Neues Testament
Lukas Kapitel 10
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Nach diesen [Dingen] ernannte der Herr auch andere, siebzig, und sandte sie, je zwei [und zwei], vor seinem Angesicht her in jede Stadt und an jeden Ort, wohin er im Begriff stand zu kommen.
2Er sagte nun [in einer Rede] zu ihnen: „In der Tat, die Ernte [ist] viel, aber die Arbeiter wenige. Bittet also [inständig] den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte hinausdränge1!
3Geht hin!2 Siehe!, ich sende euch wie Lämmer mitten unter Wölfe.
4Tragt nicht Geldbeutel noch Tasche, auch nicht Schuhe. Und grüßt niemanden auf dem Weg.
5Und in welches Haus auch immer ihr hineingeht, sagt zuerst: ‘Friede diesem Hause!’
6Und wenn dort ein Sohn [des] Friedens ist, wird euer Friede auf ihm ruhen – wenn aber doch nicht, wird er wieder auf euch zurückkehren.
7In eben dem Haus nun bleibt, die [Dinge] von ihnen essend und trinkend, denn der Arbeiter ist seines Lohnes würdig. Wechselt nicht von Haus zu Haus.
8Und in welche Stadt ihr auch hineingeht, und sie euch aufnehmen, esst, was euch vorgesetzt wird.
9Und heilt die Kranken in ihr. Und sagt zu ihnen: ‘Die Königsherrschaft Gottes ist zu euch nahe gekommen.’
10 In welche Stadt nun ihr auch hineingeht,3 und sie euch nicht aufnehmen, sagt, nachdem ihr auf ihre Straßen hinausgegangen seid:
11 ‘Auch den Staub, der sich uns aus eurer Stadt anhängte ‹o.: der aus eurer Stadt an uns haftet›, wischen wir gegen euch ab. Doch von diesem habt Kenntnis, dass die Königsherrschaft Gottes zu euch nahe gekommen ist.’
12 Ich sage euch: An jenem Tag wird es für [die] Sodomer erträglicher sein als für jene Stadt.
13 Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida!, weil wenn in Tyrus und Sidon die Krafttaten geschehen wären, die unter euch geschehen sind, hätten sie längst, in Sack und Asche sitzend, Buße getan.
14 Doch für Tyrus und Sidon wird es erträglicher sein in dem Gericht als [für] euch.
15 Und du, Kapernaum, die du bis zum Himmel erhöht wurdest, bis zu[m] Hades wirst du hinabgestoßen werden4!
16 Wer euch hört, hört mich. Und wer euch zurückweist, weist mich zurück. Aber wer mich zurückweist, weist den zurück, der mich gesandt hat.“
17 Die Siebzig kehrten mit Freude zurück und sagten: „Herr, auch die Dämonen unterordnen sich uns ‹, sind uns untertan,› in deinem Namen.“
18 Aber er sagte zu ihnen: „Ich schaute den Widersacher ‹, den Satan,› wie einen Blitz aus dem Himmel fallen.
19 Siehe!, ich gebe euch5 die Autorität, auf Schlangen und Skorpione zu treten und über alle Kraft des Feindes, und keinesfalls wird irgendetwas euch Schaden zufügen.
20 Doch nicht darüber freut euch, dass die Geister sich euch unterordnen ‹o.: euch untertan sind›. Freut euch aber [stets] darüber, dass eure Namen [ein]geschrieben wurden in den Himmeln.“
21 In eben der Stunde war Jesus hoch erfreut durch den Geist ‹o.: kraft des Geistes; o.: was den Geist betrifft›6 und sagte: „Ich bekenne dir [das Lob], Vater, Herr des Himmels und des Landes, weil du diese [Dinge] vor Weisen und Verständigen verbargst und sie Unmündigen enthülltest. Ja, Vater!, weil es so ein Wohlgefallen vor dir wurde.“
22 Und zu seinen Jüngern [gewandt] sagte er: „Alles wurde mir übergeben von meinem Vater. Und niemand hat Kenntnis, wer der Sohn ist, als nur der Vater, und wer der Vater ist, als nur der Sohn und wem immer [ihn] der Sohn enthüllen will.“
23 Und er wandte sich den Jüngern zu, für sich [allein], und sagte: „Selig die Augen, die erblicken, was ihr erblickt!
24 Ich sage euch nämlich: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr erblickt, und sie sahen es nicht, und hören, was ihr hört, und sie hörten es nicht.“
25 Und siehe!, ein gewisser Gesetzesgelehrter stand auf, ihn versuchend und sagend: „Lehrer, was [muss] ich getan haben, um ewiges7 Leben zu erben?“
26 Er sagte, zu ihm [gewandt]: „In dem Gesetz, was ist geschrieben? Was liest du?“
27 Er aber antwortete: „Lieben sollst du [den] Herrn, deinen Gott, aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deiner ganzen Stärke und aus deinem ganzen Denken – sowie deinen Nächsten ‹eig.: Nahen› wie dich selbst.“ (5Mo 6,5; 3Mo 19,18)
28 Er sagte zu ihm: „Du hast recht geantwortet. Tu dieses [stets], und du wirst leben.“
29 Er wollte sich aber selbst rechtfertigen ‹o.: sich als gerecht darstellen› und sagte zu Jesus: „Und wer ist mein Nächster?“
30 Jesus nahm [die Frage] auf und sagte: „Ein gewisser Mensch stieg von Jerusalem hinab nach Jericho. Und er fiel unter Räuber. Die zogen ihn aus, versetzten ihm Schläge, ließen ihn, halb zu Tode gekommen, zurück und gingen weg.
31 Es traf sich aber, dass ein gewisser Priester auf jenem Weg hinabstieg. Und als er ihn gesehen hatte, ging er an der entgegengesetzten Seite vorüber.
32 Ebenso gelangte auch ein Levit an den Ort, und er kam und sah und ging an der entgegengesetzten Seite vorüber.
33 Aber ein gewisser Samariter, der auf der Reise war, stieß auf ihn, und er wurde innerlich tief bewegt.
34 Und er ging hinzu, verband seine Wunden und goss Öl und Wein darauf. Er setzte ihn auf das eigene Lasttier und führte ihn in eine Herberge. Und er sorgte für ihn.
35 Und als er am anderen Tag auszog, zog er zwei Denare heraus, gab sie dem Gastwirt und sagte zu ihm: ‘Sorge für ihn. Und was du etwa darüber hinaus aufwenden wirst, werde ich dir bei meinem Zurückkommen erstatten.’
36 Wer von diesen dreien, meinst du, ist also Nächster ‹eig.: Naher› geworden des unter die Räuber Gefallenen?“
37 Er sagte: „Der, der die Barmherzigkeit an ihm getan hat.“ Daraufhin sagte Jesus zu ihm: „Gehe hin und tu du in gleicher Weise.“
38 Es geschah nun, als sie dahinzogen, dass er in ein Dorf hineinging. Eine gewisse Frau, mit Namen Martha, nahm ihn in ihr Haus auf.
39 Und die hatte eine Schwester, Maria genannt, die sich auch zu den Füßen Jesu setzte und seinem Wort zuhörte.
40 Aber Martha war mit viel Dienen abgelenkt. Sie trat nun hin und sagte: „Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich mit dem Dienen allein gelassen hat? Sag ihr also, dass sie zusammen mit mir zufasse.“
41 Jesus antwortete ihr: „Martha, Martha: Du bist um vieles besorgt und beunruhigt.
42 Aber eines ist nötig. Und Maria wählte sich das gute Teil – das soll nicht von ihr weggenommen werden.“
2Er sagte nun [in einer Rede] zu ihnen: „In der Tat, die Ernte [ist] viel, aber die Arbeiter wenige. Bittet also [inständig] den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte hinausdränge1!
3Geht hin!2 Siehe!, ich sende euch wie Lämmer mitten unter Wölfe.
4Tragt nicht Geldbeutel noch Tasche, auch nicht Schuhe. Und grüßt niemanden auf dem Weg.
5Und in welches Haus auch immer ihr hineingeht, sagt zuerst: ‘Friede diesem Hause!’
6Und wenn dort ein Sohn [des] Friedens ist, wird euer Friede auf ihm ruhen – wenn aber doch nicht, wird er wieder auf euch zurückkehren.
7In eben dem Haus nun bleibt, die [Dinge] von ihnen essend und trinkend, denn der Arbeiter ist seines Lohnes würdig. Wechselt nicht von Haus zu Haus.
8Und in welche Stadt ihr auch hineingeht, und sie euch aufnehmen, esst, was euch vorgesetzt wird.
9Und heilt die Kranken in ihr. Und sagt zu ihnen: ‘Die Königsherrschaft Gottes ist zu euch nahe gekommen.’
10 In welche Stadt nun ihr auch hineingeht,3 und sie euch nicht aufnehmen, sagt, nachdem ihr auf ihre Straßen hinausgegangen seid:
11 ‘Auch den Staub, der sich uns aus eurer Stadt anhängte ‹o.: der aus eurer Stadt an uns haftet›, wischen wir gegen euch ab. Doch von diesem habt Kenntnis, dass die Königsherrschaft Gottes zu euch nahe gekommen ist.’
12 Ich sage euch: An jenem Tag wird es für [die] Sodomer erträglicher sein als für jene Stadt.
13 Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida!, weil wenn in Tyrus und Sidon die Krafttaten geschehen wären, die unter euch geschehen sind, hätten sie längst, in Sack und Asche sitzend, Buße getan.
14 Doch für Tyrus und Sidon wird es erträglicher sein in dem Gericht als [für] euch.
15 Und du, Kapernaum, die du bis zum Himmel erhöht wurdest, bis zu[m] Hades wirst du hinabgestoßen werden4!
16 Wer euch hört, hört mich. Und wer euch zurückweist, weist mich zurück. Aber wer mich zurückweist, weist den zurück, der mich gesandt hat.“
17 Die Siebzig kehrten mit Freude zurück und sagten: „Herr, auch die Dämonen unterordnen sich uns ‹, sind uns untertan,› in deinem Namen.“
18 Aber er sagte zu ihnen: „Ich schaute den Widersacher ‹, den Satan,› wie einen Blitz aus dem Himmel fallen.
19 Siehe!, ich gebe euch5 die Autorität, auf Schlangen und Skorpione zu treten und über alle Kraft des Feindes, und keinesfalls wird irgendetwas euch Schaden zufügen.
20 Doch nicht darüber freut euch, dass die Geister sich euch unterordnen ‹o.: euch untertan sind›. Freut euch aber [stets] darüber, dass eure Namen [ein]geschrieben wurden in den Himmeln.“
21 In eben der Stunde war Jesus hoch erfreut durch den Geist ‹o.: kraft des Geistes; o.: was den Geist betrifft›6 und sagte: „Ich bekenne dir [das Lob], Vater, Herr des Himmels und des Landes, weil du diese [Dinge] vor Weisen und Verständigen verbargst und sie Unmündigen enthülltest. Ja, Vater!, weil es so ein Wohlgefallen vor dir wurde.“
22 Und zu seinen Jüngern [gewandt] sagte er: „Alles wurde mir übergeben von meinem Vater. Und niemand hat Kenntnis, wer der Sohn ist, als nur der Vater, und wer der Vater ist, als nur der Sohn und wem immer [ihn] der Sohn enthüllen will.“
23 Und er wandte sich den Jüngern zu, für sich [allein], und sagte: „Selig die Augen, die erblicken, was ihr erblickt!
24 Ich sage euch nämlich: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr erblickt, und sie sahen es nicht, und hören, was ihr hört, und sie hörten es nicht.“
25 Und siehe!, ein gewisser Gesetzesgelehrter stand auf, ihn versuchend und sagend: „Lehrer, was [muss] ich getan haben, um ewiges7 Leben zu erben?“
26 Er sagte, zu ihm [gewandt]: „In dem Gesetz, was ist geschrieben? Was liest du?“
27 Er aber antwortete: „Lieben sollst du [den] Herrn, deinen Gott, aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deiner ganzen Stärke und aus deinem ganzen Denken – sowie deinen Nächsten ‹eig.: Nahen› wie dich selbst.“ (5Mo 6,5; 3Mo 19,18)
28 Er sagte zu ihm: „Du hast recht geantwortet. Tu dieses [stets], und du wirst leben.“
29 Er wollte sich aber selbst rechtfertigen ‹o.: sich als gerecht darstellen› und sagte zu Jesus: „Und wer ist mein Nächster?“
30 Jesus nahm [die Frage] auf und sagte: „Ein gewisser Mensch stieg von Jerusalem hinab nach Jericho. Und er fiel unter Räuber. Die zogen ihn aus, versetzten ihm Schläge, ließen ihn, halb zu Tode gekommen, zurück und gingen weg.
31 Es traf sich aber, dass ein gewisser Priester auf jenem Weg hinabstieg. Und als er ihn gesehen hatte, ging er an der entgegengesetzten Seite vorüber.
32 Ebenso gelangte auch ein Levit an den Ort, und er kam und sah und ging an der entgegengesetzten Seite vorüber.
33 Aber ein gewisser Samariter, der auf der Reise war, stieß auf ihn, und er wurde innerlich tief bewegt.
34 Und er ging hinzu, verband seine Wunden und goss Öl und Wein darauf. Er setzte ihn auf das eigene Lasttier und führte ihn in eine Herberge. Und er sorgte für ihn.
35 Und als er am anderen Tag auszog, zog er zwei Denare heraus, gab sie dem Gastwirt und sagte zu ihm: ‘Sorge für ihn. Und was du etwa darüber hinaus aufwenden wirst, werde ich dir bei meinem Zurückkommen erstatten.’
36 Wer von diesen dreien, meinst du, ist also Nächster ‹eig.: Naher› geworden des unter die Räuber Gefallenen?“
37 Er sagte: „Der, der die Barmherzigkeit an ihm getan hat.“ Daraufhin sagte Jesus zu ihm: „Gehe hin und tu du in gleicher Weise.“
38 Es geschah nun, als sie dahinzogen, dass er in ein Dorf hineinging. Eine gewisse Frau, mit Namen Martha, nahm ihn in ihr Haus auf.
39 Und die hatte eine Schwester, Maria genannt, die sich auch zu den Füßen Jesu setzte und seinem Wort zuhörte.
40 Aber Martha war mit viel Dienen abgelenkt. Sie trat nun hin und sagte: „Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich mit dem Dienen allein gelassen hat? Sag ihr also, dass sie zusammen mit mir zufasse.“
41 Jesus antwortete ihr: „Martha, Martha: Du bist um vieles besorgt und beunruhigt.
42 Aber eines ist nötig. Und Maria wählte sich das gute Teil – das soll nicht von ihr weggenommen werden.“