Neues Testament
Johannes Kapitel 20
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Am ersten [Tag] der Woche1 geht ‹o.: kommt› Maria, die Magdalenerin, früh, als es noch dunkel ist, zum Grab. Und sie sieht den Stein vom Grab weggenommen.
2Daraufhin läuft sie und kommt hin zu Simon Petrus und zu dem anderen Jünger, den Jesus lieb hatte, und sagt zu ihnen: „Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben!“
3Da ging Petrus hinaus, auch der andere Jünger. Und sie gingen zum Grab.
4Es liefen aber die beiden zusammen. Und der andere Jünger lief voraus, schneller als Petrus, und kam zuerst zum Grab.
5Und er beugt sich vor und sieht die Leinenbinden liegen. Er ging jedoch nicht hinein.
6Darauf kommt Simon Petrus, ihm folgend, und ging hinein ins Grab. Und er schaut [und sieht] die Leinenbinden liegen
7und das Schweißtuch, das auf seinem Haupt gewesen war, nicht bei den Leinenbinden liegen, sondern getrennt, zusammengewickelt an einem [eigenen] Ort.
8Dann ging nun auch der andere Jünger hinein, der zuerst zum Grab gekommen war. Und er sah und glaubte.
9Sie wussten nämlich noch nicht die Schrift, dass er aus [den] Toten auferstehen musste.
10 Hierauf gingen die Jünger wieder weg, hin zu sich [nach Hause].
11 Aber Maria stand weinend draußen beim Grab. Als sie nun am Weinen war, beugte sie sich vor ins Grab,
12 sieht zwei Boten ‹, zwei Engel,› in weißleuchtenden [Gewändern] dasitzen, einen beim Haupt und einen bei den Füßen, wo der Leib Jesu gelegen hatte.
13 Und jene sagen zu ihr: „Frau, was weinst du?“ Sie sagt zu ihnen: „Sie haben meinen Herrn weggebracht, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben.“
14 Und als sie das gesagt hatte, wandte sie sich nach hinten und schaut [und sieht] Jesus. Und sie wusste nicht, dass es Jesus war.
15 Jesus sagt zu ihr: „Frau, was weinst du? Wen suchst du?“ Sie, in der Meinung, es sei der Gartenhüter, sagt zu ihm: „Herr, wenn du ihn fortgetragen hast, sag mir, wo du ihn hingelegt hast, und ich, ich werde ihn holen.“
16 Jesus sagt zu ihr: „Maria!“ Sie wendet sich um und sagt zu ihm2: „Rabbuni!“ – Das heißt: ‘Lehrer’. –
17 Jesus sagt zu ihr: „Halte mich nicht [länger] fest ‹o.: Klammere dich nicht [länger] an mich.›3, denn ich bin noch nicht aufgestiegen zu meinem4 Vater. Gehe aber hin zu meinen Brüdern und sage zu ihnen: ‘Ich steige auf zu meinem Vater und eurem Vater und [zu] meinem Gott und eurem Gott.’“
18 Maria, die Magdalenerin, kommt und berichtet den Jüngern, dass sie den Herrn gesehen und er diese [Dinge] zu ihr gesagt habe.
19 Als es nun Abend geworden war an jenem Tag, dem ersten [Tag] der Woche5, und die Türen, wo die Jünger zusammengekommen6 waren, aus Furcht vor den Juden verschlossen waren, kam Jesus und stellte sich in die Mitte. Und er sagt zu ihnen: „Friede euch!“
20 Und als er dieses gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da waren die Jünger froh, als sie den Herrn sahen.
21 Darauf sagte Jesus wieder zu ihnen: „Friede euch! Wie der Vater mich gesandt hat, so schicke auch ich euch.“
22 Und als er dieses gesagt hatte, hauchte er sie an. Und er sagt zu ihnen: „Empfangt ‹o.: Nehmt›7 [den]8 Heiligen Geist!
23 Wessen Sünden auch immer ihr erlasst, denen werden [sie] erlassen. Wessen [Sünden] auch immer ihr behaltet, [denen] sind [sie] behalten.“
24 Aber Thomas, einer von den Zwölf, der Zwilling genannt wird, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.
25 Da sagten die anderen Jünger zu ihm: „Wir haben den Herrn gesehen.“ Aber er sagte zu ihnen: „Wenn ich nicht in seinen Händen das Mal der Nägel sehe und meinen Finger in das Mal der Nägel lege und meine Hand in seine Seite lege, werde ich [es] nicht glauben!“
26 Und nach acht Tagen waren seine Jünger wieder drinnen, und Thomas [war] bei ihnen. Jesus kommt bei verschlossenen Türen. Und er stellte sich in die Mitte und sagte: „Friede euch!“
27 Danach sagt er zu Thomas: „Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände. Und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite. Und werde nicht ungläubig, sondern gläubig.“
28 Und Thomas antwortete und sagte zu ihm: „Mein Herr und mein Gott!“
29 Jesus sagt zu ihm: „Weil du mich gesehen hast, Thomas, glaubst du9. Selige [sind] die, die nicht gesehen haben und [doch] geglaubt haben ‹eig.: die, nicht gesehen habend, zum Glauben gekommen sind›!“
30 Andere Zeichen, ja, viele, tat Jesus vor seinen Jüngern, die nicht in dieser Buchrolle geschrieben sind.
31 Aber diese sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Gesalbte ist, der Sohn Gottes, und damit ihr, glaubend ‹o.: als [beständig] Glaubende›10, Leben habt in seinem Namen.
2Daraufhin läuft sie und kommt hin zu Simon Petrus und zu dem anderen Jünger, den Jesus lieb hatte, und sagt zu ihnen: „Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben!“
3Da ging Petrus hinaus, auch der andere Jünger. Und sie gingen zum Grab.
4Es liefen aber die beiden zusammen. Und der andere Jünger lief voraus, schneller als Petrus, und kam zuerst zum Grab.
5Und er beugt sich vor und sieht die Leinenbinden liegen. Er ging jedoch nicht hinein.
6Darauf kommt Simon Petrus, ihm folgend, und ging hinein ins Grab. Und er schaut [und sieht] die Leinenbinden liegen
7und das Schweißtuch, das auf seinem Haupt gewesen war, nicht bei den Leinenbinden liegen, sondern getrennt, zusammengewickelt an einem [eigenen] Ort.
8Dann ging nun auch der andere Jünger hinein, der zuerst zum Grab gekommen war. Und er sah und glaubte.
9Sie wussten nämlich noch nicht die Schrift, dass er aus [den] Toten auferstehen musste.
10 Hierauf gingen die Jünger wieder weg, hin zu sich [nach Hause].
11 Aber Maria stand weinend draußen beim Grab. Als sie nun am Weinen war, beugte sie sich vor ins Grab,
12 sieht zwei Boten ‹, zwei Engel,› in weißleuchtenden [Gewändern] dasitzen, einen beim Haupt und einen bei den Füßen, wo der Leib Jesu gelegen hatte.
13 Und jene sagen zu ihr: „Frau, was weinst du?“ Sie sagt zu ihnen: „Sie haben meinen Herrn weggebracht, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben.“
14 Und als sie das gesagt hatte, wandte sie sich nach hinten und schaut [und sieht] Jesus. Und sie wusste nicht, dass es Jesus war.
15 Jesus sagt zu ihr: „Frau, was weinst du? Wen suchst du?“ Sie, in der Meinung, es sei der Gartenhüter, sagt zu ihm: „Herr, wenn du ihn fortgetragen hast, sag mir, wo du ihn hingelegt hast, und ich, ich werde ihn holen.“
16 Jesus sagt zu ihr: „Maria!“ Sie wendet sich um und sagt zu ihm2: „Rabbuni!“ – Das heißt: ‘Lehrer’. –
17 Jesus sagt zu ihr: „Halte mich nicht [länger] fest ‹o.: Klammere dich nicht [länger] an mich.›3, denn ich bin noch nicht aufgestiegen zu meinem4 Vater. Gehe aber hin zu meinen Brüdern und sage zu ihnen: ‘Ich steige auf zu meinem Vater und eurem Vater und [zu] meinem Gott und eurem Gott.’“
18 Maria, die Magdalenerin, kommt und berichtet den Jüngern, dass sie den Herrn gesehen und er diese [Dinge] zu ihr gesagt habe.
19 Als es nun Abend geworden war an jenem Tag, dem ersten [Tag] der Woche5, und die Türen, wo die Jünger zusammengekommen6 waren, aus Furcht vor den Juden verschlossen waren, kam Jesus und stellte sich in die Mitte. Und er sagt zu ihnen: „Friede euch!“
20 Und als er dieses gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da waren die Jünger froh, als sie den Herrn sahen.
21 Darauf sagte Jesus wieder zu ihnen: „Friede euch! Wie der Vater mich gesandt hat, so schicke auch ich euch.“
22 Und als er dieses gesagt hatte, hauchte er sie an. Und er sagt zu ihnen: „Empfangt ‹o.: Nehmt›7 [den]8 Heiligen Geist!
23 Wessen Sünden auch immer ihr erlasst, denen werden [sie] erlassen. Wessen [Sünden] auch immer ihr behaltet, [denen] sind [sie] behalten.“
24 Aber Thomas, einer von den Zwölf, der Zwilling genannt wird, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.
25 Da sagten die anderen Jünger zu ihm: „Wir haben den Herrn gesehen.“ Aber er sagte zu ihnen: „Wenn ich nicht in seinen Händen das Mal der Nägel sehe und meinen Finger in das Mal der Nägel lege und meine Hand in seine Seite lege, werde ich [es] nicht glauben!“
26 Und nach acht Tagen waren seine Jünger wieder drinnen, und Thomas [war] bei ihnen. Jesus kommt bei verschlossenen Türen. Und er stellte sich in die Mitte und sagte: „Friede euch!“
27 Danach sagt er zu Thomas: „Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände. Und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite. Und werde nicht ungläubig, sondern gläubig.“
28 Und Thomas antwortete und sagte zu ihm: „Mein Herr und mein Gott!“
29 Jesus sagt zu ihm: „Weil du mich gesehen hast, Thomas, glaubst du9. Selige [sind] die, die nicht gesehen haben und [doch] geglaubt haben ‹eig.: die, nicht gesehen habend, zum Glauben gekommen sind›!“
30 Andere Zeichen, ja, viele, tat Jesus vor seinen Jüngern, die nicht in dieser Buchrolle geschrieben sind.
31 Aber diese sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Gesalbte ist, der Sohn Gottes, und damit ihr, glaubend ‹o.: als [beständig] Glaubende›10, Leben habt in seinem Namen.
Fußnoten
- 1 20,1 wörtl.: Am ersten [Tag] (vom Sabbat an gerechnet) in Bezug auf die Woche; tee de mia toon sabbatoon; „Sabbat“ in der Mehrzahl bed. häufig „Woche“.
- 2 20,16 NA: plus „auf Hebräisch“
- 3 20,17 Mee haptou; Imperativ Präsens Medium; durativ; zur Beendigung einer bereits erfolgten Handlung; haptomai (im Medium) bed.: etwas (für sich bzw. im eigenen Interesse) anfassen, anrühren, halten.
- 4 20,17 NA: ohne „meinem“
- 5 20,19 wörtl.: dem ersten [Tag] (vom Sabbat an gerechnet) in Bezug auf die Woche; siehe V. 1
- 6 20,19 NA: ohne „zusammengekommen“
- 7 20,22 Der Imperativ Aorist ist die übliche Befehlsform für einmalige Handlungen: „Empfangt!“ (nicht: „Habt empfangen!“) Er kann auch komplexiv aufgefasst werden, d. h.: ein über längere Zeit verlaufendes Geschehen wird als ein geschlossenes Ganzes aufgefasst.
- 8 20,22 Das Wort ist hier wahrscheinlich bestimmt (vgl. Lk 24,49; Apg 1,4), obwohl im Griech. kein Artikel steht; der Artikel muss in solchen Fällen nicht stehen (vgl. Apg 1,2; 8,15.17.19; 19,2; Röm 5,5 u. a.)
- 9 20,29 o.: hast du geglaubt (bzw.: bist du zum Glauben gekommen) und glaubst [nun]; Perfekt resultativ, das Ergebnis der Handlung anzeigend
- 10 20,31 Partizip Präsens durativ: fortwährend glaubend