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Neues Testament

Johannes Kapitel 7

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Und Jesus wandelte nach diesen [Ereignissen] in Galiläa umher, denn er wollte nicht in Judäa umherwandeln, weil die Juden ihn zu töten suchten.
2Es war aber nahe das Fest der Juden, das Laubhüttenfest ‹eig.: der Zeltbau›.
3Da sagten seine Brüder zu ihm: „Gehe hinüber von hier und gehe nach Judäa, damit auch deine Jünger deine Taten ‹und Werke› schauen, die du tust,
4denn niemand tut etwas im Verborgenen und sucht selbst in der Öffentlichkeit zu sein. Wenn du diese [Dinge] tust, offenbare dich der Welt.“
5Auch seine Brüder nämlich glaubten nicht an ihn.
6Darauf sagt Jesus zu ihnen: „Mein Zeitpunkt ist noch nicht da, aber euer Zeitpunkt ist stets ‹da und› bereit.
7Die Welt kann euch nicht hassen. Mich hasst sie aber, weil ich von ihr Zeugnis gebe, dass ihre Taten ‹und Werke› böse sind.
8Geht ihr hinauf zu diesem Fest. Ich gehe noch nicht1 hinauf zu diesem Fest, weil mein Zeitpunkt noch nicht erfüllt ist.“
9Als er ihnen2 das gesagt hatte, blieb er in Galiläa.
10 Aber als seine Brüder hinaufgegangen waren, dann ging auch er hinauf zu dem Fest3, nicht öffentlich, sondern gleichsam im Verborgenen.
11 Die Juden nun suchten ihn auf dem Fest und sagten: „Wo ist jener?“
12 Und es war viel Gemurmel über ihn unter den Mengen. Die einen sagten: „Er ist gut.“ Andere sagten: „Nein, sondern er führt die Menge in die Irre.“
13 Allerdings redete niemand öffentlich ‹o.: frei heraus› von ihm aus Furcht vor den Juden.
14 Als das Fest bereits in der Mitte war ‹, zur Hälfte vorbei war›, ging Jesus zur Tempelstätte hinauf und lehrte.
15 Und die Juden wunderten sich; sie sagten: „Wie kennt dieser Gelehrsamkeit ‹o.: [die] [Gesetzes]schriften›, obwohl er nicht gelehrt worden ist?“
16 Da antwortete Jesus ihnen: „Meine Lehre ist nicht meine, sondern dessen, der mich schickte.
17 Wenn jemand seinen Willen tun will, wird er bezüglich der Lehre [er]­kennen, ob sie aus Gott ist, oder ob ich von mir selbst her rede.
18 Der, der von sich selbst her redet, sucht die eigene Herrlichkeit, aber der, der die Herrlichkeit dessen sucht, der ihn schickte, der ist wahrhaftig, und Ungerechtigkeit ist nicht in ihm.
19 Hat nicht Mose euch das Gesetz gegeben? Und keiner von euch hält das Gesetz ein. Was sucht ihr mich zu töten?“
20 Die Menge antwortete: „Du hast einen Dämon. Wer sucht dich zu töten?“
21 Jesus antwortete ihnen: „Ein Werk tat ich, und ihr alle wundert euch.
22 Deshalb hat euch Mose die Beschneidung gegeben – nicht dass sie von Mose sei, sondern von den Vätern –, und am Sabbat beschneidet ihr einen Menschen.
23 Wenn ein Mensch an einem Sabbat die Beschneidung erhält, damit nicht das Gesetz Moses aufgehoben werde, grollt ihr mir, weil ich an einem Sabbat einen ganzen Menschen gesund machte?
24 Richtet ‹und urteilt› nicht nach Augenschein, sondern richtet ‹und urteilt› gerechtes Gericht ‹o.: Urteil›.“
25 Darauf sagten einige von den Jerusalemern: „Ist das nicht der, den sie zu töten suchen?
26 Und – sieh!, er redet öffentlich, und sie sagen ihm nichts. Sind vielleicht die Oberen tatsächlich zur Kenntnis gekommen, dass dieser wahrlich4 der Gesalbte ist?
27 Doch von diesem wissen wir, woher er ist. Aber der Gesalbte, sobald der kommt, hat niemand Kenntnis, woher er ist.“
28 Da schrie Jesus, in der Tempelstätte lehrend, aus, und er sagte: „Über mich wisst ihr Bescheid und wisst auch, woher ich bin. Und ich bin nicht von mir selbst aus gekommen, sondern der, der mich schickte, ist wahrhaftig, [der,] über den ihr nicht Bescheid wisst.
29 Ich weiß über ihn Bescheid, weil ich von ihm [her] bin und er mich sandte.“
30 Darauf suchten sie, ihn festzunehmen. Und niemand legte die Hand an ihn, weil seine Stunde noch nicht gekommen war.
31 Aber viele von der Menge glaubten an ihn und sagten: „Der Gesalbte, sobald er kommt, wird er etwa mehr Zeichen als diese tun, die dieser tat?“
32 Die Pharisäer hörten die Menge diese [Dinge] über ihn murmeln. Und die Pharisäer und die Hohenpriester sandten Gerichtsdiener, ihn festzunehmen.
33 Da sagte Jesus: „Noch eine kleine ‹, eine kurze,› Zeit bin ich bei euch, und [dann] gehe ich weg, hin zu dem, der mich schickte.
34 Ihr werdet mich suchen und nicht finden. Und wo ich bin, könnt ihr nicht hinkommen.“
35 Darauf sagten die Juden zu einander: „Wohin beabsichtigt dieser zu gehen, dass wir ihn nicht finden werden? Beabsichtigt er etwa, in die Zerstreuung der Griechen ‹, zu den griechisch sprechenden Juden,› zu gehen und die Griechen zu lehren?
36 Was ist das für ein Wort, das er sagte: ‘Ihr werdet mich suchen und nicht finden, und: Wo ich bin, könnt ihr nicht [hin]­kommen.’?“
37 Am letzten Tag, dem großen [Tag] des Festes, stand Jesus [da] und schrie: „Wenn jemanden dürstet, komme er her zu mir. Und es trinke
38 der an mich Glaubende5!“ – gemäß dem, was die Schrift sagte: Ströme werden aus seinem Innern ‹eig.: aus seinem Bauch› fließen, [Ströme] lebendigen Wassers.
39 Dieses sagte er über den Geist, den die an ihn Glaubenden im Begriff waren zu bekommen. Der Heilige6 Geist war nämlich noch nicht [da], weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.
40 Viele nun aus der Menge sagten, als sie das Wort7 hörten: „Dieser ist wahrlich der Prophet.“
41 Andere sagten: „Dieser ist der Gesalbte.“ Andere sagten: „Kommt denn der Gesalbte etwa aus Galiläa?
42 Sagte die Schrift nicht: Aus dem Samen Davids und aus Bethlehem, dem Dorf, wo David war, kommt der Gesalbte?“
43 Da entstand seinetwegen eine Spaltung in der Menge.
44 Einige von ihnen wollten ihn festnehmen. Doch niemand legte die Hände an ihn.
45 Da kamen die Gerichtsdiener zu den Hohenpriestern und Pharisäern; und jene sagten zu ihnen: „Weswegen habt ihr ihn nicht hergeführt?“
46 Die Gerichtsdiener antworteten: „Noch nie redete ein Mensch so wie dieser Mensch.“8
47 Darauf antworteten ihnen die Pharisäer: „Seid ihr etwa auch irregeführt?
48 Glaubte etwa irgendeiner von den Oberen an ihn, oder von den Pharisäern?
49 Doch diese Menge, die das Gesetz nicht kennt, – verflucht ist sie!“
50 Nikodemus, der bei Nacht9 zu ihm gekommen war, einer von ihnen, sagt zu ihnen:
51 „Richtet etwa unser Gesetz den Menschen, wenn man ihn nicht zuerst angehört und in Erfahrung gebracht hat, was er tut?“
52 Sie antworteten ihm: „Bist du etwa auch aus Galiläa? Forsche und sieh, dass aus Galiläa kein Prophet erweckt worden ist.“
53 Und sie gingen weg, jeder in sein Haus,

Fußnoten

  1. 1 7,8 NA (mit wenigen Hss): Ich gehe nicht
  2. 2 7,9 NA: ohne ihnen
  3. 3 7,10 NA: ohne zu dem Fest
  4. 4 7,26 NA: ohne wahrlich
  5. 5 7,38 Partizip Präsens durativ: der beständig an mich Glaubende
  6. 6 7,39 NA: ohne Heilige
  7. 7 7,40 NA: diese Worte
  8. 8 7,46 NA: ohne wie dieser Mensch
  9. 9 7,50 NA: ohne bei Nacht