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Neues Testament

Offenbarung Kapitel 14

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Und ich sah, und siehe!, das1 Lamm, stehend auf dem Berg Zion und mit ihm2 einhundertvierundvierzig Tausendschaften, die seinen Namen und3 den Namen seines Vaters an ihrer Stirn geschrieben [trugen]4.
2Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel wie eine Stimme vieler Wasser und eine Stimme eines großen Donners. Und die Stimme, die ich hörte, [war] wie von auf ihren Harfen spielenden Harfensängern.
3Und sie singen ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebenden [Wesen] und den Ältesten. Und niemand konnte das Lied erlernen als nur die einhundertvierundvierzig Tausendschaften, die vom Land5 erkauft [sind].
4Diese sind [es], die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind Jungfräuliche6. Diese sind [solche], die dem Lamm [beständig] folgen7, wo immer es hingeht. Diese wurden erkauft8 aus den Menschen als eine Erstling[sfrucht] für Gott und das Lamm.
5Und nicht wurde in ihrem Mund eine Lüge gefunden, denn sie sind ohne Tadel9.
6Und ich sah einen Boten, inmitten ‹, am Zenit,› des Himmels fliegen, der ein ewiges10 Evangelium hatte, um es als gute Botschaft zu verkündigen den in dem Lande11 Wohnenden, und [zwar]12 jeder Volksgemeinschaft13 und [jedem] Stamm und [jeder] Sprache und [jedem] Volk;
7mit großer Stimme sagte er: „Fürchtet Gott14 und gebt ihm Herrlichkeit!, weil die Stunde seines Gerichts gekommen ist. Und huldigt ihm!, dem, der den Himmel und das Land machte und das Meer ‹, den Meeres- bzw. Küstenstreifen,› und die Wasserquellen.“
8Und ein anderer, ein zweiter, Bote folgte; er sagte: „Gefallen, gefallen15 ist Babylon, die Große16! Mit dem Wein des Grimmes ihrer Hurerei hat sie getränkt17 all die Völker!“
9Und ein anderer Bote, ein dritter,18 folgte ihnen, mit großer Stimme sagte er: „Wenn jemand dem wilden Tier und seinem Bild huldigt und [das] Malzeichen nimmt – an seine Stirn oder an seine Hand,
10 wird auch er trinken von dem Wein des Grimmes Gottes, der unvermischt eingeschenkt ist in dem Becher seines Zorns, und er wird gequält werden mit Feuer und Schwefel, vor den heiligen Boten und vor dem Lamm,
11 und der Rauch ihrer Qual steigt empor in Äonen von Äonen19. Und sie haben keine Pause ‹, keine Ruhe,› Tag und Nacht, die dem wilden Tier und seinem Bild Huldigenden, und wenn jemand das Malzeichen seines Namens nimmt.
12 Hier ist das Ausharren ‹, das standhafte Erdulden,› der Heiligen; hier20 [sind die,] die halten ‹und bewahren› die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus ‹bzw. die Treue zu Jesus›21.“
13 Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel, die sagte: „Schreibe: Selige [sind] die Toten, die im Herrn Sterbenden, von jetzt an! Ja, sagt der Geist, – damit sie ruhen von ihren Mühen ‹und Arbeiten›. Und22 ihre23 Taten ‹und Werke› folgen mit ihnen.“
14 Und ich sah, und siehe!, eine weißleuchtende Wolke, und auf der Wolke einen Sitzenden, gleich einem Sohn eines Menschen, auf seinem Haupt einen goldenen [Sieges]­kranz habend und in seiner Hand eine scharfe Sichel.
15 Und ein anderer Bote kam hervor aus dem Tempelheiligtum24, mit großer Stimme zu dem auf der Wolke Sitzenden schreiend: „Schicke deine Sichel [aus] und ernte, da die Stunde gekommen ist, zu ernten, weil die Ernte des Landes ‹überreif und› dürre geworden ist.“
16 Und der auf der Wolke Sitzende warf seine Sichel über das Land. Und das Land wurde geerntet.
17 Und ein anderer Bote kam hervor aus dem Tempelheiligtum im Himmel; auch er hatte eine scharfe Sichel.
18 Und ein anderer Bote kam hervor aus dem Altar; er hatte Autorität über das Feuer; und er rief dem, der die scharfe Sichel hatte, mit großem Ruf25 zu: „Schicke deine scharfe Sichel [aus] und lies die Trauben des Weinstocks des Landes, weil seine Beeren reif geworden sind.26
19 Und der Bote warf seine Sichel an das Land und las den Weinstock des Landes und warf [die Trauben] in die große Kelter des Grimmes Gottes.
20 Und die Kelter wurde getreten, außerhalb der Stadt; und es kam Blut aus der Kelter hervor, bis an die Zäume der Pferde, tausendsechshundert Stadien27 weit.

Fußnoten

  1. 1 14,1 M(A), t. r.: ein
  2. 2 14,1 so M(A), NA, t. r. – M(K): plus eine Zahl von
  3. 3 14,1 t. r.: ohne seinen Namen und
  4. 4 14,1 wörtl.: habend seinen Namen und den Namen seines Vaters [als] geschrieben[en] an ihren Stirnen
  5. 5 14,3 o.: von der Erde; o.: von der Länderregion
  6. 6 14,4 d. h.: reine, unverheiratet gebliebene Jünglinge
  7. 7 14,4 Partizip Präsens durativ: fortwährend; stetig
  8. 8 14,4 so M(A), NA, t. r. – M(K): Diese wurden von Jesus erkauft
  9. 9 14,5 t. r.: plus vor dem Thron Gottes
  10. 10 14,6 aioonios; äonisches
  11. 11 14,6 epi tees gees ist oft zu üsn. mit „in dem Lande“ (nicht: „auf dem Lande“), vgl. Lk 21,23; Apg 2,19; Röm 9,28; Eph 6,3; Jk 5,17
  12. 12 14,6 kai (und) kann als explikatives kai aufgefasst werden: und zwar
  13. 13 14,6 ethnos
  14. 14 14,7 so M(A), NA, t. r. – M(K): Fürchtet den Herrn
  15. 15 14,8 so M(A), NA, t. r. – M(K): Gefallen
  16. 16 14,8 t. r.: die große Stadt
  17. 17 14,8 NA: welche getränkt hat
  18. 18 14,9 t. r.: Und ein dritter Bote
  19. 19 14,11 zweimal kein Artikel vor „Äonen“, wie Jud 13; 2Pe 2,17. M(A): in Äon (o.: in [den] Äon; Einzahl und ohne Artikel)
  20. 20 14,12 so M(A)
  21. 21 14,12 wörtl.: den Jesusglauben (bzw. die Jesustreue); genitivus obiectivus
  22. 22 14,13 NA: Denn
  23. 23 14,13 M(A): die
  24. 24 14,15 M(A): hervor aus dem Himmel
  25. 25 14,18 NA: mit großer Stimme
  26. 26 14,18 so M(A), NA, t. r. – M(K): weil reif geworden sind die Beeren des Landes.
  27. 27 14,20 d. i.: 296 km