Neues Testament
Offenbarung Kapitel 18
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Und nach diesem sah ich einen anderen Boten aus dem Himmel niedersteigen, der große Autorität hatte. Und das Land wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit.
2Und er schrie mit starker Stimme1; er sagte: „Sie ist gefallen! Sie ist gefallen!2 Babylon, die große! Und sie ist eine Wohnstätte von Dämonen geworden und ein Schlupfwinkel jedes unreinen Geistes und ein Schlupfwinkel jedes unreinen und gehassten Vogels3.
3Vom Wein des Grimmes4 ihrer Hurerei haben nämlich getrunken5 all die Völker, und die Könige des Landes ‹o.: der [umliegenden] Länderregion› haben Hurerei getrieben mit ihr, und die Kaufleute des Landes sind reich geworden von der Kraft ihrer Üppigkeit ‹, von ihrer gewaltigen Üppigkeit›6.“
4Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: „Geh7 aus ihr hinaus, mein Volk!, damit ihr nicht Anteil bekommt an ihren Sünden, und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt;
5denn ihre Sünden haben sich aufgetürmt ‹o.: wurden aufgehäuft; o.: haben sich angeklebt›8 bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht.
6Vergeltet9 ihr, wie auch sie euch10 vergolten hat, und verdoppelt ihr das Doppelte nach ihren Taten ‹und Werken›. In dem Becher, in dem sie mischte, mischt ihr ein Doppeltes ‹o.: ein Doppel; ein Duplikat›.
7Wie viel sie sich verherrlichte und in Üppigkeit lebte, so viel Qual und Trauer gebt ihr, da sie in ihrem Herzen sagt: ‘Ich sitze als Königin, und Witwe ‹, eine Verlassene,› bin ich nicht, und Trauer werde ich keinesfalls sehen11.’
8Deswegen werden an einem Tag ihre Plagen kommen: Tod und Trauer und Hunger, und sie wird in Feuer verbrannt werden; denn stark [ist] der Herr, Gott, der sie richtet ‹o.: gerichtet hat›.
9Und es werden weinen und über sie wehklagen ‹und sich an die Brust schlagen› die Könige des Landes ‹o.: der [umliegenden] Länderregion›, die mit ihr Hurerei trieben und in Üppigkeit lebten, wenn sie [dann] den Rauch ihres Feuerbrandes sehen,
10 von ferne stehend, aus Furcht vor ihrer Qual, und sie werden sagen: ‘Wehe! Wehe!, große Stadt Babylon, starke Stadt!, da in einer Stunde dein Gericht gekommen ist.’
11 Und die Kaufleute des Landes werden weinen und trauern über sie, weil niemand mehr ihre Ware kauft,
12 Ware von Gold und Silber und Edelgestein und Perle12 und Byssus ‹, feinem weißen Leinen,› und Purpur und Seide und Scharlach, und alles Thujaholz ‹o.: Zitrusholz› und jedes elfenbeinerne Gerät und jedes Gerät von höchst kostbarem Holz und von Erz ‹o.: Bronze› und Eisen und Marmor,
13 und Zimt13 und Räucherwerk und Salböl und Weihrauch und Wein14 und Öl und Feinmehl ‹o.: Weizengrieß› und Weizen und Schafe und Vieh, und [Fracht] von Pferden und von Wagen und von Leibern und von Menschenseelen.
14 Und das Obst deiner Seelenlust15 ist von dir gewichen, und alles Köstliche und Glänzende ‹, Prächtige,› ist umgekommen, von dir fort, und du wirst16 es nie mehr ‹o.: keinesfalls mehr› finden ‹, antreffen›.
15 Die Kaufleute dieser [Waren], die an ihr reich geworden waren, werden aus Furcht vor ihrer Qual von ferne stehen, weinend und trauernd,
16 und sagen: ‘Wehe! Wehe!17 Die große Stadt, umkleidet mit Byssus ‹, feinem weißen Leinen,› und Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und [bedeckt] mit Edelgestein und Perlen!,
17 denn in einer Stunde wurde der so große Reichtum verwüstet.’ Und jeder Steuermann und jeder zur See Segelnde18 und die Schiffsleute und so viele ihrer auf dem Meer ‹, an der Meeresküste,› arbeiten, standen von ferne
18 und schrien [immer wieder]19, als sie den Rauch ihres Feuerbrandes sahen, und sagten: ‘Wer [war] der großen Stadt gleich?’
19 Und sie warfen Staub auf ihre Köpfe und schrien, weinend und trauerklagend, [immer wieder]: ‘Wehe! Wehe! Die große Stadt! – in der alle, die Schiffe am Meer hatten, reich wurden von ihrer Kostbarkeit, denn in einer Stunde wurde sie verwüstet.’
20 Sei fröhlich ‹und feiere› über sie, Himmel, und [ihr] Heiligen und Apostel20 und Propheten, [seid fröhlich!,] da Gott euer Gericht ‹o.: für euch das Urteil›21 an ihr vollzog.“
21 Und ein einzelner, starker Bote hob einen Stein auf, groß wie ein Mühlstein, und warf ihn ins Meer, wobei er sagte: „So wird Babylon, die große Stadt, mit Gewalt niedergeworfen werden, und sie wird nicht mehr gefunden werden.
22 Und [die] Stimme ‹, [der] Klang,› von Harfensängern und Musikern und Flötenspielern und Posaunenbläsern wird nicht mehr in dir gehört werden. Und ein Kunsthandwerker irgendwelcher Kunst wird nicht mehr in dir gefunden werden. Und [das] Geräusch ‹eig.: die Stimme› eines Mühlsteins wird nicht mehr in dir gehört werden.
23 Und [das] Licht einer Lampe wird nicht mehr in dir scheinen. Und [die] Stimme [des] Bräutigams und [der] Braut wird nicht mehr in dir gehört werden; weil deine Kaufleute die Großen des Landes ‹o.: der [umliegenden] Länderregion› waren [und] weil durch deine Zauberei all die Völker in die Irre geführt wurden.
24 Und in ihr wurde gefunden Blut22 von Propheten und Heiligen, und [zwar]23 von all denen, die hingeschlachtet24 wurden in dem Land ‹o.: in der [umliegenden] Länderregion›25.“
2Und er schrie mit starker Stimme1; er sagte: „Sie ist gefallen! Sie ist gefallen!2 Babylon, die große! Und sie ist eine Wohnstätte von Dämonen geworden und ein Schlupfwinkel jedes unreinen Geistes und ein Schlupfwinkel jedes unreinen und gehassten Vogels3.
3Vom Wein des Grimmes4 ihrer Hurerei haben nämlich getrunken5 all die Völker, und die Könige des Landes ‹o.: der [umliegenden] Länderregion› haben Hurerei getrieben mit ihr, und die Kaufleute des Landes sind reich geworden von der Kraft ihrer Üppigkeit ‹, von ihrer gewaltigen Üppigkeit›6.“
4Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: „Geh7 aus ihr hinaus, mein Volk!, damit ihr nicht Anteil bekommt an ihren Sünden, und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt;
5denn ihre Sünden haben sich aufgetürmt ‹o.: wurden aufgehäuft; o.: haben sich angeklebt›8 bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht.
6Vergeltet9 ihr, wie auch sie euch10 vergolten hat, und verdoppelt ihr das Doppelte nach ihren Taten ‹und Werken›. In dem Becher, in dem sie mischte, mischt ihr ein Doppeltes ‹o.: ein Doppel; ein Duplikat›.
7Wie viel sie sich verherrlichte und in Üppigkeit lebte, so viel Qual und Trauer gebt ihr, da sie in ihrem Herzen sagt: ‘Ich sitze als Königin, und Witwe ‹, eine Verlassene,› bin ich nicht, und Trauer werde ich keinesfalls sehen11.’
8Deswegen werden an einem Tag ihre Plagen kommen: Tod und Trauer und Hunger, und sie wird in Feuer verbrannt werden; denn stark [ist] der Herr, Gott, der sie richtet ‹o.: gerichtet hat›.
9Und es werden weinen und über sie wehklagen ‹und sich an die Brust schlagen› die Könige des Landes ‹o.: der [umliegenden] Länderregion›, die mit ihr Hurerei trieben und in Üppigkeit lebten, wenn sie [dann] den Rauch ihres Feuerbrandes sehen,
10 von ferne stehend, aus Furcht vor ihrer Qual, und sie werden sagen: ‘Wehe! Wehe!, große Stadt Babylon, starke Stadt!, da in einer Stunde dein Gericht gekommen ist.’
11 Und die Kaufleute des Landes werden weinen und trauern über sie, weil niemand mehr ihre Ware kauft,
12 Ware von Gold und Silber und Edelgestein und Perle12 und Byssus ‹, feinem weißen Leinen,› und Purpur und Seide und Scharlach, und alles Thujaholz ‹o.: Zitrusholz› und jedes elfenbeinerne Gerät und jedes Gerät von höchst kostbarem Holz und von Erz ‹o.: Bronze› und Eisen und Marmor,
13 und Zimt13 und Räucherwerk und Salböl und Weihrauch und Wein14 und Öl und Feinmehl ‹o.: Weizengrieß› und Weizen und Schafe und Vieh, und [Fracht] von Pferden und von Wagen und von Leibern und von Menschenseelen.
14 Und das Obst deiner Seelenlust15 ist von dir gewichen, und alles Köstliche und Glänzende ‹, Prächtige,› ist umgekommen, von dir fort, und du wirst16 es nie mehr ‹o.: keinesfalls mehr› finden ‹, antreffen›.
15 Die Kaufleute dieser [Waren], die an ihr reich geworden waren, werden aus Furcht vor ihrer Qual von ferne stehen, weinend und trauernd,
16 und sagen: ‘Wehe! Wehe!17 Die große Stadt, umkleidet mit Byssus ‹, feinem weißen Leinen,› und Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und [bedeckt] mit Edelgestein und Perlen!,
17 denn in einer Stunde wurde der so große Reichtum verwüstet.’ Und jeder Steuermann und jeder zur See Segelnde18 und die Schiffsleute und so viele ihrer auf dem Meer ‹, an der Meeresküste,› arbeiten, standen von ferne
18 und schrien [immer wieder]19, als sie den Rauch ihres Feuerbrandes sahen, und sagten: ‘Wer [war] der großen Stadt gleich?’
19 Und sie warfen Staub auf ihre Köpfe und schrien, weinend und trauerklagend, [immer wieder]: ‘Wehe! Wehe! Die große Stadt! – in der alle, die Schiffe am Meer hatten, reich wurden von ihrer Kostbarkeit, denn in einer Stunde wurde sie verwüstet.’
20 Sei fröhlich ‹und feiere› über sie, Himmel, und [ihr] Heiligen und Apostel20 und Propheten, [seid fröhlich!,] da Gott euer Gericht ‹o.: für euch das Urteil›21 an ihr vollzog.“
21 Und ein einzelner, starker Bote hob einen Stein auf, groß wie ein Mühlstein, und warf ihn ins Meer, wobei er sagte: „So wird Babylon, die große Stadt, mit Gewalt niedergeworfen werden, und sie wird nicht mehr gefunden werden.
22 Und [die] Stimme ‹, [der] Klang,› von Harfensängern und Musikern und Flötenspielern und Posaunenbläsern wird nicht mehr in dir gehört werden. Und ein Kunsthandwerker irgendwelcher Kunst wird nicht mehr in dir gefunden werden. Und [das] Geräusch ‹eig.: die Stimme› eines Mühlsteins wird nicht mehr in dir gehört werden.
23 Und [das] Licht einer Lampe wird nicht mehr in dir scheinen. Und [die] Stimme [des] Bräutigams und [der] Braut wird nicht mehr in dir gehört werden; weil deine Kaufleute die Großen des Landes ‹o.: der [umliegenden] Länderregion› waren [und] weil durch deine Zauberei all die Völker in die Irre geführt wurden.
24 Und in ihr wurde gefunden Blut22 von Propheten und Heiligen, und [zwar]23 von all denen, die hingeschlachtet24 wurden in dem Land ‹o.: in der [umliegenden] Länderregion›25.“
Fußnoten
- 1 18,2 M(A): mit starker, großer Stimme
- 2 18,2 so M(A), NA, t. r. – M(K): Sie ist gefallen!
- 3 18,2 M(A): ohne „und ein Schlupfwinkel jedes unreinen Geistes und ein Schlupfwinkel jedes unreinen und gehassten Vogels“ – NA: plus „und ein Gefängnis jedes unreinen und gehassten wilden Tieres“
- 4 18,3 M(A): Vom Grimm des Weines
- 5 18,3 so M(A), NA, t. r. – M(K): sind nämlich zu Fall gekommen
- 6 18,3 genitivus qualitatis
- 7 18,4 NA: Geht
- 8 18,5 t. r.: da ihre Sünden bis zum Himmel gefolgt sind
- 9 18,6 eig.: Erstattet; so a. i. Folg.
- 10 18,6 so M(K), NA. – M (A): ohne „euch“
- 11 18,7 wörtl.: sehe ich keinesfalls; Gegenwart im Sinne eines Futurs
- 12 18,12 NA: Perlen
- 13 18,13 kinamoomon; gemeint ist hier eine indische Gewürzpflanze, ähnlich wie Kardamom. NA, M(A) teilw.: Zimt und Amomum
- 14 18,13 M(K): ohne „und Wein“
- 15 18,14 wörtl.: das Obst, die Lust deiner Seele; NA: Und dein Obst, die Lust der Seele
- 16 18,14 NA: man wird
- 17 18,16 M(K): nur einmal Wehe!
- 18 18,17 M(A): und alle auf Schiffen Segelnden
- 19 18,18 Imperfekt durativ bzw. iterativ; ebenso V. 19
- 20 18,20 M(A): [ihr] heiligen Apostel
- 21 18,20 genitivus obiectivus
- 22 18,24 im Griech. Mehrzahl; NA, t. r.: Blut (Einzahl)
- 23 18,24 kai (und) kann als explikatives kai aufgefasst werden: und zwar
- 24 18,24 eig.: geschächtet
- 25 18,24 gee (heb. äräz); „Erde, Erdboden, Land, [umliegende] Länderregion“