt, und er hat für die Wahrheit Zeugnis gegeben.
34 Ich aber, nicht von einem Menschen nehme ich das Zeugnis, sondern diese [Dinge] sage ich, damit ihr gerettet werdet.
35 Jener war die Lampe, die brennende und scheinende, ihr aber wolltet für eine Stunde12 in ihrem Licht hoch erfreut sein.
36 Ich habe aber ein größeres Zeugnis als das des Johannes, denn die Taten ‹und die Werke›, die der Vater mir gab, damit ich sie zu Ende führe ‹und zur Vollendung bringe›, die Taten selbst ‹und die Werke›, die ich tue, geben Zeugnis von mir, dass der Vater mich gesandt hat.
37 Und der Vater, der mich schickte, er selbst hat von mir Zeugnis gegeben. Weder habt ihr jemals seine Stimme gehört, noch habt ihr seine Gestalt gesehen,
38 und sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch: Dem nämlich, den derjenige sandte, diesem glaubt ihr nicht.
39 Ihr erforscht13 die Schriften, weil ihr meint, in ihnen ewiges14 Leben zu haben, und jene sind es, die von mir Zeugnis geben.
40 Und ihr wollt nicht zu mir hin kommen, auf dass ihr Leben hättet.
41 Herrlichkeit von Menschen nehme ich nicht,
42 aber ich habe [bei] euch [er]kannt, dass ihr die Liebe Gottes ‹und die Liebe zu Gott› nicht in euch habt.
43 Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht an. Wenn ein anderer im eigenen Namen kommt, den werdet ihr annehmen.
44 Wie könnt ihr glauben, die ihr Herrlichkeit voneinander nehmt und die Herrlichkeit, die von dem alleinigen Gott ist, nicht sucht?
45 Meint nicht, dass ich euch anklagen werde bei dem Vater. Es ist einer, der euch anklagt, Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt;
46 denn wenn ihr Mose geglaubt hättet, hättet ihr mir geglaubt, denn jener schrieb von mir.
47 Wenn ihr aber den Schriften von jenem nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Aussagen ‹, meinen Aussprüchen,› glauben?“
2Nun gibt es in Jerusalem bei dem Schaf[tor] einen Teich, der auf Hebräisch mit dem Beinamen Bethesda2 ‹bed.: Haus der Barmherzigkeit› genannt wird, der fünf Säulenhallen hat.
3In diesen lag eine zahlreiche Menge Kranker ‹und Schwacher›, Blinder, Gelähmter, Verdorrter, die auf die Bewegung des Wassers warteten,
4denn zu bestimmter Zeit stieg [jeweils] ein Bote in den Teich herab und brachte das Wasser zum Aufwallen. Wer also nach dem Aufwallen des Wassers als Erster hineinstieg, wurde gesund, von welcher Krankheit auch immer er niedergehalten war.3
5Es war dort ein gewisser Mensch, der achtunddreißig Jahre in der Erkrankung ‹und Schwäche› [hinter sich] hatte.
6Als Jesus diesen daliegen sah – und er hatte erfahren, dass er schon viel Zeit [hinter sich] hatte –, sagt er zu ihm: „Willst du gesund werden?“
7Der Kranke antwortete ihm: „Herr, ich habe keinen Menschen, dass er mich, sobald das Wasser zum Aufwallen gebracht ‹o.: in Unruhe versetzt› worden ist, in den Teich werfe! Und bis ich komme, steigt ein anderer vor mir hinab!“
8Jesus sagt zu ihm: „Erhebe dich! Nimm deine Liege auf und wandle.“
9Und sogleich wurde der Mensch gesund und nahm seine Liege auf und wandelte. Es war aber Sabbat an jenem Tag.
10 Da sagten die Juden zu dem Geheilten: „Es ist Sabbat. Es ist dir nicht gestattet, die Liege4 aufzunehmen ‹und zu tragen›.“
11 Er antwortete ihnen: „Der mich gesund machte, derjenige sagte zu mir: ‘Nimm deine Liege auf und wandle.’“
12 Sie fragten ihn daraufhin: „Wer ist der Mensch, der zu dir sagte: ‘Nimm deine Liege5 auf und wandle’?“
13 Aber der Geheilte wusste nicht, wer es war. Jesus hatte sich nämlich entfernt, da eine Volksmenge an dem Ort war.
14 Nach diesem findet ‹o.: trifft› ihn Jesus in der Tempelstätte. Und er sagte zu ihm: „Sieh!, du bist gesund geworden. Sündige nicht mehr!, damit dir nicht etwas Schlimmeres geschehe.“
15 Der Mensch ging weg und berichtete den Juden, dass es Jesus ist, der ihn gesund gemacht hatte.
16 Und deshalb verfolgten die Juden Jesus und suchten ihn zu töten6, weil er das an einem Sabbat tat.
17 Aber Jesus antwortete ihnen: „Mein Vater wirkt ‹und arbeitet› bis jetzt, und ich wirke ‹o.: bin am Wirken [und Arbeiten]›.“
18 Deshalb suchten die Juden nun noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbat aufhob, sondern auch Gott [seinen] eigenen Vater nannte und [damit] sich selbst Gott gleichmachte ‹o.: gleichstellte; gleichrangig machte›.
19 Da antwortete Jesus und sagte zu ihnen: „Wahrlich!, wahrlich!, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst tun, als nur, was er den Vater tun sieht, denn was immer der tut, diese [Dinge] tut gleicherweise auch der Sohn.
20 Denn der Vater hat den Sohn lieb ‹, liebt den Sohn mit Zuneigung, liebt ihn wie einen Freund›7, und er zeigt ihm alles, was er selbst tut. Und er wird ihm noch größere Taten ‹und Werken› als diese zeigen, sodass ihr euch wundert.
21 Denn gleichwie der Vater die Toten [auf]erweckt und lebend macht, so macht auch der Sohn lebend, welche er will.
22 [Es ist] nämlich auch nicht der Vater, [der] jemanden richtet, sondern alles Gericht hat er dem Sohn gegeben,
23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Der den Sohn nicht Ehrende8 ehrt nicht den Vater, der ihn schickte.
24 Wahrlich!, wahrlich!, ich sage euch: Der, der mein Wort hört und dem glaubt9, der mich schickte, hat ewiges10 Leben. Und er kommt nicht in[s] Gericht ‹o.: in ein Strafgericht›, sondern ist aus dem Tod hinübergegangen in das Leben.
25 Wahrlich!, wahrlich!, ich sage euch: Es kommt [die] Stunde, und sie ist jetzt [da], da die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden; und die, die gehört haben, werden leben;
26 denn gleichwie der Vater Leben in sich selbst hat, so gab er auch dem Sohn, Leben zu haben in sich selbst.
27 Und er gab ihm Autorität, auch Gericht auszuüben, weil er Menschensohn ist.
28 Wundert euch nicht über dieses!, denn es kommt [die] Stunde, in der alle, die in den Gräbern [sind], seine Stimme hören werden
29 und herauskommen werden: die das Gute getan haben, zu[r] Auferstehung [des] Lebens, aber die das Schlechte verübt haben, zu[r] Auferstehung [des] Gerichts.
30 Ich kann nichts von mir selbst aus tun. So wie ich höre, richte ‹und urteile› ich, und mein Gericht ‹, mein Urteil,› ist gerecht, weil ich nicht meinen Willen suche, sondern den Willen des Vaters11, der mich schickte.
31 Wenn ich über mich selbst Zeugnis gebe, ist mein Zeugnis nicht wahr ‹und zuverlässig›.
32 Ein anderer ist es, der über mich Zeugnis gibt, und ich weiß, dass das Zeugnis wahr ‹und zuverlässig› ist, das er über mich zeugt.
33 Ihr habt zu Johannes hingesandt, und er hat für die Wahrheit Zeugnis gegeben.
34 Ich aber, nicht von einem Menschen nehme ich das Zeugnis, sondern diese [Dinge] sage ich, damit ihr gerettet werdet.
35 Jener war die Lampe, die brennende und scheinende, ihr aber wolltet für eine Stunde12 in ihrem Licht hoch erfreut sein.
36 Ich habe aber ein größeres Zeugnis als das des Johannes, denn die Taten ‹und die Werke›, die der Vater mir gab, damit ich sie zu Ende führe ‹und zur Vollendung bringe›, die Taten selbst ‹und die Werke›, die ich tue, geben Zeugnis von mir, dass der Vater mich gesandt hat.
37 Und der Vater, der mich schickte, er selbst hat von mir Zeugnis gegeben. Weder habt ihr jemals seine Stimme gehört, noch habt ihr seine Gestalt gesehen,
38 und sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch: Dem nämlich, den derjenige sandte, diesem glaubt ihr nicht.
39 Ihr erforscht13 die Schriften, weil ihr meint, in ihnen ewiges14 Leben zu haben, und jene sind es, die von mir Zeugnis geben.
40 Und ihr wollt nicht zu mir hin kommen, auf dass ihr Leben hättet.
41 Herrlichkeit von Menschen nehme ich nicht,
42 aber ich habe [bei] euch [er]kannt, dass ihr die Liebe Gottes ‹und die Liebe zu Gott› nicht in euch habt.
43 Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht an. Wenn ein anderer im eigenen Namen kommt, den werdet ihr annehmen.
44 Wie könnt ihr glauben, die ihr Herrlichkeit voneinander nehmt und die Herrlichkeit, die von dem alleinigen Gott ist, nicht sucht?
45 Meint nicht, dass ich euch anklagen werde bei dem Vater. Es ist einer, der euch anklagt, Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt;
46 denn wenn ihr Mose geglaubt hättet, hättet ihr mir geglaubt, denn jener schrieb von mir.
47 Wenn ihr aber den Schriften von jenem nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Aussagen ‹, meinen Aussprüchen,› glauben?“
Fußnoten
- 1 5,1 NA: war ein Fest der Juden
- 2 5,2 NA: Bethzata
- 3 5,4 Einige griech. Hss (Papyrus 66 u. 75, Alef, B, C, D, W, 33, 157) haben weder V. 3 E („die auf die Bewegung des Wassers warteten,“) noch V. 4.
- 4 5,10 NA: deine Liege
- 5 5,12 NA: ohne „deine Liege“
- 6 5,16 NA: ohne „und suchten ihn zu töten“
- 7 5,20 philei
- 8 5,23 Partizip Präsens durativ: der … fortwährend nicht-Ehrende
- 9 5,24 zweimal Partizip Präsens durativ: Der beständig [auf] mein Wort Hörende und dem Glaubende
- 10 5,24 aioonios; äonisches
- 11 5,30 NA: ohne „des Vaters“
- 12 5,35 d. h.: für eine Zeitlang
- 13 5,39 NA: Erforscht (Imperativ)
- 14 5,39 aioonios; äonisches