Neues Testament
Johannes Kapitel 4
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Als nun der Herr1 erfuhr ‹o.: Kenntnis bekam›, dass die Pharisäer gehört hatten, dass Jesus mehr Jünger mache und taufe als Johannes
2– wobei Jesus nicht selbst taufte, sondern seine Jünger –,
3verließ er Judäa und zog nach Galiläa.2
4Er musste aber durch Samaria ziehen.
5Er kommt nun in eine Stadt Samarias, genannt Sychar, nahe bei dem Grundstück, das Jakob seinem Sohn Josef gab.
6Dort war ein Quellbrunnen Jakobs. Jesus nun, ermüdet von der Reise, saß [gerade] so an dem Quellbrunnen. Es war ungefähr die sechste Stunde.
7[Da] kommt eine Frau aus Samaria, um Wasser zu schöpfen. Jesus sagt zu ihr: „Gib mir zu trinken.“
8Seine Jünger waren nämlich weggegangen in die Stadt, um Nahrungsmittel zu kaufen.
9Darauf sagt die samaritische Frau zu ihm: „Wie erbittest du, [der] du ein Jude bist, von mir zu trinken, [die] ich eine samaritische Frau bin?“ Juden pflegen nämlich nicht gemeinsamen Umgang ‹o.: Gebrauch› mit Samaritern.
10 Jesus antwortete ihr: „Wenn du um die Gabe Gottes wüsstest und wer es ist, der zu dir sagt: ‘Gib mir zu trinken’, hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.“
11 Die Frau sagt zu ihm: „Herr, du hast nicht einmal ein Schöpfgefäß; auch ist der Brunnen tief. Woher hast du also das lebendige Wasser?
12 Du [bist] doch nicht etwa größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gab?, und er selbst trank von ihm und seine Söhne, und sein Zucht[vieh] ‹o.: was auch von ihm für die Ernährung abhängig war›.“
13 Jesus antwortete ihr: „Jeden, der von diesem Wasser trinkt3, wird wieder dürsten,
14 aber wer irgend von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird gar nicht dürsten in den Äon ‹, in Ewigkeit›, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle von Wasser werden, das in [das] ewige Leben4 sprudelt ‹o.: quillt; springt›.“
15 Die Frau sagt zu ihm hin[gewandt]: „Herr, gib mir dieses Wasser, damit mich nicht dürste und ich nicht hierherkommen [muss], um zu schöpfen.“
16 Jesus5 sagt zu ihr: „Gehe hin. Rufe deinen Mann und komm hierher.“
17 Die Frau antwortete: „Ich habe keinen Mann.“ Jesus sagt zu ihr: „Trefflich hast du gesagt: ‘Ich habe keinen Mann’,
18 denn fünf Männer hattest du, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Das hast du wahr gesagt.“
19 Die Frau sagt zu ihm: „Herr, ich schaue, dass du ein Prophet bist!
20 Unsere Väter huldigten auf diesem Berge, und ihr sagt: ‘In Jerusalem ist der Ort, wo man huldigen ‹o.: anbeten› soll.’“
21 Jesus sagt zu ihr: „Frau, glaube mir: Es kommt [die] Stunde, da ihr weder auf diesem Berge noch in Jerusalem dem Vater huldigen ‹o.: anbeten› werdet.
22 Ihr huldigt [dem], was ihr nicht [wirklich] kennt. Wir huldigen [dem], was wir [wirklich] kennen, weil das Heil ‹, die Rettung,› aus den Juden ist.
23 Es kommt jedoch [die] Stunde – und sie ist jetzt [da] –, da die wahren Huldigenden ‹o.: Anbetenden› dem Vater in Geist und Wahrheit huldigen ‹o.: anbeten› werden; denn [in der Tat,] auch sucht der Vater solche ihm Huldigenden ‹o.: Anbetenden›6.
24 Gott ist Geist, und die, die ihm huldigen, müssen in Geist und Wahrheit huldigen ‹o.: anbeten›.“
25 Die Frau sagt zu ihm: „Ich weiß, dass der Messias kommt, der ‘Gesalbter’ genannt wird. Wenn jener kommt, [dann] wird er uns alles berichten.“
26 Jesus sagt zu ihr: „Ich bin’s, der zu dir Redende.“
27 Und unterdessen kamen seine Jünger und wunderten sich, dass er mit einer Frau redete. Keiner allerdings sagte: „Was suchst du?“ oder: „Was redest du mit ihr?“
28 Da ließ die Frau ihren Wasserkrug stehen und ging weg in die Stadt und sagt zu den Menschen:
29 „Auf, kommt! Seht einen Menschen, der mir alles sagte, was immer ich auch tat! Ist dieser etwa nicht der Gesalbte?“
30 Sie gingen aus der Stadt und kamen hin zu ihm.
31 In der Zwischenzeit ersuchten ihn die Jünger und sagten: „Rabbi, iss!“
32 Aber er sagte zu ihnen: „Ich habe eine Speise zu essen, von der ihr nicht wisst.“
33 Da sagten die Jünger zu einander: „Hat ihm etwa jemand zu essen gebracht?“
34 Jesus sagt zu ihnen: „Meine Speise ist [die], dass ich den Willen dessen tue, der mich schickte, und sein Tun ausführe ‹und vollende›.
35 Sagt ihr nicht: ‘Es sind noch vier Monate, und [dann] kommt die Ernte’? Siehe!, ich sage euch: Erhebt eure Augen und schaut [euch] die Landgebiete an: Sie sind schon weiß zu[r] Ernte.
36 Und der Erntende empfängt Lohn und sammelt Frucht zu ewigem7 Leben, damit der Säende und auch der Erntende sich miteinander freuen.
37 Denn hierin ist der Spruch wahr: ‘Ein anderer ist der Säende und ein anderer der Erntende.’
38 Ich sandte euch zu ernten, wofür ihr euch nicht gemüht habt. Andere haben sich gemüht, und ihr seid in ihre Mühe eingetreten.“
39 Aus jener Stadt glaubten viele von den Samaritern an ihn wegen des Wortes der Frau, die Zeugnis gab: „Er sagte mir alles, was immer ich auch tat.“
40 Als daraufhin die Samariter zu ihm hin kamen, ersuchten sie ihn, bei ihnen zu bleiben. Und er blieb dort zwei Tage.
41 Und viele mehr glaubten, seines Wortes wegen.
42 Und zu der Frau sagten sie: „Nicht mehr deiner Rede wegen glauben wir, denn wir haben selbst gehört und wissen, dass dieser wahrlich der Retter der Welt ist, der Gesalbte8.“
43 Nach den zwei Tagen ging er heraus von dort und ging fort nach Galiläa,
44 denn Jesus bezeugte selbst, dass ein Prophet in der eigenen Vaterstadt nicht Ehre hat.
45 Als er daraufhin nach Galiläa kam, nahmen ihn die Galiläer auf, da sie alles gesehen hatten, was er in Jerusalem auf dem Fest getan hatte, denn auch sie waren zum Fest gekommen.
46 Daraufhin kam Jesus9 wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und es war in Kapernaum ein königlicher [Beamter], dessen Sohn krank war.
47 Dieser, als er hörte, dass Jesus aus Judäa nach Galiläa gekommen sei, ging er hinweg zu ihm und ersuchte ihn, dass er herabkäme und seinen Sohn heile, denn der war im Begriff zu sterben.
48 Da sagte Jesus zu ihm: „Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, werdet ihr nicht glauben.“
49 Der königliche [Beamte] sagt zu ihm: „Herr, komm herab ‹o.: steig herab›, ehe mein Kind stirbt!“
50 Jesus sagt zu ihm: „Gehe hin. Dein Sohn lebt.“ Und der Mensch glaubte dem Wort, das Jesus ihm sagte, und er ging hin.
51 Aber schon während er hinabging ‹o.: hinabstieg›, kamen ihm seine Sklaven entgegen und gaben Bericht: „Dein Knabe lebt!“, sagten sie.10
52 Er erkundigte sich daraufhin bei ihnen nach der Stunde, in der es mit ihm besser geworden war. Und sie sagten zu ihm: „Gestern [in der] siebten Stunde verließ ihn das Fieber.“
53 Da [er]kannte der Vater, dass es in jener Stunde war, in der Jesus zu ihm gesagt hatte: „Dein Sohn lebt.“ Und er glaubte, er und sein ganzes Haus.
54 Dieses wiederum tat Jesus – als zweites Zeichen –, [als er] aus Judäa nach Galiläa gekommen [war].
2– wobei Jesus nicht selbst taufte, sondern seine Jünger –,
3verließ er Judäa und zog nach Galiläa.2
4Er musste aber durch Samaria ziehen.
5Er kommt nun in eine Stadt Samarias, genannt Sychar, nahe bei dem Grundstück, das Jakob seinem Sohn Josef gab.
6Dort war ein Quellbrunnen Jakobs. Jesus nun, ermüdet von der Reise, saß [gerade] so an dem Quellbrunnen. Es war ungefähr die sechste Stunde.
7[Da] kommt eine Frau aus Samaria, um Wasser zu schöpfen. Jesus sagt zu ihr: „Gib mir zu trinken.“
8Seine Jünger waren nämlich weggegangen in die Stadt, um Nahrungsmittel zu kaufen.
9Darauf sagt die samaritische Frau zu ihm: „Wie erbittest du, [der] du ein Jude bist, von mir zu trinken, [die] ich eine samaritische Frau bin?“ Juden pflegen nämlich nicht gemeinsamen Umgang ‹o.: Gebrauch› mit Samaritern.
10 Jesus antwortete ihr: „Wenn du um die Gabe Gottes wüsstest und wer es ist, der zu dir sagt: ‘Gib mir zu trinken’, hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.“
11 Die Frau sagt zu ihm: „Herr, du hast nicht einmal ein Schöpfgefäß; auch ist der Brunnen tief. Woher hast du also das lebendige Wasser?
12 Du [bist] doch nicht etwa größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gab?, und er selbst trank von ihm und seine Söhne, und sein Zucht[vieh] ‹o.: was auch von ihm für die Ernährung abhängig war›.“
13 Jesus antwortete ihr: „Jeden, der von diesem Wasser trinkt3, wird wieder dürsten,
14 aber wer irgend von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird gar nicht dürsten in den Äon ‹, in Ewigkeit›, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle von Wasser werden, das in [das] ewige Leben4 sprudelt ‹o.: quillt; springt›.“
15 Die Frau sagt zu ihm hin[gewandt]: „Herr, gib mir dieses Wasser, damit mich nicht dürste und ich nicht hierherkommen [muss], um zu schöpfen.“
16 Jesus5 sagt zu ihr: „Gehe hin. Rufe deinen Mann und komm hierher.“
17 Die Frau antwortete: „Ich habe keinen Mann.“ Jesus sagt zu ihr: „Trefflich hast du gesagt: ‘Ich habe keinen Mann’,
18 denn fünf Männer hattest du, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Das hast du wahr gesagt.“
19 Die Frau sagt zu ihm: „Herr, ich schaue, dass du ein Prophet bist!
20 Unsere Väter huldigten auf diesem Berge, und ihr sagt: ‘In Jerusalem ist der Ort, wo man huldigen ‹o.: anbeten› soll.’“
21 Jesus sagt zu ihr: „Frau, glaube mir: Es kommt [die] Stunde, da ihr weder auf diesem Berge noch in Jerusalem dem Vater huldigen ‹o.: anbeten› werdet.
22 Ihr huldigt [dem], was ihr nicht [wirklich] kennt. Wir huldigen [dem], was wir [wirklich] kennen, weil das Heil ‹, die Rettung,› aus den Juden ist.
23 Es kommt jedoch [die] Stunde – und sie ist jetzt [da] –, da die wahren Huldigenden ‹o.: Anbetenden› dem Vater in Geist und Wahrheit huldigen ‹o.: anbeten› werden; denn [in der Tat,] auch sucht der Vater solche ihm Huldigenden ‹o.: Anbetenden›6.
24 Gott ist Geist, und die, die ihm huldigen, müssen in Geist und Wahrheit huldigen ‹o.: anbeten›.“
25 Die Frau sagt zu ihm: „Ich weiß, dass der Messias kommt, der ‘Gesalbter’ genannt wird. Wenn jener kommt, [dann] wird er uns alles berichten.“
26 Jesus sagt zu ihr: „Ich bin’s, der zu dir Redende.“
27 Und unterdessen kamen seine Jünger und wunderten sich, dass er mit einer Frau redete. Keiner allerdings sagte: „Was suchst du?“ oder: „Was redest du mit ihr?“
28 Da ließ die Frau ihren Wasserkrug stehen und ging weg in die Stadt und sagt zu den Menschen:
29 „Auf, kommt! Seht einen Menschen, der mir alles sagte, was immer ich auch tat! Ist dieser etwa nicht der Gesalbte?“
30 Sie gingen aus der Stadt und kamen hin zu ihm.
31 In der Zwischenzeit ersuchten ihn die Jünger und sagten: „Rabbi, iss!“
32 Aber er sagte zu ihnen: „Ich habe eine Speise zu essen, von der ihr nicht wisst.“
33 Da sagten die Jünger zu einander: „Hat ihm etwa jemand zu essen gebracht?“
34 Jesus sagt zu ihnen: „Meine Speise ist [die], dass ich den Willen dessen tue, der mich schickte, und sein Tun ausführe ‹und vollende›.
35 Sagt ihr nicht: ‘Es sind noch vier Monate, und [dann] kommt die Ernte’? Siehe!, ich sage euch: Erhebt eure Augen und schaut [euch] die Landgebiete an: Sie sind schon weiß zu[r] Ernte.
36 Und der Erntende empfängt Lohn und sammelt Frucht zu ewigem7 Leben, damit der Säende und auch der Erntende sich miteinander freuen.
37 Denn hierin ist der Spruch wahr: ‘Ein anderer ist der Säende und ein anderer der Erntende.’
38 Ich sandte euch zu ernten, wofür ihr euch nicht gemüht habt. Andere haben sich gemüht, und ihr seid in ihre Mühe eingetreten.“
39 Aus jener Stadt glaubten viele von den Samaritern an ihn wegen des Wortes der Frau, die Zeugnis gab: „Er sagte mir alles, was immer ich auch tat.“
40 Als daraufhin die Samariter zu ihm hin kamen, ersuchten sie ihn, bei ihnen zu bleiben. Und er blieb dort zwei Tage.
41 Und viele mehr glaubten, seines Wortes wegen.
42 Und zu der Frau sagten sie: „Nicht mehr deiner Rede wegen glauben wir, denn wir haben selbst gehört und wissen, dass dieser wahrlich der Retter der Welt ist, der Gesalbte8.“
43 Nach den zwei Tagen ging er heraus von dort und ging fort nach Galiläa,
44 denn Jesus bezeugte selbst, dass ein Prophet in der eigenen Vaterstadt nicht Ehre hat.
45 Als er daraufhin nach Galiläa kam, nahmen ihn die Galiläer auf, da sie alles gesehen hatten, was er in Jerusalem auf dem Fest getan hatte, denn auch sie waren zum Fest gekommen.
46 Daraufhin kam Jesus9 wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und es war in Kapernaum ein königlicher [Beamter], dessen Sohn krank war.
47 Dieser, als er hörte, dass Jesus aus Judäa nach Galiläa gekommen sei, ging er hinweg zu ihm und ersuchte ihn, dass er herabkäme und seinen Sohn heile, denn der war im Begriff zu sterben.
48 Da sagte Jesus zu ihm: „Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, werdet ihr nicht glauben.“
49 Der königliche [Beamte] sagt zu ihm: „Herr, komm herab ‹o.: steig herab›, ehe mein Kind stirbt!“
50 Jesus sagt zu ihm: „Gehe hin. Dein Sohn lebt.“ Und der Mensch glaubte dem Wort, das Jesus ihm sagte, und er ging hin.
51 Aber schon während er hinabging ‹o.: hinabstieg›, kamen ihm seine Sklaven entgegen und gaben Bericht: „Dein Knabe lebt!“, sagten sie.10
52 Er erkundigte sich daraufhin bei ihnen nach der Stunde, in der es mit ihm besser geworden war. Und sie sagten zu ihm: „Gestern [in der] siebten Stunde verließ ihn das Fieber.“
53 Da [er]kannte der Vater, dass es in jener Stunde war, in der Jesus zu ihm gesagt hatte: „Dein Sohn lebt.“ Und er glaubte, er und sein ganzes Haus.
54 Dieses wiederum tat Jesus – als zweites Zeichen –, [als er] aus Judäa nach Galiläa gekommen [war].
Fußnoten
- 1 4,1 NA: Als nun Jesus
- 2 4,3 NA; t. r.: zog wieder nach Galiläa.
- 3 4,13 Partizip Präsens durativ: Jeder fortwährend Trinkende
- 4 4,14 o.: zu äonischem Leben
- 5 4,16 NA: ohne „Jesus“
- 6 4,23 Partizip Präsens durativ: solche ihm fortwährend Huldigenden bzw. ihn Anbetenden
- 7 4,36 aioonios; äonischem
- 8 4,42 NA: ohne „der Gesalbte“
- 9 4,46 NA: ohne „Jesus“
- 10 4,51 NA: und sagten, dass sein Knabe lebe.